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Lehmbau + Visualisierungssoftware + Schallschutz bei Wasserflächen

Lehmbau + Visualisierungssoftware + Schallschutz bei Wasserflächen

"Harald Maedl"
2006-05-16 10:42:24

Ich beschäftige mich momentan mit dem Entwurf meines Altersruhesitzes.
Es soll eine Wohnlandschaft entstehen, die man am knappesten vielleicht
mit "der Garten im Haus" beschreiben könnte. So schweben mir u.a. ein
Wasserfall, ein Bachlauf, eine in Wohnraum integrierte Poollandschaft,
höhenversetzte Terassen, dabei möglichst keine Treppen, sondern
"natürliche"-Wege, ein Aquarienlandschaft (mehrere Meter lang) mit
integriertem "Teich", ein Observatorium für astronomische Zweck vor.
Das Haus soll sowohl bei der Wasser- als auch der Energieversorgung
autonom und auch "intelligent" im Sinne einer ZLT sein. Insgesamt ist
Planung der Haustechnik außerordentlich anspruchsvoll
(Schwimmbad-/Wasser- und Lüftungstechnik, Energietechnik,
Kommunikations- und Steuerungstechnik).

Weiterhin möchte ich einen Kuppelbau aus Lehm, ca 5 mtr im Durchmesser
und ca 5mtr Höhe mit Wandheizung und mit einer offenen zentralen
Feuerstätte, wobei der Rauchabzug über eine Art Hutze an einem
aufgehängtem Kamin erfolgen soll. Die Anmutung der Einrichtung des
"Kuschelraumes" sollte im wesentlichen orientalisch sein.

Wie kann man nun so einen Kuppelau aus Lehm realisieren? Ich habe mal
angedacht, zunächst ein Stahlgerüst mit Mattenbewehrung aufzustellen
und die Gefache dann mit einem Stroh-/Lehmgemisch aufzufüllen. Die
Wandstärke sollte nicht mehr 45cm betragen. Wie würdet ihr die Sache
angehen? Wie schützt man eigentlich so einen Lehmbau vor
Witterungseinflüssen?
Bekommt man überhaupt für eine offene Feuerstelle innerhalb eines
Hauses in DE eine Genehmigung? (wobei ich vermutlich nicht hierbleiben,
sondern in wärmere Gefilde umziehen werde, wenn meine oberste
"Regierung" mitmacht)

Gibt es ein einfach zu bedienendes und möglichst preisgünstiges
Programm, mit dem man seine Ideen aufmalen kann und dann durch das Haus
quasi spazierengehen kann? Es kommt ausschließlich auf die
Visualisierung und weniger auf technische Aspekte an. Perspektivische
Handskizzen sind wirklich extrem aufwendig und ich bin auch etwas aus
der Übung.

Was mich bei herkömlichen Schwimmbädern immer stört, ist der enorme
hohe Geräuschpegel mit einem Halleffekt. Über Wasserflächen wird imho
der Schall verstärkt, zumindest aber sehr gut übertragen. Welche
Möglichkeiten der Minimierung gibt es? Den Pool habe ich u.a. deswegen
in einer Mäanderform mit einer üppigen "Ufervegetation" mit hohen
Sträuchern/kleinwüchsigen immergrünen Bäumen (ca 4-5mtr) angedacht.

Grüße
Harald


Lehmbau + Visualisierungssoftware + Schallschutz bei Wasserflächen

"Karl-Ludwig Diehl"
2006-05-16 04:13:59

Harald Maedl wrote:
> Perspektivische
> Handskizzen sind wirklich extrem aufwendig und ich bin auch etwas aus
> der


Lehmbau + Visualisierungssoftware + Schallschutz bei Wasserflächen

Jens Arne Maennig
2006-05-16 13:26:16

Harald Maedl schrieb:

> Ich beschäftige mich momentan mit dem Entwurf meines
> Altersruhesitzes. Es soll eine Wohnlandschaft entstehen, die man am
> knappesten vielleicht mit "der Garten im Haus" beschreiben könnte.
> So schweben mir u.a. ein Wasserfall, ein Bachlauf, eine in Wohnraum
> integrierte Poollandschaft, höhenversetzte Terassen, dabei
> möglichst keine Treppen, sondern "natürliche"-Wege, ein
> Aquarienlandschaft (mehrere Meter lang) mit integriertem "Teich",
> ein Observatorium für astronomische Zweck vor. Das Haus soll sowohl
> bei der Wasser- als auch der Energieversorgung autonom und auch
> "intelligent" im Sinne einer ZLT sein. Insgesamt ist Planung der
> Haustechnik außerordentlich anspruchsvoll (Schwimmbad-/Wasser- und
> Lüftungstechnik, Energietechnik, Kommunikations- und
> Steuerungstechnik).
>
> Weiterhin möchte ich einen Kuppelbau aus Lehm [...]

Welchen Stamm von Hauspersonal planst du, um das Gebäude im Alter zu
unterhalten?

Jens


Lehmbau + Visualisierungssoftware + Schallschutz bei Wasserflächen

Uwe Hercksen
2006-05-16 16:40:36

Harald Maedl schrieb:
>
> Wie kann man nun so einen Kuppelau aus Lehm realisieren? Ich habe mal
> angedacht, zun


Lehmbau + Visualisierungssoftware + Schallschutz bei Wasserflächen

"Harald Maedl"
2006-05-17 00:24:11

Jens Arne Maennig wrote:
> Harald Maedl schrieb:
>
>> Insgesamt ist Planung der
>> Haustechnik außerordentlich anspruchsvoll (Schwimmbad-/Wasser- und
>> Lüftungstechnik, Energietechnik, Kommunikations- und
>> Steuerungstechnik).
> Welchen Stamm von Hauspersonal planst du, um das Gebäude im Alter zu
> unterhalten?

Und was hat das mit meinen Fragen zu tun? Ich glaube, ich kann den
Aufwand für Wartung und Instandhaltung recht gut einschätzen. Und bis
es zur Realisierung kommt, dann brauche ich mir hoffentlich um meine
finanzielle Zukunft keine großen Sorgen mehr zu machen.
Und wer sich keine Ziel setzt, wer keine Wünsche hat oder nicht
versucht diese zu realisieren, der soll weiterhin in seinem Muff leben.
Dein Einwand scheint mir eine typisch deutsche Bedenkenträgerei zu
sein. Ja, die Sonne scheint schön, aber der Pollenflug, ohhh,
hoffentlich regnet es bald wieder.

Grüße
Harald


Lehmbau + Visualisierungssoftware + Schallschutz bei Wasserflächen

"Harald Maedl"
2006-05-17 00:41:44

Karl-Ludwig Diehl wrote:
> Harald Maedl wrote:
>> Perspektivische
>> Handskizzen sind wirklich extrem aufwendig und ich bin auch etwas aus
>> der Übung.
> Hm, eine Jahrhunderte alte Übung des extremen Aufwandes wegen
> nicht mehr in Gebrauch nehmen. Das klingt wie eines der letzten
> großen Abenteuer des 21.Jh.

Also früher habe ich die Skizzen deswegen per Hand gefertigt, weil es
schneller als mit irgendwelchen CADS-Systemen gegangen ist. Außerdem
wäre die notwendige EDV-Ausstattung utopisch teuer gekommen. Später bin
ich deswegen dabei geblieben, weil die Kunden immer ganz verzückt
waren, wenn ich mit meinem Holzkoffer edler Buntstifte angerückt bin
und vor Ihren Augen etwas entstanden ist. Aber mittlerweile bewege ich
mich auf einem ganz anderen Terrain, so dass diese Fähigkeit etwas
verkümmert ist.

>> Was mich bei herkömlichen Schwimmbädern immer stört, ist der enorme
>> hohe Geräuschpegel mit einem Halleffekt.
> Meeresbrandung kann natürlich etwas Ätzendes haben, derselbe Lärm
> in Hallen ist natürlich unerträglich.Es geht nicht um das Wasserplätschern.Ich empfinde es als störend, wenn dann ein Gespräch durchs ganze Haus hallen würde

>> Den Pool habe ich u.a. deswegen
>> in einer Mäanderform mit einer üppigen "Ufervegetation" mit hohen
>> Sträuchern/kleinwüchsigen immergrünen Bäumen (ca 4-5mtr) angedacht.
> Das Mäandertal voller Wasser soll hoffentlich gerundet stattfinden.

Hast du schon einmal eckige Mäander gesehen?

> Eine Kreisform mit
> einsamer Insel, üppig mit einer Palme bestanden - Wie wäre es damit?

Nö, das ist mir zu plump. Ein etwas bessseren Geschmack hättest du mir
schon zutrauen können. Nein, eher in der Tradition japanischer Garten-
und Teichanlagen. Ich sehe schon, ich muss doch mal meine Ideen zu
Papier bringen und ins Netz stellen.

> Dein Projekt hat dann Zukunft.

Sag ich auch immer. Man kann alles erreichen, wenn man sich nicht
beirren und sich nicht allzusehr ablenken läßt.

Grüße
Harald


Lehmbau + Visualisierungssoftware + Schallschutz bei Wasserflächen

"Harald Maedl"
2006-05-17 01:00:44

Uwe Hercksen wrote:
> Harald Maedl schrieb:
>>
>> Wie kann man nun so einen Kuppelau aus Lehm realisieren? Ich habe mal
>> angedacht, zunächst ein Stahlgerüst mit Mattenbewehrung aufzustellen
>> und die Gefache dann mit einem Stroh-/Lehmgemisch aufzufüllen. Die
>> Wandstärke sollte nicht mehr 45cm betragen. Wie würdet ihr die Sache
>> angehen? Wie schützt man eigentlich so einen Lehmbau vor
>> Witterungseinflüssen?
>
> wenn die Aussenfläche der Kuppel direkt aus Lehm besteht und so direkt
> dem Wetter insbesondere dem Regen ausgesetzt wird wirst Du daran wohl
> nicht viel Freude haben. Soll da Stahl direkt im Lehm eingesetzt
> werden, aber was ist dann mit dem Rostschutz?

Nun ja, so Lehmhäuser werden ja seit Jahrhunderten auch in unseren
Breiten gebaut. Viele der Fachwerkbauten werden ja mit einem
Stroh/Lehmgemisch ausgefacht. Witterungsfest werden solche Bauten imho
durch Zuschläge von Kalk oder Kasein bzw sie haben einen
witterungsfesten Außenputz. Ich habe mich jedoch noch nicht mit dieser
Materie intensiv auseinandergesetzt. Ich bin aber der Meinung, dass man
sehr günstig auch relatv große Projekte in Lehmbauweise verwirklichen
kann. Lehm steht als Baustoff praktisch unbegrenzt zur Verfügung.
Zum Rostschutz von Metallen in Lehmgebäuden sehe ich eher weniger
Probleme, da Lehm imho sehr gut die Feuchtigkeit reguliert. Wichtiger
scheint mir die Überdeckung zu sein, das ist aber bei Betonteilen nicht
anders. Die meisten Stahlbetonbauten mit Schäden leiden imho daran,
dass die Betonüberdeckung aus Kostengründen bzw Pfusch zu gering
ausgefallen ist.
Ich habe mir halt gedacht, dass runde Bauten mit Stahlprofilen als
Grundgerüst einfacher als mit Holz zu realisieren sind.


Grüße
Harald


Lehmbau + Visualisierungssoftware + Schallschutz bei Wasserflächen

"T. Brandwein"
2006-05-17 01:55:03

"Harald Maedl" schrieb


> Nun ja, so Lehmhäuser werden ja seit Jahrhunderten auch in unseren
> Breiten gebaut. Viele der Fachwerkbauten werden ja mit einem
> Stroh/Lehmgemisch ausgefacht. Witterungsfest werden solche Bauten imho
> durch Zuschläge von Kalk oder Kasein bzw sie haben einen
> witterungsfesten Außenputz.

Vor allem habe sie i.d.R. einen Dachüberstand, der sie vor
Witterungseinflüssen schützt. Das klappt ganz gut, solange
die Beanspruchung wie "vorgesehen" von oben kommt.
Die kürzlichen Hochwasser in Rumanien usw. haben die
Grenzen des einfach mit Lehm Machbaren ziemlich
deutlich gezeigt. Hohe Raumfeuchte und darüber eine
Lehmkuppel halte ich für "gewagt".... Natürlich kann man den
Lehm durch Dampfsperren schützen, aber was soll das?
Warum dann nicht gleich eine "Plastikkuppel"?

> Ich habe mich jedoch noch nicht mit dieser
> Materie intensiv auseinandergesetzt. Ich bin aber der Meinung, dass man
> sehr günstig auch relatv große Projekte in Lehmbauweise verwirklichen
> kann. Lehm steht als Baustoff praktisch unbegrenzt zur Verfügung.

Man kann sicherlich. Aber nicht beliebig.....

> Zum Rostschutz von Metallen in Lehmgebäuden sehe ich eher weniger
> Probleme, da Lehm imho sehr gut die Feuchtigkeit reguliert. Wichtiger
> scheint mir die Überdeckung zu sein, das ist aber bei Betonteilen nicht
> anders.

Vorsicht..... Stahl und Beton habe z.B. sehr ähnliche
Wärmedehnung und Beton quillt bei Feuchte kaum...
Du setzt hier einfach voraus, dass Lehm und Stahl zu
einem Verbundwerkstoff "Stahllehm" zusammengepappt
werden können, aber ich habe daran erst mal grunsätzliche
Zweifel.

Grüße
Thorwald Brandwein

--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet und/
oder Gehör erwartet. Hier gilt ein Link, die praktischste Form der
Vorstellung, inzwischen als "spam". So eine Spinnerei....
Mehr zu meiner Person im Realen über: 3xw.biotekt.de.