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Neubau Ausland, hier: Frankreich

Neubau Ausland, hier: Frankreich

"tobias.knittel"
2005-01-11 20:17:56

Seit einiger Zeit beobachte ich die diversen
Neubauvorhaben an meiner Strecke durch
Frankreich ... meist reicht der Blick von
wenigen Sekunden, um den Fortschritt zu
bewundern :-)

Erst wird eine Bodenplatte betoniert, darauf
eine Garage oder/ und Keller aus Betonhohlsteinen.

Das Haus steht dann auf einem Sockel, oftmals
recht hoch, der später angeschüttet wird. Das
erspart einen Teil des Aushubes, des weiteren
erleichtert es die Zufahrt zur Kellergarage, zudem
steht das Haus halbwegs im Trockenen. Aufsteigende
Feuchte ist auch bei Neubauten gerne ein Problem.

Dann wird gemauert, oft noch aus Betonhohlsteinen,
24 cm, oder Bimssteinen (selten Ziegel). Die Beton-
hohlsteine müssen dann von außen mit einer Folie
abgehängt werden, da sonst der Schlagregen in die Fugen
eindringt, in den Hohlkammern der Steine Wasser
steht, und die Wand nach innen durchfeuchtet.

Dann kommt das Dach. Das besteht aus Nagelbrettbindern,
die es schon fertig zu kaufen gibt für verschiedene
Dachformen und Spannweiten. Beliebt sind Walmdächer,
aber auch Türmchen.

Wird ein Dach mal ausgebaut, was mit den Nagelbrettbindern
schwierig ist, kommt die Gaube als Gertigteil, bestehend
aus einem Stahlbetonrahmen, der auf den Kniestock
gesetzt wird. Eine außenseitige Dämmung von Betonbauteilen
ist meist unüblich.

Der Ausbau erfolgt dann teilweise mit Innendämmung,
fertig auf Gipskartonplatte.

Der französische Neubau ist in der Regel sehr klein, gemessen
an den hiesigen Ansprüchen. auch sind die Franzosen oftmals
mit einer unspektakulären Innenausstattung zufrieden.

Es ist halt klein und preiswert, das Häuschen.

Es ist auch, wie ich gehört habe, üblich, dass innert 10 Jahren
die meisten Innenbauteile gewechselt wurden, da die Tür klemmt,
oder sonstwas abfällt. Abgesehen davon, bei einer Bekannten,
fiel dann irgendwann die Gartenmauer um. Mit solchen
Unbillen scheinen die Nachbarn aber eher leben zu können :-)

Gruß

Tobias


Neubau Ausland, hier: Frankreich

"Ernst Sauer"
2005-01-13 11:02:52

"tobias.knittel" schrieb im Newsbeitrag
news:cs18p9$2of$05$1@news.t-online.com...
> Seit einiger Zeit beobachte ich die diversen
> Neubauvorhaben an meiner Strecke durch
> Frankreich ... meist reicht der Blick von
> wenigen Sekunden, um den Fortschritt zu
> bewundern :-)
>
> Erst wird eine Bodenplatte betoniert, darauf
> eine Garage oder/ und Keller aus Betonhohlsteinen.
>
> Das Haus steht dann auf einem Sockel, oftmals
> recht hoch, der später angeschüttet wird. Das
> erspart einen Teil des Aushubes, des weiteren
> erleichtert es die Zufahrt zur Kellergarage, zudem
> steht das Haus halbwegs im Trockenen. Aufsteigende
> Feuchte ist auch bei Neubauten gerne ein Problem.
>
> Dann wird gemauert, oft noch aus Betonhohlsteinen,
> 24 cm, oder Bimssteinen (selten Ziegel). Die Beton-
> hohlsteine müssen dann von außen mit einer Folie
> abgehängt werden, da sonst der Schlagregen in die Fugen
> eindringt, in den Hohlkammern der Steine Wasser
> steht, und die Wand nach innen durchfeuchtet.
>
> Dann kommt das Dach. Das besteht aus Nagelbrettbindern,
> die es schon fertig zu kaufen gibt für verschiedene
> Dachformen und Spannweiten. Beliebt sind Walmdächer,
> aber auch Türmchen.
>
> Wird ein Dach mal ausgebaut, was mit den Nagelbrettbindern
> schwierig ist, kommt die Gaube als Gertigteil, bestehend
> aus einem Stahlbetonrahmen, der auf den Kniestock
> gesetzt wird. Eine außenseitige Dämmung von Betonbauteilen
> ist meist unüblich.
>
> Der Ausbau erfolgt dann teilweise mit Innendämmung,
> fertig auf Gipskartonplatte.
>
> Der französische Neubau ist in der Regel sehr klein, gemessen
> an den hiesigen Ansprüchen. auch sind die Franzosen oftmals
> mit einer unspektakulären Innenausstattung zufrieden.
>
> Es ist halt klein und preiswert, das Häuschen.
>
> Es ist auch, wie ich gehört habe, üblich, dass innert 10 Jahren
> die meisten Innenbauteile gewechselt wurden, da die Tür klemmt,
> oder sonstwas abfällt. Abgesehen davon, bei einer Bekannten,
> fiel dann irgendwann die Gartenmauer um. Mit solchen
> Unbillen scheinen die Nachbarn aber eher leben zu können :-)
>

Gefällt mir alles nicht, weil dafür keiner eine Statik
haben will.

Gruß
Ernst