> soeben kams in den Nachrichten: der Bundesrat hat mit den Stimmen der
> unionsgeführten Länder die Streichung der Eigenheimzulage
abgelehnt.
>
> Ich weiss, dass viele von Euch das begrüßen, aber vielleicht
sollte man
Ich hätte eine Streichung bevorzugt. Diese würde nämlich
bewirken, dass
nicht jeder seinen Traumhaus-Wohlfühl-Müll überall absetzt und
damit die
Landschaft zersiedelt. Mehr städtische Mietwohnungen wären die Folge,
also
auch mehr Einfluss der Architekten auf unsere Umwelt und das würde ich dem
Häuslebau-Schrott vorziehen. Obwohl es natürlich auch in dem Sektor
Sünden
gibt, aber die sind das kleinere Übel. IMO würde die Abschaffung dazu
beitragen, den Anteil an qualitätsvoller Architektur zu erhöhen und
die
Zersiedelung der Natur zu verringern.
> doch mal ein wenig über den eigenen Fressnapf hinaus blicken: solche
> Subventionen müssen weg.
Das sowieso.
--
Gruß, Wolfram
Architektur
Bundesrat: Eigenheimzulage bleibt
Bundesrat: Eigenheimzulage bleibt
Hi Wolfram,
> Ich hätte eine Streichung bevorzugt.
ich nur, wenn alle anderen Subventionen auch gekappt werden.
Es ist nämlich mitunter auch eine Ungerechtigkeit gegenüber
denjenigen, die zukünftig die Förderung dann nicht mehr
bekommen.
> Diese würde nämlich bewirken, dass nicht jeder seinen
> Traumhaus-Wohlfühl-Müll überall absetzt und damit die
Landschaft
> zersiedelt.
Den Wunsch der Menschen nach ihrem Häuschen als
Wohlfüll-Müll zu bezeichnen, nun ja ...
ein recht hohes Ross... ich hohe du wohnst im
16. Stock, wenn das das Optimum darstellt :-)
> Mehr städtische Mietwohnungen wären die Folge, also auch mehr
Einfluss der
> Architekten auf unsere Umwelt und das würde ich dem
Häuslebau-Schrott
> vorziehen. Obwohl es natürlich auch in dem Sektor Sünden gibt,
aber die
> sind das kleinere Übel. IMO würde die Abschaffung dazu
beitragen, den
> Anteil an qualitätsvoller Architektur zu erhöhen und die
Zersiedelung der
> Natur zu verringern.
Pferch sie ein, stapel sie hoch und höher ...
die die ich kenne, hauen, meist temporär, inzwischen
ab. Haben eben ihren "Traum" im ausland. Hier ist
es ja schon unschicklich :-) .Dafür fahren dann einige
alle 3 Wochen 1500 km, um eine Woche im Monat sich
solche "correctness" nicht mehr anschauen zu müssen.
Im Grunde sagst du, stapelt das Volk hoch, die paar
Privilegierten schaffen es auch so, und das tun sie
auch ... nur nicht mehr hier. Und mit ihnen geht nicht
nur ein Mensch, sondern meist auch noch das, was
man hier in D. bräuchte, nämlich Unternehmungsgeist.
Gruß
Tobias
Bundesrat: Eigenheimzulage bleibt
Hi Steffen,
nun ja, viele sind halt an der Grenze - und haben Angst,
sie schaffen es zukünftig noch weniger, verständlich
Egal, ich weiß nicht warum, aber wenn ich bei Mulhouse
über die Grenze komme, verdustert sich meine Mine
momentan, obwohl ja Baden noch ganz angenehm ist.
Es ist im Ausland sicher auch nicht besser.
Als ich zu meiner Ruine kam, hing über der Türe eine
Hausnummer. Die hatte die Gemeinde einfach so angebracht,
da es nun EU-Vorschrift ist. Das ging, ohne dass ich da war,
und ohne Theater - und ohne Kosten - einfach so kam jemand
vorbei - und schraubte ein Schild über die Türe.
So geht es halt auch, nur hier eben nicht (mehr).
Gruß
Tobias
Bundesrat: Eigenheimzulage bleibt
Hi Klaus,
> Das Ganze ist seit Jahren ein ausgemachter unbegreiflicher Unfug und
> beweist immer wieder aufs Neue die fachliche Inkompetenz unserer
> Politikerkaste. Die leben ab Kreistagsebene aufwärts in einer
> realitätsfernen Scheinwelt und sitzen blubbernd an ihren Trögen.
> Wohnraum gibts weiss Gott bei sinkender Bevölkerungszahl in stetig
> weiter wachsenden Überfluss - die Städte sind bereits leer und
bis in
> die Peripherie zersiedelt, da könnte bei konsequenter Anwendung von
> (etwa) 2 der 4 Grundrechenarten auch der dümmste Hinterbänkler
drauf
> kommen, das es so nicht weiter geht. Wenn`s mit dem Rechnen nicht ganz
> hinhaut, könnte ein Arbeitskreis oder eine Kommission das Problem
> eruieren, ventilieren und die Lösung mit Legosteinen visuell
> aufarbeiten, dialektisch umsetzen und im Planungskasten verdeutlichen
> :-). Oh Herr schick Hirn herunter...
es stimmt halt nur teilweise. Regional herrscht eher Knappheit
und Zuzug (wie hier in Baden-Württemberg). Anderenorts eher
eine Abwanderungstendenz. Häuser am falschen Ort nutzen
halt auch relativ wenig :-)
> Zumindest für Neubauten müsste die steuerliche Förderung
sofort
> gestoppt werden.
> Zur Entwöhnung für Architekten und die lahmende Bauwirtschaft
könnte
> man sich ja noch eine Zeit lang darauf verständigen, die Anschaffung
> und Sanierung von Altbauten und Finanzierungswracks für eigene
> Wohnzwecke zu fördern, um den bisher angerichteten Schaden
> aufzuarbeiten.
Nun ja, Entwöhnung? :-) Den Beruf "Architekt" kann man wohl eh
bald
an den Nagel hängen.
> Dann könnten vielleicht eines Tages neben Herbert und Helga auch mal
> Ali und Aysegül aus der von ihnen mitfinanzierten Staaatskasse
> staatlich gefördert integriert wohnen.
die müssen ja nun erst mal perfekt Deutsch können, dann
werden sie auf das Grundgesetz vereidigt, quasi den
großen Fahneneid - dann müssen sie noch zum "Europäischen
Islam" konvertieren, was immer das sein soll. Erst dann
müssen sie ihre Daseinsberechtigung mit Wohneigentum
legitimieren :-)
Ich darf zum Glück noch falsch schreiben, brauche keiner
Religionsgemeinschaft angehören - und den Fahneneid hab
ich eh nie geleistet. auf welches Grundgesetzt sollte man
auch schwören. Auf dieses ausgehöhlte Konstrukt, das
wir noch haben. Wer erinnert sich noch an die boykotierte
Volkszählung in den 80ern?. dieselben Leute fordern nun
den gläsernen Bürgern, bis zur letzten Kontobewegung.
Gut Nacht :-)
Gruß
Tobias
Bundesrat: Eigenheimzulage bleibt
"Wolfram Oehms" schrieb
> Ich hätte eine Streichung bevorzugt.
Darüber kann man streiten...
> Diese würde nämlich bewirken, dass nicht jeder seinen
> Traumhaus-Wohlfühl-Müll überall absetzt und damit die
> Landschaft zersiedelt.
Hä? Wo jemand etwas baut richtet sich m.W. primär nach den
Ergebnissen vorschriftsmäßiger Planungen und nur sekundär
nach den Wünschen von Bauwilligen.
Der Vorwurf geht also wohl in erster Linie an sogenannte
"Experten".
> Mehr städtische Mietwohnungen wären die Folge, also
> auch mehr Einfluss der Architekten auf unsere Umwelt und
> das würde ich dem Häuslebau-Schrott vorziehen.
Nun - dann braucht es auch soziale Kompetenz bei Vermietern....
An den steigenden positiven Einfluss von einer Handvoll
Architekten, die für einen Investor Mietwohnungen planen und
bauen, glaube ich nur sehr bedingt. Ich kenne Leute aus der
ehemaligen Ostberliner Bauakademie, die nicht nur einen
komptenten, sondern auch einen engagierten Eindruck machten
und ihr bestes gaben. Trotzdem entstand erst Marzahn und dann
Hohenschönhausen....
> Obwohl es natürlich auch in dem Sektor Sünden
> gibt, aber die sind das kleinere Übel.
Das sehe ich solange sehr viel anders, wie in der Praxis, solche
Mietwohnungen, die keinen oder nur einen minimalen
Zersiedlungseffekt bewirken, nur selten den mehrheitlichen
längerfristigen Bedürfnissen entsprechen.
> IMO würde die Abschaffung dazu > beitragen, den Anteil an
> qualitätsvoller Architektur zu erhöhen und die Zersiedelung der
> Natur zu verringern.
In D wird schon lange keine Natur mehr zersiedelt.
Grüße
Thorwald Brandwein
--
www.biotekt.de
Bundesrat: Eigenheimzulage bleibt
Thorwald Brandwein schrieb:
> "Wolfram Oehms" schrieb
>> IMO würde die Abschaffung dazu > beitragen, den Anteil an
>> qualitätsvoller Architektur zu erhöhen und die Zersiedelung
der
>> Natur zu verringern.
> In D wird schon lange keine Natur mehr zersiedelt.
Neubaugebiete auf ehemaligen Streuobstwiesen, Äckern etc. sehe
ich hier im Saarland am Rand etwa jeder zweiten Ortschaft. In der
angrenzenden Pfalz ebenso, dabei gleichzeitig Leerstand in den
Ortskernlagen. Keine Zersiedlung?
Jan.
--
Für Mail bitte "news" durch "selmer" ersetzen.
Bundesrat: Eigenheimzulage bleibt
tobias knittel wrote:
> Hi Steffen,
>
>
> nun ja, viele sind halt an der Grenze - und haben Angst,
> sie schaffen es zuk
Bundesrat: Eigenheimzulage bleibt
Hi Jan,
> Neubaugebiete auf ehemaligen Streuobstwiesen, Äckern etc. sehe
> ich hier im Saarland am Rand etwa jeder zweiten Ortschaft. In der
> angrenzenden Pfalz ebenso, dabei gleichzeitig Leerstand in den
> Ortskernlagen. Keine Zersiedlung?
Die Leerstände gehören halt nicht denen, die außen
siedeln, sofern es überhaupt Leerstände sind, und nicht
noch eine Oma oder Opa drin wohnt.
Der einerseits von der Politik geforderte Zuzug (Renten-
absicherung) und der andererseits geforderte "null
Landverbrauch" verträgt sich imo schwerlich.
Entweder man will halt den "status quo" konservieren,
"wir leben in einem Museum", oder man bietet den
Menschen Möglichkeiten, sich zu entfalten.
Andere Gegenden werden diese Möglichkeiten bieten,
bietet sie Gemeinde x nicht mehr - und damit auch die
Bürger verschrecken, die eben "konsumieren", unter anderem
also ein Haus bauen, ein Gewerbe betreiben (wollen),
dazu Land brauchen - und diese Möglichkeiten in einem
gewachsenen Ortskern nicht finden.
Natürlich können, beonders im Saarland, alte Betriebs-
flächen (Kohle) hierzu wieder benutzt werden, sofern nicht
Bergsturzgefahr und Altlasten entgegen stehen.
Aber wie soll nun dieser Konflikt bewältigt werden.
Das geht doch nur durch Planwirtschaft, indem eben
Gebiete für Neubau gesperrt werden, und die Menschen auf
weniger prosperierende Gegenden verwiesen werden.
"Sie wollen ein Haus in Gemeinde x bauen? Nein, diese
Region ist schon ausgebucht. Wir hätten da noch was
800 km wieter nord-östlich, an der polnischen Grenze"
Gruß
Tobias
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