Hallo,
leider hatten wir mit unserem Keller wieder etwas Pech. Auf Grund
eines Rückstaues ist durch das Kellerfenster (Lichtschacht)
Regenwasser in den Keller gelaufen. Am nächsten Tag sollte dort
nämlich schwimmender Estrich verlegt werden. Im warsten Sinne dieses
Wortes. Hier noch ein paar Eckdaten. WU-Bodenplatte und
WU-Betonelemente (neigen zu Schwitzwasserbildung- innen) im
Kelleraussenbereich. Innen sind grüne Gipswände. Die Bodenplatte ist
soweit augenscheinlich wieder nach ca. 2 Wochen abgetrocknet. Nur in
den Eckbereichen bzw. Problemstellen (schlechte Belüftung in diesen
Bereichen) ist noch Feuchtigkeit vorhanden. In 3 Tagen soll nach einem
gescheiterten Versuch der Estrich rein. Soweit mir bekannt ist, kommt
eine Folie (wasserundurchlässig) über die Bodenplatte. Darauf
Styropor
und dann Estrich. Was ist mit der Restfeutigkeit unter der Folie?? Der
Wu-Beton kann diese doch nicht nach aussen abgeben??? Obwohl es ja
erfahrungsgemäss ca. 2 Jahre dauern kann bis der WU-Beton trocken ist.
In der Rohbauphase standen alle Keller in der Siedlung unter Wasser.
Nur bei uns ist es wieder vorgekommen, dass Regenwasser in den Keller
gelaufen ist. Der Bauleiter möchte sein Vorhaben mit dem Estrich
durchziehen - ich persönlich würde dem Keller noch eine Woche geben
zum austrocknen. Die Heizung läuft erst seit zwei Tagen im Keller.
Über einen guten Ratschlag würde ich mich sehr freuen.
Thorsten
Architektur
Schwimm. Estrich auf feuchtem Kellerboden (WU-Beton)
Schwimm. Estrich auf feuchtem Kellerboden (WU-Beton)
Hallo,
Pfützen sollten vorher beseitigt werden, mit der Restfeuchte ist es nicht
ganz so schlimm. Der Estrich bringt ein deutliches mehr an Wasser mit, die
Folie ist nie dicht und läßt Wasser von oben durch.
Ein anderer Punkt sollte dennoch bedacht werden:
Als Abstellraum, Lager u.dgl. also als Keller ist eine PE-Folie als
Pseudodampfsperre o.k. Willst Du mehr daraus machen brauchst Du eine
bituminöse Dampfsperre z.B. eine Bahn G200.
Als Estrich sollte bei Wassergefahr nur Zementestrich zum Einsatz kommen,
keinesfalls Anhydritestriche. Selbst Halbanhydritestrich der hier gute
Überlebensschancen hat würde ich wenn ich es vorher weiß nicht
nehmen.
Viele Grüße
Adrian
Schwimm. Estrich auf feuchtem Kellerboden (WU-Beton)
Thorsten Schmidt schrieb sinngem
Schwimm. Estrich auf feuchtem Kellerboden (WU-Beton)
> Innen sind gr
Schwimm. Estrich auf feuchtem Kellerboden (WU-Beton)
Hi, Thorsten,
> leider hatten wir mit unserem Keller wieder etwas Pech. Auf Grund
> eines Rückstaues ist durch das Kellerfenster (Lichtschacht)
> Regenwasser in den Keller gelaufen. Am nächsten Tag sollte dort
> nämlich schwimmender Estrich verlegt werden. Im warsten Sinne dieses
> Wortes. Hier noch ein paar Eckdaten. WU-Bodenplatte und
> WU-Betonelemente (neigen zu Schwitzwasserbildung- innen) im
> Kelleraussenbereich. Innen sind grüne Gipswände. Die Bodenplatte
ist
> soweit augenscheinlich wieder nach ca. 2 Wochen abgetrocknet. Nur in
> den Eckbereichen bzw. Problemstellen (schlechte Belüftung in diesen
> Bereichen) ist noch Feuchtigkeit vorhanden. In 3 Tagen soll nach einem
> gescheiterten Versuch der Estrich rein. Soweit mir bekannt ist, kommt
> eine Folie (wasserundurchlässig) über die Bodenplatte. Darauf
Styropor
> und dann Estrich. Was ist mit der Restfeutigkeit unter der Folie?? Der
> Wu-Beton kann diese doch nicht nach aussen abgeben??? Obwohl es ja
> erfahrungsgemäss ca. 2 Jahre dauern kann bis der WU-Beton trocken
ist.
> In der Rohbauphase standen alle Keller in der Siedlung unter Wasser.
> Nur bei uns ist es wieder vorgekommen, dass Regenwasser in den Keller
> gelaufen ist. Der Bauleiter möchte sein Vorhaben mit dem Estrich
> durchziehen - ich persönlich würde dem Keller noch eine Woche
geben
> zum austrocknen. Die Heizung läuft erst seit zwei Tagen im Keller.
> Über einen guten Ratschlag würde ich mich sehr freuen.
Unter den Aufbau muss eine aufgeschweißte Bitumenbahn, bei Dämmung
unter
Der Bodenplatte mit dampfdichter Aluminiumeinlage, zumindest den
Empfehlungen des DIN nach, erinnere ich mich richtig - aber ich hab jtzt
keine
Zeit zum Nachgucken :-)
Gruß
Tobias
Schwimm. Estrich auf feuchtem Kellerboden (WU-Beton)
>> Die Bodenplatte ist
>> soweit augenscheinlich
>Sprich: Die obersten 2 mm
>> wieder nach ca. 2 Wochen abgetrocknet. Nur in
>> den Eckbereichen bzw. Problemstellen (schlechte Belüftung in
diesen
>> Bereichen) ist noch Feuchtigkeit vorhanden.
>Wegen der Kondensation wird das auch so bleiben - wenn der Keller
>nicht beheizt wird.
Nur mal so am Rande, Beton trocknet nicht, er bindet ab, ein chemischer
Vorgang. Bei den heutigen Rezepturen ist das freie Wasser im Beton gering,
das Wasser das im Keller steht stammt nicht vom Beton der Platte sondern
regelmäßig von Niederschlägen während der Bauzeit und ist
nur an der
Oberfläche. Das Wasser das im Beton ist wird auch dort gebunden.
Die Dampfdiffusion ist nie abzustellen, auch nicht durch heizen, dafür ist
immer eine wirksame Dampfsperre vorzusehen. Indem Du im Innenbereich für
eine trockene Umgebung sorgst begünstigst Du ohne solche Dampfsperren
sogar
noch die Dampfdiffusion.
Imprägnierte Gipskartonplatten können sofern sie richtig verarbeitet
werden,
Anschlüsse korrekt ausgeführt werden und die Vorleistungen stimmen
durchaus
im Keller eingesetzt werden. Hier handelt es sich um einen Wassereinbruch,
das steht bei längerer Einwirkung auch kein Putz durch. Wir reden nicht
über
den Normalfall. Ich habe meinen Keller auch nicht als Regenrückhaltebecken
ausgelegt.
Gruß
Adrian
Schwimm. Estrich auf feuchtem Kellerboden (WU-Beton)
Adrian Herrmann schrieb sinngem
Schwimm. Estrich auf feuchtem Kellerboden (WU-Beton)
>Schon klar - ich meinte aber etwas anders:
>Ungedämmter Keller gegen Erdreich -> Taupunktunterschreitung bei
>ca. 9° -> Tauwasserausfall -> Mensch lüftet -> noch mehr
Tauwasser.
Wo sollen denn Deiner Meinung nach 9° Oberflächentemperatur entstehen?
Ist
der Keller beheizt so ist er auch entsprechend gedämmt und die
Temperaturen
an der Oberfläche liegen damit deutlich darüber.
Handelt es sich um einen unbeheizten, ungedämmten Keller spielt es auch
keine Rolle, Du mußt warme Luft schon in dem Raum zwingen, Keller liegen
für
gewöhnlich unterhalb der Erdgleiche und die warme Luft bei der sich dieser
Effekt einstellen kann steigt nun mal nach oben und nicht in den Keller. Das
was über Zugeffekte eingetragen wird ist gering.
Anders sieht es aus wenn kalte Flächen dauerhaft Luft z.B. aus beheizten
Bereichen ausgesetzt werden, wie z.B. offene Treppenhäuser deren
Kellerbereiche weder gedämmt noch beheizt sind. Das Problem liegt hier
wohl
nicht vor.
>> Die Dampfdiffusion ist nie abzustellen, auch nicht durch heizen,
>Physik ist nicht Deine Sache. Es geht nicht darum, die Diffusion
abzustellen
>(was mit einer Dampfbremse nährungsweise durchaus möglich ist)
>sondern darum, Oberflächenkondensation zu vermeiden.
Darum geht es hier doch gar nicht und es ist nur die halbe Wahrheit. Es ist
Wasser in den Keller gelaufen und nichts ist kondensiert und das die Ecken
länger feucht bleiben hat auch nicht sehr viel mit Kondenieren zu tun
sondern liegt im wesentlichen daran daß Ecken nicht gut belüftet
werden. Das
schlechte Abtrocknen in Ecken stellst Du auch bei ausreichender Dämmung
und
Heizung fest, nur geht es da schneller als im unbeheizten Keller, mit
Kondensation hat das wenig zu tun.
>Dazu mußt Du entweder die Luftfeuchte senken oder die
Oberflächentemperatur
>vergrößern. Bei 20° Cund 50 % rel. Feuchte entsteht
Kondensation an allen
Ober-
>flächen, die kälter als 9° C sind.
Wie bereits erwähnt das Problem tritt nur dort auf wo dauerhaft warme Luft
auf kalte Flächen trifft und die mangels Dämmung sich nicht
aufwärmen.
Der Effekt ist da wird aber erst bei entsprechender Belastung zum Problem.
Der Effekt einer fehlenden Dampfsperre macht sich deutlicher bemerkbar.
>Kannst Du an der kühlen Bierpulle vor Dir schön beobachten.
Die holst Du ziemlich kühl aus dem Kühlschrank und stellst sie direkt
in die
warme Umgebung. Hol Dir eine Flasche aus dem Keller und Du wirst sehen
daß
diese Erscheinungen in dem Fall die Ausnahme darstellen.
>> dafür ist immer eine wirksame Dampfsperre vorzusehen. Indem Du im
>> Innenbereich für eine trockene Umgebung sorgst begünstigst
Du ohne
>> solche Dampfsperren sogar noch die Dampfdiffusion.
>Quark. Rel. Luftfeuchte unter 30 % mag bauphysikalisch günstig sein,
>für Deine Atemwege ist sowas absolut schädlich - und
überflüssig.
Nicht verstanden oder nicht verstehen wollen, je trockner die Umgebung desto
mehr Dampfdiffusion, genauer je größer die Differenz zwischen den
kommunizierenden Seiten. Von 30% Luftfeuchte war nicht die Rede. Die
Schäden
bei fehlender Dampfsperre in Kombination mit entsprechender Nutzung stellen
sich sehr schnell ein.
>> Imprägnierte Gipskartonplatten können sofern sie richtig
verarbeitet
>> werden, Anschlüsse korrekt ausgeführt werden und die
Vorleistungen
>> stimmen durchaus im Keller eingesetzt werden.
>Knauf - Ideen aus Gips.
>Natürlich geht das, wenn alle Möglichen Voraussetzungen
undsoweiter.
>Trotzdem ist es doch Krampf, einen feuchteempfindlichen Baustoff aus-
>gerechnet im Keller einzubauen. Es ist einfach nicht Materialgerecht.
>Scheiß doch auf die Herstellervorschriften. Überall, wo mit
erhöhter
>Feuchte zu rechnen ist, sollte man zumindest mit Zementgebundenen
>Platten beplanken, wenn es denn unbedingt hohle Wände sein sollen.
Das hat nichts damit zu tun was ich selbst einsetzen will oder würde,
Deine
Aussage impliziert daß es nicht korrekt gemacht ist. Das sitmmt so nun
mal
nicht. Und mit Werbung hat das auch nichts zu tun.
Gruß
Adrian
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