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Jetzt wirklich: Kletterpflanzenwettrennen / 1

Jetzt wirklich: Kletterpflanzenwettrennen / 1

Karl-Ludwig Diehl
2004-05-16 10:40:21

K.L.Diehl, Ackerstr. 4, 53179 Bonn - Seaman Ave, New York

Kletterpflanzenwettrennen / 1

Auf der Suche nach geeigneten Kletterpflanzen fuer das
Kletterpflanzenwettrennen in Hamburg stiess ich auf diese Homepage:
>http://www.fc1910.de/gruen/0 start 600.htm
Da steht:
"Kletterpflanzen unterteilen sich in verschiedene Kategorien. Die
finanziell günstigste Lösung stellen die Wurzelkletterer dar. Dazu
gehören z.B. Efeu und Kletterhortensie. Sie benötigen keine
Kletterhilfen und werden deshalb auch als echte Kletterpflanzen
bezeichnet. Der Wilde Wein kann das zwar auch, gehört aber botanisch zu
den Rankern mit Haftscheiben. Beide Arten zusammengefasst werden als
Selbstklimmer bezeichnet. Alle anderen Pflanzen benötigen Kletterhilfen."

Danach gibt es echte und unechte Kletterpflanzen. Der verwirrende
Textbaustein dieser Homepage nennt als weiteres Unterscheidungsmerkmal:
"verschiedene Kategorien". Eine Kategorie nach diesem Satzgefuege ist
die "finanziell guenstigste Loesung", zugleich wird sie
"Wurzelkletterer" genannt. Wurzelkletterer sind offensichtlich die
einzig wahren unter den Kletterpflanzen, deshalb taucht der Begriff
"echte Kletterpflanze" auf. Daneben muss es dann die unechten
Kletterpflanzen geben. Der Wilde Wein ist, laut Text, eine "echte
Kletterpflanze". zur Steigerung der Wirrnis fuehrt der Text eine weitere
Unterscheidungsart ein, denn "botanisch" gehoert der Wilde Wein zu den
"Rankern mit Haftschalen". Botanisch wird also zusaetzlich noch einiges
auseinanderdividiert. Aber, wie dem auch sei:

Das sieht nach zwei echten Kletterern aus:
1. Wurzelkletterer
2. Ranker mit Haftschalen

Somit ergibt sich nach Trennung von Spreu und Weizen:
Es gibt "Selbstklimmer", oder "echte Kletterpflanzen", von denen zwei
Arten frisch, froehlich, fromm und frei herumklettern oder -klimmen:
1. Wurzelkletterer
2. Ranker mit Haftschalen
(Ausserdem gibt es die Nichtselbstklimmer oder unechten Kletterplanzen.)

Als Klettertechnik nutzen die Wurzelkletterer offensichtlich Wurzeln,
mit denen sie sich festhalten, da wo sie klettern wollen. Das machen
Efeu und Kletterhortensie, sagt der Text. Wer noch?
Daneben klettern lustig die Rankpflanzen, unter denen es offensichtlich
"Rankern mit Haftscheiben" gibt, daneben wohl andere ohne Haftscheiben,
die aber nicht so aufgefuehrt sind.

Echte und unechte Kletterpflanzen unterscheiden sich durch das
Selbstklimmenkoennen dank Wurzelfesthalteklettertechnik und
Haftschalenbefestigungstechnik, und durch das Nichtselbstklimmenkoennen,
aber trotzdem Kletternwollen der unechten Kletterpflanzen, die
Kletterhilfen benoetigen.
Das sind fuer ein Kletterpflanzenwettrennen sehr ungleiche
Startbedingungen. Die einen brauchen eine Startbahn als echte
Kletterpflanzen, auf der sie haftend oder wurzelnd sofort loslegen
koennen, die anderen brauchen als unechte Kletterpflanzen oertliche
Kletterhelfer vor der vertikalen o.ä. Startbahn, damit sie ueberhaupt
starten koennen.
Dummerweise wird auch noch in "Rankpflanzen", "Schlingpflanzen" und
"Spreizklimmer" unterschieden. Das macht die Verwirrung bei den unechten
und echten Verkaeufern und Verkaeuferinnen komplett. Aber ueben wir uns
in Geduld, wozu alles das wieder gut ist. Wir entnehmen aus:
>http://www.fc1910.de/gruen/0 start 600.htm
"Rankpflanzen haben spezielle Rankorgane, die durch die Umbildung von
Blättern oder Sprossachsen entstanden sind. Sie bewegen sich wie
Antennen und umwickeln auf Berührungsreiz die Stütze. Für sie eignen
sich Gitter, Netze und Spaliere als Kletterhilfe. (Beispiele: Echter
Wein, Clematis)"

Leider wird jetzt nicht mehr nach echten und unechten Kletterpflanzen
unterschieden, war doch zuvor der "Ranker mit Haftschalen" genannt
worden, der ein echter Kletterer ist. Hoffen wir fuer alle Ranker, dass
sie "echte Kletterpflanzen" sind.

Ausserdem lesen wir vergnuegt in:
>http://www.fc1910.de/gruen/0 start 600.htm

"Schlingpflanzen umschlingen mit Stängeln und Trieben spiralförmig die
Stützvorrichtungen. Sie können sich links oder rechts herum drehen. Als
Hilfen bieten sich Stäbe, Stützen und Spaliere mir deutlich senkrechter
Ausrichtung an.
(Beispiele: Baumwürger, Blauregen, Hopfen)"

Das sieht danach aus, als waeren alle Schlingpflanzen "unechte
Kletterpflanzen", die ihre Behinderung durch lustiges Drehen und Wenden
in eigene Staerke wenden konnten.

Nicht zuletzt, aber doch, sind noch in
>http://www.fc1910.de/gruen/0 start 600.htm
diese Pflanzen angefuehrt:

"Spreizklimmer sind eigentlich keine Kletterpflanzen. Kletterrosen und
Brombeeren z.B. können sich bei stärkerem Wind nicht selbstständig an
den Kletterhilfen halten. Sie benötigen Gerüste und Spaliere mit
möglichst vielen waagerechten Sprossen, an denen sie regelmäßig
angebunden werden müssen."

Hier handelt es sich um Pflanzen, die "eigentlich keine Kletterpflanzen"
sind. Genaugenommen duerfen sie also beim Kletterpflanzenwettrennen
nicht starten. Pech. Ich hoffe Brombeere und "Kletter"rose sind nicht
allzu enttaeuscht und nehmen uns das nicht krumm.
Die Fuelle der echten und unechten Kletterpflanzen ist damit noch nicht
genannt. Sie wird vorerst noch verschwiegen. Warten wir auf bessere
Zeiten, in denen die "Selbstklimmer" und andere Klimmer endlich alle zur
Diskussion gestellt sind, damit das sportliche Ereignis an Gehalt
gewinnt und moeglichst bald stattfinden kann.

In Bergisch-Gladbach ist mir in einem Teil der Fussgaengerzone Blauregen
begegnet, der das gesamte Areal rahmte und in form von Torboegen
ueberwoelbte. Der Bluetentraum schmueckte die Gasse herrlich. Da kann
Einkaufen wieder Spass machen.
Karl-Ludwig Diehl

Literatur:

>http://www.fc1910.de/gruen/0 start 600.htm
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de


Jetzt wirklich: Kletterpflanzenwettrennen / 1

"tobias knittel"
2004-05-16 13:25:27

Hi Karl,

nimm als Gerüst 25 kleine Mammutbäume im Kreis, als
Gerüst, dazu je eine Würgpflanze. Der Baum und die
Würgpflanze "rennen" dann um die Wette.

Diejenigen Länder bei denen der Baum zuerst
erwürgt wird, bevor er kräftig genug wurde,
gelten als Opfer ihrer Bürokratie - und scheiden
aus dem Rennen aus.

Mammutbäume wachsen schneller, werden sie mit
Asche gedüngt. So darf jedes Land seinem Mammut-
baum beistehen, indem es Gesetzestexte verbrennt,
und den Baum damit düngt.

Also eine faire Chance zur Entbürokratiesierung :-)

Gruß

Tobias


Jetzt wirklich: Kletterpflanzenwettrennen / 1

Karl-Ludwig Diehl
2004-05-16 15:59:43

Hallo,
tobias knittel schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> nimm als Gerüst 25 kleine Mammutbäume im Kreis, als
> Gerüst, dazu je eine Würgpflanze. Der Baum und die
> Würgpflanze "rennen" dann um die Wette.

Fuer Bonn eine gute Idee. Schafft viele Kletterpflanzenwettrennplaetze!
Wo Du auch hinguckst, europaeische Gemeinschaft.
Fuer Hamburg werde ich wohl die abzubauenden Masten der Oberleitung der
DB nehmen, wenn es so weitergeht. Liegt aber noch nicht fest. Ich hab
nur alles fest im Wuergegriff der Kletterpflanzen.

> Diejenigen Länder bei denen der Baum zuerst
> erwürgt wird, bevor er kräftig genug wurde,
> gelten als Opfer ihrer Bürokratie - und scheiden
> aus dem Rennen aus.

Als Idee unschmaechtig, volles Rohr geil gut, sagte mal einer laestig im
Bus, wo offensichtlich viel Nahverkehr stattfindet.

> Mammutbäume wachsen schneller, werden sie mit
> Asche gedüngt. So darf jedes Land seinem Mammut-
> baum beistehen, indem es Gesetzestexte verbrennt,
> und den Baum damit düngt.

Potzblitz, gute Anregung. Muss man erst einmal drauf kommen. Gratulation.
K.L.
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de


Jetzt wirklich: Kletterpflanzenwettrennen / 1

"Thorwald Brandwein"
2004-05-16 18:37:34

"Karl-Ludwig Diehl" schrieb

> http://www.fc1910.de/gruen/0 start 600.htm
> Da steht:
> "Kletterpflanzen unterteilen sich in verschiedene Kategorien. Die
> finanziell günstigste Lösung stellen die Wurzelkletterer dar. Dazu
> gehören z.B. Efeu und Kletterhortensie. Sie benötigen keine
> Kletterhilfen und werden deshalb auch als echte Kletterpflanzen
> bezeichnet.

Seltsam - ich war lange Zeit nicht mehr auf der Homepage von Carsten
Gohr, aber dass da neuerdings so ein Unfug steht, wundert mich schon
etwas. Na ja - den Pflanzenteil hab ich mir auch nie so genau
angesehen.....
Nur die beiden Haftwurzelkletterer Efeu und Kletterhortensie sollen
"echte" Kletterpflanzen sein ? Und was ist mit Campsis, die immerhin
zuverlässiger als die Hortensie wurzelklettert?

> Der Wilde Wein kann das zwar auch, gehört aber botanisch zu
> den Rankern mit Haftscheiben. Beide Arten zusammengefasst werden als
> Selbstklimmer bezeichnet. Alle anderen Pflanzen benötigen Kletterhilfen."

Richtig ist, dass Haftwurzelkletterer und Haftscheibenranker als
Selbstklimmer bezeichnet werden.Begrünungen, die damit
durchgeführt werden, nennt man auch "Direktbegrünungen".

> Danach gibt es echte und unechte Kletterpflanzen. Der verwirrende
> Textbaustein dieser Homepage nennt als weiteres Unterscheidungsmerkmal:
> "verschiedene Kategorien". Eine Kategorie nach diesem Satzgefuege ist
> die "finanziell guenstigste Loesung", zugleich wird sie
> "Wurzelkletterer" genannt. Wurzelkletterer sind offensichtlich die
> einzig wahren unter den Kletterpflanzen, deshalb taucht der Begriff
> "echte Kletterpflanze" auf.

Ich hatte dir eine Richtlinie empfohlen..... An dieser haben Experten
aus Wissenschaft und Praxis mitgearbeitet. Ansonsten sei der Hinweis
erlaubt, dass es Webseiten gibt, die richtlinienkonform sind und darüber
hinaus Einblicke in bisher wissenschaftlich noch nicht ausreichend
erforschte Aspekte gewähren. Auf diese wird - da der wissenschaftliche
Anspruch einer Richtlinie zu hoch ist, um Unerforschtes darzustellen,
nur ansatzweise im Anhang der Richtlinie hingewiesen.

> Daneben muss es dann die unechten
> Kletterpflanzen geben. Der Wilde Wein ist, laut Text, eine "echte
> Kletterpflanze". zur Steigerung der Wirrnis fuehrt der Text eine weitere
> Unterscheidungsart ein, denn "botanisch" gehoert der Wilde Wein zu den
> "Rankern mit Haftschalen". Botanisch wird also zusaetzlich noch einiges
> auseinanderdividiert. Aber, wie dem auch sei:

Die praxisbezogene Ordnung der Kletterpflanzen (kletternden Arten)
hat nichts mit Botanik zu tun.

> Das sieht nach zwei echten Kletterern aus:
> 1. Wurzelkletterer
> 2. Ranker mit Haftschalen

Haftscheibenranker heisst das korrekt....

> Somit ergibt sich nach Trennung von Spreu und Weizen:
> Es gibt "Selbstklimmer", oder "echte Kletterpflanzen", von denen zwei
> Arten frisch, froehlich, fromm und frei herumklettern oder -klimmen:
> 1. Wurzelkletterer
> 2. Ranker mit Haftschalen

Haftscheibenranker ....
Eben nicht! Selbstklimmer können nur auf ausreichend flächigen Unterlagen
klettern.

> (Ausserdem gibt es die Nichtselbstklimmer oder unechten Kletterplanzen.)

Man nennt die in der Praxis "Gerüstkletterpflanzen".

> Als Klettertechnik nutzen die Wurzelkletterer offensichtlich Wurzeln,
> mit denen sie sich festhalten, da wo sie klettern wollen. Das machen
> Efeu und Kletterhortensie, sagt der Text. Wer noch?

Z.B. Campsis....

> Daneben klettern lustig die Rankpflanzen, unter denen es offensichtlich
> "Rankern mit Haftscheiben" gibt, daneben wohl andere ohne Haftscheiben,
> die aber nicht so aufgefuehrt sind.

Die Rankpflanzen kann man weiter differenzieren. Eine Ranke kann an
verschiedenen Pflanzenteilen gebildet werden - z.B. sprossbürtig oder
blattbürtig. Sehr verbreitet sind auch Blattstielranker.

> Echte und unechte Kletterpflanzen unterscheiden sich durch das
> Selbstklimmenkoennen dank Wurzelfesthalteklettertechnik und
> Haftschalenbefestigungstechnik, und durch das Nichtselbstklimmenkoennen,
> aber trotzdem Kletternwollen der unechten Kletterpflanzen, die
> Kletterhilfen benoetigen.

Nu mach doch eine Wissenschaft aus einer individuellen
Formulierung ..... Wenn jeder jedes Wort, was irgendwo
gesagt wurde hinterfragen würde, dann würden wir immer
noch in Höhlen hausen und Grunzlaute zu Sinn und Zweck
erster Werkzeuge austauschen.

> Das sind fuer ein Kletterpflanzenwettrennen sehr ungleiche
> Startbedingungen. Die einen brauchen eine Startbahn als echte
> Kletterpflanzen, auf der sie haftend oder wurzelnd sofort loslegen
> koennen, die anderen brauchen als unechte Kletterpflanzen oertliche
> Kletterhelfer vor der vertikalen o.ä. Startbahn, damit sie ueberhaupt
> starten koennen.

Doll, was du so alles schon gemerkt hast. Autos und Flugzeuge, Bahnen
und Fahrräder sind übrigens auch alles Verkehrsmittel und "Wettrennen"
untereinander machen in unterschiedlicher Weise Sinn.

> Dummerweise wird auch noch in "Rankpflanzen", "Schlingpflanzen"
> und "Spreizklimmer" unterschieden.

Tja - an bemüht sich zwecks Steigerung der Erfolgsaussichten um einen
gewissen Realitätsbezug ;-))

> Das macht die Verwirrung bei den unechten und echten
> Verkaeufern und Verkaeuferinnen komplett.

Zuerst mal bei den Käufern... Es gibt allerdings ein paar Verkäufer, die
solche Verwirrung, bzw. Ignoranz der realen Klettermerkmale gerne sehen,
denn solange nicht realitätsbezogen differenziert wird, kann man situativ
weniger geeignete Waren leichter (als universell geeignet) verkaufen....
Die zitierte/genannte Richtlinie enthält übrigens auch eine diesbezüglich
aufschlussreiche aber allgemein unbeachtete Tabelle.
Fakt ist:
Wenn die Käufer blöd genug sind, kann man ihnen sogar ein Fahrrad
verkaufen, damit der Hund besser über den See fliegen kann ....;-))

> Das sieht danach aus, als waeren alle Schlingpflanzen "unechte
> Kletterpflanzen", die ihre Behinderung durch lustiges Drehen
> und Wenden in eigene Staerke wenden konnten.

Ja - und zwar sehr erfolgreich.

> "Spreizklimmer sind eigentlich keine Kletterpflanzen. Kletterrosen und
> Brombeeren z.B. können sich bei stärkerem Wind nicht selbstständig an
> den Kletterhilfen halten. Sie benötigen Gerüste und Spaliere mit
> möglichst vielen waagerechten Sprossen, an denen sie regelmäßig
> angebunden werden müssen."

Auch das ist einfach nur eine Formulierung, die nicht ganz dem
"Stand der Technik" entspricht.

> Die Fuelle der echten und unechten Kletterpflanzen ist damit noch nicht
> genannt. Sie wird vorerst noch verschwiegen.

Keine Sorge - es sind schon einige tausend Arten und ganz sicher
etliche tausend Sorten. Du wirst dich aber mit denen bescheiden
müssen, die an den vorgesehenen Standorten wachsen. Das sind
wohl vor allem die aktuell in WE gebräuchlichen.
Wenn du dich über ein größeres Sortiment Kletterpflanzen
informieren willst, dann schau in "Das Kletterpflanzenbuch" von
Menzel und Menzel, Ulmer Verlag. Da stehen auch etliche Arten
und Sorten drin, die hier entweder mit hoher Wahrscheinlichkeit
eingehen und/oder gar nicht erst zu beschaffen sind.

> Warten wir auf bessere
> Zeiten, in denen die "Selbstklimmer" und andere Klimmer endlich
> alle zur Diskussion gestellt sind, damit das sportliche Ereignis an
> Gehalt gewinnt und moeglichst bald stattfinden kann.

Was soll das Gelalle? Schau in der Literatur oder den Informationen
im WWW nach und/oder frag anständig. Man enthält dir nichts vor,
sondern bietet dir ein i.d.R. taugliches Angebot in ausreichender und
bewährter Qualität und Fülle. Wenn du andere Ansprüche entwickelst
als Natur, Entdeckung, weltweiter Handel und Züchtung bisher allgemein
befriedigen können, dann musst du diese darstellen- vielleicht kann
dir dann jemand helfen....
"Bessere Zeiten" kommen aber nicht zustande, wenn du erwartest,
dass eine tolle Kletterpflanze nach deinem geheimen Ideal vom
Himmel ausgerechnet vor deine Füße fällt....

> In Bergisch-Gladbach ist mir in einem Teil der Fussgaengerzone
> Blauregen begegnet, der das gesamte Areal rahmte und in form
> von Torboegen ueberwoelbte. Der Bluetentraum schmueckte die
> Gasse herrlich. Da kann Einkaufen wieder Spass machen.

Und das, obwohl Wisteria eine "behinderte" Schlingpflanze ist .....

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


Jetzt wirklich: Kletterpflanzenwettrennen / 1

Karl-Ludwig Diehl
2004-05-16 20:45:04

Hi,
Thorwald Brandwein schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> > http://www.fc1910.de/gruen/0 start 600.htm
> Seltsam - ich war lange Zeit nicht mehr auf der Homepage von Carsten
> Gohr, aber dass da neuerdings so ein Unfug steht, wundert mich schon
> etwas.

> > Das Kletterpflanzenbuch" von
> > Menzel und Menzel, Ulmer Verlag.

Da schaun wir nun mal rein. Es soll ja lustig weitergehen. Mein
Projekt kursiert schon lustig und gewinnt immer groessere Kreise der
Anhaengerschaft. Das macht richtig Spass.

Mach mal Vorschlaege fuer lustige Rankgerueste! Du willst doch sicher
mitbauen, oder!?

Gruesse
K.L.
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de


Jetzt wirklich: Kletterpflanzenwettrennen / 1

"Thorwald Brandwein"
2004-05-16 23:20:59

"Karl-Ludwig Diehl" schrieb
Thorwald Brandwein schrieb

> Mach mal Vorschlaege fuer lustige Rankgerueste!

Ich habe das bereits entsprechend dem "Motiv" getan....

>Du willst doch sicher mitbauen, oder!?

Nur wenn man die Sache planvoll und sachkundig angehen will. Ein paar
Drähte/Drahtseile in alte Oberleitungsmasten flechten, könnt ihr selber.
M.E. gehören die - sofern schmelzbar - in den Hochofen.
Die Mittel der Fassadenbegrünung sind mir zu schade, um Schrott
solange zu verbergen, bis es er (restlos unbrauchbar) zusammenbricht.

Ich baue nur Sachen, hinter die ich mich auch mit einer gewissen
Mindestüberzeugung stellen kann und habe meine Erfahrungen soweit
gemacht, dass diese zunehmend weniger "experimentell" ausfallen.

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


Jetzt wirklich: Kletterpflanzenwettrennen / 1

Karl-Ludwig Diehl
2004-05-17 11:34:55

Hallo,
Thorwald Brandwein schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> >Du willst doch sicher mitbauen, oder!?
> Nur wenn man die Sache planvoll und sachkundig angehen will.

Das wird man wohl.

> Ein paar
> Drähte/Drahtseile in alte Oberleitungsmasten
> flechten, könnt ihr selber.

"Selber" flechten? Geflochten wird wohl weniger als gespannt.

> M.E. gehören die - sofern schmelzbar - in den Hochofen.

Sind noch ziemlich neu.

> Die Mittel der Fassadenbegrünung sind mir zu schade, um Schrott
> solange zu verbergen, bis es er (restlos unbrauchbar) zusammenbricht.

Man kann auch an neue Gerueste denken. Aber die Idee muss sich
gemuetlich durchsetzen und Huerden nehmen.

> Ich baue nur Sachen, hinter die ich mich auch mit einer gewissen
> Mindestüberzeugung stellen kann

"Hinter etwas stellen" klingt ganz gut. Die Formulierung ist mir aber
bis heute raetselhaft, weil man sich auch daneben, darueber, davor und
darunter stellen kann. Worte die Raumgefuehl erzeugen, gelangen in
seltsames Brauchtum. Was sagt eigentlich dieses "dahinter"?

und habe meine Erfahrungen soweit
> gemacht, dass diese zunehmend weniger "experimentell" ausfallen.

Alterungsprozess. Normaler Werdegang.
K.L.
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de


Jetzt wirklich: Kletterpflanzenwettrennen / 1

"Thorwald Brandwein"
2004-05-17 14:20:21

"Karl-Ludwig Diehl" schrieb

> > Ein paar
> > Drähte/Drahtseile in alte Oberleitungsmasten
> > flechten, könnt ihr selber.
>
> "Selber" flechten? Geflochten wird wohl weniger als gespannt.

Das mag dem flüchtigen Betrachter zwar als generell sinnvolle Lösung
erscheinen - aber vielfach erweist sich das als suboptimal. Ob eine
Abspannung der Masten erforderlich ist, sagt euch ein Statiker, und ob
die Masten mittels Spanntechnik oder z.B. Stabausfachung oder Vergitterung
in einen sicher bekletterbaren und dem Bewuchs dauerhaft Halt gebenden
Zustand gebracht werden können/sollen, erfordert ein Konzept sowie
die Kompetenz dieses entsprechend zu optimieren.

> > M.E. gehören die - sofern schmelzbar - in den Hochofen.

> Sind noch ziemlich neu.

Na dann sind sie als Masten ja vielleicht noch was wert..... Ich bin nicht
so unbedingt ein Freund der zwar lustigen, aber eher sinnlosen Spielerei
namens "Mastbegrünung". Wo innerstädtisch ein wirklich begrünungsfähiger
Mast herumsteht, ist meist auch ein Platz für einen Baum. Dessen
selbsttragende Struktur ist auf die Dauer preiswerter und i.d.R. ist die
potenzielle vorteilhafte Wirkung relativ höher.
Kein normaler Mensch pflanzt eine Eiche oder Linde, mit der man z.B.
Plätze/Parks gestaltet, dicht an ein Haus,weil man sich damit absehbar
Nachteile einfängt. Umgekehrt hat auch die Pflanzung von Kletterpflanzen
an künstlichen und nur bedingt geeigneten Tragstrukturen unterschiedliche
Optima hinsichtlich Aufwand und Ergebnis. I.d.R. resultiert daraus die
sinnvolle Entscheidung, Kletterpflanzen stark bevorzugt dort zu verwenden,
wo selbsttragende Gehölze nicht verwandt werden können. Einen funktional
sinnlos gewordenen Mast, kann man demontieren und den Platz wirkungsvoller
nutzen, als mit einen Klettergerüst. (Künstlerisch begründete Ausnahmen
bestätigen die Regel. Nur sehe ich allgemein keine Kunst darin, übrig
gebliebene Masten zu begrünen.)

> > Die Mittel der Fassadenbegrünung sind mir zu schade, um Schrott
> > solange zu verbergen, bis es er (restlos unbrauchbar) zusammenbricht.

> Man kann auch an neue Gerueste denken. Aber die Idee muss sich
> gemuetlich durchsetzen und Huerden nehmen.

Man kann viel denken und tun, wenn der Tag lang ist. Irgendwann (und
aktuell i.d.R. sehr früh) begegnet man der Frage nach dem
Kosten-Nutzen-Verhältnis angedachter Maßnahmen. .... Wenn das bei dir
nicht der Fall ist, lebst du vermutlich in einer anderer Welt als ich.

Was sagt eigentlich dieses "dahinter"?

Das Wort "dahinterstehen" findet der Suchende u.a. im Duden.

> und habe meine Erfahrungen soweit
> > gemacht, dass diese zunehmend weniger "experimentell" ausfallen.

> Alterungsprozess. Normaler Werdegang.

Richtig. Na und?

Bedeutet die Tatsache, dass ich gewisse Erfahrungen erworben habe und auf
diese hinweise, dass jeder, der sich mühsam gewisse Grundkenntnisse
aneignet, diese selbständig wiederholen muss? M.E. wird Informationsarbeit/
(Aus)Bildung geleistet, damit eben dies nicht erforderlich ist.

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de