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Lanschaftsarchitektur: Bush bleibt

Lanschaftsarchitektur: Bush bleibt

"tobias knittel"
2004-11-03 15:27:02

Hi,

Bush wird wohl bleiben. Das Arktiseis schmilzt
schneller als alle Erwartungen.

Ich setzte auf einen Klevin globalen Temperaturanstieg
während der nächsten US-Präsidentschaftsperiode :-)

Ich vermute, aber das sind meine Temperaturauswertungen
für Dijon, es wird auch schneller warm, als bisher erwartet.

Sollten sich die Strömungsbedingungen im Atlantik
nicht ändern, eine Wärmeperiode war geschichtlich
gesehen für Mitteleuropa meist sehr positiv :-)

Gruß

Tobias


Lanschaftsarchitektur: Bush bleibt

"Michael"
2004-11-03 17:16:17

ich glaub ich habe es heute in der zeitung gelesen, oder war es gestern?

erst einen bericht über die wahlen in den usa und dann einen über die
globale erwärmung.

und dann dachte ich an einen film den ich letzte woche gesehen habe!!!

mein einziger gedanke war anschliessend:

"THE DAY AFTER TOMORROW" WÄRE DAS BESTE WAS DEN AMERIKANERN UND DER WELT
PASSIEREN KÖNNTE !!!!

gruss michael

****************************************************************************
******
"tobias knittel" schrieb im Newsbeitrag
news:cmaprd$ied$02$1@news.t-online.com...
> Hi,
>
> Bush wird wohl bleiben. Das Arktiseis schmilzt
> schneller als alle Erwartungen.
>
> Ich setzte auf einen Klevin globalen Temperaturanstieg
> während der nächsten US-Präsidentschaftsperiode :-)
>
> Ich vermute, aber das sind meine Temperaturauswertungen
> für Dijon, es wird auch schneller warm, als bisher erwartet.
>
> Sollten sich die Strömungsbedingungen im Atlantik
> nicht ändern, eine Wärmeperiode war geschichtlich
> gesehen für Mitteleuropa meist sehr positiv :-)
>
> Gruß
>
> Tobias
>
>


Lanschaftsarchitektur: Bush bleibt

"Thorwald Brandwein"
2004-11-03 17:24:23

"tobias knittel" schrieb:


> Sollten sich die Strömungsbedingungen im Atlantik
> nicht ändern, eine Wärmeperiode war geschichtlich
> gesehen für Mitteleuropa meist sehr positiv :-)

Das Dumme ist, dass man wohl anerkennen muss, dass wir alle
(auch unsere Wissenschaftler und Politiker) nicht genug wissen,
um mehr als spekulieren zu können.
Letztlich hat das Max-Plank-Institut wieder mal was
veröffentlicht (Sonnenaktivität), worauf man Zweifel an der
unterstellten Bedeutsamkeit antropogener Einflüsse auf das Klima
gründen kann. Danach hat sich das mit der Erwärmung dann
allerdings bis 2030 wieder beruhigt - ggf. wirds wieder kälter.
Keiner weiss was, aber alle spekulieren munter vor sich hin -
grad sio wie es ihnen (nicht zuletzt wirtschaftlich) in den Kram
passt... Ich kanns bald nicht mehr hören.
War gerade zuhause Laub fegen - fands nicht schlecht, dabei
ein paar Sonnenstrahlen genießen zu können :-))
Wenn man mir garantiert, dass das "Wetter" anhaltend besser
wird, pflanz ich gerne Olivenbäume in den Vorgarten und mach
meinen Sprit selber - aber jedes Jahr erfrorene Bäume ersetzen
macht auf die Dauer keinen Spaß....
Wenns was nutzt geb ich auch mein vorletztes Hemd für ein
paar PV-Elemente und schraub die aufs Dach. Aber momentan
hab ich den Eindruck, das nutzt nur den Herstellern und die
scheren sich immer weniger darum, den realen allgemeinen
Nutzen ihrer Produkte zu mehren - sie reden ihn uns nur
zunehmend lauter ein .... Wo bleiben denn die seit
Jahrzehnten versprochenen Verbesserugen und Preisvorteile
durch steigenden Bedarf?
Da stand doch glatt heute etwas über die deutsche
Stromwirtschft in der Zeitung (habs bisher nur überflogen) -
Ins Auge sprang die Behautug, dass die Effektivität der
Branche in den letzten Jahren um 45% gesteigert werden
konnte. (Na ja - die Preise sind gleichzeitg um 33 %
gestiegen - teilweise wohl auch wegen des EEG....)

Zu Bush: Das war wohl doch so zu erwarten, obwohl
ich (wie laut Umfragen 80% der Deutschen) anderes erhofft
habe.... Da meine Verbundenheit zu den USA aber eher klein
ist, werde ich wohl zu den vielen Menschen gehören, die
ohnehin keinen wirklichen Unterschied der amerikanischen
Politik bemerkt hätten....

Bemerken tue ich hier nur, dass Ladschaftsarchtiektur in
D offenbar nur noch bedingt stattfindet. Von LA kriege
ich nichts mehr mit und wie mir von anderen Betrieben
berichtet wurde, sind ihre Aktivitäten auch in anderer
Hinsicht rückläufig.
Offenbar haben sie keine Lobby, die gegen die aktuell
etablierten Profiteure der Klimakatastrophe ankommt....
Nun - wenn Landschaft nur noch als Raum für
Energieerzeugung angesehen wird, dann ist der Trend
wohl erklärlich.... Vielleicht sollte man sich mal wieder
erinnern, dass ma CO2 nicht nur freisetzen, sondern auch
binden kann....

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


Lanschaftsarchitektur: Bush bleibt

Stephan Romahn
2004-11-03 17:44:50

Hi Tobias,

> Ich vermute, aber das sind meine Temperaturauswertungen
> für Dijon,

Welche Auswirkungen hätte das denn auf den von dort kommendne edlen Senf
? ;-))

Grüße

Stephan


--

Dipl.-Ing. Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
SR GRÜNHAUS Ökologische Dachbegrünung, Naturland-Gartenbau


Lanschaftsarchitektur: Bush bleibt

"tobias knittel"
2004-11-03 17:59:38

Hi Thorwald,

> Das Dumme ist, dass man wohl anerkennen muss, dass wir alle
> (auch unsere Wissenschaftler und Politiker) nicht genug wissen,
> um mehr als spekulieren zu können.
> Letztlich hat das Max-Plank-Institut wieder mal was
> veröffentlicht (Sonnenaktivität), worauf man Zweifel an der
> unterstellten Bedeutsamkeit antropogener Einflüsse auf das Klima
> gründen kann. Danach hat sich das mit der Erwärmung dann
> allerdings bis 2030 wieder beruhigt - ggf. wirds wieder kälter.

Die ganzen Sonnenfleckenaktivitätstabellen wurde inzwischen widerrufen.
Ich kann mir den Namen nie merken, war ein Fritze aus
Dänemark, der séine eigene Untersuchuing dazu widerrufen hat.
Inzwischen geht man davon aus, dass die Sonnenflecken eine
sehr untergeordnete Rolle spielen, nahe null.

> Keiner weiss was, aber alle spekulieren munter vor sich hin -
> grad sio wie es ihnen (nicht zuletzt wirtschaftlich) in den Kram
> passt... Ich kanns bald nicht mehr hören.

Das ist halt nun mal "Stand der Technik" in einem komplexen
Zusammenhang :-) Unbezweifelbar steigt der Co 2 - Gehalt der
Atmosphäre stark an, unzweifelbar kann keiner erwarten, dass
dies ohne Ergebnis bleibt., zumal inzwischen nachgewiesen ist
(Eisbohrungen), dass ein hoher Co2-Gehalt in Phasen sehr
warmer Klimaten fällt. Ob nun das Ross den Reiter, oder der
Reiter das Ross bedingt, ist halt noch offen - da diese Situation
etwas neu ist.

> War gerade zuhause Laub fegen - fands nicht schlecht, dabei
> ein paar Sonnenstrahlen genießen zu können :-))

Ich persönlich hab nichts gegen eine Klimaerwärmung in unseren
Breiten, aber global gesehen ist es halt ein Experiment mit
unbekanntem Ausgang.

> Wenn man mir garantiert, dass das "Wetter" anhaltend besser
> wird, pflanz ich gerne Olivenbäume in den Vorgarten und mach
> meinen Sprit selber - aber jedes Jahr erfrorene Bäume ersetzen
> macht auf die Dauer keinen Spaß....

Es steht gar nicht fest, ob es ein Problem wird,
man muss davon ausgehen, dass sich für viele die Umstände
ändern, Mitteleuropa könnte langfristig eher kälter werden,
versiegt der Golfstrom wegen der vermehrten Süsswasser-
zufuhr (schwimmt oben auf und drängt nach Süden).

> Wenns was nutzt geb ich auch mein vorletztes Hemd für ein
> paar PV-Elemente und schraub die aufs Dach. Aber momentan
> hab ich den Eindruck, das nutzt nur den Herstellern und die
> scheren sich immer weniger darum, den realen allgemeinen
> Nutzen ihrer Produkte zu mehren - sie reden ihn uns nur
> zunehmend lauter ein .... Wo bleiben denn die seit
> Jahrzehnten versprochenen Verbesserugen und Preisvorteile
> durch steigenden Bedarf?

Man muss unterscheiden zwischen Werbung und Forschung.
Sicher wird viel missbrauch betrieben, mit diesem Thema. Aber
man muss sich mal vom Schuldkomplex befreien, und einfach den
Tatsachen ins Auge sehen. Ich verbrauche auch Energie, und
sicher mehr als der Durchschnitt. Aber ich sehe keine Veranlassung,
mich dafür rechtfertigen zu müssen, oder ein schlechtes
Gewissen zu haben, die Vorgänge nicht mal abseits der Positionen
zu betrachten, soweit man die Möglichkeit dazu hat :-)

> Da stand doch glatt heute etwas über die deutsche
> Stromwirtschft in der Zeitung (habs bisher nur überflogen) -
> Ins Auge sprang die Behautug, dass die Effektivität der
> Branche in den letzten Jahren um 45% gesteigert werden
> konnte. (Na ja - die Preise sind gleichzeitg um 33 %
> gestiegen - teilweise wohl auch wegen des EEG....)
>
> Zu Bush: Das war wohl doch so zu erwarten, obwohl
> ich (wie laut Umfragen 80% der Deutschen) anderes erhofft
> habe.... Da meine Verbundenheit zu den USA aber eher klein
> ist, werde ich wohl zu den vielen Menschen gehören, die
> ohnehin keinen wirklichen Unterschied der amerikanischen
> Politik bemerkt hätten....
>
> Bemerken tue ich hier nur, dass Ladschaftsarchtiektur in
> D offenbar nur noch bedingt stattfindet. Von LA kriege
> ich nichts mehr mit und wie mir von anderen Betrieben
> berichtet wurde, sind ihre Aktivitäten auch in anderer
> Hinsicht rückläufig.
> Offenbar haben sie keine Lobby, die gegen die aktuell
> etablierten Profiteure der Klimakatastrophe ankommt....
> Nun - wenn Landschaft nur noch als Raum für
> Energieerzeugung angesehen wird, dann ist der Trend
> wohl erklärlich.... Vielleicht sollte man sich mal wieder
> erinnern, dass ma CO2 nicht nur freisetzen, sondern auch
> binden kann....

Man kann darüber streiten, ob KKW oder Windstrom
sinnvoller ist. Man kann darüber streiten, ob die Spargel
in der Landschaft schön sind. Man kann nicht darüber
streiten, dass wir Energie brauchen - und dass irgendwann
das Öl ausgehen wird, nicht für uns, sondern erdgeschichtlich
gesehen, sehr bald.

Man kann die augen verschließen, das Öl vollständig verheizen,
die Atmosphäre des Tertiär oder sonstwas wiederherstellen,
man kann sicher auch mit einem weltweit tropischen Klima
leben :-)

Nur man muss wohl endlich einsehen, dass sich das Klima mit
sehr hoher Wahrscheinlichkeit durch unser Zutun ändern
wird. Das ist schon alles. Ob man deshalb ein schlechtes
Gewissen hat, bleibt einem selbst überlassen. Es ist
nicht nötig, aber vielleicht, kann man, stellt man sich der
einfachen Tatsache, das Heft etwas in der Hand behalten.

Um mehr geht es gar nicht.

Gruß

Tobias


Lanschaftsarchitektur: Bush bleibt

"tobias knittel"
2004-11-03 18:12:13

Hi Michael,


> und dann dachte ich an einen film den ich letzte woche gesehen habe!!!
>
> mein einziger gedanke war anschliessend:
>
> "THE DAY AFTER TOMORROW" WÄRE DAS BESTE WAS DEN AMERIKANERN UND DER WELT
> PASSIEREN KÖNNTE !!!!

Nun ja, Ich hab den Emmerich letztens auch gesehen.
Das Szenario ist etwas unrealistisch :-) Kalte
Luft wird aus der Stratosphäre gezogen. Leider ist die
Luft dort sehr dünn, verdichtet sich beim Absinken,
und erwärmt sich dadurch. Auch normale Tiefdruckgebiete
ziehen Luft aus oberen Atmosphärenschichten, die dann
im Wasserdampfbild als dunkle Streifen zu sehen sind,
da sehr trocken.

Der Film basiert etwas auf einem Szenario, wo
durch das Versiegen des Golfstroms solch ein Prozeß ausgelöst
wird, also quasi ein vertikaler Austausch von Luft, wodurch
kalte Luft aus oberen Atmosphärenschichten die wärmere
ersetzt. Nur bleibt die wärmere Luft auch irgendwo,
steigt in diesem Falle auf, und bildet eine Wärmeglocke
in oberer Atmosphärenschicht, was das Erwärmen der
Luft in unteren Atmosphärenschichten begünstigt.

Energie geht nicht so schnell verloren ... und so
schnell kalt, global, wird es wohl nicht :-)

Gruß

Tobias


Lanschaftsarchitektur: Bush bleibt

"tobias knittel"
2004-11-03 18:16:00

Hi Stephan,

> Welche Auswirkungen hätte das denn auf den von dort kommendne edlen Senf ?
> ;-))

Der wird wohl scheller reif und scharf, d.h. eine Sempf-
schwemme steht bevor :-) Letztens hatte ich einen, der
war schon jetzt nur mit Waffenschein genießbar :-)

Gruß

Tobias


Lanschaftsarchitektur: Bush bleibt

"Thorwald Brandwein"
2004-11-03 22:28:50

"tobias knittel" schrieb:

> Ich persönlich hab nichts gegen eine Klimaerwärmung in unseren
> Breiten, aber global gesehen ist es halt ein Experiment mit
> unbekanntem Ausgang.

Ja genau. Es finden Veränderungen statt - so wie eh und je.
Einziger vielleicht wirklich beachtenswerter Umstand dabei
ist das Tempo mit dem sie erfolgen.

> Es steht gar nicht fest, ob es ein Problem wird,
> man muss davon ausgehen, dass sich für viele die Umstände
> ändern, Mitteleuropa könnte langfristig eher kälter werden,
> versiegt der Golfstrom wegen der vermehrten Süsswasser-
> zufuhr (schwimmt oben auf und drängt nach Süden).

Nun - sogar unsere fellgekleideten Vorfahren haben derartiges
(Eiszeiten) überstanden.

> Man muss unterscheiden zwischen Werbung und Forschung.
> Sicher wird viel missbrauch betrieben, mit diesem Thema. Aber
> man muss sich mal vom Schuldkomplex befreien, und einfach den
> Tatsachen ins Auge sehen.

Mit Schuld hat das ganz sicher nichts zu tun, auch wenn eine
Minderheit ökobewegter Leute das so sehen, bzw. "glauben"
will.

> Ich verbrauche auch Energie, und sicher mehr als der Durchschnitt.

Und ich erst ;-)) (Energiekosten im 5-stelligen Bereich)

> Aber ich sehe keine Veranlassung, mich dafür rechtfertigen zu
> müssen, oder ein schlechtes Gewissen zu haben,

Absolut nicht, denn ich sehe dabei keine Vergeudung.

> Man kann darüber streiten, ob KKW oder Windstrom
> sinnvoller ist. Man kann darüber streiten, ob die Spargel
> in der Landschaft schön sind. Man kann nicht darüber
> streiten, dass wir Energie brauchen - und dass irgendwann
> das Öl ausgehen wird, nicht für uns, sondern erdgeschichtlich
> gesehen, sehr bald.

Richtig. Aber ich bin eher optimistisch und sehe den kommenden
Ölmangel als Chance einer "Bereinigung" an. Es wird Innovationen
geben, die das Öl substituieren helfen. Reglementiert man diese
nur in dem sicherheitstechnisch gebotenen Rahmen, werden sie
auch bezahlbar sein und bleiben.

> Man kann die augen verschließen, das Öl vollständig verheizen,
> die Atmosphäre des Tertiär oder sonstwas wiederherstellen,
> man kann sicher auch mit einem weltweit tropischen Klima
> leben :-)

M.E. durchaus.....

> Nur man muss wohl endlich einsehen, dass sich das Klima mit
> sehr hoher Wahrscheinlichkeit durch unser Zutun ändern
> wird. Das ist schon alles.

Nun - ich wüsste gerne trotzdem in welchem Maße das der Fall ist.

Ob man deshalb ein schlechtes
> Gewissen hat, bleibt einem selbst überlassen. Es ist
> nicht nötig, aber vielleicht, kann man, stellt man sich der
> einfachen Tatsache, das Heft etwas in der Hand behalten.

> Um mehr geht es gar nicht.

Nun - das beste Mittel, "das Heft in der Hand zu halten" ist m.E.
Wissen. Außerdem gehört dazu leider auch, dass man sich nicht
in der falschen Richtung verausgabt, bzw. zu einseitig festlegt.
Dazu sehe ich aktuell vor allem in D eine gewisse Tendenz.
Z.B. beschreitest du, wenn du eine Klimaveränderung nicht
pflichtgemäß "Klimakatastrofe" nennen willst, schon einen Pfad,
der zumindest im Ruf steht, nicht der "politcal correctness" zu
entsprechen ;-). Du wirst hier offenbar verpflichtet, gefälligst ein
schlechtes Gewissen zu entwickeln und jeden Nonsens zu dulden
und zu bezahlen... Jede Subvention für alternative Energien
(und sei das Projekt noch so unangebracht) soll uns mit
Begeisterung und Stolz erfüllen....


Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de