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Rohbau fuer Solaroption vorbereiten

Rohbau fuer Solaroption vorbereiten

"Thorwald Brandwein"
2004-12-02 11:40:03

"Udo Forstmann" schrieb im Newsbeitrag
news:317ue0F375qvdU1@individual.net...
> Hallo Thorwald,
>
> > Lies mal "walter" so schreibt.... Da ist z.B. die Rede von
> > "handgearbeiteten" und obendrein offenbar ungeeigneten Traghaltern.
Das
> > sind lächerlich primitive Zubehörteile deren Optimierung jeder Depp
> > bewältigt, der das Problem erkannt hat und ein Telefon bedienen kann.
Da
> > muss aber erst ein Kunde kommen, um diesen Mangel (Verschwendung)
> > abzustellen. Warum? Weil die Garantie von Rendite
> > auf Kosten der Allgemeinheit das Ausmerzen von Mängeln überflüssig
macht.
>
> Der Wettbewerb unter den PV-Herstellern ist doch aber nicht behindert.
> Wer seine Mängel beseitigt kann die Module preiswerter anbieten und
> montieren, was ja im Fall vom Walter offenbar gerade geschieht. Warum
> soll hier der Markt nicht funktionieren?

Weil m.E. zu viel Druck hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses
durch die Subventionierung abgebaut wird. Die Rendite stimmt ja auch so...
Und das Besipiel mit den Haltern (von denen man nicht weiss, wie viele
davon schon verbaut wurden) weist ja auch nur auf einen Teil seier
"befremdlichen" Erfahrungen hin. Der gravierende Preisnachlass, den
vermutlich nicht jeder bekommt, weist auch darauf hin, dass auf diesem
Gebiet zu geringe Anforderungen an das PLV gestellt werden...

> Wenn PV überhaupt noch nicht konkurrenzfähig ist, wird auch nicht
> daran entwickelt.

Sie hat ja ihren Markt - vor allem für Insellagen. Eine Vergütung i.H.v.
bis zu 57,4 Cent, ist m.E. völlig überzogen, u.a. weil andere regenerative
Energiequellen kaum maximal 1/5 dieser Summe einbringen können.
Da darf m.E. also auch nach der Angemessenheit bzw. Zweckmäßigkeit der
Förderung gefragt werden. Wenn die Fördersumme pro kWh 5, 6 oder 8 mal
höher ist. als für kWh, dann sollte auchdie Qualtität dieser kWh jetzt und
künftig um diesem Faktor größer sein.... Das sehe als unrealistisch an.

> Erst mit einer gewissen Verbreitung kann überhaupt
> ein Markt entstehen. Der ist zur Zeit noch so klein, dass er für die
> Energieriesen kein wirkliches Problem darstellt.

Die "Energieriesen" interessieren mich nicht wirklich, obwohl ich mit deren
Preispolitik natürlich auch nicht glücklich bin. Auch hier fehlt "Druck"
Der PV-Markt ist da und sollte sich m.E.aus seiner Nische heraus
entsprechend seiner tatsächlichen Potenziale entwickeln.

>
> Ich finde die Subvention über die Einspeiseverordnung grundsätzlich
> sinnvoller, als eine Steuer, die sich der Staat einsteckt.

Nun - wir haben beides und kommen trotzdem nicht so recht voran ;-(

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


Rohbau fuer Solaroption vorbereiten

user317@web.de (walter)
2004-12-02 23:11:34

> > Der Wettbewerb unter den PV-Herstellern ist doch aber nicht behindert.
> > Wer seine Mängel beseitigt kann die Module preiswerter anbieten und
> > montieren, was ja im Fall vom Walter offenbar gerade geschieht. Warum
> > soll hier der Markt nicht funktionieren?
>
> Weil m.E. zu viel Druck hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses
> durch die Subventionierung abgebaut wird. Die Rendite stimmt ja auch so...

Nein, inzwischen ist die Konkurrenz enorm, da der Markt wieder in
Ordnung ist. Die Bauernhöfe sind fast vollgepflastert, Module sind
keine Mangelware mehr sondern der Nachfrager hat wieder die Auswahl
zwischen konkurrierenden Anbietern.
Nur bei den Bürgerbeteiligungsanlagen sind die Abzocker noch im
Geschäft, da die Leute der Agenda-21- und sonstigen Gruppen zwar
engagiert aber ahnungslos und leicht über den Tisch ziehbar sind.


> Sie hat ja ihren Markt - vor allem für Insellagen. Eine Vergütung i.H.v.
> bis zu 57,4 Cent, ist m.E. völlig überzogen, u.a. weil andere regenerative
> Energiequellen kaum maximal 1/5 dieser Summe einbringen können.
> Da darf m.E. also auch nach der Angemessenheit bzw. Zweckmäßigkeit der
> Förderung gefragt werden.

Danach kannst du fragen, es ist aber sinnlos weil das eine politische
Entscheidung ist. Und seit wann sind die angemessen, zweckmäßig oder
gar vernünftig?
Letztes Jahr endete die Förderung durch verbilligte KFW-Darlehen.
Die Grünen setzten diese überhöhte Einspeisevergütung als Ersatz
durch. Ich nehme an aus Frustration und Weltschmerz, weil sie ja mit
allem wofür sie 1998 in der Regierung angetreten sind und wofür sie
einst standen gescheitert sind. Was haben sie damals palavert über
Atomausstieg, soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz. Nicht mal sowas
profanes wie ein Tempolimit auf Autobahnen, damals ein Credo der
Grünen, konnten sie bei Schröder durchsetzen.
Da kam die PV-Förderung halt grad gelegen und Schröder wars egal, da
sie nicht aus Steuergeld bezahlt wird sondern den Bürgern per
Stromrechnung aus der Tasche gezogen wird.

Die Regierung erfindet laufend neue Steuern um ihre Verschwendung zu
bezahlen, ich bin seit 15 Jahren mit 48% meines Einkommens plus
Verbrauchssteuern dabei. Da kann ich nicht erkennen warum ich auf den
winzigen Anteil der Verschwendung der für diese Förderung verwendet
wird verzichten sollte. Würde sie dadurch abgeschafft? Vor allem da
mein Solarstrom, auch wenns nur 6000-8000 kWh im Jahr sind, eben nicht
mit Öl oder Kohle erzeugt wird.

Ich glaube dass der Grund warum sich manche Leute an der
Ökostrom-Förderung stören der Frust ist, dass sie selber nicht dem Mut
haben für 50000 Euro so eine Anlage hinzustellen. Was sie natürlich
nie zugeben werden, vor allem sich selbst gegenüber nicht.


Walter


Rohbau fuer Solaroption vorbereiten

user317@web.de (walter)
2004-12-02 23:34:22

> > Module aus USA importiert, da werden aus 41000 EUR plötzlich 28000.
> > Gewährleistung durch die deutsche Niederlassung.
>
> Wenns nicht zu geheim ist: wie hast Du es gemacht, und welcher Hersteller ?
> Wenn das klappt, mache ich es vielleicht nach ...

Da wurde Vertraulichkeit vereinbart, weil die natürlich nicht wollen
dass jeder in Sachen Eigenbedarf zu ihnen kommt und sie irgendwann
Ärger mit den Elektrikern, also ihrem Einzelhandel kriegen.
Ich hatte da kein Problem. Dipl.-Ing.(FH) der Versorgungstechnik,
Fachrichtung Heizungs- und Klimaanlagenbau. Neues Tätigkeitsgebiet,
zwei Musteranlagen in 2004 in Arbeitsgemeinschaft mit einem
Zimmerer/Dachdecker, einem Elektriker und unserer Metallbau-Firma. Und
jede dieser Firmen verkauft inzwischen das Gesamtgewerk.
Jetzt weisst du wie ich das aufgezogen habe, tu das selbe in deinem
Revier.


Walter


Rohbau fuer Solaroption vorbereiten

"Thorwald Brandwein"
2004-12-04 18:02:27

"walter" schrieb:

> Nein, inzwischen ist die Konkurrenz enorm, da der Markt wieder in
> Ordnung ist. Die Bauernhöfe sind fast vollgepflastert, Module sind
> keine Mangelware mehr sondern der Nachfrager hat wieder die Auswahl
> zwischen konkurrierenden Anbietern.

Schön zu hören. Da ich mich seit Jahre nicht mehr konkret mit
solchen Fragen befasse, bin ich wohl nicht mehr auf dem Laufenden.
Nichtsdestotrotz, ist eine durchaus relevante Geldverschwendung
durch eine m.E. falsche Art des Puschens ausgelöst worden.

> Nur bei den Bürgerbeteiligungsanlagen sind die Abzocker noch im
> Geschäft, da die Leute der Agenda-21- und sonstigen Gruppen zwar
> engagiert aber ahnungslos und leicht über den Tisch ziehbar sind.

Nun - dann hoffen wir mal, dass das auch bald aufhört.

> > Da darf m.E. also auch nach der Angemessenheit bzw. Zweckmäßigkeit der
> > Förderung gefragt werden.

> Danach kannst du fragen, es ist aber sinnlos weil das eine politische
> Entscheidung ist. Und seit wann sind die angemessen, zweckmäßig oder
> gar vernünftig?

;-)). Ich bin nun mal so altmodisch, anzunehmen, das auch die popelige
Meinung des Einzelnen, sofern sie artikuliert wird, einen winzigen Einfluss
hat. Wie hoch dieser ist, sei dahingestellt. M.E. ist es relativ einfach,
in der lokalen Kommunalpolitik gewisse sichtbare Spuren zu hinterlassen,
nach oben hin wird es naturgemäß zunehmend schwieriger und vor allem
aufwändiger.....

> Letztes Jahr endete die Förderung durch verbilligte KFW-Darlehen.
> Die Grünen setzten diese überhöhte Einspeisevergütung als Ersatz
> durch. Ich nehme an aus Frustration und Weltschmerz, weil sie ja mit
> allem wofür sie 1998 in der Regierung angetreten sind und wofür sie
> einst standen gescheitert sind. Was haben sie damals palavert über
> Atomausstieg, soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz. Nicht mal sowas
> profanes wie ein Tempolimit auf Autobahnen, damals ein Credo der
> Grünen, konnten sie bei Schröder durchsetzen.

Letzteres ist auch sehr gut ;-)). Wenigstens ein Beispiel dafür, dass
das Individuum selbst denken, handeln und verantworten muss und
dass dabei unterschiedliche Maßstäbe die Regel sind, bleibt uns
erhalten....

> Da kam die PV-Förderung halt grad gelegen und Schröder wars
> egal, da sie nicht aus Steuergeld bezahlt wird sondern den Bürgern per
> Stromrechnung aus der Tasche gezogen wird.

Das ist eine nachvollziehbare Argumentation.

> Die Regierung erfindet laufend neue Steuern um ihre Verschwendung zu
> bezahlen, ich bin seit 15 Jahren mit 48% meines Einkommens plus
> Verbrauchssteuern dabei. Da kann ich nicht erkennen warum ich auf den
> winzigen Anteil der Verschwendung der für diese Förderung verwendet
> wird verzichten sollte. Würde sie dadurch abgeschafft? Vor allem da
> mein Solarstrom, auch wenns nur 6000-8000 kWh im Jahr sind, eben nicht
> mit Öl oder Kohle erzeugt wird.

Alles nachvollziehbar. Aber mich treibt diesbezüglich der Ehrgeiz, etwas
besseres (effizienteres) zu fördern.

> Ich glaube dass der Grund warum sich manche Leute an der
> Ökostrom-Förderung stören der Frust ist, dass sie selber nicht dem Mut
> haben für 50000 Euro so eine Anlage hinzustellen. Was sie natürlich
> nie zugeben werden, vor allem sich selbst gegenüber nicht.

Das dürfte häufig der Fall sein. Ich selbst habe es drangegeben, weil
ich nicht über Flächen in ausreichender Größe und Orientierung verfüge.
Außerdem habe ich im Laufe der Jahre eine Antragsallergie entwickelt,
was wohl vor allem daran liegt, dass auf meinem Arbeitsgebiet die
Bedingungen für eventuelle Förderungen und Vorschriften (Satzungen)
oft unsinnig sind oder vom Verfasser selbst nicht ernst genommen werden.
Daraus resultiert eine Einstellung, die etwa darauf hinausläuft, dass
etwas, das ich nicht "selber gebacken kriege" es auch (noch) nicht wert
ist, von der (meist ungefragten) Allgemeinheit gefördert zu werden.
Wenn es (mir) gelingt, die Probleme befriedigend zu lösen, dann müsste
eine Technik/ein Produkt auch ohne Förderung Chancen haben....

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


Rohbau fuer Solaroption vorbereiten

"Frank Gales"
2004-12-09 16:18:36

"Philipp Schmälzle" wrote in message
news:cp9ktb$fvm$1@hekserver.hek.uni-karlsruhe.de...
> Hallo,
>
> > wie ist ein Neubau geeigneterweise fuer evtl. sofortige, vermutlich aber
> > spaetere Warmwasser-Kollektor-Nachruestung vorzubereiten?
>
> Diese Frage kam mir sehr gelegen... ich wollte schon einen ähnlichen
> Thread anfangen.
>
> Deshalb möchte ich hier gern noch ergänzend fragen, ob sich die
> gemachten Empfehlungen auch auf ein 21m hohes Gebäude übertragen lassen,
> das mittelfristig ca. 300 qm Fläche zum Aufbau von (therm.)
> Sonnenkollektoren bieten wird.
>
> Die Heizungsanlage ist im Keller. Daher mein Hauptanliegen: Ist es
> rentabel das mühsam solar erwärmte Wärme-Medium die vielen Meter vom
> Dach in den Keller zu Pumpen, um sie dort als Wärmequelle einzuspeisen?
> Wenn ja: wie dimensioniert man die nötigen Rohre (Anzahl, Querschnitt,
> Isolation) ?
> Gibt es prinzipiell geeignetere Ansätze für solche etwas höheren Gebäude?
Ich habe bei meinem EFH ins Auge gefaßt, die Leitungen zu legen.
Hätte so ca. 600Euro gekostet (Senkrecht vom DG in den Keller). Müssen für
die
Temperatur ausgelegt sein. Hauptsächlich die Isolierung. 80-90° wenn ich
mich recht entsinne.
Unser Versorgungschacht war schon sehr voll und die Ausrichtung der Hütte
ist
auch nicht so ideal (First in N-S-Richtung). Da habe ich mir dann gedacht,
ich
laß es.

Vielleicht hilft dir das ja.

Tschau,
Frank