Hallo gemeinsam,
wir haben ein fachliches Problem und kommen derzeit weder mit der
verantwortlichen Firma noch mit anderen richtig weiter.
Für eine Betonplatte (Laubengang)wurde als Randbegrenzung an der freien
Seite ein verzinkter Stahlträger eingebaut. Auf der Platte Abdichtung und
Belag, am freien Rand dann noch Rinne usw..
Aufgrund von Fertigstellungsverzögerungen stand die Platte längere
Zeit der
Witterung direkt ausgesetzt.
Ergebnis - wie es kommen mußte. Verschmutzungen untersch. Art auf dem
verzinkten Trägerprofil abgelagert einschl. wahrsch.
Bindemittelauswaschungen.
Mit welchen Methoden oder Mitteln ist so eine verzinkte Oberfläche wieder
einigermaßen ansehnlich herzustellen?
Allen Danke im Voraus.
B. Rabe
Architektur
Reinigung verzinkter Oberflächen
Reinigung verzinkter Oberflächen
Hi Burkhard,
> Mit welchen Methoden oder Mitteln ist so eine verzinkte Oberfläche
wieder
> einigermaßen ansehnlich herzustellen?
Erfahrungen hab ich da keine, da bisher keine Probleme.
Aber ich würde es erst mal mit Wasser und "Spüli"
probieren, eventuel unter Einsatz einer Bürste.
Erweist sich dann die Verfärbung als hartnäckig
(Zementschlämme), kommt man der säuerlich ans
Leder, wobei man mal mit Essig beginnen könnte
(aus Materialschonungsgründen) - und hinterher
gut nachspülen.
Ist es sehr hartnäckig, gibts im Haushaltswarenladen
Salzsäure. Dazu würde ich aber erst mal probieren,
wie der Zink darauf reagiert. Sieht die Sache gut aus,
mit Gummihandschuh und Schutzmaske eine ca.
10% Lösung aus der rauchenden Salzsäure und Wasser
herstellen - und auftragen, wobei die Säure ins
Wasser gegeben werden sollte - also erst die Menge
Wasser in den Behälter
Erweist sich der Zink (hab es nie probiert) als relativ
resistent (auch gegen Verfärbung), kann man die
Salzsäure auch konzentriert auftragen - es schäumt
dann ein wenig - und die Zementschlämme ist weg.
Da die Salzsäure etwas raucht, entwickelt sie einen
etwas ätzenden Geruch. D.h., die Aktion sollte unter
Ausschluß der (eventuel in Panik verfallenden)
Öffentlichkeit erfolgen :-)
Während der Schulzeit hab ich mal als Wagenreiniger bei
der Bundesbahn gearbeitet, die mit hartnäckigstem
Schmutz zu tun hatte. Eine Seite des Zuges wurde
mit Natronlauge gereinigt, die andere mit Salzsäure.
Zusammen neutralisieren sie sich im Gulli zu Kochsalz und
Wasser. Das Reinigungsresultat überzeugte :-)
Daher wäre vielleicht eine Kombinationsreinigung
mit erster Gang Salzsäure, dann Natronlauge derselben
Menge auch denkbar. Aber wegen der geringen Menge
Salzsäure hätte ich auch ohne Neutralisierung keine
Bedenken. Allein die Wasserhärte wird das richten :-)
Danach aber schnell mit viel Wasser lang und
gründlich spülen :-)
Gruß
Tobias
Reinigung verzinkter Oberflächen
Hi Stefan,
> trotzdem kann es passieren, das es vereinzelt zur rostbildung auf dem
> verzinkten bauteil kommt. nur jemanden dran lassen, der weiß was er
tut.
vorher einen Versuch machen :-) Eigentlich müßte sich das
Zink, wenn vollflächig aufgebracht, zuerst "opfern", da
unedler.
Ich hab mal einen Schlosser gefragt. Er meint, das Zink überlebt
die Behandlung ohne Verfärbung. Wichtig wäre, die Salzsäurebe-
handlung möglichst kurz zu halten ... und gründlich, wie schon
gesagt, nachzuspülen.
Spekulation:
Im Hinterkopf hab ich noch eine Reinigung Sichtmauerwerk
durch Salzsäurelösung von Zementschlämme. Weiß nicht, ob
ich es richtig im Hinterkopf habe, aber glaube mich zu erinnern,
daß dazu die Lösung durch die DIN auf 2-3%tige
Salzsäurelösung
nach oben begrenzt wird.
Leider weiß ich weder die DIN, noch wann und wo ich das
gelesen hatte ... auch nicht auf was sich die 2-3% beziehen,
da die gesättigte Salzsäure glaub auch nur etwas über 30%tig
ist????
Spekulation Ende
Gruß
Tobias
Reinigung verzinkter Oberflächen
"Tobias" schrieb im Newsbeitrag
news:bietgo$7dg$07$1@news.t-online.com...
> Hi Stefan,
>
> Spekulation:
>
> Im Hinterkopf hab ich noch eine Reinigung Sichtmauerwerk
> durch Salzsäurelösung von Zementschlämme. Weiß nicht,
ob
> ich es richtig im Hinterkopf habe, aber glaube mich zu erinnern,
> daß dazu die Lösung durch die DIN auf 2-3%tige
Salzsäurelösung
> nach oben begrenzt wird.
>
> Leider weiß ich weder die DIN, noch wann und wo ich das
> gelesen hatte ... auch nicht auf was sich die 2-3% beziehen,
> da die gesättigte Salzsäure glaub auch nur etwas über
30%tig
> ist????
>
> Spekulation Ende
>
> Gruß
>
> Tobias
Hallo, vielen Dank für die bisherigen Antworten,
wir werden, wenn der Unternehmer sich dazu bewegen läßt, die Sache
mal
ausprobieren lassen, natürlich erst mal an einer Fläche, die nicht
ganz so
exponiert ist.
Bei dem nunmehr angesagten Regen erscheint die Nachbehandlung mit Wasser ja
auch real mit Naturunterstützung machbar. Bei der Gelegenheit kann er
seine
Klinkerflächen auch gleich noch einmal mitreinigen.
Über das Ergebnis werden wir selbstverständlich berichten. Aber die
Lösung
erscheint erst einmal logisch.
Vorher muß ich mich noch mal definitiv aufklären lassen, was er
bisher für
ein Mittelchen zum Reinigen genommen hat.
Viele Grüße Burkhard Rabe
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