Hi,
J. Selmer schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> > "Es wird vermutet, dass man die liturgisch vorgeschriebene,
möglichst
> > genaue Ostung der Kirche am Tag des Namenspatrons - bei Bautzen also
>des
> > Heiligen Petrus und damit am 29. Juni - vornahm. Nach dem Planieren
>des
> > Baugrunds wurde die Mittelachse durch Einschlagen eines Pflockes mit
> > einer langen Leine festgelegt, deren Ausrichtung nach Osten durch das
> > Einschlagen des zweiten, östlichen Pflockes genau im Augenblick
des
> > Sonnenaufgangs erfolgte."
> Interessante These.
Ja, allerdings verstehe ich nicht, wie die Sonne gesehen werden konnte,
wo doch sicher die Häuser der engen Stadt den Sonnenaufgang verdeckten.
Allerdings richten sich zumindest einige
> Kirchen im Bereich des ehemaligen röm. Reichs nach an der
> gleichen Stelle gelegenen und von der Kirche überbauten
römischen
> Gebäuden aus. Eine zufällige Übereinstimmung mit der nach
der
> o.g. Methode erzielten Ausrichtung scheint mir da doch recht
> unwahrscheinlich.
Schwierig zu wissen. Wäre mal Stoff zum Durcharbeiten.
K.L.
--
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Architektur
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Hi,
Stichwort: Kompaß :-)
Gruß
Tobias
Sakralbauten
Karl-Ludwig Diehl schrieb:
> Ja, allerdings verstehe ich nicht, wie die Sonne gesehen werden konnte,
> wo doch sicher die Häuser der engen Stadt den Sonnenaufgang
verdeckten.
Naja, Kirchen standen im MA oft auf Anhöhen, umgeben von einem
größeren Kirchhof. Die heutige innerstädtische Bebauung ist oft
deutlich dichter und umgebende Freiflächen inkl. der Friedhöfe
wurden im Zuge der Verdichtung oft geopfert.
Jan.
--
Für Mail bitte "news" durch "selmer" ersetzen.
Sakralbauten
Hi,
J. Selmer schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> > Ja, allerdings verstehe ich nicht, wie die Sonne gesehen werden
>konnte,
> > wo doch sicher die Häuser der engen Stadt den Sonnenaufgang
>verdeckten.
> Naja, Kirchen standen im MA oft auf Anhöhen, umgeben von einem
> größeren Kirchhof.
Der Gedanke zog mir auch durch den Kopf.
Muß dann wohl im konkreten Fall geprüft werden.
Andererseits, wenn der Vorgang des Verfahrens nicht irgendwo beschrieben
ist, bleibt die Sache sowieso spekulativ. Die beschriebene Idee ist
natürlich sehr sinnfällig.
Die heutige innerstädtische Bebauung ist oft
> deutlich dichter und umgebende Freiflächen inkl. der Friedhöfe
> wurden im Zuge der Verdichtung oft geopfert.
Das stimmt natürlich.
Würde aber in jedem Fall eine Nachvollziehbarkeit erforderlich machen,
in welcher Umgebung die Kirche beim Ostungsvorgang
im Grundriss gelegt wurde. Ob dazu immer das Wissen vorhanden ist?
K.L.
--
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Hi,
tobias.knittel schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> Stichwort: Kompaß :-)
Seit wann vorhanden?
K.L.
--
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Sakralbauten
Hi,
tobias.knittel schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> Stichwort: Kompaß :-)
Mir fiel gerade ein, daß von einer Ostung am Tage eines bestimmten
Heiligen die Rede in dem Text war, an dem die Kirche ausgerichtet wurde.
Das geht dann nicht mit Kompass.Es ist dann eine mythische Richtung, auf
den Heiligen bezogen.
K.L.
--
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Sakralbauten
On Wed, 2 Mar 2005 16:02:27 +0100, "tobias.knittel"
wrote:
> Stichwort: Kompaß :-)
>
Ist in Europa erst seit dem 12. Jahrhundert bekannt.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Kompass)
Viele Grüße
Frank
--
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Hi,
> Seit wann vorhanden?
ca. 2000 Jahre
Gruß
Tobias