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Planen in Deutschland

Planen in Deutschland

"tobias.knittel"
2005-01-16 12:46:18

da hat es doch tatsächlich eine Person, alleinstehend, gewagt,
einen Aussiedlerhof zu kaufen - und nun ist die Notdurftfrage
nicht zu klären. Das Wasserwirtschaftsamt beschäftigt sich
nicht mehr mit solch komplizierten Problematiken. Für alles,
was nicht an einem Kanal hängt, ist auch der Meister aller
Kanäle nicht zuständig, insbesonder lässt sich halt kein Kanal
bauen - und wo halt keiner ist, geht ihn das auch nichts an.

Auch wird dem Architekten verwehrt, das Konzept der
Entsorgung der Notdurft einer Person, in eigener Verantwortung
zu planen und zu verantworten, wenn schon niemand verantwortlich
zeichnen will.

So einfach geht es nicht. Immerhin handelt es sich um eine
Notdurf, ein- bis mehrmals täglich, meist von brauner Farbe-
und dem Wesen nach eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit.

O.k., mag ja sein, dass Jahrtausende, auf dem vereinfachten
Amtswege sozusagen, "hinter den Haag" geschissen wurde- auf badisch-
also hinter den nächsten Busch, der dann des Frühjahrs umso
üppiger ausschlug.

Diese Zeiten sind vorbei. Bei dieser Notdurft handelt es sich
um ein Projekt, dessen Zuständigkeit zwar nicht geklärt, aber
dessen Zuständigkeit öffentlich-rechtlich vorhanden sein
muss.

Wäre ja noch schöner, wenn bei einer Person in diesem Lande
die Entsorgung der Notdurft nicht in allen Detail geklärt wäre,
auch wenn sie nicht zu klären ist.

Wäre die betreffende Person ein Tier, dürfte die dazugehörige
Notdurft auf dem Felde ausgebracht werden. Aber bei einem
Menschen handelt es sich nicht um ein Tier, auch nicht im
biologischen Sinne, sondern um eine spezielle Creation, dem
Creationismus zufolge, somit auch deren Notdurft.

Die sozusagen "höherwertige" Notdurft, im creationistischen sinne,
da nicht tierischen Ursprungs - ist im Sinne des Gesetzes ein Objekt
besonderen Interesses, nicht zur "einfachen Entsorgung" geeignet.

Ich plädiere dafür, diese besonderen Objekte, ihrer besonderen
Wertigkeit angemessen, gefrierzutrocknen und wöchentlich
per versichertem Wertpaket dem Bundeskanzleramt zuzu-
stellen. Vielleicht schafft es Eichel, aus diesem höherwertigen
Gut Kapital zu schlagen, und in Barren gepresst, zusammen
mit den Goldbeständen, haushaltsstützend am Markt
zu plazieren.

Gruß

Tobias


Planen in Deutschland

"Walter"
2005-01-16 23:22:19

Soll das als Satire gedacht sein? Oder einen Zustand beschreiben den es
in Deutschland nicht gibt? Oder willst du deinen Frust darueber
loswerden dass ein Entwaesserungeingabeplan verlangt wird und du nicht
weisst wie man den macht?


> da hat es doch tats


Planen in Deutschland

"tobias.knittel"
2005-01-17 10:17:36

Hi Walter,

>Soll das als Satire gedacht sein?

Ja :-)

>Was das ist ist nicht schwer rauszufinden. Hier in Bayern z.B.
>3-Kammer-Ausfaulgrube mit nachfolgendem Rieselfilterkoerper oder
>Anafil-Anlage. Einfach als Plan einreichen und nachher vom lokalen
>Tiefbauer einbuddeln lassen.

wird in diesem Falle nicht zugelassen. Das Abwasser muss gesammelt und
abgepumpt, dann über eine Kläranlage beseitigt werden. Für die
dezentrale Abwasserentsorgung ist die Kommune direkt zuständig.

Gruß

Tobias


Planen in Deutschland

"Thorwald Brandwein"
2005-01-18 00:59:52

"Robert Pflüger" schrieb


> ist es schon etwas seltsam, daß man für eine Garage unter vielen
> Umständen keine Baugenehmigung benötigt, aber wenn diese Garage an den
> Kanal angeschlossen werden soll dennoch ein Entwässerungseingabeplan
> notwendig ist.
> Diese Regelung sollte man überdenken.

Bin ich nicht mehr up-to-date ?

Habe in den 1980ern zwei Garagen, eine in NRW, eine in Hessen, gebaut und
beiden Fällen musste sowohl ein Bauantrag gestellt als auch ein
Entwässerungseingabeplan beigefügt werden. (Da beide Bauwerke von der
Grund-/Nutzfläche her eher "20.000-?-Häuschen" sind, war auch ne Statik
dabei, aber da erinnere ich mich nicht, ob die vom Bauamt wirklich
gefordert war.)

Schwierigkeiten ergaben sich in NRW, wo man eine Niederschlagsentwässerung
via Gründach, Teich und Verrieselung seinerzeit als "nicht glaubhaft"
ansah....

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


Planen in Deutschland

Alice Mueller
2005-01-18 01:12:21

Aloha tobias.knittel,

Du hast letztens geschrieben:

> wird in diesem Falle nicht zugelassen. Das Abwasser muss gesammelt
> und abgepumpt, dann über eine Kläranlage beseitigt werden. Für die
> dezentrale Abwasserentsorgung ist die Kommune direkt zuständig.

Naja, dann plane doch eine Kläranlage :-)

Alice


Planen in Deutschland

"Walter"
2005-01-17 22:41:29

> wird in diesem Falle nicht zugelassen. Das Abwasser muss gesammelt
und
> abgepumpt, dann


Planen in Deutschland

"tobias.knittel"
2005-01-18 08:04:08

Hi Alice und Walter,


>Sobald mehrere Leute mit ueblicher Lebensweise da wohnen und ist der
>Abtransport des gesamten Abwassers unbezahlbar.

Es wird teuer, eine Kläranlage wurde abgelehnt.

Es gibt eine private Trinkwasserentnahme,
aber diese steht imo einer Versickerung nicht
im Wege, da das Grundstück ca. 1 ha.

In Frankreich gilt z.B. 30 m Mindestabstand
zu öffentlichen Grundwasserentnahmen,
mit der Versickerungsdrainage. In diesem Falle
läge die private Trinkwasserentnahme im Grundwasserstrom
weit oberhalb der Versickerung.

Es traut sich halt keiner, sowas zuzulassen,
weder Kläranlage mit Versickerung, noch "Fosse" mit
Versickerung.

Das wird jetzt aber in F auch noch mal ne Spur komplizierter.
Die Gemeinde braucht jetzt eine Kläranlage.

Die Abwässer zweier anderer Gemeinden, je ca. 40
Einwohner, fließen z.B, indirekt (Bach) in den
Teich der alten Fonderie. In diesem Teich sind riesige
Teichmuscheln.

In so kleinem Rahmen klärt sich Abwasser seit
Jahrtausenden einfach von selbst.

Aber das muss nun auch dort anders werden :-)
( und die Fische verhungern :-) )

Gruß

Tobias