Ich bin gerade weider mal beim Anfordern von LVs. Manchmal kann man
dabei schon einen "Hals" bekommen. Inbesondere ärgern mich die
Kosten
für Leistungsverzeichnissse bei öffentlichen Ausschreibungen. Hier
mal
100 EUR, dort mal 41 EUR, da mal 50 EUR...
Ich halte diese Art der Geldvermehrung für unredlich, insbesondere wenn
man dann Ausschreibungen bekommt, deren Texte mehr oder weniger dem
Katalog eines Wettbewerbers entsprungen sind.
Bei einer Vielzahl der Ausschreibungen ist die Arbeit des Planers
nämlich schon von irgendeinem freundlichen "Helfer" gemacht
worden.
Dafür auch noch Geld löhnen? Ach so, das soll wohl als Abschreckung
für
andere Mitbewerber dienen!
Und wenn man dann im Vortext auch schon sieht:
Vertragserfüllungsbürgschaften,
Gewährleistungsbürgschaften, sonstige
Bürgschaften..., und was sie sonst noch so alles wissen wollen. Aber
wenn es ans Zahlen geht, dann alle Zeit der Welt haben.
Unwillkürlich entfleucht da einem schon einmal ein "Rutscht mir doch
den Buckel herunter" von den Lippen.
Ich wünsche mir einfach mal "mehr Partnerschaft" und nicht die
ständigen Versuche, andere über den Tisch ziehen zu wollen.
Grüße
Harald, in den Ausschreibungsstreik tretend und sich statt desssen in
den flüssigen Sonnenschein legend und sich die Regentropfen auf den
Bauch prasseln lassend
Architektur
Kosten für Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungen allgemein
Kosten für Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungen allgemein
Hi Harald,
> Ich bin gerade weider mal beim Anfordern von LVs. Manchmal kann man
> dabei schon einen "Hals" bekommen. Inbesondere ärgern mich
die Kosten
> für Leistungsverzeichnissse bei öffentlichen Ausschreibungen.
Hier mal
> 100 EUR, dort mal 41 EUR, da mal 50 EUR...
> Ich halte diese Art der Geldvermehrung für unredlich, insbesondere
wenn
> man dann Ausschreibungen bekommt, deren Texte mehr oder weniger dem
> Katalog eines Wettbewerbers entsprungen sind.
> Bei einer Vielzahl der Ausschreibungen ist die Arbeit des Planers
> nämlich schon von irgendeinem freundlichen "Helfer" gemacht
worden.
> Dafür auch noch Geld löhnen? Ach so, das soll wohl als
Abschreckung für
> andere Mitbewerber dienen!
> Und wenn man dann im Vortext auch schon sieht:
> Vertragserfüllungsbürgschaften,
Gewährleistungsbürgschaften, sonstige
> Bürgschaften..., und was sie sonst noch so alles wissen wollen. Aber
> wenn es ans Zahlen geht, dann alle Zeit der Welt haben.
> Unwillkürlich entfleucht da einem schon einmal ein "Rutscht mir
doch
> den Buckel herunter" von den Lippen.
> Ich wünsche mir einfach mal "mehr Partnerschaft" und nicht
die
> ständigen Versuche, andere über den Tisch ziehen zu wollen.
meine gibt es immer gratis, aber die sind ja auch nicht öffentlich-
und von mir gedichtet :-)
> Harald, in den Ausschreibungsstreik tretend und sich statt desssen in
> den flüssigen Sonnenschein legend und sich die Regentropfen auf den
> Bauch prasseln lassend
Behandlung der Erkältung: 60 Euro, Kosten LV: 50 Euro :-)
Lass beides, und mach ein Mittagsschläfchen: 0 Euro :-)
Geiz ist in dem Falle nicht nur geiler, sondern auch billiger ...
Gruß
Tobias
Kosten für Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungen allgemein
Harald Maedl schrieb:
> Ich bin gerade weider mal beim Anfordern von LVs. Manchmal kann man
> dabei schon einen "Hals" bekommen. Inbesondere ärgern mich
die Kosten
> für Leistungsverzeichnissse bei öffentlichen Ausschreibungen.
Hier mal
> 100 EUR, dort mal 41 EUR, da mal 50 EUR...
> Ich halte diese Art der Geldvermehrung für unredlich, insbesondere
wenn
> man dann Ausschreibungen bekommt, deren Texte mehr oder weniger dem
> Katalog eines Wettbewerbers entsprungen sind.
Die von Dir zu zahlenden Kosten sollen und dürfen nach § 20 VOB/A
lediglich die real entstehenden Kosten der Vervielfältigung der
Ausschreibungsunterlagen einschließlich Plänen und der Versandkosten
umfassen. Das Erstellen der LVs darf der AG nicht weiterberechnen. Bei
öffentlichen Ausschreibungen kann dies ein Grund für eine
Vergabebeschwerde sein. Bei beschränkten Ausschreibungen oder
freihändigen Vergabe dürfen keine Kosten abgerechnet werden.
> Bei einer Vielzahl der Ausschreibungen ist die Arbeit des Planers
> nämlich schon von irgendeinem freundlichen "Helfer" gemacht
worden.
ärgerlich und vom Planer nicht legitim, weil er seine Leistung
gegenüber
dem Bauherrn nicht erbringt, aber letztlich eine Frage, die nur im
Vertragsverhältnis zwischen AG und Planer geklärt werden kann.
> Dafür auch noch Geld löhnen? Ach so, das soll wohl als
Abschreckung für
> andere Mitbewerber dienen!
siehe oben
> Und wenn man dann im Vortext auch schon sieht:
> Vertragserfüllungsbürgschaften,
Gewährleistungsbürgschaften, sonstige
> Bürgschaften..., und was sie sonst noch so alles wissen wollen. Aber
> wenn es ans Zahlen geht, dann alle Zeit der Welt haben.
> Unwillkürlich entfleucht da einem schon einmal ein "Rutscht mir
doch
> den Buckel herunter" von den Lippen.
> Ich wünsche mir einfach mal "mehr Partnerschaft" und nicht
die
> ständigen Versuche, andere über den Tisch ziehen zu wollen.
Nunja, auch aus dem Blickwinkel der AG und Planer stellen sich AN oft
alles andere als partnerschaftlich dar, z.B. AN die sofort (einen
Werktag!) nach Zuschlag für einen öffentlichen Auftrag eine
Behinderungsanzeige schreiben, mit Anwalt drohen und unaufgefordert ein
drastisch überhöhtes Nachtragsangebot für eine
überflüssige Leistung
machen, um dann vorzuschlagen die Behinderungsanzeige bei Beauftragung
des Nachtrages sofort zurückzuziehen - tolle Partner auf der AN-Seite.
> Grüße
> Harald, in den Ausschreibungsstreik tretend und sich statt desssen in
> den flüssigen Sonnenschein legend und sich die Regentropfen auf den
> Bauch prasseln lassend
Wolfgang, der demnächst ein Aufbaustudium Jura macht, weil da ein
ständiges Auskommen im Bauwesen viel sicherer ist.
Kosten für Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungen allgemein
Wolfgang anonym schrieb: ...
sorry für den falschen Header, ich wollte garnicht anonym sein ...
beginne jetzt aber allmählich Thunderbird für Mac zu hassen: Keine
vernünftige Kontenverwaltung und auch keine Chance zu canceln. Hat
zufällig jemand einen zweckdienlichen Tip dazu?
Wolfgang
Kosten für Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungen allgemein
Hi Wolfgang,
> beginne jetzt aber allmählich Thunderbird für Mac zu hassen:
Keine
> vernünftige Kontenverwaltung und auch keine Chance zu canceln. Hat
> zufällig jemand einen zweckdienlichen Tip dazu?
Nein, ich hab mich Gates in den Rachen geworfen. Die
Bastelei wurd mir zu blöd - und inzwischen ist mir auch
egal, wem mein Rechner was schickt ... Hauptsache er
läuft (von selbst :-) ). die nächtelange Rumbastelei, neh ...
Das "Wolfgang anonym" fand ich herzig. Würde ich so
lassen. Viel Glück mit dem Jura.
Gruß
Tobias
Kosten für Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungen allgemein
Wolfgang anonym wrote:
> Harald Maedl schrieb:
>
>> [Kosten für LV]
> Die von Dir zu zahlenden Kosten sollen und dürfen nach § 20
VOB/A
> lediglich die real entstehenden Kosten der Vervielfältigung der
> Ausschreibungsunterlagen einschließlich Plänen und der
Versandkosten
> umfassen. Das Erstellen der LVs darf der AG nicht weiterberechnen. Bei
> öffentlichen Ausschreibungen kann dies ein Grund für eine
> Vergabebeschwerde sein. Bei beschränkten Ausschreibungen oder
> freihändigen Vergabe dürfen keine Kosten abgerechnet werden.
Ja, und so Kopien kosten nun mal richtig Geld:
- Kosten für Toner und andere Verbrauchsmaterialien
- Kosten für Strom inkl Stand-by
- Kosten für Wartung
- Gerätekosten
- Kosten für Abschreibung
- Porto
- anteilige Kosten für Verpackungsfachkraft
- Fixkostenumlage
- Kosten für Stempelfarbe
- Kosten für Fingerbefeuchter
- Kosten für Klammeraffen nebst Klammern
- Kosten für Verpackungsmaterial
- Papierkosten für den Eintrag des Postausgangsnachweises
- anteilige Personalkosten für das Postrollwagerl
- anteilige Personalkosten für den Wagerlschuber
- GEMA-Kosten für den Beamtendreiklang (Knicken, Lochen, Abheften)
- Anteilige Kosten für den Segen des Amtsstubenfürsten
Mann, ich bin ja direkt noch billig davongekommen!
>> Ich wünsche mir einfach mal "mehr Partnerschaft" und
nicht die
>> ständigen Versuche, andere über den Tisch ziehen zu wollen.
>
> Nunja, auch aus dem Blickwinkel der AG und Planer stellen sich AN oft
> alles andere als partnerschaftlich dar, z.B. AN die sofort (einen
> Werktag!) nach Zuschlag für einen öffentlichen Auftrag eine
> Behinderungsanzeige schreiben, mit Anwalt drohen und unaufgefordert
> ein drastisch überhöhtes Nachtragsangebot für eine
überflüssige
> Leistung machen, um dann vorzuschlagen die Behinderungsanzeige bei
> Beauftragung des Nachtrages sofort zurückzuziehen - tolle Partner auf
> der AN-Seite.
ACK, ich meinte auch von allen Beteiligten. Das waren noch Zeiten, als
ein Geschäft per Handschlag erledigt wurde.
> Wolfgang, der demnächst ein Aufbaustudium Jura macht, weil da ein
> ständiges Auskommen im Bauwesen viel sicherer ist.
Viel Glück und noch mehr Spass!
Grüße
Harald
Kosten für Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungen allgemein
tobias.knittel wrote:
> Hi Harald,
>
>> Ich bin gerade weider mal beim Anfordern von LVs. Manchmal kann man
>> dabei schon einen "Hals" bekommen. Inbesondere ärgern
mich die Kosten
>> für Leistungsverzeichnissse bei öffentlichen
Ausschreibungen. Hier
>> mal 100 EUR, dort mal 41 EUR, da mal 50 EUR...
>
> meine gibt es immer gratis, aber die sind ja auch nicht öffentlich-
> und von mir gedichtet :-)
Hoffentlich gereimt:
Stein auf Stein, Du armes Schwein,
Fenster sollen auch noch rein
Deckel drüber, Stromanschluß
Geld ist alle, welch Verdruß
>> Harald, in den Ausschreibungsstreik tretend und sich statt desssen in
>> den flüssigen Sonnenschein legend und sich die Regentropfen auf
den
>> Bauch prasseln lassend
>
> Behandlung der Erkältung: 60 Euro...
Welchen Whiskey trinkst Du?
Grüße
Harald
Kosten für Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungen allgemein
Harald Maedl schrieb:
> Ja, und so Kopien kosten nun mal richtig Geld:
>
... lange Aufzählung gesnipt ...
>
> Mann, ich bin ja direkt noch billig davongekommen!
Ganz ohne Sarkasmus: Das ganze Paket kostet im Zweifelsfall immer soviel
wie der billigste örtliche Copyshop fürs Kopieren und den Versand
inklusive einer 3,5" Diskette haben will. Wir haben das hier vor einem
guten Jahr schon mal diskutiert. Damals stellte sich eine
Größenordnung
zwischen 15 und 40 Euro als häufig heraus, mehr dürfte meist zuviel
sein. Wofür werden denn die von Dir zitierten 100 Euro verlangt: Die
Fassaden Neubau Bundesnachrichtendienst in Berlin?
> ACK, ich meinte auch von allen Beteiligten. Das waren noch Zeiten, als
> ein Geschäft per Handschlag erledigt wurde.
Die Zeiten sind leider vorbei. Ob daran liegt, dass es da noch keine
Rechtsschutzbersicherungen gab?
>>Wolfgang, der demnächst ein Aufbaustudium Jura macht, weil da ein
>>ständiges Auskommen im Bauwesen viel sicherer ist.
>
> Viel Glück und noch mehr Spass!
Danke, aber das werde ich lieber lassen und meinen Spass weiter beim
Entwerfen (und gelegentlich auch mal beim Ausschreiben) suchen, wenn mir
letzteres auch schwer fällt. Mir scheinen die eigentlichen Hauptsachen
der Architektur (Raumbildung, Gestaltung) insbesondere bei größeren
Projekten gegenüber den Tertiärtätigkeiten immer weiter in den
Hintergrund zu treten.
Wolfgang
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