Architektur

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Eigenheimzulage 3

Eigenheimzulage 3

"tobias knittel"
2004-10-26 00:10:21

Hi,

so, nun läuft die letzte Welle zum Thema "Eigenheimzulage"
an - und bin gerade bei der ersten Nachtschicht.

Mehrere haben sich bereits angekündigt- und es sind nur noch
2 Monate bis Weihnachten.

Dass der Trick nächstes Jahr zum vierten Mal funktioniert,
wage ich zu bezweifeln. Hauptsächlich sind es sehr junge
Bauherrn, in den frühen Zwanzig, die noch schnell ein
Grundstück ergattert haben - oder die ganz knappen
Finanzierungen ...

nun ja, das Geld kann ich brauchen.

Daher werde ich, im Moment leicht überlastet, als Bauherr
und Planer, mich mal ein paar Wochen aus dem Usenet
ausklinken. Die Baustelle brauche ich als optimistischen
Ausgleich :-)

Am Wochenende hab ich seit langem mal wieder die
Zeitung gelesen (bei Freunden). Da waren auch zwei in-
teressante Artikel. Der eine ging darum, dass am Bau seit 95
700.000 Stellen im Bauhauptgewerbe entfallen sind,
750.000 verblieben, Tendenz weiter fallend. Auf
750.000 Bauarbeiter kommen quasi 200.000 Architekten.

Auch wenn ich weiter nicht so sehr pessimistisch bin,
wird das wohl einigen den Kragen kosten, erreicht die
Baukonjunktur in den nächsten Jahren keine Konsilidierung.

Ich rufe bereits Unternehmen an, die es seit Monaten nicht
mehr gibt. Wieder einer dicht gemacht, 150 Leute entlassen.
150 Mal eine persönliche Tragödie - und das passiert so
nebenher, ohne dass man es noch mitbekommt.

So wünsche ich allen viel Glück, die voraussichtlich vorerst
letzte Chance im EFH-Bereich nutzen zu können, ein
Stück des Weges für 2005 auftragsmäßig abzusichern mit
Eigenheimzulage 3.

Ich persönlich stelle mal alle Weichen, meine Kosten
komplett zu kappen - und werde voraussichtlich ab
Ende 2005 die erwarteten Reste des D-Geschäftes nur noch von
F her abwickeln, zumal das Internet inzwischen doch in
fast jedem Haushalt angekommen ist.

Aber erstens kommt es anders - und zweitens als man
denkt :-)

Ich muss wieder ran, bis später ...

Gruß

Tobias


Eigenheimzulage 3

"Klaus Horstmann"
2004-11-01 16:49:23

Moin Tobias :-)

"tobias knittel" schrieb im Newsbeitrag
news:cljtk5$lfm$01$1@news.t-online.com...
> Hi,
>
> so, nun läuft die letzte Welle zum Thema "Eigenheimzulage"
> an - und bin gerade bei der ersten Nachtschicht.
>
> Mehrere haben sich bereits angekündigt- und es sind nur noch
> 2 Monate bis Weihnachten.

Jedes Jahr aufs Neue - is ja fast wie bei "täglich grüßt das Murmeltier"
soll hier wohl aber heißen "und jährlich grüßt die Eigenheimzulage" ;-)

> Dass der Trick nächstes Jahr zum vierten Mal funktioniert,
> wage ich zu bezweifeln.

Na ja, auch die beste Show hört nach der x-ten Zugabe irgendwann auf -
ich gebe Dir recht, denn ich geh auch mal davon aus, dass es nun endgültig
Schluß ist damit.

>Hauptsächlich sind es sehr junge
> Bauherrn, in den frühen Zwanzig, die noch schnell ein
> Grundstück ergattert haben - oder die ganz knappen
> Finanzierungen ...

Diese Jugend heutzutage.... :-)

> nun ja, das Geld kann ich brauchen.
>
> Daher werde ich, im Moment leicht überlastet, als Bauherr
> und Planer, mich mal ein paar Wochen aus dem Usenet
> ausklinken. Die Baustelle brauche ich als optimistischen
> Ausgleich :-)

Na ja, bin ja auch kaum hier derzeit, auch ausgeklinkt sozusagen.

> Am Wochenende hab ich seit langem mal wieder die
> Zeitung gelesen (bei Freunden). Da waren auch zwei in-
> teressante Artikel. Der eine ging darum, dass am Bau seit 95
> 700.000 Stellen im Bauhauptgewerbe entfallen sind,
> 750.000 verblieben, Tendenz weiter fallend. Auf
> 750.000 Bauarbeiter kommen quasi 200.000 Architekten.

Tja, erfreulich ist das nicht, aber das geht ja nun schon länger
so und wird wohl auch noch ein ganzes Weilchen so bleiben.

> Auch wenn ich weiter nicht so sehr pessimistisch bin,
> wird das wohl einigen den Kragen kosten, erreicht die
> Baukonjunktur in den nächsten Jahren keine Konsilidierung.

Jau, die "Marktbereinigung" ist sehr umfassend und gründlich diesmal :-(

> Ich rufe bereits Unternehmen an, die es seit Monaten nicht
> mehr gibt. Wieder einer dicht gemacht, 150 Leute entlassen.
> 150 Mal eine persönliche Tragödie - und das passiert so
> nebenher, ohne dass man es noch mitbekommt.

Jepp, habe bei den Baustellen in den letzten Jahren immer wieder
Unternehmen dabei gehabt, die sich von der großen Bühne verab-
schiedet haben, meist trotz voller Auftragsbücher.

> So wünsche ich allen viel Glück, die voraussichtlich vorerst
> letzte Chance im EFH-Bereich nutzen zu können, ein
> Stück des Weges für 2005 auftragsmäßig abzusichern mit
> Eigenheimzulage 3.
>
> Ich persönlich stelle mal alle Weichen, meine Kosten
> komplett zu kappen - und werde voraussichtlich ab
> Ende 2005 die erwarteten Reste des D-Geschäftes nur noch von
> F her abwickeln, zumal das Internet inzwischen doch in
> fast jedem Haushalt angekommen ist.

Wie Du weißt, hab ich dies deutsche Rumgemurkse derzeit ja
auch weitestgehend hinter mir gelassen und bin mehr auf der
Insel, als hier. Da is ja nu auch nicht alles ganz toll, aber es
wird was gemacht und auf jeden Fall nicht ganz so viel "Gemiese-
petert" wies viele Landsleute hier wohl ganz gern machen. :-)

> Aber erstens kommt es anders - und zweitens als man
> denkt :-)

Das eh :-))

> Ich muss wieder ran, bis später ...
>
Ich auch, Koffer packen für den Flieger morgen :-)

Gruß
Klaus


Eigenheimzulage 3

"tobias knittel"
2004-11-01 17:08:47

Hi Klaus,

freut mich, dass es die in England gut gefällt.

> Ich auch, Koffer packen für den Flieger morgen :-)

Ich leb im Moment auch in zwei Welten. Ist irgendwie
ganz nett so :-)

Nur steht die Zeit in der Haute-Marne irgendwie still.
Vielleicht liegt es an den Kühen. Schaut man eine an,
runzelt sie die Stirn. Dann beginnt sie zu denken.
"Die Bäuerin ist es nicht, der Bauer ist es nicht ... was
könnte das sein?" 20 Minuten später kommt sie zu dem
Ergebnis, dass sie eigentlich doch lieber weiter grast,
statt sich den Kopf zu zerbrechen.

Ist eine aus der Weide entwischt, steht sie dann neben
dem Zaun, und starrt ihn stundenlang an: "nanu, erst
war ich drinnen, jetzt draußen, die anderen noch drinnen,
wie konnte das nur passieren ...".

Dann steh se nachts auf der Straße, ausgebüchst, du
kommst mit dem Auto. Die Kuh starrt die Scheinwerfer
an, überlegt: Nach ca. 5 Minuten, kommt sie zum Ergebnis,
dass sie vielleicht im Weg stehen könnte, und geht zur
Seite. :-)

Gruß

Tobias


Eigenheimzulage 3

"Thorwald Brandwein"
2004-11-02 22:20:38

"tobias knittel" schrieb:

> Dann steh se nachts auf der Straße, ausgebüchst, du
> kommst mit dem Auto. Die Kuh starrt die Scheinwerfer
> an, überlegt: Nach ca. 5 Minuten, kommt sie zum Ergebnis,
> dass sie vielleicht im Weg stehen könnte, und geht zur
> Seite. :-)

Nu immerhin.... Die deutsche freilaufende Kuh (aus meiner
Jugend mir noch als eher "flott" bekannt und durchaus
auch mal zu Attacken aufgelegt) würde heutzutage vermutlich
wie angewurzelt stehen bleiben und anhaltend traurige "Gesänge"
muhen.
Die Aussichten, dass ihr Besitzer sie einfängt, sind
bescheiden, denn der war den ganzen Tag wegen der
Milchquoten und -preise bei Aldi und Lidl demonstrieren
(wobei er gleich noch ein paar billige Artikel abgegriffen hat)
und hat sich anschließend vor dem Fernseher (Nachrichten)
in den wohlverdienten Schlaf geheult.
Tu ihm einen Gefallen, nimm sie mit und schlachte sie ....;-))

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


Eigenheimzulage 3

"tobias knittel"
2004-11-03 03:24:15

Hi Thorwald,

> Nu immerhin.... Die deutsche freilaufende Kuh (aus meiner
> Jugend mir noch als eher "flott" bekannt und durchaus
> auch mal zu Attacken aufgelegt) würde heutzutage vermutlich
> wie angewurzelt stehen bleiben und anhaltend traurige "Gesänge"
> muhen.
> Die Aussichten, dass ihr Besitzer sie einfängt, sind
> bescheiden, denn der war den ganzen Tag wegen der
> Milchquoten und -preise bei Aldi und Lidl demonstrieren
> (wobei er gleich noch ein paar billige Artikel abgegriffen hat)
> und hat sich anschließend vor dem Fernseher (Nachrichten)
> in den wohlverdienten Schlaf geheult.
> Tu ihm einen Gefallen, nimm sie mit und schlachte sie ....;-))

nun ja, meist sind es die weißen Fleischrinder, oder die
braunen mit den langen Hörnern. Beide Arten zeichnen
sich dadurch aus, dass sie viel an der frischen Luft sind,
und da *Fleisch*-Rinder über entsprechende Muskel-
masse (Züchtung) verfügen. Daher verhält man sich vornehm.
Ein Horn in/ auf der Motorhaube mag zwar in Texas Mode sein,
aber bei mir nicht, zumal das dünne Lupo-Blech wenig Schutz
bieten dürfte :-)

Die Bauern in Frankreich waren übrigens mit der diesjährigen
Ernte sehr zufrieden, außer den Milchbauern, die mit
den üblichen Problemen kämpfen.

Als neue Einnahmequelle streben viele einen Windpark an.
Das wird jetzt in den nächsten Jahren groß kommen, so
wie die Entwicklung läuft - und insbesondere die Großbauern
in windreichen Gegenden, werden wohl ein Standbein in
der Energiewirtschaft haben.

Gruß

Tobias


Eigenheimzulage 3

"Thorwald Brandwein"
2004-11-03 15:49:37

"tobias knittel" schrieb:

> Als neue Einnahmequelle streben viele einen Windpark an.
> Das wird jetzt in den nächsten Jahren groß kommen, so
> wie die Entwicklung läuft - und insbesondere die Großbauern
> in windreichen Gegenden, werden wohl ein Standbein in
> der Energiewirtschaft haben.

Nun ich hoffe, dass sich dies in den Alpes de Haute Provence
in sinnvollen Grenzen halten wird. Z.B. das teilweise längst zur
Industrielandschaft gewandelte Rohnetal (Mistral) dürfte dafür
auch hinsichtlich der Netzanbindung noch lange günstigere
Voraussetzungen bieten.

Die teilweise phantastische Thermik und sicherlich
günstigen Windverhältnisse im Bergland sollte m.E. doch
soweit möglich den (Raub)Vögeln sowie Segel- und
Drachenfliegern vorbehalten bleiben. Mit etlichen
Wasserkraftwerken leistet die Gegend schon lange
einen bedeutsamen Beitrag zur Energieversorgung -
ich hoffe, dass künftige Windparks dort mit Vernunft
geplant werden und sich auf wirkliche Spitzenstandorte
konzentrieren.

Bisher sind im Südosten kaum Windräder zu sehen -
dieses Jahr sind mir nur zwei aufgefallen, die laut
Beschriftung offenbar Eigentum einer Kommune
(irgendwo zwischen Montelimar und Lyon) sind.

Gegen den Neubau von Überlandleitungen in der Haute
Provence gibt es bereits Widerstand in der Bevölkerung -
dieser wird sich wahrscheinlich auch an Windrädern
und dem damit verbundenen Leitungsnetz entfachen.


Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


Eigenheimzulage 3

"tobias knittel"
2004-11-03 16:15:13

Hi Thorwald,


> Nun ich hoffe, dass sich dies in den Alpes de Haute Provence
> in sinnvollen Grenzen halten wird. Z.B. das teilweise längst zur
> Industrielandschaft gewandelte Rohnetal (Mistral) dürfte dafür
> auch hinsichtlich der Netzanbindung noch lange günstigere
> Voraussetzungen bieten.
>
> Die teilweise phantastische Thermik und sicherlich
> günstigen Windverhältnisse im Bergland sollte m.E. doch
> soweit möglich den (Raub)Vögeln sowie Segel- und
> Drachenfliegern vorbehalten bleiben. Mit etlichen
> Wasserkraftwerken leistet die Gegend schon lange
> einen bedeutsamen Beitrag zur Energieversorgung -
> ich hoffe, dass künftige Windparks dort mit Vernunft
> geplant werden und sich auf wirkliche Spitzenstandorte
> konzentrieren.
>
> Bisher sind im Südosten kaum Windräder zu sehen -
> dieses Jahr sind mir nur zwei aufgefallen, die laut
> Beschriftung offenbar Eigentum einer Kommune
> (irgendwo zwischen Montelimar und Lyon) sind.
>
> Gegen den Neubau von Überlandleitungen in der Haute
> Provence gibt es bereits Widerstand in der Bevölkerung -
> dieser wird sich wahrscheinlich auch an Windrädern
> und dem damit verbundenen Leitungsnetz entfachen.

es wird einen Boom geben, mehr sag ich nicht :-)

Frankreich hat über weite Strecken sehr ergiebige
Standorte. Im Norden wie im Süden. Dass noch nicht
viel zu sehen ist, liegt einzig an den langen Entwicklungs-
zeiten, die für einen Park ca. 5 Jahre betragen.

Es muss ja gemessen werden, Rentabilität, Verträglichkeit
(Umwelt) geprüft, etc. Aber in 2-3 Jahren werden die
eolien aus dem Boden sprießen. Die Regierung hat die
Weichen gestellt, und will. Natürlich stellt sich die Atom-Lobby
dagegen, aber ... der Kuchen wird gerade verteilt :-)

Gruß

Tobias


Eigenheimzulage 3

"Thorwald Brandwein"
2004-11-03 18:10:49

"tobias knittel" schrieb:

> Es muss ja gemessen werden, Rentabilität, Verträglichkeit
> (Umwelt) geprüft, etc. Aber in 2-3 Jahren werden die
> eolien aus dem Boden sprießen. Die Regierung hat die
> Weichen gestellt, und will. Natürlich stellt sich die Atom-Lobby
> dagegen, aber ... der Kuchen wird gerade verteilt :-)

Im Vergleich zu D ist er naturgemäß auch erheblich größer.
Bleibt zu hoffen, dass man in F höhere Anforderungen vor
allem an die Standorte stellt als in D. Man kann es sich nicht
nur leisten, sondern muss es m.E. auch
So sehr mich persönlich die Optik der Anlagen fasziniert,
muss ich doch feststellen, dass eine Häufung, wie man sie
hier stellenweise antrifft, durchaus auch als "hässlich"
empfunden werden kann - die Dinger wirken m.E. ab einer
gewissen Häufigkeit/Verteilung sehr vereinheitlichend.

Bin kürzlich mal um einen neueren Windpark bei etwas
stärkerem Wind spaziert - "ziemlich laut" können die Dinger
durchaus auch werden. Weniger das Dauergeräusch als
vielmehr eher dumpfe Einzelgeräusche, die wohl irgendwie
mit Lastwechseln zu tun haben, dürften Anlieger stören..
(Sogar deutsche Kühe - die ansonsten auftragsgemäß
konsumierten - hoben bei solchen Geräuschen gelegentlich
den Kopf... ;-))


Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de