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wasserdichte Lichtschächte bei Lehmboden?

wasserdichte Lichtschächte bei Lehmboden?

Robert Giessl
2004-06-27 17:48:10

Hallo ng,

für einen Neubau EFH mit weißer Wanne bitte ich um Eure Ratschläge:

Situation:
Lehmboden wasserundurchlässig,
Dachentwässerung an eigenem Regenwasserkanal mit öffentlicher Entsorgung,
Grundwasser ca. 6m unter Gelände.
Garten hat leichtes Gefälle, so daß Oberflächenwasser bei starkem Regen
durch Geländemodellierung abgeleitet werden kann.

OK FFB +/- 0,00m
Gelände ca. -0,30m
Sturz Kellerfenster ca. -0,55m
Brüstung Kellerfenster ca. -1,15m
Regenwasserkanal Sohle ca. 2,5 m

Bei viel Regen könnte sich Wasser in der (ehemaligen) Baugrube
ansammeln, und bei den Kellerfenstern reinlaufen.
Mögliche Abhilfe: wasserdichte Lichtschächte,
Nachteil: Teuer, und sie können Vollregnen.
Abhilfe: Entwässerung durch Anschluss an Regenwasserkanal.
Nachteil: er könnte zurückstauen und den Keller vollends fluten.
Abhilfe: Rückstauklappen einbauen.
Nachteil: Diese könnte versagen, Keller wird geflutet.

weitere Optionen: Standrohre im Lichtschacht, Glasabdeckungen....

Wie geht Ihr mit dieser Situation um?


wasserdichte Lichtschächte bei Lehmboden?

"tobias knittel"
2004-06-27 21:44:06

Hi Robert,

eine etwas blöde Situation,
in der alles relativ teuer wird.

> Situation:
> Lehmboden wasserundurchlässig,

kein Boden ist vollständig wasserundurchlässig.

> Dachentwässerung an eigenem Regenwasserkanal mit öffentlicher Entsorgung,
> Grundwasser ca. 6m unter Gelände.

Sehr tief. Wie ich Bayern kenne, kommt doch
nach dem Lehm sicher irgendwo Kies ?:-)

> Garten hat leichtes Gefälle, so daß Oberflächenwasser bei starkem Regen
> durch Geländemodellierung abgeleitet werden kann.
>
> OK FFB +/- 0,00m
> Gelände ca. -0,30m
> Sturz Kellerfenster ca. -0,55m
> Brüstung Kellerfenster ca. -1,15m
> Regenwasserkanal Sohle ca. 2,5 m
>
> Bei viel Regen könnte sich Wasser in der (ehemaligen) Baugrube
> ansammeln, und bei den Kellerfenstern reinlaufen.
> Mögliche Abhilfe: wasserdichte Lichtschächte,
> Nachteil: Teuer, und sie können Vollregnen.
> Abhilfe: Entwässerung durch Anschluss an Regenwasserkanal.
> Nachteil: er könnte zurückstauen und den Keller vollends fluten.
> Abhilfe: Rückstauklappen einbauen.
> Nachteil: Diese könnte versagen, Keller wird geflutet.
>
> weitere Optionen: Standrohre im Lichtschacht, Glasabdeckungen....
>
> Wie geht Ihr mit dieser Situation um?

In vergleichbarer Situation habe ich Kellerfenster
nur mit einer Abböschung vor dem Fenster.
Diese geht tiefer als das Fenster, ca. 20 cm.

Allerdings ist der Boden nicht wasserundurchlässig,
dafür der Grundwasserstand hoch bis Gründungssohle :-)

Was soll ich die raten?

Normale Lichtschächte, Kunststoff oder Beton,
darunter ein Kiesbett, ca 50 cm. Darüber ein
Geotextil (ist preiswert) und Erde, oder Kies
bis oben. Das Geotextil, damit der Lehm nicht
in den Kies wäscht. In der Schweiz hab ich von einem
Bau gehört, da haben die einfach mit dem Lehm
ein Gefälle modelliert, weg vom Gebäude, darüber
dann Mutterboden. Das Regenwasser versickert
so nicht am Haus direkt. Scheint zu funktionieren.

Gruß

Tobias


wasserdichte Lichtschächte bei Lehmboden?

Robert Giessl
2004-06-28 22:29:45

Danke Tobias,

ich habe mich im Einverständnis mit Bauherrn für wasserdichte
Lichtschächte ohne Anschluss an den Kanal entschieden, so dass der
Supergau Kanal-Rückstau ebenso wie der Gau Schichtenwasser verhindert wird.
Oberflächenwasser wird durch Geländemodellierung vom Gebäude weggeführt,
Regenwasser in kleinen Mengen verdunstet wieder im Schacht.
Zusätzlich kann man noch ein Glasdach draufsetzen.

Gruß von Robert



tobias knittel schrieb:
> Hi Robert,
>
> eine etwas blöde Situation,
> in der alles relativ teuer wird.
>
>
>>Situation:
>>Lehmboden wasserundurchlässig,
>
>
> kein Boden ist vollständig wasserundurchlässig.
>
>
>>Dachentwässerung an eigenem Regenwasserkanal mit öffentlicher Entsorgung,
>>Grundwasser ca. 6m unter Gelände.
>
>
> Sehr tief. Wie ich Bayern kenne, kommt doch
> nach dem Lehm sicher irgendwo Kies ?:-)
>
>
>>Garten hat leichtes Gefälle, so daß Oberflächenwasser bei starkem Regen
>>durch Geländemodellierung abgeleitet werden kann.
>>
>>OK FFB +/- 0,00m
>>Gelände ca. -0,30m
>>Sturz Kellerfenster ca. -0,55m
>>Brüstung Kellerfenster ca. -1,15m
>>Regenwasserkanal Sohle ca. 2,5 m
>>
>>Bei viel Regen könnte sich Wasser in der (ehemaligen) Baugrube
>>ansammeln, und bei den Kellerfenstern reinlaufen.
>>Mögliche Abhilfe: wasserdichte Lichtschächte,
>>Nachteil: Teuer, und sie können Vollregnen.
>>Abhilfe: Entwässerung durch Anschluss an Regenwasserkanal.
>>Nachteil: er könnte zurückstauen und den Keller vollends fluten.
>>Abhilfe: Rückstauklappen einbauen.
>>Nachteil: Diese könnte versagen, Keller wird geflutet.
>>
>>weitere Optionen: Standrohre im Lichtschacht, Glasabdeckungen....
>>
>>Wie geht Ihr mit dieser Situation um?
>
>
> In vergleichbarer Situation habe ich Kellerfenster
> nur mit einer Abböschung vor dem Fenster.
> Diese geht tiefer als das Fenster, ca. 20 cm.
>
> Allerdings ist der Boden nicht wasserundurchlässig,
> dafür der Grundwasserstand hoch bis Gründungssohle :-)
>
> Was soll ich die raten?
>
> Normale Lichtschächte, Kunststoff oder Beton,
> darunter ein Kiesbett, ca 50 cm. Darüber ein
> Geotextil (ist preiswert) und Erde, oder Kies
> bis oben. Das Geotextil, damit der Lehm nicht
> in den Kies wäscht. In der Schweiz hab ich von einem
> Bau gehört, da haben die einfach mit dem Lehm
> ein Gefälle modelliert, weg vom Gebäude, darüber
> dann Mutterboden. Das Regenwasser versickert
> so nicht am Haus direkt. Scheint zu funktionieren.
>
> Gruß
>
> Tobias
>
>
>


wasserdichte Lichtschächte bei Lehmboden?

"tobias knittel"
2004-06-28 22:40:20

Hi Robert,


> ich habe mich im Einverständnis mit Bauherrn für wasserdichte
> Lichtschächte ohne Anschluss an den Kanal entschieden, so dass der
> Supergau Kanal-Rückstau ebenso wie der Gau Schichtenwasser verhindert
wird.
> Oberflächenwasser wird durch Geländemodellierung vom Gebäude weggeführt,
> Regenwasser in kleinen Mengen verdunstet wieder im Schacht.
> Zusätzlich kann man noch ein Glasdach draufsetzen.

du mußt nur aufpassen, dass das Wasser nicht
auf ein Nachbargrundstück abläuft. Das ist nicht
gestattet - und gibt meist Ärger. Also, wohin
mit dem Wasser? Vielleicht einen Teich mit
Fröschen. Ist der Boden wirklich so dicht, wäre
das mit wenig Aufwand verbunden. Die Teichoberfläche
verdunstet sehr viel Wasser, wird sie entsprechend groß
bemessen und gut bepflanzt.

Gruß

Tobias