Hallo,
hat jemand ein paar Anregungen zur Integration von Kuppeln für
Sternenwarten
für Einfamilienhäuser. Es gibt fertige Lösungen z.B. der Firma
Baader, die
sind mir bekannt. Leider sind das immer sehr markante runde Kuppeln in
weiß.
Hat jemand aus der NG so etwas schon mal realisiert? Etwas das
zweckmäßig
und schön ist?
Gruß
Adrian Herrmann
--
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Architektur
Kuppeln für Sternwarten
Kuppeln für Sternwarten
Adrian Herrmann wrote:
> Hallo,
> hat jemand ein paar Anregungen zur Integration von Kuppeln für
Sternenwarten
> für Einfamilienhäuser. Es gibt fertige Lösungen z.B. der
Firma Baader, die
> sind mir bekannt. Leider sind das immer sehr markante runde Kuppeln in
weiß.
> Hat jemand aus der NG so etwas schon mal realisiert? Etwas das
zweckmäßig
> und schön ist?
Eine Loesung koennte eine Art Dachgarten mit Schiebdach sein, hab ich schon
oefters
bei Amateursternwarten gesehen.
Martin
Kuppeln für Sternwarten
Adrian Herrmann wrote:
...
> hat jemand ein paar Anregungen zur Integration von Kuppeln für
> Sternenwarten für Einfamilienhäuser. Es gibt fertige
Lösungen z.B.
> der Firma Baader, die sind mir bekannt.
kannte ich noch nicht, nett :-)
http://www.baader-planetarium.de/kuppeln/kuppeln.htm
> Leider sind das immer sehr
> markante runde Kuppeln in weiß. Hat jemand aus der NG so etwas schon
> mal realisiert? Etwas das zweckmäßig und schön ist?
Die helle Farbe hat etwas mit möglichst geringer
Infrarotstahlungsabsorbtion zu tun. Im Innenraum muss kühl bleiben
(mögl. gleich der Nachttemp.), sonst hat der Beobachter erhebliche
Probleme mit Luftbewegungen. D.h. bezüglich Farbe/Oberfläche sind
hier
auch technische Zwänge vorhanden. Darunter ist meist eine
Wärmedämmung
vorhanden, bei der (IIRC 11m) Kuppel des Karl-Schwarzschild
Observatioriums in Jena/Tautenburg IIRC 40cm Dicke.
Ansonsten gibt es noch einfacher gestrickte Schiebedachlösungen, die
kann man "unauffälliger verstecken".
Thomas
Kuppeln für Sternwarten
Hallo,
ich habe die gleiche Frage nochmal in einer NG für Hobbyastronomie
gestellt.
Dabei ist eine recht interessante Variante herausgekommen.
Das Bild zeigt eine Sternenwarte sehr großer Dimensionen, es geht um die
Grundkonstruktion.
http://www.naoj.org/photo/dome tele2.jpg
Standardlösungen sind meist Rundkuppeln. Die helle Farbe wird wegen der
geringeren Aufheizung gewählt. Um zu Beobachten müssen Gerät und
Kuppel
vollständig ausgekühlt sein. Temperaturgefälle in der Nacht
müssen ohne
große Luftbewegungen abgehen. Selbst Besucher von Sternwarten lösen
einen
solchen Luftstrom aus der die Beobachtungsbedingungen verschlechtert. Wir
bezeichnen das allgemein als Seeing, Seeingprobleme können z.B. im Tubus
des
Teleskopes auftreten, wenn hier durch Wärme Luft an der Tubuswand
emporsteigt, oder in der Atmosphäre was z.B. über einer Stadt sehr
extrem
ist.
Die im Bild vorgestellte Lösung wäre mit polygonaler Anordnung der
Außenwände realisierbar, nur der Drehkranz muß entsprechend
rund sein. Die
Öffnung kann entwender über seitlich verschiebbare Elemente oder
dadurch
gelöst werden, daß man einfach zwei Segmente auseinanderfährt.
Wobei
letzteres den Vorteil hätte, daß die Öffnung relativ groß
ausfallen kann.
Hinzu kommt, daß unter der gesamten Kuppeloberfläche volle Höhe
verfügbar
ist. Ich denke auch, daß so etwas besser integriert werden kann, als die
markanten weißen Kuppeln. Unterhalb des Daches würde ich eine
zusätzliche
Deckenschale montieren, die aufsteigende Luft zu den Außenwänden
führt und
entweder dort über Lüftungsöffnungen nach außen
geführt werden kann oder
aktiv abgesaugt wird, wobei der Luftstrom möglichst laminar zu halten ist.
Die Notwendigkeit der vollständigen Auskühlung hat Vorteile bei
Lösungen,
die das komplette Dach abschieben. Der Nachteil dort ist mein eigentliches
Problem. Man montiert die Geräte so, daß man Horizont und Zenith
ohne
Änderung der Gerätehöhe beobachten kann. Das würde aber
bedeuten, daß
seitlich eindringendes Streulicht, das über Fassaden oder direkt von
Straßenlampen kommt, direkt auf den Beobachter wirkt und dieser
ständig
seine Dunkeladaption verlieren würde. Das ist auch letztenendlich der
Grund,
warum ich überhaupt über so eine Lösung nachdenke, weil
ansonsten eine
Terrasse noch die bessere Variante wäre. Die ist immer ausgekühlt und
Geräte
müssen nur rausgestellt bzw. auf eine fest installierten Säule
gesetzt
werden. Leztenendlich ist eine Frage des Komforts und Astronomie wird zu
nachtschlafender Zeit betrieben und jedes Hemmnis das beseitigt werden kann
bringt etwas. Entscheidend für so eine Maßnahme ist
hauptsächlich das
seitlich einfallende Licht.
Vielleicht noch etwas zur Abkühlung. Es gibt Geräte die kommen
völlig ohne
aus, Refraktoren bis etwa 4-Zoll Öffnung. Andere benötigen in kalten
Nächten
auch schon mal 1,5 bis 2 Stunden. Weil selbst in dieser Zeit mit fallenden
Temperaturen zu rechnen ist und das auch während der Beobachtung passiert
behilft man sich heute sehr oft mit Lüftern am Gerät. Stören tun
die
Turbulenzen, solange die Strömung laminar ist, ist das Bild in Ordnung.
Ein
weiteres Problem stellt heute der fortschreitende Einsatz von Computern auc
bei Hobbyastronomen dar, während Tau auf den Geräten nicht viel
anrichtet,
legt Kondenswasser im Rechner diesen sehr schnell lahm.
Mal sehen was da noch kommt.
Gruß
Adrian Herrmann
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