Wie schätzt ihr die Aussichten ein?
Wie geht es weiter?
Wie sollte man sich verhalten?
Gruss Thomas
Architektur
Eigenheimzulage 2004 - Einschätzungen bitte
Eigenheimzulage 2004 - Einschätzungen bitte
Hallo
Thomas Toft schrieb:
> Wie schätzt ihr die Aussichten ein?
> Wie geht es weiter?
> Wie sollte man sich verhalten?
>
> Gruss Thomas
Wer die Eigenheimzulage braucht, um zu bauen, der sollte besser nicht
bauen. (Stichwort 8 Jahre)
Gruß
Sebastian
Eigenheimzulage 2004 - Einschätzungen bitte
Sebastian Schulze schrieb:
>Wer die Eigenheimzulage braucht, um zu bauen, der sollte besser nicht
>bauen. (Stichwort 8 Jahre)
Jau! Und wer Eigenkapital braucht, um zu bauen, der sollte es auch
gleich lassen.
Oder wie hast Du das gemeint?
T?m Berger
--
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Eigenheimzulage 2004 - Einschätzungen bitte
Hallo Tom,
> Jau! Und wer Eigenkapital braucht, um zu bauen, der sollte es auch
> gleich lassen.
>
> Oder wie hast Du das gemeint?
hattest Du Dich nicht mal gegen diese Förderung ausgesprochen? :))
Hier geht es um die Einschätzung ob diese Förderung
Bestand haben wird. Es darf gemutmaßt werden.
Die Bautätigkeit hat soweit abgenommen, daß der Kreis derer die zu
fördern
wären für den Bundeshaushalt nicht sonderlich ins Gewicht fallen
würden. Auf
der anderen Seite bedeutet das aber auch, daß man sich keine große
Gegenwehr
einhandelt, wenn mans abschafft. Im Moment ist eine rein sachliche
Entscheidung darüber kaum zu erwarten, was m.E. auch eher dazu führen
würde,
daß diese Förderung entfällt. Den positiven Effekt im Sinne von
Eigenheimförderung halte ich für nicht gegeben. Die große
Differenz zu
einigen unserer Nachbarländern was den Anteil an Eigenheimen angeht kann
darüber nicht aufgeholt werden. Ich halte den momentanen Bedarf an
Neuimmobilien für gesättigt, sinnvoller wäre eine Förderung
nach der
Mietobjekte zum Eigentum werden.
Ich denke, daß die Förderung wie wir sie im Moment kennen, zumindest
mittelfristig fallen wird. Ob das schon zu Beginn 2004 so sein wird bleibt
Spekulation.
Gruß
Adrian Herrmann
Eigenheimzulage 2004 - Einschätzungen bitte
Am Fri, 8 Aug 2003 14:54:30 +0200, "Adrian Herrmann"
schrieb
Moin
>Ich denke, daß die Förderung wie wir sie im Moment kennen,
zumindest
>mittelfristig fallen wird. Ob das schon zu Beginn 2004 so sein wird bleibt
>Spekulation.
>
und ... wäre das ein Verlust. Ich gehe davon aus, dass Leute
die nun dann bauen können, wenn sie staatliche Zuwendungen
erhalten, eh bei möglichst billigen und dafür zweifelhaften
Bauträgern landen. Das halte ich nicht für schützenswert.
Es ist ja auffällig, dass vor allem die Bauträger des
niederen Preissektors am lautesten quaken.
Gruß
Olaf
--
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Eigenheimzulage 2004 - Einschätzungen bitte
...
> Wie schätzt ihr die Aussichten ein?
> Wie geht es weiter?
> Wie sollte man sich verhalten?
Wahrscheinlich gibt es soviele Meinung wie es Lobbyisten gibt.
Grundsätzlich bin ich gegen jede Subvention - allerdings
konsequent durch alle Branchen, denn dann bestimmt der
Markt; aber das werden wir wohl kaum hinkriegen....
Ich glaube, dass jeder Bauherr grundsätzlich zu wenig Geld
hat. Andererseits konnte er sich das Bauen auch erlauben,
als die Baukosten und das Baugeld noch erheblich teurer wa-
ren - und zwar in einem Maße, wie es die Eigenheimförderung
gegenüber den heutigen Konditionen nicht wett machen konnte.
Fazit: Bauen kann man immer! Zudem glaube ich, dass durch
die Abschaffung der Eigenheimförderung...
- diverse Mitnahmeeffekte wegfallen,
- man sich als Bauherr etwas mehr beschränkt,
- das Bauen vielleicht noch etwas preiswerter wird....
Außerdem bin ich aber der Meinung, dass es Förderungs-
Ideen gibt, die viel intelligenter sind, als einfach nur etwas
Geld zu verteilen. Ideen, die beispielsweise gleichzeitig
die Schwarzarbeit eindämmen könnten, was insgesamt
z.B. den Sozialkassen zugute käme: Wenn man beispielsweise
für das Bauen (und nur das Bauen und nicht den Gebraucht-
Immobilienkauf) die MwSt. erstattet bekäme, dann wären
richtige Rechnungen von Nöten, ..... Die "Aktion pro
Eigenheim" hat in dem Sinne einen interessanten Ansatz.
Bevor ist alles Abschreibe hier ein entsprechender Link:
http://www.baulinks.de/webplugin/2003/0716.php4
mfG Alfons Oebbeke
Eigenheimzulage 2004 - Einschätzungen bitte
Hallo,
> Wer sie jetzt noch zugeteilt bekommt, der hat sie - für die vollen 8
> Jahre. Und Sebastians Einwurf ist genau so unsinnig wie meine
> persiflierende Antwort darauf.
das ist auch so zu sehen, wer sie bekommt hat sie für die volle Zeit, wie
lange sie noch gegeben wird ist im Moment jedenfalls Spekulation. Beim
letzten Versuch hat die Baueingabe gereicht, mit vermieteten Objekten ist
man nicht ganz so umsichtig, dort werden die Dinge zum Stichtag geändert
und
das auch für bestehende Verhältnisse, Förderungsgesetze
ausgenommen.
> >Eigenheimförderung halte ich für nicht gegeben. Die
große Differenz zu
> >einigen unserer Nachbarländern was den Anteil an Eigenheimen
angeht kann
> >darüber nicht aufgeholt werden. Ich halte den momentanen Bedarf
an
> >Neuimmobilien für gesättigt, sinnvoller wäre eine
Förderung nach der
> >Mietobjekte zum Eigentum werden.
>
> Ja, da stimme ich Dir zu. Das ist auch verwandt mit meiner
> wesentlichen Argumentation damals zum Thema Abschaffung der
Förderung.
> Einer der wesentlichen Gründe für unsere niedrige Eigenheimquote
sind
> die hohen Kosten der Art und Weise, wie wir Wohnungsbau betreiben. Wir
> brauchen einen Billigstwohnungsbau, der mit Bürgschaften des Staates
> auch den untersten sozialen Schichten ein Eigenheim ermöglicht. Der
> Sozialhilfesatz umfasst sowieso die Kosten für eine angemessene
> Wohnung - da kann man den Leuten auch Siedlungen bauen, die ihnen
> spätestens im Alter dann auch gehören, und die so zur
Alterssicherung
> beitragen können.
Bei der Sozialhilfe geht man nicht davon aus, daß sie ein Lebenlang
bezahlt
werden muß, sondern daß es den Leistungsempfängern
möglich sein wird seine
Situation zu ändern (Ungeachtet dessen was Realität ist). Insofern
sind wäre
es unsinnig sich genau dann mit Bauabsichten zu tragen, wenn es einem am
schlechtesten geht. Die Bezugsberechtigung wird auch ständig geprüft.
> >Ich denke, daß die Förderung wie wir sie im Moment kennen,
zumindest
> >mittelfristig fallen wird. Ob das schon zu Beginn 2004 so sein wird
bleibt
> >Spekulation.
>
> Ich halte es angesichts des Umstands, daß 1,5 bis 2 Millionen
> Langzeitarbeitslose nun auf Sozialhilfeniveau gesetzt werden, für
> unabwendbar. Wer jetzt bauen kann, der muß dann nicht auch noch
20.000
> Euro vom Staat dafür geschenkt bekommen, die man den Armen unserer
> Gesellschaft gerade weggenommen hat. Ich empfinde das als ziemlich
> degoutant.
Hier habe ich eine ganz andere Meinung, aber das hatten wir ja schon. Man
hat den Armen nichts weggenommen sondern dort ist eine Subvention gefallen.
Bereits eine lineare Versteuerung stellt eine Subvention der Einkommen unter
dem geltenden Maximalsteuersatz dar, das wird nur von vielen die ohne
groß
darüber nachzudenken in das Horn des Subventionabbaus stoßen nicht
erkannt.
Der Volksmund impliziert in Subvention eine Zuwendung an böse Unternehmer.
Man wird sich in den kommenden Jahren auf einige Einschränkungen
einstellen
müssen. M.E. können gesteckte Ziele auch erreicht werden, sobald dort
Worte
wie Härtefallregelung auftauchen, kannst Du die besten Konzepte in die
Tonne
treten.
Ich war schon ein paar Jahre zurück bei Bekannten zu Besuch in den
Staaten,
nahe Atlanta. Die Leute hatten sich das Haus inkl. Grundstück für
70.000
Dollar gekauft. Solche Preisgestaltungen sind bei den hier üblichen
Standards weit weg von jeglicher Realität. Das ganze übrigens bei
einer
vergleichbaren Einkommenssitutation und es gibt eine ganze Menge anderer
Dinge die deutlich unter unserem Preisniveau liegen.
Es würde schon viel helfen, wenn seitens der Kommunen bezahlbares Bauland
in
halbwegs ausreichender Menge bereitgestellt würde. Hier ist es
regelmäßig
so, daß Bauland aus landwirtschaftlich genutzten Flächen stammt. Man
wandelt
als Acker gekauftes Land in teuerstes Bauland um. In vielen Fällen ist es
sogar gelungen diesen Zugewinn völllg steuerfrei zu erhalten. Bauland hat
hier zu einigen Zeiten Zuwachs von 20% und mehr pro Jahr erfahren, mit der
Folge, daß kein Bauland verkauft wird, wenn man nicht in wirtschaftlicher
Not ist. Bauland kostet hier am freien Markt im Mittel 300 Euro/m2, aber
auch nur wenn man nicht allzu große Ansprüche stellt und dann
muß man erst
noch jemanden finden der überhaupt verkaufen will. Die Frage nach
kostengünstigen Konzepten brauche ich dann natürlich kaum noch zu
stellen
und eine Förderung von 20.000 Euro würde nicht mal für Notar und
Makler
reichen. Wer hier diesen Weg geht gehört ohnehin zu den Besserverdienenden
und diese Förderung ist in den allermeisten Fällen entbehrlich.
Als ich vor 10 Jahren hier ein Haus gekauft habe, hatten das eigentlich nur
Leute gemacht, die entwender etwas geerbt hatten, in einer Bank gearbeitet
haben oder sehr gut verdient hatten und die letzte Gruppe zu denen ich mich
zählen durfte die aufgrund ihrer beruflichen Vorbelastung in der Lage
waren
fast alles selbst zu machen und verrückt genug waren das zu tun, aber auch
dafür wäre mein Gehalt alleine nicht ausreichend gewesen.
Bauen ist und war eine gewaltige Aufgabe für die Eigentümer. Ich
halte es
für sinnvoll Wege zu erschließen, die ein günstiges bauen
für jedermann
ermöglichen. Der Versuch es damit zu bewerkstelligen, daß man dem
einen
schenkt was ein anderer unter größten Anstrengungen und Entbehrungen
erreichen konnte funktioniert nicht, dann legen hier alle die Füße
hoch. Dem
Zustand sind wir schon recht nahe.
Gruß
Adrian Herrmann
Eigenheimzulage 2004 - Einschätzungen bitte
"Adrian Herrmann" schrieb:
>> Ich halte es angesichts des Umstands, daß 1,5 bis 2 Millionen
>> Langzeitarbeitslose nun auf Sozialhilfeniveau gesetzt werden, für
>> unabwendbar. Wer jetzt bauen kann, der muß dann nicht auch noch
20.000
>> Euro vom Staat dafür geschenkt bekommen, die man den Armen
unserer
>> Gesellschaft gerade weggenommen hat. Ich empfinde das als ziemlich
>> degoutant.
>
>Hier habe ich eine ganz andere Meinung, aber das hatten wir ja schon. Man
>hat den Armen nichts weggenommen sondern dort ist eine Subvention gefallen.
Das verstehe ich nicht. Die Eigenheimförderung ist eine Subvention,
und diese wird erst noch fallen, und das ist auch gut so - so hab ich
das geschrieben. Die Arbeitslosenhilfe ist keine Subvention, sondern
eine wichtige soziale Sicherung - die nicht zuletzt als Absicherung
für potentielle Häuslebauer wichtig sein kann. Deren Abschaffung ist
kein Wegfall einer Subvention.
Gruß
Tom Berger
--
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ArchDIM - architekturgerechte Bemaßung und Höhenkoten
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