ich hab am Wochenende mal an der Terrasse weitergemacht,
und sehe mich einer sehr ungewöhnlichen Decke gegenüber,
derjenigen über meinem hangseitigen Keller. Diese besteht aus
einer, 2 m Spannweite, äußerst mickrigen Konstruktion
aus Stahlbetonträgerchen (e: ca. 50 cm) mit Hohlziegel dazwischen, in
einer
Gesamtstärke von ca. 6 -10 cm :-)
Eigentlich wollte ich erst Holzbalken über die Decke spannen,
überlege nun doch (wegen der geringeren Aufbauhöhe), die
vorhandene Decke einfach zu verstärken. Die Verstärkung daher,
da die Ziegel schon arg porös sind, ich ihnen daher keine weitere
Auflast zumuten will, obwohl sie mich noch aushalten :-)
Nun schwant mir ein ca. 10 cm starker Estrichbeton vor, im Gefälle
abgezogen (12 cm zu 8 cm) mit einer konstruktiven Bewehrung,
Stabstahl im unteren Drittel, einachsig gespannt (über die 2 m)
Stabstahl, 10 er, alle 25 cm. Auf den Feinbeton kommt dann eine Teichfolie,
ein Flies, eine Lage alter Betonziegel (Drainschicht), nochmal 10 cm Split
(eventuel auch Kalksplittbeton mit Hochofenzementzugabe -
muss erst mal ne Probe ansetzen) --> diese Betonart wegen der Farbe,
und da ich noch 6 qm Kalksplitt mit Feinanteil habe, der verarbeitet
werden muss :-)
Nun meine Frage: Denkt ihr, dass die Decke den Aufbeton aushält,
bis er ausgehärtet ist ? Oder sollte ich die Aufbetondecke abschnittsweise
herstellen, was bei einachsiger Spannrichtung ja keine Tragödie wäre.
Allzusehr will ich die Decke nicht austesten, sonst liege ich im
Keller :-) Seltsamerweise macht sie noch einen recht stabilen
Eindruck, nur vermute ich, Frankreich, ca. 1945, dass sich in
den Stahlbetonträgerchen maximal ein 6 er Draht als Bewehrung
befindet (sonst würde ich bedenkenlos drüberbetonieren) :-)
Gruß
Tobias
Architektur
Auch Deckenfrage an Statiker :-)
Auch Deckenfrage an Statiker :-)
Hallo Tobias,
tobias.knittel wrote:
> ich hab am Wochenende mal an der Terrasse weitergemacht,
> und sehe mich einer sehr ungewöhnlichen Decke gegenüber,
> derjenigen über meinem hangseitigen Keller. Diese besteht aus
> einer, 2 m Spannweite, äußerst mickrigen Konstruktion
> aus Stahlbetonträgerchen (e: ca. 50 cm) mit Hohlziegel dazwischen, in
> einer Gesamtstärke von ca. 6 -10 cm :-)
>
> Eigentlich wollte ich erst Holzbalken über die Decke spannen,
> überlege nun doch (wegen der geringeren Aufbauhöhe), die
> vorhandene Decke einfach zu verstärken. Die Verstärkung daher,
> da die Ziegel schon arg porös sind, ich ihnen daher keine weitere
> Auflast zumuten will, obwohl sie mich noch aushalten :-)
>
> Nun schwant mir ein ca. 10 cm starker Estrichbeton vor, im Gefälle
> abgezogen (12 cm zu 8 cm) mit einer konstruktiven Bewehrung,
> Stabstahl im unteren Drittel, einachsig gespannt (über die 2 m)
> Stabstahl, 10 er, alle 25 cm.
alle 20 cm, quer D 8/25
> Auf den Feinbeton
Warum Feinbeton, nimm richtigen Beton sonst brauchst Du
unnötig viel Zement und das Zeug schwindet und reisst
> kommt dann eine
> Teichfolie, ein Flies, eine Lage alter Betonziegel (Drainschicht),
> nochmal 10 cm Split (eventuel auch Kalksplittbeton mit
> Hochofenzementzugabe - muss erst mal ne Probe ansetzen) --> diese
> Betonart wegen der Farbe,
> und da ich noch 6 qm Kalksplitt mit Feinanteil habe, der verarbeitet
> werden muss :-)
>
> Nun meine Frage: Denkt ihr, dass die Decke den Aufbeton aushält,
> bis er ausgehärtet ist ?
Rechnerisch nicht.
> Oder sollte ich die Aufbetondecke
> abschnittsweise herstellen, was bei einachsiger Spannrichtung ja
> keine Tragödie wäre.
Hilft aber nicht viel, weil Du die Last ja zunächst schlaff
auflegst. Meine Schätzung: wenn Du abschnittsweise betonierst,
legt sich ca. 75 % der Betonierlast auf die alte Decke, auch
das ist (rechnerisch) zu viel.
Selbst von der weiteren Auflast geht noch ein Teil in die alte Decke,
so lange, bis deren Bewehrung zu fließen anfängt.
>
> Allzusehr will ich die Decke nicht austesten, sonst liege ich im
> Keller :-) Seltsamerweise macht sie noch einen recht stabilen
> Eindruck, nur vermute ich, Frankreich, ca. 1945, dass sich in
> den Stahlbetonträgerchen maximal ein 6 er Draht als Bewehrung
> befindet (sonst würde ich bedenkenlos drüberbetonieren) :-)
Ich würde die alte Decke in der Mitte unterstützen
und leicht ankeilen und zwar so, dass sich eine Überhöhung von
ca. 2mm ergibt. Dann legt sich der größte Teil der neuen Last
auf die neue Decke.
Frohes werkeln
mit Gruß
Ernst Sauer
Auch Deckenfrage an Statiker :-)
Hi Ernst,
> alle 20 cm, quer D 8/25
ich werde Deinen Rat beherzigen, auch wenn sie dann
sehr stabil wird :-)
> Warum Feinbeton, nimm richtigen Beton sonst brauchst Du
> unnötig viel Zement und das Zeug schwindet und reisst
Grunz, die Haufen liegen da, für neue ist kein Platz mehr.
Das Zeugs muss verschafft werden :-) Risse stören mich mal
ausnahmsweise auch nicht, da die eh unsichtbar verpackt wären :-)
> Rechnerisch nicht.
das hab ich befürchtet :-)
> Ich würde die alte Decke in der Mitte unterstützen
das hab ich auch befürchtet, und werde mich an deinen
Rat halten. Nun ja, altes Holz hab ich noch genug :-)
> und leicht ankeilen und zwar so, dass sich eine Überhöhung von
> ca. 2mm ergibt. Dann legt sich der größte Teil der neuen Last
> auf die neue Decke.
Vielen Dank.
Solange der Vogel noch brütet,
muss ich halt draussen schaffen, aber die Kleinen schauen
schon aus dem Nest, wenn man auch fast nur Schnäbel sieht.
Vor drei Tagen hangelte sich dann die
große Aeskulapnatter die Dachrinne entlang - und ich dachte
erst, sie raubt nun das Nest aus - aber hat es wohl bisher
übersehen. Leider war sie dann weg, bis ich den Foto
geholt hatte. Seither hat sie sich nicht mehr getraut.
Man wird sehen, wie es ausgeht ... sie ist wohl erst kürzlich
aufgewacht, denn in der Scheune lag die alte Schlangenhaut,
und sucht wohl ein Frühjahrs-Frühstück.
Viele Grüße
Tobias