Hallo,
wir planen für unser neues Heim den Einbau einer
Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Ursprünglicher Gedanke war die Unabhängigkeit Öl und Gas. Daher
dachten
wir zuerst an eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung. Da beim Hausbau aber
das Geld sowieso knapp ist, war uns das letztlich doch zu teuer.
Ich habe im Usenet schon ein wenig gelesen, bin aber auch mal auf neuere
Erfahrungen gespannt. Daher die folgenden Fragen:
- Empfiehlt sich eine Luft-Wasser Wärmepumpe (von Alpha Innotec)
-> Wäre schön wenn jemand berichten kann, warum er sich dafür
oder
dagegen entschieden hat.
- Wie ist das mit der Lautstärke? Mir wurden am Ablass 60db genannt, was
mir recht viel vorkommt. Angeblich soll das aber nicht weiter schlimm sein.
- Ist ein anderes System vielleicht doch wirtschatlicher? Evtl.
Gasheizung mit Solarkollektoren oder so was.
- Jemand hat kürzlich den Begriff Wasserstoffheizung genannt, was wohl
in Zukunft mal irgendwann kommen soll? Davon habe ich noch gar nichts
gehört? Weiss jemand was darüber?
- Erdkollektor ist ja eigentlich auch nicht viel günstiger als eine
Erdborhung.
Hier mal ein Parr Zahlen:
Unser Haus:
Wohnfläche: ca. 170 qm
voll unterkeller, aber als reiner Nutzkeller (wärmegedämmt, aber
keine
Heizung)
kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung
Fußbodenheizung
KFW-60 Standard ist geplant
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet ca. 13 TEUR, Aufpreis für
Tiefenborhung wären etwa 5 TEU. (Pauschalangebot vom Häuslebauer)
Besten Dank für Eure Meinungen!
--
Gruß
Armin
Architektur
Luft-Wasser =?ISO-8859-15?Wärmepumpe oder doch was a =?ISO-8859-15?nderes?
Luft-Wasser =?ISO-8859-15?Wärmepumpe oder doch was a =?ISO-8859-15?nderes?
Roland Mösl wrote:
>> wir planen für unser neues Heim den Einbau einer
>> Luft-Wasser-Wärmepumpe. Ursprünglicher Gedanke war die
>> Unabhängigkeit Öl und Gas. Daher dachten wir zuerst an eine
>> Wärmepumpe mit Tiefenbohrung. Da beim Hausbau aber das Geld
sowieso
>> knapp ist, war uns das letztlich doch zu teuer.
>
> Luft Wasser ist wirklich das letzte.
>
> Macht Lärm und wenn es richtig kalt wird,
> dann kann man die Leistungszahl vergessen.
Also meine macht am Luftauslass max. 20dB fast unhörbar.
>> - Wie ist das mit der Lautstärke? Mir wurden am Ablass 60db
genannt,
>> was mir recht viel vorkommt. Angeblich soll das aber nicht weiter
>> schlimm sein.
Das kann ich kaum glauben. Meine Stiebel soll ein Innengeräusch von
40haben. Aussen, wie oben geschrieben ist es nur ein pfffft.
>> - Ist ein anderes System vielleicht doch wirtschatlicher? Evtl.
>> Gasheizung mit Solarkollektoren oder so was.
Entweder eine Solepumpe mit Tiefenbohrungen oder einen Direktverdampfer
wenn etwas Garten da ist. www.spartec.de
Gruß
Christoph
Luft-Wasser =?ISO-8859-15?Wärmepumpe oder doch was a =?ISO-8859-15?nderes?
Bitte, bitte investiert ein paar hundert Euro und geht zum
Energieberater. Luft-Wasser Wärmepumpen machen wirklich nur Sinn, wenn
man über das ganze Jahr über auch warme Luft hat. Abluft von
Bäckerei
oder irgendwoher. Die Verunsicherung ist groß und so wird der letzte
Dreck verkauft.
Freundliche Grüße
Martin Mende
SYNERTEKT - energetische Gebäudesanierung
Martin Mende
Bergstraße 6
70734 Fellbach
fon 0711 - 510 97 237
fax 0711 - 510 97 236
www.synertekt.de
Luft-Wasser =?ISO-8859-15?Wärmepumpe oder doch was a =?ISO-8859-15?nderes?
Am Wed, 15 Mar 2006 17:01:57 +0100 schrieb Martin Mende:
> Bitte, bitte investiert ein paar hundert Euro und geht zum
> Energieberater. Luft-Wasser Wärmepumpen machen wirklich nur Sinn,
wenn
> man über das ganze Jahr über auch warme Luft hat. Abluft von
Bäckerei
> oder irgendwoher. Die Verunsicherung ist groß und so wird der letzte
> Dreck verkauft.
Ack- aber Deine Werbung gehört in die abtrennbare sig und auf 4 Zeilen
gekürzt.
Gruß
Luft-Wasser =?ISO-8859-15?Wärmepumpe oder doch was a =?ISO-8859-15?nderes?
Am Wed, 15 Mar 2006 12:55:32 +0100 schrieb Roland Mösl:
>> wir planen für unser neues Heim den Einbau einer
Luft-Wasser-Wärmepumpe.
>> Ursprünglicher Gedanke war die Unabhängigkeit Öl und
Gas. Daher dachten
>> wir zuerst an eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung. Da beim Hausbau
aber das
>> Geld sowieso knapp ist, war uns das letztlich doch zu teuer.
>
> Luft Wasser ist wirklich das letzte.
>
> Macht Lärm und wenn es richtig kalt wird,
> dann kann man die Leistungszahl vergessen.
>
> Dann ist es schon fast eine Stromheizung
Jepp- IMHO muss die Pumpe mindestens 1:3 bringen, damit sie lohnt.
(Faustregel 1kwh Strom = 3 kwh Gas) Und das dauernd. Im Winter hab ich da
so meine Zweifel. Und dann ist noch die Frage, wie hoch soll die
Vorlauftemperatur sein. Mit Luft-Wasser sollte das AFAIK nur auf
Fußbodenheizungsniveau gehen. Wie macht Ihr Heißwasser?
>> - Wie ist das mit der Lautstärke? Mir wurden am Ablass 60db
genannt, was
>> mir recht viel vorkommt. Angeblich soll das aber nicht weiter schlimm
>> sein.
>
> Wenn ich Nachbar wäre laut genug um an Sabotage zu denken
Ah was. An die 60 dB glaub ich allerdings auch nicht.
>> - Ist ein anderes System vielleicht doch wirtschatlicher? Evtl.
Gasheizung
>> mit Solarkollektoren oder so was.
>
> Photovoltaik Wärmekombi und Tiefenbohrung
>
> http://wohnen.pege.org/2005-photovoltaik
Photovoltaik ist zur Zeit ein hochgesponsortes Unterfangen und
schweineteuer im Invest.
MAchbares, aber sehr teuer:
Solarwärme mit Riesenpuffer
Erdwärme
Bezahlbare alternativen:
Gas Brennwert mit Solarunterstützung für WW.
>
>> - Erdkollektor ist ja eigentlich auch nicht viel günstiger als
eine
>> Erdborhung.
>
> Kommt auf die Heizlast an.
>
> Je kleiner, desto billiger
Jepp
Gruß
Luft-Wasser =?ISO-8859-15?Wärmepumpe oder doch was a =?ISO-8859-15?nderes?
"Armin Gajda" schrieb im Newsbeitrag
news:dv8nn3$ifg$1@online.de...
> Hallo,
>
> wir planen für unser neues Heim den Einbau einer
Luft-Wasser-Wärmepumpe.
> Ursprünglicher Gedanke war die Unabhängigkeit Öl und Gas.
Daher dachten
> wir zuerst an eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung. Da beim Hausbau aber
das
> Geld sowieso knapp ist, war uns das letztlich doch zu teuer.
>
> Ich habe im Usenet schon ein wenig gelesen, bin aber auch mal auf neuere
> Erfahrungen gespannt. Daher die folgenden Fragen:
>
> - Empfiehlt sich eine Luft-Wasser Wärmepumpe (von Alpha Innotec)
> -> Wäre schön wenn jemand berichten kann, warum er sich
dafür oder dagegen
> entschieden hat.
>
> - Wie ist das mit der Lautstärke? Mir wurden am Ablass 60db genannt,
was
> mir recht viel vorkommt. Angeblich soll das aber nicht weiter schlimm
> sein.
>
> - Ist ein anderes System vielleicht doch wirtschatlicher? Evtl. Gasheizung
> mit Solarkollektoren oder so was.
>
> - Jemand hat kürzlich den Begriff Wasserstoffheizung genannt, was
wohl in
> Zukunft mal irgendwann kommen soll? Davon habe ich noch gar nichts
gehört?
> Weiss jemand was darüber?
>
> - Erdkollektor ist ja eigentlich auch nicht viel günstiger als eine
> Erdborhung.
>
> Hier mal ein Parr Zahlen:
>
> Unser Haus:
>
> Wohnfläche: ca. 170 qm
> voll unterkeller, aber als reiner Nutzkeller (wärmegedämmt, aber
keine
> Heizung)
> kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung
> Fußbodenheizung
> KFW-60 Standard ist geplant
>
> Die Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet ca. 13 TEUR, Aufpreis für
Tiefenborhung
> wären etwa 5 TEU. (Pauschalangebot vom Häuslebauer)
>
> Besten Dank für Eure Meinungen!
>
> --
> Gruß
> Armin
Hallo Armin!
Vielleicht kann ich weiterhelfen.
Ich muß vorausschicken dass wir unser Einfamilienhaus (ca. 145 m2) seit
1983
schon mit verschiedenen
Systemen beheizt haben:
Zuerst 4 Jahre lang mit festen Brennstoffen. Kosten pro Jahr - umgerechnet -
ca. 900,- Euro
Dann 13 Jahre lang mit Luft - Wasser Wärmepumpe und Briketts. Kosten pro
Jahr ca. 800,- Euro
Später 6 Jahre lang mit Erdwärmepumpe in Direktverdampfung. Kosten
pro Jahr
ca. 500,- Euro
In diesen Kosten ist auch die Warmwasserbereitung im Winter enthalten.
Für das Warmwasser im Sommerhalbjahr haben wir noch 8 m2
Kollektorfläche am
Dach.
Ebenso 12 m2 für die (gratis) Wärmegewinnung für die
Fussbodenheizung bei
Sonnenschein im Winter.
Sind aber keine Voraussetzung für eine Wärmepumpenheizung!
Weiters ist bei einem Preisvergleich zu berücksichtigen dass
jährliche
Wartungen, Überprüfungen
und Kaminfegerkosten entfallen da diese bei einer Wärmepumpenheizung nicht
mehr erforderlich sind.
Entfallen kann auch der Heizraum sowie ein weiterer Lagerraum für
Brennmaterial im Keller.
Falls Du genug Fläche im Garten zur Verfügung hast würde ich auf
alle Fälle
die Erdwärmeheizung
mit Direktverdampfung und Erdkollektor vorziehen. Erforderlich ist
ungefähr
die doppelte Fläche der
später zu beheizenden Fläche im Haus.
Unsere Rohre waren mit Grabgerät und 60 cm Löffel in einem Tag
eingegraben
und planiert, sodass ich
am nächsten Tag schon den Grassamen säen konnte.
Kosten unter 1000,- Euro!
Die Luft - Wasser Wärmepumpe ist billiger und auch einfacher zu montieren,
hat aber den einen Nachteil
dass sie bei sehr tiefen Minustemperaturen und gleichzeitig feuchter Luft
stark zu vereisen beginnt.
Das wird zwar wieder von der Maschine automatisch abgetaut was aber wiederum
kostbare, rückgeführte
Energie braucht. Die Wirtschaftlichkeit sinkt damit weiter ab. Auch der
Energieverbrauch des Ventilators
drückt die Leistungsbilanz nach unten.
Die Lärmentwicklung bei den neueren Geräten wäre sicher kein
Proplem.
Da müßte schon der Nachbar ein offenes Schlafzimmerfenster in 10 m
Entfernung haben um sich
beschweren zu können.
Von Öl und Gas ist sowieso abzuraten.
Und Wasserstoff wird, wenn überhaupt, erst in ferner Zukunft kommen wenn
die
sehr energieaufwändige
Herstellung desselben mit Sonnenenergie möglich ist.
Sehr gut kombinierbar mit Niedertemperaturheizungen sind Sonnenkollektoren.
Auf die würden wir auf keinen Fall mehr verzichten.
Ebensowenig wie auf unsere Erdwärmepumpe!
Wenn Du weitere Fragen hast können wir uns ja über die NG wieder
treffen!
Nun wünsche ich weiterhin erfolgreiches Planen!
Alois Decker
Luft-Wasser =?ISO-8859-15?Wärmepumpe oder doch was a =?ISO-8859-15?nderes?
> Unsere Rohre waren mit Grabger
Luft-Wasser =?ISO-8859-15?Wärmepumpe oder doch was a =?ISO-8859-15?nderes?
"Walter" schrieb im Newsbeitrag
news:1142523897.013445.211090@j33g2000cwa.googlegroups.com...
> Unsere Rohre waren mit Grabgerät und 60 cm Löffel in einem Tag
eingegraben
Gab es einen Grund warum die Rohre so flach gelegt wurde (Felsboden
o.ä.)?
Wo ich wohne (600m Höhe) ist der Boden oft lange Zeit bis in diese
Tiefe gefroren.
> Sehr gut kombinierbar mit Niedertemperaturheizungen sind
> Sonnenkollektoren.
... und die wiederum mit einem Erdkollektor. Mit dem kann man die
Solaranlage im Sommer vor Überhitzung schützen. Schon das macht diese
Kombination sinnvoll. Wieviel von der sommerlichen Wärme bis zur
Heizperiode noch im Boden ist hängt natürlich vom Boden ab.
Walter
Die erforderliche Tiefe der Rohverlegung bei Direktverdampfung beträgt
1.20
m.
Mit 60 cm war natürlich die Löffelbreite, somit Grabenbreite gemeint.
Dies ergibt dann auch einen Rohrabstand von 60 cm.
Es liegt also ein Graben neben dem andern. Inzwischen liegt dann jeweils
ein beliebiger Abstand, mindestens aber wieder 60 cm.
Hat man sehr viel Grund zur Verfügung könnten auch breiterere
Gräben
ausgehoben werden.Was für die Wärmegewinnung sicher nur von Vorteil
sein kann.
Alois
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