Erwin Holzner posted:
>ABER: Muss eine Decke wirklich immer ohne Unterzüge sein?
Unterzüge sind kaum billiger. Insbesondere bedeuten sie für mich als
Statiker einen nicht unerheblichen Mehraufwand sowohl bei der Berechnung
als auch bei der Konstruktionsplanung. Eigentlich sind alle
Baubeteiligten froh, daß wir die Dinger nur noch selten brauchen.
>Muss eine
>Aussparung der i.d.R. völlig ignoranten Haustechniker IMMER an der
für
>das Tragwerk UNGÜNSTIGSTEN Stelle zu liegen kommen?
Wo, wenn nicht neben den Stützen, sollen denn die Versorgungsleitungen
liegen?
>IHR seid doch die "grauen Eminenzen" auf den Baustellen! Euch
kann
>mangels Fachwissen i.d.R. keiner dreinreden.
>Ich als Statiker würde ein Machtwort sprechen, und "aus die
Maus"!
Das geht nicht. Dazu ist die Konkurrenzsituation zu heftig.
>Ich weiß: Mittlerweile kann man mit der neuen Software (FEM) nahezu
>alles "hinrechnen". Aber ist das immer so sinnvoll?
Ja.
>Desweiteren noch ein Tipp: Man kann bei Flachdecken den Einsatz von
>Dübelleisten bis zu einem bestimmten Maß verhindern, wenn man
ein paar
>kräftige Eisen zusätzlich im Durchstanzbereich anordnet.
Ich bemesse meine Rundschnitte immer zuerst für konventionelle Bewehrung
mit einem unabhängigen Programm und erst, wenn ich damit nicht zurecht
komme, mit dem Programm eines Dübelleistenherstellers.
Es ist nun mal so, daß die Dübelleistenhersteller sehr hohe
zulässige
Lasten für ihre Erzeugnisse in den erteilten Zulassungen erzwingen
konnten, die du bei konventioneller Bemessung nach DIN nicht, bzw. nur
mit praktisch nicht ausführbarer Bewehrungsführung, erzielen kannst.
Gruss, Werner
--
Morver, der Rollstuhl fuer kranke Windows-Newsreader und fuer OE.
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Durchstanzbewehrung
2004-04-25 12:25:57