als Argumetationsgrundlage,
weil ich gerade auch mal wieder so einen Fall
habe. Seit der neuen ENEV entwickelt sich das
wohl zum Dauerbrenner:
http://www.bmvbw.de/Anlage15425/Gesund-Wohnen-durch-richtiges-Lueften-und-Heizen.pdf
Gruß
Tobias
Architektur
Lüften bleibt ein Thema
Lüften bleibt ein Thema
Hallo Tobias,
das Heftchen stellt das Problem zwar schwer verkürzt, aber im
Wesentlichen richtig dar.
Die Lüftungsproblematik mit den daraus folgenden Schäden stellt
für
meine Zunft in den Herbst- und Wintermonaten einen regelrechten
Tätigkeitsschwerpunkt dar (die Schimmelsaison sozusagen:-)
Ich habe gerade mal nachgesehen: diese Saison habe ich zwölf Gutachten
zum Thema Wärmebrücke-Schimmel-Lüften erstattet, davon alleine
neun an
Gerichte. Das ist angenehm, weil wersentliche Textpassagen sozusagen
recyclingfähig sind ;-)Man erklärt ja immer das selbe.
Die Bandbreite, in der man als Nutzer fehlerfrei agieren konnte, ist
seit den sechzigern immer breiter geworden, was auf erhöhte
Oberflächentemperaturen durch bessere Dämmung
zurückzuführen war. Seit
uns die EnEV nicht mehr richtig lüften lässt und alles noch dichter
macht, wirds wieder deutlich enger. Das ist daran zu erkennen, dass
vermehrt über Schäden in sehr neuen Häusern gestritten wird.
Aber ich will mich darüber nicht so recht beklagen
Gruss Hubert
Lüften bleibt ein Thema
Hi Hubert,
> Die Bandbreite, in der man als Nutzer fehlerfrei agieren konnte, ist
> seit den sechzigern immer breiter geworden, was auf erhöhte
> Oberflächentemperaturen durch bessere Dämmung
zurückzuführen war. Seit
> uns die EnEV nicht mehr richtig lüften lässt und alles noch
dichter
> macht, wirds wieder deutlich enger. Das ist daran zu erkennen, dass
> vermehrt über Schäden in sehr neuen Häusern gestritten
wird.
Sehe ich auch
> Aber ich will mich darüber nicht so recht beklagen
Habe gerade in einem Mietstreit dem Vermieter abgeraten
einen Gutachter zu berufen :-))
Lieber mal einen Hygrometer in der Wohnung installieren und
dem nichtlüftenden Bewohnern behutsam die kleine Schrift
zur Lektüre verabreichen.
Dann mal 4 Wochen warten :-)
Ist ein Altbau, und da kamen neue Fenster rein, etc., vor ca.
3 Jahren. Der Fall ist relativ klasklar ...
Gruß
Tobias
Lüften bleibt ein Thema
"tobias.knittel" schrieb im Newsbeitrag
news:cs3ghm$qh2$00$1@news.t-online.com...
> Hi Hubert,
>
> Habe gerade in einem Mietstreit dem Vermieter abgeraten
> einen Gutachter zu berufen :-))
Ist ja nicht zu fassen!!!
Dem nächsten Häuslebauer, der hier auftaucht werde ich raten, das
Geld
für den Architekten zu sparen und hinterher gleich zu mir zu kommen.
> Lieber mal einen Hygrometer in der Wohnung installieren und
> dem nichtlüftenden Bewohnern behutsam die kleine Schrift
> zur Lektüre verabreichen.
>
> Dann mal 4 Wochen warten :-)
Hast du das schon mal gemacht?
Du glaubst nicht, wie sehr sich das Nutzerverhalten ändert, wenn Big
Brother zusieht. Ist mir erst unlängst passiert. Drei Wochen lang hat
der Datenlogger die schönsten und vorbildlichsten Messwerte in irgend
einer Schimmelbude aufgezeichnet. Heizen und Lüften wie im Lehrbuch.
An einem Freitag habe ich dort angerufen und erzählt, dass
erfahrungsgemäss jetzt die Batterien des Geräts leer seien. Ich
könne
aber aus Termingründen erst Mittwoch zum Wechseln kommen. Selber
wechseln könne er die nicht. Donnerstag bei der Auswertung war dann
die Stunde der Wahrheit. Die Messwerte der letzten Woche waren genau
so, wie ich sie befürchtet hatte.
> Ist ein Altbau, und da kamen neue Fenster rein, etc., vor ca.
> 3 Jahren. Der Fall ist relativ klasklar ...
Da hätte ich noch ein paar schöne Texte :-)
> Gruß
Hubert
Lüften bleibt ein Thema
Hi Hubert,
> Ist ja nicht zu fassen!!!
> Dem nächsten Häuslebauer, der hier auftaucht werde ich raten,
das Geld
> für den Architekten zu sparen und hinterher gleich zu mir zu kommen.
:-)
> Hast du das schon mal gemacht?
Nö, ist etwas Neuland. Aber da im Dezember schon mal so ein Fall,
muss ich mich wohl etwas damit beschäftigen. Da beschwerte sich ein
Kunde, dass immer Kondensat an den Fenstern sei. Natürlich hatte nie
jemand gelüftet. Und seit die Hütten so saudicht sind, zieht es halt
nicht
mehr
durch den Rahmen ...
> Du glaubst nicht, wie sehr sich das Nutzerverhalten ändert, wenn Big
> Brother zusieht. Ist mir erst unlängst passiert. Drei Wochen lang hat
> der Datenlogger die schönsten und vorbildlichsten Messwerte in irgend
> einer Schimmelbude aufgezeichnet. Heizen und Lüften wie im Lehrbuch.
> An einem Freitag habe ich dort angerufen und erzählt, dass
> erfahrungsgemäss jetzt die Batterien des Geräts leer seien. Ich
könne
> aber aus Termingründen erst Mittwoch zum Wechseln kommen. Selber
> wechseln könne er die nicht. Donnerstag bei der Auswertung war dann
> die Stunde der Wahrheit. Die Messwerte der letzten Woche waren genau
> so, wie ich sie befürchtet hatte.
Werde mir doch mal auch sowas besorgen, mit Logger :-)
Gute Idee, Danke ...
was kost denn sowas? Man muss ja inzwischen immer seine
Unschuld beweisen und dokumentieren können ... in Zukunft wohl
vermehrt.
> Da hätte ich noch ein paar schöne Texte :-)
Ist ein Kunde schon länger, der es mit dem Mieter auf
friedliche Weise lösen will. Daher will ich auch die Kosten
im Rahmen halten, soweit es geht. D.h., kein Gutachten,
mehr "baupsychologische Beratung"... :-)
Aber das was Sven mal angesprochen hat, sehe ich inzwischen
auch kommen. Die Häuser sind wohl zu dicht. Inzwischen
gibt es ja wieder in den Rahmen integrierte Dauerlüftungen,
als Gegenreaktion. Erst wird das Fenster dicht eingebaut,
dann bohrt man wieder ein Loch rein ...
ich weiß auch nicht.
Streng genommen hat der Gesetzgeber uns ein rechtes Ei ins
Nest gelegt. Ein Haus muss dicht sein, andererseits muss
gewährleistet sein, dass die lufthygienischen Ansprüche
erfüllt werden. Das ist imo idiotensicher nur durch eine
Lüftungsanlage möglich, mit Dauerzwangsbelüftung. Aber die
ist den meisten zu teuer. Streng genommen hätte der Gesetzgeber
dann auch diese verlangen müssen. So liegt der Schwarze Peter beim
Planer.
Ich sehe da in Zukunft noch einiges kommen ...
Gruß
Tobias
Lüften bleibt ein Thema
Hallo Tobias
> was kost denn sowas? Man muss ja inzwischen immer seine
> Unschuld beweisen und dokumentieren können ... in Zukunft wohl
> vermehrt.
Gibts bei Gann, testo oder ein Paar anderen Anbietern. Kostet mit
PC-Anbindung so ab 300 EU glaub ich. Google doch mal nach
"Datenlogger+Temperatur+Feuchtigkeit". Da müssten die
üblichen
Verdächtigen auftauchen.
> So liegt der Schwarze Peter beim Planer.
War es nicht immer schon so, dass alle die eierlegende Wollmilchsau
für möglichst umsonst wollen? Die brauchen hinterher einen
Schuldigen,
wenns nicht klappt. Und wer will schon einen diffusen "Gesetzgeber"
auf Schadenersatz festnageln?
> Gruß
Hubert
Lüften bleibt ein Thema
tobias.knittel schrieb:
> Aber das was Sven mal angesprochen hat, sehe ich inzwischen
> auch kommen. Die Häuser sind wohl zu dicht. Inzwischen
> gibt es ja wieder in den Rahmen integrierte Dauerlüftungen,
> als Gegenreaktion. Erst wird das Fenster dicht eingebaut,
> dann bohrt man wieder ein Loch rein ...
>
> ich weiß auch nicht.
Wieso? Nur mit "was tun" ist doch Geld zu verdienen. Also aufwendig
dichten und dann wieder Löcher rein - alles "Neuentwicklungen",
die Geld
bringen.
Die Fenster garnicht so dicht zu bauen ist doch viel zu einfach.
>
> .. Ein Haus muss dicht sein, andererseits muss
> gewährleistet sein, dass die lufthygienischen Ansprüche
> erfüllt werden. Das ist imo idiotensicher nur durch eine
> Lüftungsanlage möglich, mit Dauerzwangsbelüftung.
Das ist der Ansatz der "gesetzlichen Umsatzförderung".
Die Lüftungsanlage muß ja auch noch gewartet werden, wozu es wieder
Verordnungen geben wird (natürlich nur im Interesse der Gesundheit).
> Ich sehe da in Zukunft noch einiges kommen ...
Kaum etwas vernünftiges.
Grüße, Thomas
Lüften bleibt ein Thema
Hi Thomas,
> Wieso? Nur mit "was tun" ist doch Geld zu verdienen. Also
aufwendig
> dichten und dann wieder Löcher rein - alles
"Neuentwicklungen", die Geld
> bringen.
> Die Fenster garnicht so dicht zu bauen ist doch viel zu einfach.
:-)
> Kaum etwas vernünftiges.
Hab gerade mal auf den letzten Drücker, nach Androhung von
Zwangsmaßnahmen seitens der Behörde, den Nachweis nach
ENEV für einen beheizten Gewerbebau verfasst. Neh, das
ist ein Murks. Ich weiß auch nicht .... Monatsbilanzverfahren.
Zum Glück gibt es Programme, die zu solchen Werken
Berge von Diagrammen und Berechnungen ausdrucken :-)
Nun ja, einerseits lebt man ja davon, Papier billig zu kaufen,
um es bedruckt (vielfach überflüssig viel bedruckt) wieder
teuer weiterzuverkaufen, aber ich stelle mir machmal schon
die Frage, ob das Beschäftigungstherapie ist, oder was ...?
Gruß
Tobias
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