K.L.Diehl, Ackerstr.4, 53179 Bonn
Die Rechtwinkler
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kein Mensch
hatte je
daran gedacht
den rechten Winkel
zu erfinden
ploetzlich
war er da
keiner weiss
wo er herkam
vermutlich
fiel er
vom Himmel
was immer das sei
senkte sich
in den Geist
Weniger
seitdem
gibt es
Rechtwinkler
keiner weiss
seit wann
irgendwer
hat damit
angefangen
doch nichts
sagt aus
dass wir
immer damit
leben muessen
irgendwann
sterben die
Rechtwinkler aus
oder
sie entfliehen
in den Weltraum
keiner weiss
wann
der Himmel steht
jedem offen
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die Welt ist
ein Gedicht
die Gedichte
muessen
besser werden
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Architektur
Die Rechtwinkler....
Die Rechtwinkler....
Hi Sven,
On Thu, 11 Sep 2003 16:26:37 +0200, Sven Schelhorn
wrote:
>Karl-Ludwig Diehl schrieb:
>>
>> die Welt ist
>> ein Gedicht
>
>Der Dichter, der Dichter,
>der kriegt eins auf die Lichter.
>
>*nur späßle gmacht*
>
>...von Werner!?
Männo Sven! Der heisoch Wänäää!
;-)
Gruß
Klaus
Die Rechtwinkler....
Hi,
On Thu, 11 Sep 2003 15:38:50 , Karl-Ludwig Diehl
wrote:
[schnipp]
>die Gedichte
>muessen
>besser werden
>
Und warum werden sie es hier nicht? :-)
fragender Gruß
Klaus
Die Rechtwinkler....
Karl-Ludwig Diehl dichtete:
> Die Rechtwinkler
>
> -----------------------
>
> kein Mensch
> hatte je
> daran gedacht
>
> den rechten Winkel
> zu erfinden
>
> ploetzlich
> war er da
>
> keiner weiss
> wo er herkam
>
> vermutlich
> fiel er
> vom Himmel
>
> was immer das sei
>
> senkte sich
> in den Geist
> Weniger
>
> seitdem
> gibt es
> Rechtwinkler
>
> keiner weiss
> seit wann
>
> irgendwer
> hat damit
> angefangen
>
> doch nichts
> sagt aus
> dass wir
> immer damit
> leben muessen
>
> irgendwann
> sterben die
> Rechtwinkler aus
>
> oder
>
> sie entfliehen
> in den Weltraum
>
> keiner weiss
> wann
>
> der Himmel steht
> jedem offen
Der rechte Winkel
Einst geboren
Klein und zierlich.
Heutzutage eingefroren
Und er scheint doch sehr manierlich.
Schiefe Lage?
Nur die Plage
Nicht zu sein wie alle anderen,
Hob ihn aus der Menge vor.
Und er wußte nicht warum,
Drehen sich alle nach ihm um.
Bin ich nicht so wie die andern,
Muß in andere Lande wandern.
Und er sah das Menschenkind,
Und er dachte sich geschwind:
Warum nicht zu ihnen hin,
Wo ich gern willkommen bin.
Diese kleinen, klugen Geister
Gehn mir heut noch auf den Kleister.
So wars.
Und der Mensch, er wurd sein Meister.
Werkelten und optimierten,
Hieltn ihn senkrecht und liierten
Ihn mit Glas und Stahl und Steinen,
dem rechten Winkel wars zum weinen.
Wollte fliehen, und schließlich fand
Er sich an jeder Häuserwand.
Sah er konnte nicht von hinnen,
Diesem Scheusal nicht entrinnen.
Und er ergab sich seinem Wesen,
Sonst wäre heute nicht zu lesen,
Daß dieser rechte Winkel sei
Des Architekten Einerlei.
> die Welt ist
> ein Gedicht
>
> die Gedichte
> muessen
> besser werden
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