Architektur

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Innenfarben

Udo Forstmann
2003-09-01 18:45:51

Welche Qualitäten für Innenwandfarben setzt Ihr so ein?

Wir haben bisher auch im Objektbereich sang- und klanglos
waschbeständige Dispersionsfarben ausgeschrieben und auch
nie Probleme gehabt.

Jetzt sind scheinbar die Normen überarbeitet (DIN EN 13 300),
es gibt Naßabriebsklassen 1, 2 und 3, von denen die beiden
besseren (1 und 2) bereits scheuerbeständig sind.
Für Glasgewebe werden z.B. von den Herstellern nur die
Klassen 1 und 2 empfohlen. Habe ich da etwas verpaßt?

Kennt jemand den Unterschied zwischen Farben auf der
Basis von Acryl und Polyvinylacetat?

Danke und Grüße,
Udo Forstmann


Innenfarben

"Tobias"
2003-09-01 19:10:36

Hi Udo,

> Welche Qualitäten für Innenwandfarben setzt Ihr so ein?

Dispersionsfarbe :-)

> Wir haben bisher auch im Objektbereich sang- und klanglos
> waschbeständige Dispersionsfarben ausgeschrieben und auch
> nie Probleme gehabt.

> Jetzt sind scheinbar die Normen überarbeitet (DIN EN 13 300),
> es gibt Naßabriebsklassen 1, 2 und 3, von denen die beiden
> besseren (1 und 2) bereits scheuerbeständig sind.
> Für Glasgewebe werden z.B. von den Herstellern nur die
> Klassen 1 und 2 empfohlen. Habe ich da etwas verpaßt?

nicht nur Du :-)

> Kennt jemand den Unterschied zwischen Farben auf der
> Basis von Acryl und Polyvinylacetat?

oh jeh, beides Kunststoffe, Polyvinylacetat wird eigentlich mehr
zu Kleber verarbeitet, meines Wissens. "Poly" läßt schon mal
auf recht lange Molleküle schließen, die dann bessser aneinander-
bappen als die kürzeren.

Aber sicher weiß da die Andrea mehr drüber ...

Gruß

Tobias


Innenfarben

Andrea Glatthor
2003-09-07 13:16:27

"Tobias" schrieb:

[waschbeständige Dispersionsfarben]
>> Jetzt sind scheinbar die Normen überarbeitet (DIN EN 13 300),
>> es gibt Naßabriebsklassen 1, 2 und 3, von denen die beiden
>> besseren (1 und 2) bereits scheuerbeständig sind.
>> Für Glasgewebe werden z.B. von den Herstellern nur die
>> Klassen 1 und 2 empfohlen. Habe ich da etwas verpaßt?
>
> nicht nur Du :-)

Der Server caparol.de ist momentan offline, aber nichtsdestotrotz:
http://www.caparol.de/images/homepage/broschueren/din-en13300.pdf

>> Kennt jemand den Unterschied zwischen Farben auf der
>> Basis von Acryl und Polyvinylacetat?
>
> oh jeh, beides Kunststoffe, Polyvinylacetat wird eigentlich mehr
> zu Kleber verarbeitet, meines Wissens. "Poly" läßt schon mal
> auf recht lange Molleküle schließen, die dann bessser aneinander-
> bappen als die kürzeren.
>
> Aber sicher weiß da die Andrea mehr drüber ...

Sowohl mit "Acryl" als auch "Polyvinylacetat" sind in diesem
Zusammenhang immer die Polymere gemeint, "Acryl" ist nämlich nur die
Abkürzung von "Polyacrylat".

Der Unterschied zwischen den beiden: Lässt sich nicht exakt festlegen
weil sich fast immer Copolymere mit anderen Monomeren dahinter
verstecken. Zum Beispiel: Ein als "Acrylat" bezeichnetes Bindemittel
entsteht durch Polymerisation von Acrylsäureestern (es gibt viele
verschiedene dieser Ester) und ist nur dann wirklich ein Polyacrylat
wenn "Reinacrylat" draufsteht. Den Begriff habt ihr vielleicht schon
mal irgendwo in Technischen Merkblättern gelesen.
Man muss also schon genauer wissen um welches Polymer es sich
tatsächlich handelt um überhaupt etwas daraus ableiten zu können.

Andrea


Innenfarben

"tobias"
2003-09-09 10:57:19

Hi Andrea,

> Der Unterschied zwischen den beiden: Lässt sich nicht exakt festlegen
> weil sich fast immer Copolymere mit anderen Monomeren dahinter
> verstecken. Zum Beispiel: Ein als "Acrylat" bezeichnetes Bindemittel
> entsteht durch Polymerisation von Acrylsäureestern (es gibt viele
> verschiedene dieser Ester) und ist nur dann wirklich ein Polyacrylat
> wenn "Reinacrylat" draufsteht. Den Begriff habt ihr vielleicht schon
> mal irgendwo in Technischen Merkblättern gelesen.
> Man muss also schon genauer wissen um welches Polymer es sich
> tatsächlich handelt um überhaupt etwas daraus ableiten zu können.

Tja, die Chemie hat es in sich.

Danke für die Aufklärung

Gruß

Tobias