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OSHütte: neue Gründung (www.oshuette.de)

OSHütte: neue Gründung (www.oshuette.de)

"Tobias Knittel"
2006-06-26 23:52:19

Nun schon wieder ein paar Jahre her :-)

Also, demnächst soll es weitergehen.

Der Stahlbetonkeller ist einfach zu aufwändig und zu teuer.
Alternativ wurde ein gemauerter Kriechkeller gewünscht,
wenn ich mich recht erinnere (Steffen).

Aus Kostengründen sollte man den wohl auch streichen,
stattdessen irgendwo unter der Küche eine Erdgrube
ausheben, die über eine Einschubtreppe, oder Luke mit
Leiter, im Küchenboden erreichbar ist, zwecks Kühlung
von Getränken, Lagerung von Ergebnissen der Gartenbaukunst
(sofern es was wurde).

Nun baut mein Bruder gerade einen Schuppen, und hat für
sich folgende Gründung gewählt:

Stahlrohre werden in den Boden getrieben, mit einer Erdschraube
dann freigemacht (innen), dann wird ein Stahlrohr eingesetzt,
dieses ausgerichtet und das Mantelrohr mit Schotter gefüllt.

Der Schotter verkeilt sich, und das Einschubrohr sitzt fest.

Diese Stahlrohrgründung trägt weniger über die Bodenpressung
am Auflager, vielmehr über die Mantelreibung des Rohres zum
Erdreich. Der Bodeneingriff wäre also minimal, wer sicher gehen will,
könnte das Rohr mit Magerbeton verfüllen.

Meinungen?

Ich würde dazu tendieren, das Haus dann über dem Boden
(Holzkonstruktion) aufzuständern, soweit, dass man sich unter
dem EG-Fussboden kriechend bewegen kann, gäbe es etwas
zu reparieren, also ca. 50 cm.

Es wäre also eine eingespannte Gründung, ohne weitere
Aussteifung bis zum Boden. Der Raum kann auch als
(End)Lagerstätte für Fahrräder, Geräte, Rasenmäher,
Sperrmüll dienen, sollte dann aber zu knapp bemessen
und über die Aussenwand (einfache Blende) mit mehreren
Luken erreichbar.

Zum Wandaufbau, Dach, etc. hatte ich schon geschrieben,
aber dazu war keine weitere Meinung zu vernehmen, soweit
ich mich erinnere

So will ich noch nochmals kurz darauf eingehen:

EG-Fussbodenaufbau von oben:

Dielenparkett 22 mm, schwimmend verklebt (neu)
Pe-Folie (Baufolie)
40 mm Extruderhartschaum (Installationsraum falls benötigt)
OSB 3, triply, 16 mm, verklebt
Balkenlage 60/ 200 mm, 200 mm WD 035
Unterspannbahn, sd-Wert 2 cm, getackert und dann, wer
will, mit Latten oder Rauhspund nochmal gegen Durchhängen
gesichert.

Wandaufbau von innen:

-Wandfarbe, mit Sägemehl oder Sand, als Putzersatz
-OSB 3, triply, 16 mm verklebt
-Lattung für Elektro, Leitungen. (30 mm reichen, setzt man
die Dosen ins Feld und nicht auf die Ständer) 30 mm WD 035
-Dampfbremse
-Ständer 60/ 200 mm, 200 mm WD 035
-dann entweder Weichfaserplatte mit Putz
-alternativ Schalung Rauspund, Windbremse, Lattung, Sparschalung.

Dach von unten:

-Dielenschalung sägerauh oder GK
-50 mm Lattung WD 035
-Dampfbremse
- 60/200 mm Sparren, WD 035
- Windbremse
- Konterlattung
- Lattung
- Ziegel

Zwischenwände:

Ständer 80/ 80 mm, beidseitig 16 mm OSB, innen Dämmung,
sofern gewünscht

Zwischendecke:

Balken 60/ 200 mm, drüber 22 mm Parkettdielen, fertig :-)

Wem das zu gewagt wäre, analoger Aufbau wie EG-Fussboden
aber mit Trittsachalldämmung, zusätzlich OSB als schwimmender
Estrich, Belag (keine Fliesen).

Gruß

Tobias

Gruß

Tobias


OSHütte: neue Gründung (www.oshuette.de)

"Steffen Stein"
2006-06-26 23:17:39

Tobias Knittel wrote:
> Nun schon wieder ein paar Jahre her :-)

ja, ja *pfeif

> Der Stahlbetonkeller ist einfach zu aufw


OSHütte: neue Gründung (www.oshuette.de)

"Tobias Knittel"
2006-06-27 10:30:12

Hallo Steffen,


>ich bin nach wie vor Fan eines kompletten Kellers - einfach des Platzes
>wegen. Aber wenn schon den Keller weglassen, dann eine ganz einfach
>Gründung (s.u.)

Ich finde das Betonieren einfach zuviel Aufwand und scheue mich
persönlich davor. Daher hab ich bisher auch nur ca. 8 Sack Zement
verbraucht, für Mörtel. Mauern gefällt mirdann schon eher,
zumal man auf einem Recyclinghof alte Zigel holen könnte, sofern
lokal keine Steine vorhanden, und sich einen KalkZementmörtel
selber anmachen könnte. Die Sackware ist unverschämt teuer,
vergleichsweise zu selber gemischten Mörteln ... :-)

Man unterschätzt gerne die Mengen, und so eine Sack mit
Fertigmischung reicht nicht weit ...

>einfach Erdgrube? Klappt auch nicht überall, wegen Standsicherheit und
>so. Ich stell mir da einen Betonkubus vor, ohne Bewehrung und ohne
>Dichtung, an passender Stelle eine Schachtring mit eingabaut als
>Einstieg, reichlich Erdüberdeckung uns fertig.

weiß nicht :-)

Dann schon eher gemauert. Das Ding muss man schalen, und
Schalen ist ein Krampf :-)

> Stahlrohre werden in den Boden getrieben, mit einer Erdschraube
> dann freigemacht (innen), dann wird ein Stahlrohr eingesetzt,
> dieses ausgerichtet und das Mantelrohr mit Schotter gefüllt.
>
> Der Schotter verkeilt sich, und das Einschubrohr sitzt fest.

>Das gefällt mir gut, lässt sich das ohne grösseren Geräteeinsatz
>herstellen?

Also es ging bei meinem Bruder mit dem Vorschlaghammer.
Für ein Häuschen wäre wohl eine hydraulische Ramme vorteilhaft. Die gibt
es ja zum Eintreiben von Zaunpfählen als Anbauteil an Traktoren.
In .fr. hat fast jeder Bauer so ein Ding, für die Weidezäune ...
kann man also sicher irgendwo leihen ... auch hier.

>Ansonsten würde ich noch vorschlagen: Streifenfundamente, darauf kurze
>(50cm) Stahlstützen mit Schraubplatten an beiden Enden und den
>Grundrahmen darauf festgeschraubt.

Ist sicher auch bodenabhängig. Ich werde mal nachfragen, wie sich die
Mantelreibung berechnen läßt, je nach Bodenart. Mein Bruder hatte es
für sich mal nachgerechnet, ich bin da ignorant.

Aber bei einem Holzhaus in der Größe kommen nicht so viel Lasten
zusammen. ein Streifenfundament müßte dann min. wieder die
Schaufelbreite eines Minibaggers haben, also ca. 30 cm, realistisch
ca. 35 cm.

Man könnte natürlich den Graben (Frosttiefe) mit Leerkies füllen, ist der
Boden tauglich, und nur auf dem Leerkiesbett einen umlaufenden
Riegel betonieren, ca. 25/ 25 cm. aber wohin mit den Horizontalkräften
aus Wind?

Die Frage ist halt ob der Pfahl da nicht besser wäre ...

Gruß

Tobias


OSHütte: neue Gründung (www.oshuette.de)

"Ernst Sauer"
2006-06-27 11:14:58

Hallo Tobias

> Tobias Knittel wrote:

> Nun baut mein Bruder gerade einen Schuppen,

Was ist hier mit Schuppen gemeint.
Ein wirklicher Schuppen (größere H-Lasten, geringere V-Lasten)
oder eher ein Wohnhaus (größere V-Lasten, geringere H-Lasten)
oder ein ... ?

> und hat für sich folgende Gründung gewählt:
>
> Stahlrohre werden in den Boden getrieben, mit einer Erdschraube
> dann freigemacht (innen), dann wird ein Stahlrohr eingesetzt,
> dieses ausgerichtet und das Mantelrohr mit Schotter gefüllt.
>
> Der Schotter verkeilt sich, und das Einschubrohr sitzt fest.
>
> Diese Stahlrohrgründung trägt weniger über die Bodenpressung
> am Auflager, vielmehr über die Mantelreibung des Rohres zum
> Erdreich. Der Bodeneingriff wäre also minimal, wer sicher gehen will,
> könnte das Rohr mit Magerbeton verfüllen.
>
> Meinungen?

Die Konstruktion verstehe ich nicht ganz, aber ohne
die Lasten zu kennen, kann man da sowieso wenig sagen;
vor allem interessiert auch das Lastenverhältnis V/H.

Auf welcher Grundlage will denn Dein Bruder die
Tragfähigkeit seiner Gründungsmaßnahme abschätzen,
will er Probebelatungen durchführen oder fragt er
einfach seinen Bauch?

Mit Gruß
Ernst Sauer


OSHütte: neue Gründung (www.oshuette.de)

"Tobias Knittel"
2006-06-27 11:43:49

Hallo Ernst,


> Was ist hier mit Schuppen gemeint.
> Ein wirklicher Schuppen (größere H-Lasten, geringere V-Lasten)
> oder eher ein Wohnhaus (größere V-Lasten, geringere H-Lasten)
> oder ein ... ?

Holzschuppen als Werkstatt, ca Garagengröße.

> Die Konstruktion verstehe ich nicht ganz, aber ohne
> die Lasten zu kennen, kann man da sowieso wenig sagen;
> vor allem interessiert auch das Lastenverhältnis V/H.
>
> Auf welcher Grundlage will denn Dein Bruder die
> Tragfähigkeit seiner Gründungsmaßnahme abschätzen,
> will er Probebelatungen durchführen oder fragt er
> einfach seinen Bauch?

die Konstruktion kommt aus dem Mastbau, hier Fahnenmasten.
Er macht ansonsten Mastbau, Masten bis 70 m für Messungen,
aber abgespannt mit Erdschrauben, - nägeln oder "Toten Männern"
(im Boden vergrabenen Stahlteilen).

Ich frage mal nach der Berechnung, wie gesagt, ich kann
es dir nicht sagen ... wie sich das berechnet.

Gruß

Tobias


OSHütte: neue Gründung (www.oshuette.de)

"Steffen Stein"
2006-06-27 02:47:48

Tobias Knittel wrote:
> Hallo Steffen,
>

> Dann schon eher gemauert. Das Ding muss man schalen, und
> Schalen ist ein Krampf :-)

f


OSHütte: neue Gründung (www.oshuette.de)

"Ernst Sauer"
2006-06-27 12:23:32

Steffen Stein wrote:
> Tobias Knittel wrote:
>> Hallo Steffen,
>>
>
>> Dann schon eher gemauert. Das Ding muss man schalen, und
>> Schalen ist ein Krampf :-)
>
> für mich nicht ;-)
>
>> [...]
>> Man könnte natürlich den Graben (Frosttiefe) mit Leerkies füllen,
>> ist der Boden tauglich, und nur auf dem Leerkiesbett einen
>> umlaufenden
>> Riegel betonieren, ca. 25/ 25 cm. aber wohin mit den
>> Horizontalkräften aus Wind?

> einbetonierte Windrispenbänder?

Schon etwas solider, z.B. Bilo-Zuganker von Bierbach.

>
> Steffen, Beton liebend

Wer Beton liebt, muss auch Stahl lieben.

Mit Gruß
Ernst Sauer


OSHütte: neue Gründung (www.oshuette.de)

"Ernst Sauer"
2006-06-27 12:37:49

"Tobias Knittel" schrieb im Newsbeitrag news:e7qukn$37a$00$1@news.t-online.com...
> Hallo Ernst,
>
>
>> Was ist hier mit Schuppen gemeint.
>> Ein wirklicher Schuppen (größere H-Lasten, geringere V-Lasten)
>> oder eher ein Wohnhaus (größere V-Lasten, geringere H-Lasten)
>> oder ein ... ?
>
> Holzschuppen als Werkstatt, ca Garagengröße.
>
>> Die Konstruktion verstehe ich nicht ganz, aber ohne
>> die Lasten zu kennen, kann man da sowieso wenig sagen;
>> vor allem interessiert auch das Lastenverhältnis V/H.
>>
>> Auf welcher Grundlage will denn Dein Bruder die
>> Tragfähigkeit seiner Gründungsmaßnahme abschätzen,
>> will er Probebelatungen durchführen oder fragt er
>> einfach seinen Bauch?
>
> die Konstruktion kommt aus dem Mastbau, hier Fahnenmasten.
> Er macht ansonsten Mastbau, Masten bis 70 m für Messungen,
> aber abgespannt mit Erdschrauben, - nägeln oder "Toten Männern"
> (im Boden vergrabenen Stahlteilen).
>
> Ich frage mal nach der Berechnung, wie gesagt, ich kann
> es dir nicht sagen ... wie sich das berechnet.

Bei Masten hat man ja vergleichsweise große H-Lasten, evtl. V:H = 1:1.
Die Pfähle werden dann auf Druck und Zug beansprucht.
Ich vermute mal, dass die Pfähle hautsächlich im Hinblick auf
die Ableitung der Zugkräfte entwicklt worden sind, denn als
Alternative stehen nur große/schwere/teure Fundamente zur
Verfügung.

Wenn Dein Bruder mal Zeit hat, dann soll er hier die Technik mal
genauer erläutern, denn den Sinn und Zweck des 2. Rohres und
der Schotterfüllung habe ich nicht verstanden.

Aber diese Art der Gründung auf Häuser zu übertragen, ist sehr fraglich.
Bei seinem Schuppen will er sicher hauptsächlich erreichen, dass er
nicht wegfliegt, denn in den Boden wird er so schnell (auch ohne
Fundamente) nicht versinken.


Mit Gruß
Ernst Sauer