nun ist ich der Türdurchbruch fertig. Dabei blieb ein
großer Berg Bruchsteine übrig und ein Haufen Lehm.
Den Sturz hab ich aus alten Eichebalken hergestellt, kurz
mit dem Hobel drüber ...
Mit dem Lehm hab ich nun ein Innenputz für die Bruchsteinwand
angemischt, mit ca. 2 Teilen Sand, 1 Teil Lehm - und von Hand
aufmodelliert. Danach hab ich ihn abgefilzt, so dass er sich an
die Steinstrukturen anschmiegt. Nun möcht ich ihn nochmals
abfilzen, mit warmem Wasser, damit die verschiedenfarbigen
Zuschläge (Steinchen) sichtbar werden.
Die Frage ist, ob ich dann die Oberfläche etwas imprägnieren sollte,
damit er weniger absandet, bzw. ob jemand damit Erfahrung hat.
Im Lehm selbst scheint schon original ein organischer Zuschlag gewesen
zu sein, roch etwas, wenn auch nicht penetrant "streng" (in Wasser
gelöst)
:-)
Wenn er mal angetrocknet ist, gibt es ein paar Bilder.
Gruß
Tobias
Architektur
Lehmputz imprägnieren?
Lehmputz imprägnieren?
tobias.knittel wrote:
>
> Die Frage ist, ob ich dann die Oberfläche etwas imprägnieren
sollte,
> damit er weniger absandet, bzw. ob jemand damit Erfahrung hat.
Vielleicht eine dünne Schicht Kaliwasserglas?
HTH
Grüße
Harald
Lehmputz imprägnieren?
Hi Harald,
> Vielleicht eine dünne Schicht Kaliwasserglas?
Ja, hab mal etwas im Internet geschaut. Scheint die beste
Lösung zu sein, besser als Natronwasserglas oder Acryl.
Eventuel könnte man sogar mit einem Pigment noch etwas
tönen.
Da keiner damit Erfahrungen gemacht zu haben scheint,
werd ich mal selber etwas probieren :-)
Gruß
Tobias
Lehmputz imprägnieren?
Hallo, tobias.knittel
> nun ist ich der Türdurchbruch fertig. Dabei blieb ein
> großer Berg Bruchsteine übrig und ein Haufen Lehm.
> Den Sturz hab ich aus alten Eichebalken hergestellt, kurz
> mit dem Hobel drüber ...
>
> Mit dem Lehm hab ich nun ein Innenputz für die Bruchsteinwand
> angemischt, mit ca. 2 Teilen Sand, 1 Teil Lehm - und von Hand
> aufmodelliert. Danach hab ich ihn abgefilzt, so dass er sich an
> die Steinstrukturen anschmiegt. Nun möcht ich ihn nochmals
> abfilzen, mit warmem Wasser, damit die verschiedenfarbigen
> Zuschläge (Steinchen) sichtbar werden.
>
> Die Frage ist, ob ich dann die Oberfläche etwas imprägnieren
sollte,
Leinöl?
> damit er weniger absandet, bzw. ob jemand damit Erfahrung hat.
Nein.
--
Jürgen
Lehmputz imprägnieren?
Hi Juergen,
> Leinöl?
eher weniger, dann lieber Molke. Aber Kaliwasserglas, wie von
Harald vorgeschlagen, wäre wohl geeignet, da ich Sand und damit
Quarz im Putz habe ...
Gruß
Tobias
Lehmputz imprägnieren?
Nachtrag:
also Kaliwasserglas zu bekommen ist schon ein Akt.
Zuletzt landete ich bei einem Hersteller "Chemische Fabrik
Silicium GmbH", und eine gute Beratung
hierzu boten. Das Problem ist die Unbekannte Lehm.
Möglich wäre eine oberflächliche Schalenbildung, mit der
Gefahr von Ablösungen dieser Schale. Andiskutiert wurde
auch eine Kaliwasserglaszugabe zum nassen Lehm- Sandgemisch selbst,
was aber wiederum recht unvorhersagbare Ergebnisse zeitigt, da
jeder Lehm anders reagiert, je nach den Quelleigenschaften
der Siliciumplättchen im Lehm selbst. Es kann zu Verglasungen, dann
Rissen kommen, die durch den gesamten Putz gehen.
Also muss eigentlich für jeden Lehm ein Versuch gemacht
werden. Das reine Kaliwasserglas gibt es dann auch nur in
Mindestgebinden von 280 kg, aber ich bekomme jetzt mal
einen 10 l -Kanister Reinmineralin Fixativ, was hauptsächlich
Kaliwasserglas ist, und werde zu gegebener Zeit von meinen
Versuchen berichten :-)
Mir schwanene da schon wieder ein paar neue Sachen vor :-))
Gruß
Tobias
Lehmputz imprägnieren?
tobias.knittel wrote:
> Nachtrag:
>
> also Kaliwasserglas zu bekommen ist schon ein Akt.
> Zuletzt landete ich bei einem Hersteller "Chemische Fabrik
> Silicium GmbH", und eine gute Beratung
> hierzu boten. Das Problem ist die Unbekannte Lehm.
>
> Möglich wäre eine oberflächliche Schalenbildung, mit der
> Gefahr von Ablösungen dieser Schale. Andiskutiert wurde
> auch eine Kaliwasserglaszugabe zum nassen Lehm- Sandgemisch selbst,
> was aber wiederum recht unvorhersagbare Ergebnisse zeitigt, da
> jeder Lehm anders reagiert, je nach den Quelleigenschaften
> der Siliciumplättchen im Lehm selbst. Es kann zu Verglasungen, dann
> Rissen kommen, die durch den gesamten Putz gehen.
Als Alternative zu Kaliwasserglas würde sich auch ein Haftgrund
anbieten, z.B. PCI-Gisogrund (kein Schrebfeler). Oberflächlich
aufgetragen ergibt sich jedoch ein weißlich, bläulicher Schleier.
Jedoch könnte man die letzte Putzschicht damit versetzen, so dass die
Schicht insgesamt etwas absandfester wird.
Grüße
Harald
Lehmputz imprägnieren?
Hi Harald,
> Als Alternative zu Kaliwasserglas würde sich auch ein Haftgrund
> anbieten, z.B. PCI-Gisogrund (kein Schrebfeler). Oberflächlich
> aufgetragen ergibt sich jedoch ein weißlich, bläulicher
Schleier.
> Jedoch könnte man die letzte Putzschicht damit versetzen, so dass die
> Schicht insgesamt etwas absandfester wird.
wäre auch noch eine Alternative, aber ich versuche mal das
Kaliwasserglas, zumal bereits bestellt. Der Putz ist schon fertig,
aber war eben noch feucht, als ich ging ... also eine weitere Schicht
wollte ich nicht auftragen, maximal noch eine Schlämme mit Pinsel, kommt
die
Farbe zu dunkel raus.
Da gäbe es wieder die Möglichkeit mit Kalk zu arbeiten, also eine
Schlämme aus Lehm anzusetzen und mit hydraulischen Kalk auf-
zuhellen ... mal sehen :-)
Tapetenkleister kam mir auch noch ... :-)
Gruß
Tobias
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