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Grundrissbewertung

Grundrissbewertung

Florian Schnadt
2003-08-20 21:23:25

Hallo,

ich will Grundrisse (automatisch) bewerten. Die Gebäude existieren nicht
und sollen nie gebaut werden. Es geht mehr um eine Optimierungsmethode
und nicht um die Grundrisse, also muss die Bewertung auch nicht sehr
realistisch sein. Insbesondere will das dann (hoffentlich) niemand
ernsthaft benutzen :) Nun ist es nicht leicht, "handfestes" dazu zu
finden. Vielleicht kennt hier ja jemand Internetseiten oder Bücher, die
mir weiterhelen. Der Grundriss enthält nur die Wände, Türen, Fenster und
den Verwendungszweck der Räume. Mich interresiert z.B.:

Wie kann man die "Ergonomie" von Räumen bewerten? Also vor allem den
Schnitt, aber auch Sonneneinstrahlung usw.

Wie lassen sich die Heizkosten abschätzen? Reicht da grob schon die
Außenwandfläche?

Kann man mit so wenig Information Baukosten schätzen?

In welchem Abstand müssen tragende Wände rein?

Sonstiges (Elektrik, Wasser, Gas, kreative Vorschläge :) )

Die Wände sind gemauert, das Gebäude ist einstöckig. Baukosten lassen
sich kaum schätzen, allerdings reicht ein Vergleich zwischen
verschiedenen Grundrissen mit ansonsten gleichen Vorraussetzungen.

Ich habe bisher unter anderem: DIN 18011, DIN 18022, DIN 5034, Neufert:
Bauentwurfslehre.

Florian


Grundrissbewertung

"Tobias"
2003-08-25 00:08:15

Hi Florian,

also automatisch Grundrisse bewerten ... aha :-)

Die Frage nach den Kriterien ist nicht schlecht,
aber wie willst Du die Komplexität einer Bewertung
soweit einschränken, ohne den Sinn eines automatischen
Grundrißbewertungsprogramms nicht automatisch
in Zweifel zu ziehen?

Grundrisse (mal als Wohnhaus) sind, jenseits des Standards,
Lebenskonzepte. Innerhalb des Standards eben Standards -
und als solche weitgehend und vielfach ausgewertet (d.h. tauglich).

Jenseits des Standards kommt eine Komplexität der
Rahmenbedingungen zum Tragen, der vielleicht mit
Sprache vergleichbar wäre.

Eine Ausrichtung sagt auf Grund
von Himmelsrichtungen z.B. gar nichts, da ein Atelier z.B.
gerne Nordlicht verträgt (also starkt von der Funktion des
Raumes abhängt), oder der Erbauer es so will, oder im
Norden der Ausblick auf den Strand ist (und im Süden
ne Betonwand 10 m hoch), oder ... und ... ein Baudenkmal,
ein Naturdenkmal, ein Vulkanausbruch, ungünstige Wind-
verhältnisse, tieffliegende Vögel ... dies erfordern, oder
auch nicht :-) Vielleicht dachte der Bauherr auch nur, daß
dort seine Nachtschattengewächse besser wachsen (am Fenster),
und er die braucht, um sich wohl zu fühlen.

Wie Du von den automatischen Sprachübersetzungsprogrammen
weißt, sie funktionieren nicht, da Sprache zu komplex
ist. Daher werden alle Programme zur Bewertung von
Grundrissen in ihrem Anspruch dies besser als der
Mensch zu können auch scheitern, da ihnen eines
fehlt, nämlich Das Erkennen eines komplexeren "Sinns" einer Lösung.

Gruß

Tobias