Hi,
da gibt es eine Kirche, die in den Felsen
eingelassen ist und mit einer Aussenmauer
aus dem Gestein der Felsaushöhlung. Darüber eine
Kuppel. An den Aussenwänden aus Fels sickert
Wasser aus den Felsritzen und läuft in einer
Rinne irgendwohin ab. Pflanzenbewuchs im
Innern ist auch nicht schlecht.
Helsinki, irgendwo im Stadtgebiet. Schade, daß es
eine Kirche ist. Solche Bauwerke haben sich eigentlich überlebt. der
Geist dürfte aufgeklärter sein als es die Kirche immer wieder
mystisch
verankert.
K.L.
--
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Architektur
Sakralbauten
Sakralbauten
tobias.knittel schrieb:
> vielleicht bekomme ich nachher den Auftrag für einen
> Sakralbau einer freichristlichen Gemeinde.
Erstaunlich. Laut neuesten Meldungen will z.B. das Bistum Trier
in diesem Jahr allein im kleinen Saarland 30 Kirchen schließen.
Die weitere Nutzung der meisten Gebäude ist unklar. Das wird
andernorts wohl nicht erheblich anders sein - da würde es sich
doch anbieten, einfach ein altes Gotteshaus zu übernehmen?
Jan.
--
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Sakralbauten
On Thu, 17 Feb 2005 21:37:34 +0100, tobias.knittel wrote:
> Ich denke Holz wirkt am freundlichsten, eine einfache,
> aber interessante Holzkonstruktion. Ich sah da letztens
> ein paar Beispiele in einer französischen Architekturzeitschrift,
> interessante Ansätze ....
Holz ist angenehm warm - aber eine der typischen Assoziaten zur Kirche
erscheint mir "Eine feste Burg ist unser Gott"... Da wird nichts
vergaengliches, oeklogisch abbaubares erwartet, sondern eher etwas fuer
die Ewigkeit.
Von daher gibts aber auch gaenzlich unterschiedliche Kirchencharaktere
- traditionell fuer der romanischen Wehrkirche zur lichtdurchfluteten
(nach damaligen Massstaeben) Gotik, oder heute vom Betonbunker zum
hellen Holz-Glas-Bau.
Das typische Problem ist die Nutzung: Viele Kirchen werden gerade mal
ein paar Stunden am Sonntag benutzt. Dafuer muss die Heizung dann
mitspielen. Wirds permanent auch fremdgenutzt, dann sollte es nicht nur
ein Universal-Raum sein, wo man die Tischtennisplatte mal kurz vom Altar
runter nimmt. Und umgekehrt muss zu den Massenevents (Weihnachten) auch
die Belueftung passen.
Wenn man nicht einfach nach Standard bauen will, dann muss man sich wohl
sehr mit den Leuten auseinandersetzen, was sie tatsaechlich wollen - und
das ist oft eher ein Gefuehl, als in Worte zu fassen. Die Hardliner in
den Gremien sind da auch oft die schlechteren Ansprechpartner als die
Masse der Gemeinde.
Aber bei dir klangs so an, als waers eher eine engagierte Freikirche?
Die brauchen vielleicht auch besonderen Freiraum fue weniger
traditionelle Gottesdienstformen. Kennst du deren Ablauefe?
Schoenen Gruss
Martin
Sakralbauten
Hi Jan,
> Erstaunlich. Laut neuesten Meldungen will z.B. das Bistum Trier
> in diesem Jahr allein im kleinen Saarland 30 Kirchen schließen.
> Die weitere Nutzung der meisten Gebäude ist unklar. Das wird
> andernorts wohl nicht erheblich anders sein - da würde es sich
> doch anbieten, einfach ein altes Gotteshaus zu übernehmen?
weiß nicht, ob da nicht dann wieder andere
Befindlichkeiten dagegen sprechen. Abgesehen
davon ist der Gottedienst bei denen etwas anders.
Es muss eine Sichtscheibe von einem Mutter-Kleinkind-Raum
mit Toilette, Wickeltisch, Schlafraum, etc. zum Podium geben.
Parallel mehrere Klassenräume in denen die Kinder bis 10
Jahre während dem Gottesdienst unterrichtet werden, da diese meist
min. ca 2 Stunden dauern (für die Kinder zu lang).
Dann braucht es eine Großküche mit Essraum für ca. 500
Personen,
diverseste andere Nebenräume ... das alles ist eher ein
Gemeindezentrum, von dem der eigentliche Versammlungsraum
für die Messe nur ein Bestandteil ist. Das soziale Leben einer
solchen Gemeinde ist mit dem traditionellen Kirchgang
unserer Prägung wohl schwer vergleichbar - es ist viel
intensiver.
Außerdem sind Bildnisse nicht erwünscht. Eine bestehende,
insbesondere katholische Kirche, eignet sich da kaum.
Gruß
Tobias
Sakralbauten
Hi,
tobias.knittel schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
ca. 500 Personen,
> diverseste andere Nebenräume ... das alles ist eher ein
> Gemeindezentrum, von dem der eigentliche Versammlungsraum
> für die Messe nur ein Bestandteil ist. Das soziale Leben einer
> solchen Gemeinde ist mit dem traditionellen Kirchgang
> unserer Prägung wohl schwer vergleichbar - es ist viel
> intensiver.
Mag wohl sein.
> Außerdem sind Bildnisse nicht erwünscht. Eine bestehende,
> insbesondere katholische Kirche, eignet sich da kaum.
Recycling bei Kirchen dürfte trotzdem nicht verkehrt sein. Nicht jede
kath.Kirche ist eine so große Kostbarkeit, dass auf ewige Zeiten daran
keine Änderung vorgenommen werden darf.
Bildnisse lassen sich auslagern, Gemälde übertünchen. usw.
K.L.
--
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Sakralbauten
Am Thu, 17 Feb 2005 15:25:12 +0100 schrieb tobias.knittel:
> Hi Klaus,
>
>
>> Umsonst nicht, aber vergebens, wie der Volksmund
>> so zu sagen pflegt - wird dann halt unter "Akquise
>> erfolglos" abgelegt :-(
>
> besser abgelegt, als endlos auf Geld zu warten. Ich hab
> im Moment Aussenstände in Rekordhöhe, aber nur einen
> Kunden, der noch zügig bezahlt.
Hallo.
Muß nicht immer so sein, aber besonders zügig beim Bezahlen sind
Kirchen
nicht.
Motto: Die Kirche ist etwas sehr Großes. Hier rechnet man nicht mit Tagen
und Wochen, es geht um Jahrhunderte.
MfG Roger
Sakralbauten
Jetzt interessierts mich doch langsam, Tobias.
Was ist denn das für eine Vereinigung (oder hab ich das
irgendwie überlesen?)
Gruß Hubert
Sakralbauten
Hi Hubert,
> Jetzt interessierts mich doch langsam, Tobias.
> Was ist denn das für eine Vereinigung (oder hab ich das
> irgendwie überlesen?)
Ja, sowas:
http://www.volkskunde-rheinland-pfalz.de/seiten/zeitschrift/2002
02/0202 pfingstgemeinde.shtml
Gruß
Tobias