Architektur

www.architektur-forum.info

Bau-Printer

"tobias knittel"
2004-03-05 11:04:27

Hi,

gestern wurde ich von Bauherren angesprochen auf
einen Artikel, anscheinend in "Der Spiegel" in dem
es um "Bau- Printer" geht, also Drucker die
ein Gebäude 3D ausdrucken, lebensgroß

Die Idee als Zukunftsvision finde ich eigentlich recht
interessant, auch wenn ich den betreffenden Artikel nicht
kenne.

Aber die Vorstellung ist faszinierend, dass man eines Tages
vielleicht einen solchen Drucker sein Eigentum nennt,
mit ihm an der Baustelle vorfährt, die Silos mit den Zutaten
bestellt, und das Gebäude ausdruckt.

Natürlich würde dies auch die Bauformen verändern, da
sie mit jeder Schicht auch statisch halten müssen.

Überlegungen hierzu gab es ja schon für PKW- Ersatzteile,
die mittels Metallgranulaten direkt vor Ort ausgedruckt werden
können.

So wäre es auch denkbar, dass neue Formen von
Verbundmaterialien für solche Zwecke gefunden werden
könnten (Beton mit eingedruckten Bewehrungsfasern), bis
hin zu Installationen wie Elektro und Sanitär.

Ist sicher noch arge Zukunftsmusik, sicher dann auch eine Frage
der ausgedruckten Produktlizensen (z.B. Heizungsanlage),
aber, wenn man mal die Fantasie schweifen läßt, eine wirklich
interessante Entwicklung.

Das Gebäude wird quasi im Rechner vollständig, incl. Material-
zuweisung geplant, dann "Print" :-)

O.k., Fehler inclusive :-)

Gruß

Tobias :-)


Bau-Printer

"tobias knittel"
2004-03-05 11:04:27

Hi,

gestern wurde ich von Bauherren angesprochen auf
einen Artikel, anscheinend in "Der Spiegel" in dem
es um "Bau- Printer" geht, also Drucker die
ein Gebäude 3D ausdrucken, lebensgroß

Die Idee als Zukunftsvision finde ich eigentlich recht
interessant, auch wenn ich den betreffenden Artikel nicht
kenne.

Aber die Vorstellung ist faszinierend, dass man eines Tages
vielleicht einen solchen Drucker sein Eigentum nennt,
mit ihm an der Baustelle vorfährt, die Silos mit den Zutaten
bestellt, und das Gebäude ausdruckt.

Natürlich würde dies auch die Bauformen verändern, da
sie mit jeder Schicht auch statisch halten müssen.

Überlegungen hierzu gab es ja schon für PKW- Ersatzteile,
die mittels Metallgranulaten direkt vor Ort ausgedruckt werden
können.

So wäre es auch denkbar, dass neue Formen von
Verbundmaterialien für solche Zwecke gefunden werden
könnten (Beton mit eingedruckten Bewehrungsfasern), bis
hin zu Installationen wie Elektro und Sanitär.

Ist sicher noch arge Zukunftsmusik, sicher dann auch eine Frage
der ausgedruckten Produktlizensen (z.B. Heizungsanlage),
aber, wenn man mal die Fantasie schweifen läßt, eine wirklich
interessante Entwicklung.

Das Gebäude wird quasi im Rechner vollständig, incl. Material-
zuweisung geplant, dann "Print" :-)

O.k., Fehler inclusive :-)

Gruß

Tobias :-)


Bau-Printer

Georg Matejko
2004-03-05 12:10:18

Hallo,

tobias knittel wrote:
> Hi,
>
> gestern wurde ich von Bauherren angesprochen auf
> einen Artikel, anscheinend in "Der Spiegel" in dem
> es um "Bau- Printer" geht, also Drucker die
> ein Gebäude 3D ausdrucken, lebensgroß

so in etwa ein "Holo-Deck"?

> Aber die Vorstellung ist faszinierend, dass man eines Tages
> vielleicht einen solchen Drucker sein Eigentum nennt,
> mit ihm an der Baustelle vorfährt, die Silos mit den Zutaten
> bestellt, und das Gebäude ausdruckt.

Ist wahrscheinlich etwas größer als mein DeskJet. ;) Könnte vielleicht
"ConcreteJet 5000000" oder "ClayStation2" (für Öko-Bau) oder so ähnlich
heißen. ;)

> Natürlich würde dies auch die Bauformen verändern, da
> sie mit jeder Schicht auch statisch halten müssen.

Vorsicht mit den termini, das war eine Vorlage. ;)

> Das Gebäude wird quasi im Rechner vollständig, incl. Material-
> zuweisung geplant, dann "Print" :-)
>
> O.k., Fehler inclusive :-)


Wenn ich an meine üblichen Papiermüllberge denke (man sieht ja auf dem
Papier Dinge, die man auf dem Bildschirm schwer wiederfindet), würde ich
in die Abbruchbranche wechseln. ;)


Da ich zu wenig im Thema stecke und meine Fantasie hier nicht überkochen
lassen möchte, hoffe ich auf dein Verständis, wenn wir mal die
Ingenieure nebenan befragen und die Diskussion hier fortführen.
(hoffentlich habe ich nichts falsch gemacht) Mich interessiert auch, was
so möglich ist.

Grüße
Georg


P.S. ...und ein sonniges Wochenende
--
Georg Matejko

Email: georg@matejko.de
URL: www.matejko.de


Bau-Printer

Klaus Horstmann
2004-03-05 12:25:42

Moin Tobias,


> Hi,
>
> gestern wurde ich von Bauherren angesprochen auf
> einen Artikel, anscheinend in "Der Spiegel" in dem
> es um "Bau- Printer" geht, also Drucker die
> ein Gebäude 3D ausdrucken, lebensgroß

Uups - irgendwie hat Georg nich so ganz unrecht mit dem Holo-Deck.

Wenns das geben sollte, sag bitte Bescheid, ich hätt auch ganz gern eins
;-)

> Die Idee als Zukunftsvision finde ich eigentlich recht
> interessant, auch wenn ich den betreffenden Artikel nicht
> kenne.
>
> Aber die Vorstellung ist faszinierend, dass man eines Tages
> vielleicht einen solchen Drucker sein Eigentum nennt,
> mit ihm an der Baustelle vorfährt, die Silos mit den Zutaten
> bestellt, und das Gebäude ausdruckt.

Was ich vor einigen Wochen (Monaten?) mal im Fernsehen sah, ging allerdings
in der Tat in die Richtung. War ein 3D-Printer, allerdings für Modelle -
ich weiß leider ums Verrecken nicht mehr, was die mit dem Teil angestellt
haben :-(
Jedenfalls war das sone Art Rasterplotter, der statt Tinte zu verspritzen
mit Lasern arbeitete. Das "Plotmedium" war sone Art Kunststoffgranulat, wo
der Laser Schicht für Schicht drüberbrazelte und so feste Strukturen
entstanden. Am Ende musste der "Plotmeister" nur noch das überschüssige
Kunststoffzeugs wegfegen und fertig war das Modell - war irgend ne
Wissenschafts-Sendung auf N3.

> Natürlich würde dies auch die Bauformen verändern, da
> sie mit jeder Schicht auch statisch halten müssen.

Geht das dann nur "rechtwinkling", oder auch rund? *wegduck* -
tschuldigung ;-)

> Überlegungen hierzu gab es ja schon für PKW- Ersatzteile,
> die mittels Metallgranulaten direkt vor Ort ausgedruckt werden
> können.

Jo, s.o. :-)

> So wäre es auch denkbar, dass neue Formen von
> Verbundmaterialien für solche Zwecke gefunden werden
> könnten (Beton mit eingedruckten Bewehrungsfasern), bis
> hin zu Installationen wie Elektro und Sanitär.

Da is aber wohl noch "etwas" Entwicklungsarbeit notwendig. ;-)


> Das Gebäude wird quasi im Rechner vollständig, incl. Material-
> zuweisung geplant, dann "Print" :-)
>
> O.k., Fehler inclusive :-)

Jo, nach obiger Methode könnte man das Kuststoffzeugs dann ja einfach
wieder in den Schredder werfen - und auf gehts zu ner neuen Runde :-)

Gruß aus Hamburg
Klaus


Bau-Printer

"Marco F. Scala"
2004-03-05 12:52:55

Georg Matejko wrote:
> Hallo,
>
> tobias knittel wrote:
>> Hi,
>>
>> gestern wurde ich von Bauherren angesprochen auf
>> einen Artikel, anscheinend in "Der Spiegel" in dem
>> es um "Bau- Printer" geht, also Drucker die
>> ein Gebäude 3D ausdrucken, lebensgroß
>
> so in etwa ein "Holo-Deck"?

Gibt es tatsächlich schon.
Nicht so groß und auch nicht aus jedem Werkstoff aber suche mal nach
"Rapid Prototyping", das ist sowas wie ein 3D-Drucker.

Marco


Bau-Printer

Klaus Horstmann
2004-03-05 12:59:47

Moin Marco,


>> so in etwa ein "Holo-Deck"?
>
> Gibt es tatsächlich schon.
> Nicht so groß und auch nicht aus jedem Werkstoff aber suche mal nach
> "Rapid Prototyping", das ist sowas wie ein 3D-Drucker.
>
Jo genau das ists, was ich vorhin meinte :-)

Ist sehr interessant, aber n echtes Holo-Decke wäre noch um Längen besser
- mal sehen, kommt bestimmt irgendwann auf der Cebit oder so ;-)

Gruß aus Hamburg
Klaus


Bau-Printer

"tobias knittel"
2004-03-05 13:14:03

Hi Klaus, und die anderen

> > Gibt es tatsächlich schon.
> > Nicht so groß und auch nicht aus jedem Werkstoff aber suche mal nach
> > "Rapid Prototyping", das ist sowas wie ein 3D-Drucker.
> >
> Jo genau das ists, was ich vorhin meinte :-)

meines Wissens gibt es die auch in der Medizin. Vor schwierigen
Operationen werden mit dem CT erfasste Knochen teilweise
ausgeplottet, um die Situation nochmal genauer zu untersuchen
oder "Ersatzteile" vorzubereiten.

> Ist sehr interessant, aber n echtes Holo-Decke wäre noch um Längen besser
> - mal sehen, kommt bestimmt irgendwann auf der Cebit oder so ;-)

das wird wohl dann eher ein Chip sein, das direkt in die biologische
Sensorik eingreift (Gehirnzentren). So kann man dir dann das Gebäude
vorgaukeln, das es eigentlich gar nicht gibt, also als Hallunzination. Wäre
wohl die platzsparendste "Wohnraumbeschaffung". Allerdings müsste dies
kollektiv erfolgen, sonst entstehen einige Imponderabilien ...
verschiedenster
Natur :-). Böse Zungen behaupten ja, das unsere Welt ganz ähnlich
funktionieren könnte ...

Gruß

Tobias


Bau-Printer

Sven Schelhorn
2004-03-05 11:56:59

tobias knittel schrieb:
>
> Aber die Vorstellung ist faszinierend, dass man eines Tages
> vielleicht einen solchen Drucker sein Eigentum nennt,
> mit ihm an der Baustelle vorfährt, die Silos mit den Zutaten
> bestellt, und das Gebäude ausdruckt.

*LOL*

> Das Gebäude wird quasi im Rechner vollständig, incl. Material-
> zuweisung geplant, dann "Print" :-)

Mein reden: 3D lohnt sich erst, wenn es den Roboter Capo auf der
Baustelle gibt (Wie eien CNC-Fräse.
Dann hat man was von dem 3D Kram ;-)

> O.k., Fehler inclusive :-)

*Uuups*

--
Ciao, SVEN
--
<FAQ: de.sci.architektur>
<http://dsa.bau-wesen.de>;