Hallo
Wir haben vor zwei Jahren gebaut und die "tolle" Baufirma die nun
gottlob
Pleite ist und keinen Schaden mehr anrichten kann hatte die Drainage nicht
angeschlossen. Damals zog sich das Wasser ca 20 cm in der ersten Steinreihe
des Kellers hoch. Ein Anbohren des Estrichs zeigt jedoch das darunter nichts
feucht war.
Jetzt nach einem weiteren Jahr fiel uns ein dunkler Fleck in der unteren
Ecke des Zimmers auf der immer größer wird. Es ist eine Aussenmauer
vom
Erker genau unter der Terasse die wir dieses Jahr angelegt haben.
Nun ist es so das wir in dieser Jahreszeit quasi in jedem Zimmer morgens
Kondenswasser an den Fenstern haben -und das nicht zu knapp. Im Wohnzimmer
hatten wir auch schon richtig Schimmel in der oberen Ecke an der tapezierten
Decke.
Kann das im Keller in der unteren Ecke auch so ein Phänomen sein das sich
hier Schwitzwasser bildet oder deutet das eher auf den schlimmen Verdacht
hin das hier etwas in der Aussenschutzschicht nicht passen? Wie findet man
die Ursache heraus bzw. wie muß hier weiter vorgegangen werden?
Danke für Eure Tipps und Hilfe
Gruß
D. Müller
Architektur
Nach zwei Jahren - Feuchte Aussenwand im Keller
Nach zwei Jahren - Feuchte Aussenwand im Keller
Hi,
> Wir haben vor zwei Jahren gebaut und die "tolle" Baufirma die
nun gottlob
> Pleite ist und keinen Schaden mehr anrichten kann hatte die Drainage nicht
> angeschlossen.
Nun ja, "gottlob" ist hier falsch, sonst hätten die das richten
müssen.
>Damals zog sich das Wasser ca 20 cm in der ersten Steinreihe
> des Kellers hoch. Ein Anbohren des Estrichs zeigt jedoch das darunter
> nichts
> feucht war.
Da steht wohl Wasser auf dem Fundamentüberstand-
und die Hohlkehle dichtet nicht richtig ab (sofern vorhanden).
> Jetzt nach einem weiteren Jahr fiel uns ein dunkler Fleck in der unteren
> Ecke des Zimmers auf der immer größer wird. Es ist eine
Aussenmauer vom
> Erker genau unter der Terasse die wir dieses Jahr angelegt haben.
> Nun ist es so das wir in dieser Jahreszeit quasi in jedem Zimmer morgens
> Kondenswasser an den Fenstern haben -und das nicht zu knapp. Im Wohnzimmer
> hatten wir auch schon richtig Schimmel in der oberen Ecke an der
> tapezierten
> Decke.
> Kann das im Keller in der unteren Ecke auch so ein Phänomen sein das
sich
> hier Schwitzwasser bildet oder deutet das eher auf den schlimmen Verdacht
> hin das hier etwas in der Aussenschutzschicht nicht passen? Wie findet man
> die Ursache heraus bzw. wie muß hier weiter vorgegangen werden?
Die beschreibenen Details reichen nicht zu einem Urteil aus.
Es klingt "auf die Ferne" nach nicht tauglicher Abdichtung des
Kellers oder überhaupt untauglicher Ausführung ("gemauert")
Im Grunde braucht ihr jemanden, der das vor Ort anschaut.
Wohnraum im Keller ist immer problematisch. Undichtigkeit
könnte die Ursache sein.
Gruß
Tobias
Nach zwei Jahren - Feuchte Aussenwand im Keller
"MD" schrieb im Newsbeitrag
news:co46k5$rb6$1@mail1.sbs.de...
> Hallo
> Wir haben vor zwei Jahren gebaut und die "tolle" Baufirma die
nun gottlob
> Pleite ist und keinen Schaden mehr anrichten kann hatte die Drainage nicht
> angeschlossen. Damals zog sich das Wasser ca 20 cm in der ersten
> Steinreihe
> des Kellers hoch. Ein Anbohren des Estrichs zeigt jedoch das darunter
> nichts
> feucht war.
> Jetzt nach einem weiteren Jahr fiel uns ein dunkler Fleck in der unteren
> Ecke des Zimmers auf der immer größer wird. Es ist eine
Aussenmauer vom
> Erker genau unter der Terasse die wir dieses Jahr angelegt haben.
> Nun ist es so das wir in dieser Jahreszeit quasi in jedem Zimmer morgens
> Kondenswasser an den Fenstern haben -und das nicht zu knapp. Im Wohnzimmer
> hatten wir auch schon richtig Schimmel in der oberen Ecke an der
> tapezierten
> Decke.
> Kann das im Keller in der unteren Ecke auch so ein Phänomen sein das
sich
> hier Schwitzwasser bildet oder deutet das eher auf den schlimmen Verdacht
> hin das hier etwas in der Aussenschutzschicht nicht passen? Wie findet man
> die Ursache heraus bzw. wie muß hier weiter vorgegangen werden?
Das kann ein größerer oder kleiner Mangel sein, kann man so noch
nicht
sagen.
Die Ecke ist in wärmetechnischer Hinsicht ein geometrischer Schwachpunkt,
es kann also auch Kondenswasser sein.
Wenn sich da mal Feuchtigkeit sammelt, so wird durch die Verdunstungskälte
das Problem dort immer größer (denke ich).
Ich hatte so ein Problem. Versuche die Ecke trocken zu bekommen,
ich hatte damals eine Art Salz (ich weiss im Moment nicht wie dieses Zeug
heisst)
in die Ecke gelegt.
Die Ecke wurde trocken und ich hatte dann keine Probleme mehr.
Versuchen kannst Du es ja mal, so mußt Du nicht gleich alles aufgraben.
Mit Gruß
Ernst Sauer
Nach zwei Jahren - Feuchte Aussenwand im Keller
Hi Ernst,
> Ich hatte so ein Problem. Versuche die Ecke trocken zu bekommen,
> ich hatte damals eine Art Salz (ich weiss im Moment nicht wie dieses Zeug
> heisst) in die Ecke gelegt.
Glaubersalz (Natriumsulfat) :-)
Gruß
Tobias
Nach zwei Jahren - Feuchte Aussenwand im Keller
Am Thu, 25 Nov 2004 13:09:26 +0100 schrieb tobias knittel
:
>> Ich hatte so ein Problem. Versuche die Ecke trocken zu bekommen,
>> ich hatte damals eine Art Salz (ich weiss im Moment nicht wie dieses
>> Zeug
>> heisst) in die Ecke gelegt.
>
> Glaubersalz (Natriumsulfat) :-)
Weil man feste dran glaubern muss! :-)
Wenns tatsächlich aus der Luft kondensiert, sind die paar ccm, die das
Salz bindet lächerlich gegen die Liter in der Luft.
Son el. Raumtrockner kondensiert mehrere Liter am Tag.
--
Reiner, jetzt mit trockenen Kellerwänden
Nach zwei Jahren - Feuchte Aussenwand im Keller
Lass das einen Sachverständigen vor Ort anschauen. Eine Liste gibt es
bei der IHK.
Von innen beschlagene Scheiben sind allerdings meist ein Zeichen für
zu wenig lüften.
Gruss Hubert
Nach zwei Jahren - Feuchte Aussenwand im Keller
> Glaubersalz (Natriumsulfat) :-)
ROTFL
"Und siehe", spricht der Herr, "dein Glauber hat dich
gerettet!"
Hubert
(der kaum noch Luft kriegt)
Nach zwei Jahren - Feuchte Aussenwand im Keller
"MD" schrieb im Newsbeitrag
news:co46k5$rb6$1@mail1.sbs.de...
> Wir haben vor zwei Jahren gebaut und die "tolle" Baufirma die
nun gottlob
> Pleite ist und keinen Schaden mehr anrichten kann
... und damit fein aus der Gewährleistung raus ist...
> Jetzt nach einem weiteren Jahr fiel uns ein dunkler Fleck in der unteren
> Ecke des Zimmers auf der immer größer wird. Es ist eine
Aussenmauer vom
> Erker genau unter der Terasse die wir dieses Jahr angelegt haben.
Also im Keller? Ist das Gefälle bzw. die Entwässerung der Terrasse in
Ordnung?
Wenn schon eine Drainage eingeplant war, spricht das meiner Meinung nach
dafür, dass mit Grundwasser- bzw.
Niederschlagswasserversickerungsproblematik gerechnet wurde.
> Nun ist es so das wir in dieser Jahreszeit quasi in jedem Zimmer morgens
> Kondenswasser an den Fenstern haben -und das nicht zu knapp. Im Wohnzimmer
> hatten wir auch schon richtig Schimmel in der oberen Ecke an der
> tapezierten
> Decke.
Das ist m.E. ein ziemlich deutliches Zeichen für einen nicht
ausgetrockneten
Neubau. Je nach dem wie regenfeucht Eure Rohbauphase war, wie schnell und zu
welcher Jahreszeit ihr eingezogen seid und wie wenig Ihr geheitz/gelüftet
habt, kann es seine zwei Jahre dauern, bis so ein Gebäude richtig trocken
ist. Ist es "zu allem Übel" auch noch ein besonders luftdichtes
(Niedrigenergie-)Haus mit konventioneller Heiztechnik? Ihr werdet die
Feuchtigkeit nur durch richtiges Lüften los.
> Kann das im Keller in der unteren Ecke auch so ein Phänomen sein das
sich
> hier Schwitzwasser bildet oder deutet das eher auf den schlimmen Verdacht
> hin das hier etwas in der Aussenschutzschicht nicht passen? Wie findet man
> die Ursache heraus bzw. wie muß hier weiter vorgegangen werden?
Da gibt es diverse Möglichkeiten, die nur ein Fachmann "im
Nahkampf"
herausfinden kann.
Woraus ist denn der Keller? Sind es ausgegossene Betonfertigteile (also
"Teile" einer weissen Wanne) oder sogar eine "echte" weisse
Wanne? Bei denen
sind häufig am Anfang hohle Stellen an den Übergängen zwischen
Bodenplatte
und Wandelement, die nicht richtig vergossen wurden. Sowas wird
üblicherweise im Injektionsverfahren beseitigt. Aber das ist reine
Spekulation.
Chris
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