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Re: =?ISO-8859-15?Dachdämmung ohne Dampfsperre?

Re: =?ISO-8859-15?Dachdämmung ohne Dampfsperre?

"Tobias Knittel"
2006-07-12 11:38:13

Hi,


> Um eine Kommunikation zu ermöglichen, bedarf es halt eines Protokolls,
> wenn Du den Verwes darauf als Beleidigung ansiehst, dann ignoriere
> es halt.

mein Gott, wir sprechen ja deutsch :-)

Und zum Rest, denke ich, dass sich Steffen da ziemlich gut
auskennt ... :-)

Gruß

Tobias


Re: =?ISO-8859-15?Dachdämmung ohne Dampfsperre?

Juergen Klein
2006-07-12 12:07:02

Hallo Tobias Knittel ,

> Und zum Rest, denke ich, dass sich Steffen da ziemlich gut
> auskennt ... :-)

Bei der zugrunde liegenden Fragestellung im Kreise der Heimwerker
NG ging es halt darum, daß ein Dachdecker seinem Kunden einen
DG Ausbau ohne Dampfbremse als fachgerecht andrehen wollte.

Wenn Steffen in dem Kontext einwirft, daß das seiner Ansicht nach
in Ordnung sein könnte, dann düfte das in dem konkreten Fall für den
OP eher verwirrend als hilfreich sein.

Nachdem sich dann auch noch Spezialisten wie Konrad Fischer
ihren Senf dazu gegeben haben, mußte dann aus humanitären
Gründen Popcorn verteilt werden.

Kannst ja mal unter d.r.h nachsehen - ganz großes Kino :-)

--
Jürgen


Re: =?ISO-8859-15?Dachdämmung ohne Dampfsperre?

"Tobias Knittel"
2006-07-12 13:06:32

Hallo Jürgen,

> Bei der zugrunde liegenden Fragestellung im Kreise der Heimwerker
> NG ging es halt darum, daß ein Dachdecker seinem Kunden einen
> DG Ausbau ohne Dampfbremse als fachgerecht andrehen wollte.

> Wenn Steffen in dem Kontext einwirft, daß das seiner Ansicht nach
> in Ordnung sein könnte, dann düfte das in dem konkreten Fall für den
> OP eher verwirrend als hilfreich sein.

> Nachdem sich dann auch noch Spezialisten wie Konrad Fischer
> ihren Senf dazu gegeben haben, mußte dann aus humanitären
> Gründen Popcorn verteilt werden.

> Kannst ja mal unter d.r.h nachsehen - ganz großes Kino :-)

Danke für die Hintergrundinformation :-)

Aber eine ng reicht mir in der Regel aus :-)

Grüße

Tobias


Re: =?ISO-8859-15?Dachdämmung ohne Dampfsperre?

Steffen Stein
2006-07-16 22:18:11

Juergen Klein schrieb am Mittwoch, 12. Juli 2006 11:22:

> Hallo Steffen Stein ,
...
>
>>>Und wenn Du eine GK Beplankung bei einem DG Ausbau als Dampf-
>>>bremse ansetzen willst, dann poste doch bitte einfach mal die Ergebnisse
>>>deiner Berechnung nach DIN 4108 hierhin. Die Anwesenden werden es
>>>Dir danken, man könnte sowas künftig viel einfacher bauen und der
>>>Teubner Verlag müßte so einige Fachbücher schnellstens korrigieren.
>>>
>>>Also nun mal Butter bei die Fische:
>>
>> Schicht Dicke µ sd LambR 1/Lamb Temp. ps rel.LF pvorh.
>> [1] m - m W/(mK) m²K/W °C Pa % Pa
>> 20,00 2340 50 1170
>> Wüinnen - - - - 0,13
>> 19,26 2099 56 1170
>> GiKaPl 0,0125 8 0,100 0,21 0,060
>> 18,92 2187 (39) 849
>> MiFa040 0,2000 1 0,200 0,04 5,000
>> -9,54 271 77 208
>> WüHinte - - - - 0,08
>> -10,0 260 80 208
>>
>> SUMsd=0,300 1/k=5,270
>>
>> Bitte, die relevanten Spalten sind der vorhandene Wasserdampfteildruck
>> (pvorh) und der Sättigungsdruck (ps) wo Du da jetzt einen
>> Tauwasseranfall siehst muss Du mir erklären.
>
> Ich habe das mal kurz durchrechnen lassen und in der Tat tritt hier bei
> Winterklima
> so gerade noch kein Tauwasser auf.

nicht nur gerade noch, sondern nie in der Konstruktion - wenn dort
Tauwasser anfällt, dann an Innenoberfläche der Innenbekleidung (so ab 85%
rel.LF. - aber da hilft eh keine Dampfbremse ;-) )

>
> Du setzt aber hier eine an allen Stellen optimale Hinterlüftung der
> Dämmung an

korrekt - aber ich gebe auch zu, dass diese nicht leicht herzustellen ist
(siehe auch Deine weiteren Ausführungen zum Thema), aber es ist nicht
unmöglich - Gleiches gilt aber wenn man mal ehrlich ist auch für eine
sauber verlegte Dampfsperre. Der Vorteil der Konstruktion mit Dampfsperre
ist aber, dass man ihre Dichtheit schneller nachweisen kann als eine
funktionierende Lüftung.

> und läßt den weiteren Dachaufbau folglich unberücksichtigt. Daß eine
> Mineralfaser- dämmschicht für sich allein genommen tauwasserfrei bleibt,
liegt ja auch
> ohne
> Berechnung auf der Hand.

das wolltest Du mir ein paar Postings weiter vorne aber nicht glauben

> Durch eine Dampfbremsfolie vor der Dämmung reduzierst Du den Partialdruck
> so weit, daß im Bauteilquerschnitt keine Kondensation auftritt.

Ach, das war mir neu!

> So kann man z.B. die Randbedingungen nach der DIN auch nur bei Wohn- und
> vor allem Schlafräumen ansetzen. Bei einer Nutzung z.B. als Büro wirst Du
> im Winter nie eine Raumluftfeuchte von 50 % erreichen. 30 % und weniger
> sind da schon realistischer.
> Auch dann fällt zwar auch Kondenswasser an, dieses verdunstet jedoch
> anschließend wieder restlos.

Du verwirrst mich. Das Büroräume weniger rel.LF erreichen als Wohnräume ist
mir klar, das ist im Hinblick auf die Bauteilfeuchte - egal bei welcher
Konstruktion - ja auch eher positiv, wo ist da jetzt das Problem bei?.
Wobei ich sogar die 50% für zu gering angesetzt halte, für den Nachweis der
Tauwasserfreiheit setze ich schon mal gerne 80% an, das entspricht dann
schon eher einem unbelüfteten Schlafzimmer im Winter und erspart später
Ärger mit den Nutzern.

Gruss Steffen
--
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