Architektur

www.architektur-forum.info
« zurück zur Hauptseite

Re: Ständerwand, Ideen?

Re: Ständerwand, Ideen?

"tobias"
2003-09-27 23:09:34

da sieht mans besser:

http://www.ichbaueselbst.de/detail.jpg

Die Sparrenköpfe sollen über die
Mauerkronen auskragen (Mauerstärke
ca. 60 cm).

Die bestehende Scheunenwände
sitzen also außerhalb der
Konstruktion und reichen ca.
50 cm höher als der untere
Rähm des Holzbaus (momentane
Traufhöhe der Scheune).

Die Mauerkronen erhalten dann
ein Abschluß aus einer alten Naturstein-
eindeckung, Neigung analog zu
der des Holzhausdaches (20°)

Der Dachüberstand soll etwas
zusätzlichen Wetterschutz bieten.
Zudem einen geschützten Bereich
für Nistplätze-/ kästen
(Schwalben/Fledermäuse etc. :-) )

Gruß
Tobias


Re: Ständerwand, Ideen?

Erwin Staudner
2003-09-28 08:22:03

Hallo Tobias,


nimm Dir doch mal den "Holzbauatlas" zur Hand oder gönne Dir einen
qualifizierten Statiker, der das für Dich macht.

Im Holzbauatlas sind die Ständerbauweisen bis zum Abwinken durchgekaut.

MFG

Erwin

tobias schrieb:
>
> Hi,
>
> auch wenn ich nur kurz wegkonnte. Hab mal ein
> 1 zu 1 Model meiner geplanten Ständerwände
> für den Scheunenaufbau gebaut:
>
> http://www.ichbaueselbst.de/staender.jpg
>
> Ich hab relativ selten mit Holzhäusern zu tun,
> daher bin ich offen für Empfehlungen :-)
>
> Vorgestellt hab ich mir das so, daß ich als
> Ständer 50/ 200 mm Kanthölzer nehme
> (ein Standardquerschnitt vom Holzhändler).
> Unten eines durchlaufend (50/ 200 mm)
> Die stehenden Ständer sind stirnseitig am
> unteren Rähm mit 2 x 6/ 100 mm Schrauben
> befestigt. Oben ist in den Ständer eine
> Fußpfette eingelassen (63/ 75 mm) stirn-
> und oberseitig mit je einer 6/ 100 mm Holz-
> schraube. Dann ist der Ständer oben in Dachneigung
> abgeschrägt.
>
> Die Sparren sind auch 50/ 200 mm (nur ca.
> 3 m Spannweite) mit einer 3 cm Kerve zur
> Fußpfette und beidseitig mit je einem
> Winkel 50/50 mit Sicke stabilisiert und
> befestigt.
>
> Die ganze Konstruktion wird mit 20 cm
> gedämmt. Innenseitig eine OSB 4 - Platte,
> außen eine 27 mm starke Diagonalschalung
> zur Aussteifung . Dann Lattung und Stülp-
> schalung.
>
> Ständerabstand 62,5 cm, Sparren über
> Ständer (halbe OSB-Platte). Je nach
> Abschluß auch 2,5 cm weniger (also auf
> die OSB-Platten ausgelegt).
>
> Was meint ihr?
>
> Von Robinienholzschalung wurde mir
> vom hiesigen Laubsäger abgeraten. Er meinte,
> die ist zu drehwüchsig, als daß er gerade
> Bretter draus sägen könnte. Alternativ
> könnte er Eiche anbieten zu ca. 450 Euro/m3,
> oder (soweit mein Französisch reicht :-) )
> Ulme ???
>
> Gruß
>
> Tobias
>
> .


Re: Ständerwand, Ideen?

"tobias"
2003-09-28 09:46:07

Hi Erwin,

> nimm Dir doch mal den "Holzbauatlas" zur Hand oder gönne Dir einen
> qualifizierten Statiker, der das für Dich macht.

Danke, beides vorhanden. Darum gehts mir nicht, sondern um persönliche
Meinungen (aufgrund eigener Erfahrungen, etc.) zu geplanter Konstruktion

Gruß

Tobias


Re: Ständerwand, Ideen?

"Borvendeg Gabor"
2003-09-29 08:21:40

"tobias" wrote in message
news:bl6p8v$181$00$1@news.t-online.com...

> Vorerst bleibt wohl nur die OSB-Platte. Diese will ich dann,
> oh Schreck (g) mit einer Kalkputzglätte von innen verputzen,
> damit es nicht zu OSBig wird :-)


Hallo Tobias,

wir haben auch Holzständerbauweise.
Innen OSB, darauf Gipsfaserplatte
und Streichputz.

Ist wahrscheinlich etwas teurer,
aber man schweinigelt ;-) nicht so sehr.

Gabor


Re: Ständerwand, Ideen?

"Frank Gales"
2003-09-29 11:19:39

Hi Tobias,
diese Blechwinkel sind aber nicht so dekorativ.
Wie wurde das denn früher gemacht?
Mit Holznagel oder Stahlnagel durch den Sparren?

Tschau,
Frank Gales
"tobias" wrote in message
news:bl4uaf$71j$03$1@news.t-online.com...
> da sieht mans besser:
>
> http://www.ichbaueselbst.de/detail.jpg
>
> Die Sparrenköpfe sollen über die
> Mauerkronen auskragen (Mauerstärke
> ca. 60 cm).
>
> Die bestehende Scheunenwände
> sitzen also außerhalb der
> Konstruktion und reichen ca.
> 50 cm höher als der untere
> Rähm des Holzbaus (momentane
> Traufhöhe der Scheune).
>
> Die Mauerkronen erhalten dann
> ein Abschluß aus einer alten Naturstein-
> eindeckung, Neigung analog zu
> der des Holzhausdaches (20°)
>
> Der Dachüberstand soll etwas
> zusätzlichen Wetterschutz bieten.
> Zudem einen geschützten Bereich
> für Nistplätze-/ kästen
> (Schwalben/Fledermäuse etc. :-) )
>
> Gruß
> Tobias
>
>
>
>


Re: Ständerwand, Ideen?

"tobias"
2003-09-29 12:44:48

Hi Frank,

> diese Blechwinkel sind aber nicht so dekorativ.

nun sieht die hinterher keiner, da ich ja die
Fußpfette eingelassen habe, und diese
somit in der Dämmebene liegt (in der Konstruktion) :-)
Die Winkel damit auch :-))

> Mit Holznagel oder Stahlnagel durch den Sparren?

Beides, erst Hartholz dann Stahl (als der erschwinglich wurde),
allerdings ist mein Sparren etwas schlank (50 mm)
um noch vernüftig nagelbar zu sein (o.k. könnte man
exakt vorbohren und mit nem 240/ 6 mm Sparrennagel anheften.
Aber der Winkel mit Sicke stützt den Sparren noch etwas
(gegen Kippen), was spätestens wenn es ans einlatten geht
sich von Vorteil erweisen könnte :-)

Die 20 cm Sparrenhöhe brauche ich halt wegen der
Dämmstärke. Statisch ist er aber, trotz der enormen
Schlankheit, überdimensioniert.

Eigentlich wollte ich nur mit Brettern arbeiten, aber
die neigen mir zu stark zum Kippen, d.h. muß wieder
fixiert werden.

Gruß

Tobias


Re: Ständerwand, Ideen?

"Axel Conrads"
2003-09-29 14:34:19

"tobias" schrieb im Newsbeitrag
news:bl4t4j$cq9$04$1@news.t-online.com...
> .....
>
> Vorgestellt hab ich mir das so, daß ich als
> Ständer 50/ 200 mm Kanthölzer nehme
> (ein Standardquerschnitt vom Holzhändler).
> Unten eines durchlaufend (50/ 200 mm)
> Die stehenden Ständer sind stirnseitig am
> unteren Rähm mit 2 x 6/ 100 mm Schrauben
> befestigt.

Bei Schrauben oder Nägel ins Hirnholz würde ich möglichst lange
Verbindungsmittel nehmen. Lieber 10 bis 15cm als 5cm.

Oben ist in den Ständer eine
> Fußpfette eingelassen (63/ 75 mm) stirn-
> und oberseitig mit je einer 6/ 100 mm Holz-
> schraube. Dann ist der Ständer oben in Dachneigung
> abgeschrägt.

Warum legst du den Sparren nicht neben den Ständer - Auflager hast du ja
mit der Fußpfette - und verbindest Ständer und Sparren nochmal ?

> ...
> Von Robinienholzschalung wurde mir
> vom hiesigen Laubsäger abgeraten. Er meinte,
> die ist zu drehwüchsig, als daß er gerade
> Bretter draus sägen könnte. Alternativ
> könnte er Eiche anbieten zu ca. 450 Euro/m3,
> oder (soweit mein Französisch reicht :-) )
> Ulme ???

Als Außenschalung? Dann reicht auch Fichte/Kiefer/Tanne oder wenns was
schöneres sein soll vielleicht Lärche oder Douglasie??

Gruß aus Stolberg
Axel

P.S.: Wo ist das Richtfest ;-) ??


Re: Ständerwand, Ideen?

"tobias"
2003-09-29 16:28:44

Hi Axel,

> Bei Schrauben oder Nägel ins Hirnholz würde ich möglichst lange
> Verbindungsmittel nehmen. Lieber 10 bis 15cm als 5cm.

o.k.. mach ich.

> Warum legst du den Sparren nicht neben den Ständer - Auflager hast du ja
> mit der Fußpfette - und verbindest Ständer und Sparren nochmal ?

Tja, eigentlich hast Du Recht. Aber das hängt wieder mit
der Profillänge zusammen. Die Balken bekomme ich
genau 2 oder 4 m lang. Der Kniestock innen ist genau
2,05 m, also halbe Profillänge roh + 5 cm unterer Rähm.
Gibts sonst zuviel Verschnitt :-) Hab lange überlegt. Zum einen
empfinde ich den Raum so angenehmer, da er ja zum First
ansteigt, zum anderen wollte ich Luft zum bestehenden
Dach haben, damit es dort kein Gefummel gibt :-)

Aber an diesem Punkt bin ich noch nicht ganz
schlüssig, da ich noch ein wenig Luft hätte. Geh ich noch etwas
hoch, mache ich es wie von dir vorgeschlagen.

Die ganze Konstruktion ist so ausgelegt, daß ich (auch wenn
Hilfe angeboten wurde) alles selber machen kann, ohne
schwere Querschnitte mit Winden bewegen zu müssen.

Die Firstpfette gibt daher einen Brett-Schraub-Binder aus
3 x 50/200 mm Hölzern :-) so kann ich auch bequem eine
kleine Knagge zur Windaussteifung einbauen.

Eigentlich ist jetzt alles abgeklärt, bis auf einen Punkt der
Balkenauflager. Entweder ich sehe je Deckenbalken
zwei Auflager in der Wand vor, oder einen Streifbalken
an den Giebel und Querwänden, an denen ich die
Deckenbalben mit Balkenschuhen befestige.

Ersteres ist etwas rumgespitze, letzteres etwas unklar, da ich
die Streifbalken nochmals etwas an den Wänden im Feld
befestigen sollte. Da die Bruchsteinwände mit Kalk und
teilweise mit Lehm gemauert sind, krieg ich mit Klebeankern
wohl keinen definierbaren Halt, d.h. müßte wohl eine M 16
Gewindestange in Aussparungen betonieren ...

>P.S.: Wo ist das Richtfest ;-) ??

Tja, muß mal nachfragen, wer da zuständig ist :-)

Gruß

Tobias