Hallo,
hier einige Exzerpte zum Thema. Es läßt sich schon erkennen,
daß noch
viel zu recherchieren
ist, damit sich das Bild abrundet.
K.L.
Ostung:
>http://www.kirchbau.de/8/staedtebau.htm
Die Lage des Kirchengebäudes auf seinem Bauplatz wurde traditionell
bestimmt von der Sitte der Ostung . Die betende Gemeinde wendet sich
dabei dem Ort des aufgehenden Lichtes zu, im christlichen Sinn dem
Lichtglanz des Auferstandenen vom Ostermorgen (im Abendland zugleich gen
Jerusalem). Erst ab dem 18. Jh. wurde die Ostung öfter aufgegeben, wenn
städtebauliches Denken, vor allem beim Bau der Residenzstädte, in den
Vordergrund trat. Bis heute stellt dennoch die Ostung eine symbolisch
gefüllte Orientierungsleitlinie dar, auf die ohne planerische
Begründung
nicht verzichtet werden sollte.
>http://www.hochschulstellenmarkt.de/info/o/os/ostung.html
Mittelalterliche Kirchen haben die Form eines Kreuzes mit einer Längs-
und einer (oder seltener mehreren) Querachsen. Da nun der Sonnenaufgang
als Symbol der Auferstehung galt, wurden die Längsachsen der Kirchen
danach ausgerichtet. Der Chor mit dem Altar ist also immer im Osten, der
Haupteingang im Westen. Da die Sonne natürlich nicht jeden Tag an der
gleichen Stelle aufgeht, sind einige Kirchen auf den Aufgangspunkt eines
bestimmten Tages hin geostet. Beim Stephansdom in Wien etwa ist es der
26.Dezember 1137 (dem Tag des Patroziniumsheiligen im Jahr des
Baubeginns).
In Renaissance und vor allem Barock kommt dann die Tendenz auf, Kirchen
als Zentralbauten zu errichten (wo keine Himmelsrichtung bevorzugt ist),
so dass die Ostung ihre Bedeutung verliert.
http://www.uni-kiel.de/gza/2/Friedrich/Stichwort/Sachen/Ostung.htm
Die Ausrichtung der Gräber nach Osten war bereits in der Antike weit
verbreitet.
Das Christentum behielt diesen Brauch bei. Im Sinne der Ostung wird der
Verstorbene mit den Füßen nach Osten beigesetzt. Auf diese Weise
kann er
in Erwartung des Jüngsten Gerichts nach Osten blicken. Nicht nur
Grabmale sind in Richtung Osten ausgerichtet, sondern auch
Kirchenbauten. Der Altar wird seinerseits im Osten der Kirchen
aufgestellt, und gebetet wird in Richtung Osten.
Der nach dieser Himmelsrichtung ausgerichtete Kult der Christen beruht
auf der Annahme, daß die Sonne das Sinnbild Gottes ist. Gottes
Erscheinung ist wie der Aufgang der Sonne. Weil die Sonne im Osten
aufgeht, wird angenommen, daß Gott von Osten kommt
Dieser Hinweis ist wesentlich umfangreicher:
>http://www.chartres-heiligegeometrie.de/kathedrale 12.htm
Darin wird darauf hingewiesen, daß von einem Weltenbaumsymbol aus die
Ostung vorgenommen wird.
>http://www.bistum-passau.de/mader.phtml?action?ID
Links zur Ostung
2005-03-03 20:07:10