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Feuchteproblem in einer Soutterrain Wohnung - Sanierung der Wand mittels Sockelheizung ??

Feuchteproblem in einer Soutterrain Wohnung - Sanierung der Wand mittels Sockelheizung ??

"Hubert Bigerl"
2003-10-27 17:57:35

"Thomas Kaulen" schrieb im Newsbeitrag
news:bnjefh$dut$1@news1.ewetel.de...
>
> "Sven Schelhorn" schrieb im Newsbeitrag
> news:3F9CF540.42AFCA55@cadress.de...
> > Thomas Kaulen schrieb:
>
> > > - "Fortbildungsveranstaltung" für die Mieter zumThema Stoßlüften
> (mehrfach)
> >
> > Blödsinn... ;-)
>
> absolut kein Blödsinn, wenn auf den Fensterbänken Reihenweise
Blumentöpfe
> stehen, die der Mieter mit Sicherheit nicht runternimmt um dann das
Fenster
> vollständig zu öffnen...
> Und wenn ich wegen diesem Problem mehrfach über mehrere Stunden in der
> Wohnung bzw. im zugehörigen Garten der Wohnung war, und immer
feststellen
> mußte, dass Fenster über Stunden auf Kippstellung standen, dann machen
die
> Mieter objektiv was falsch und müssen sich nicht über Kondenswasser an
> ausgekkühlten Wänden wundern.

Ja, Thomas,
das ist leider wahr. In meiner Praxis zeigt sich, dass 90% aller
Ursachen von Schimmelschäden, die ich zu begutachten habe, mehr oder
weniger im Verantwortungsbereich des Nutzers liegen. Wobei man ihm
allerdings zugute halten muss, dass die Möglichkeiten zum Gegensteuern
je nach den Gegebenheiten zum Teil nur sehr gering sind. Wenn die
Oberflächentemperatur in den kritischen Ecken nahe am Taupunkt liegt
oder der U-Wert gegen Zwei geht, kann man gar nicht so viel lüften, wie
nötig wäre. Sind die Mieter dann auch noch berufstätig oder die Wohnung
nicht richtig querlüftbar, gibt es garantiert Tauwasser.

Ein Handlungsleitfaden über richtiges Lüften ist auf jeden Fall sinnvoll
(am besten in kritischen Fällen als Anlage zum Mietvertrag). Es ist
bisweilen erstaunlich, wie wenig Ahnung von den physikalischen
Zusammenhängen bei den Bewohnern manchmal da ist.

Was sich bei mir sehr bewährt hat, ist die Ausgabe eines einfachen
digitalen Thermometers mit Anzeige der Luftfeuchtigkeit. Der ist zwar
messtechnisch ein Graus, aber er zeigt doch Tendenzen an. Du kannst den
im Warenhaus für 10-15 EU kaufen. Wenn der Mieter weiss, dass das Ding
21 Grad und 50 vH relative Feuchte anzeigen soll, dann lernt er meist
schnell, das mit Heizen und Lüften zu steuern. So hat er das Feedback,
das ihm sonst nur die Schmmelrasen liefern.

Ich habe damit beste Erfahrungen gemacht
Gruss
Hubert


Feuchteproblem in einer Soutterrain Wohnung - Sanierung der Wand mittels Sockelheizung ??

Sven Schelhorn
2003-10-27 17:38:07

Thomas Kaulen schrieb:
>
> > Blödsinn... ;-)
>
> absolut kein Blödsinn, wenn auf den Fensterbänken Reihenweise Blumentöpfe
> stehen, die der Mieter mit Sicherheit nicht runternimmt um dann das Fenster
> vollständig zu öffnen...

Damit meinet ich nicht, daß das Stoßlüften blödsinn ist, sondern daß man
dafür sogar Fortbildungsmaßnahmen betreibt ;-)

> Und wenn ich wegen diesem Problem mehrfach über mehrere Stunden in der
> Wohnung bzw. im zugehörigen Garten der Wohnung war, und immer feststellen
> mußte, dass Fenster über Stunden auf Kippstellung standen, dann machen die
> Mieter objektiv was falsch und müssen sich nicht über Kondenswasser an
> ausgekkühlten Wänden wundern.

Da hast Du ja Recht.

> Und wenn Du das nicht verstehst, dann empfehle ich Dir ebenfalls Dich mit
> dem Thema Stoßlüften mals zu beschäftigen....

Ich denke in Sachen Lüften brauch ich das nihct, aber Danke.

> > Oje. Will man nun das Wasser einsperren?
>
> vieleicht sollte ich mal grundsätzlich zur Klärung einiger offensichtlicher
> Mißverständnisse folgendes sagen
> - Ich bin der Vermieter

Dann sidn die anderen vorschläge "eien andere Wohnung beziehen" wohl
auch eher schlecht *g*

> - Ich habe das Haus nicht gebaut, sondern vor 6 Jahren übernommen

Und, wie hat es denn da ausgesehen?

> - Ich versuch nicht zu polemisieren und mich über Mieter lustig zu machen,
> sondern ein existierendes Problem im Rahmen der wirtschaftlich vertretbaren
> und erforderlichen Mittel zu lösen

Schon klar...

> - Diverse der aufgeführten Maßnahmen wurden vor Übernahme durchgeführt und
> mit Sicherheit auch nicht um die Situation zu verschlimmern sondern um das
> Problem zu lösen.

Ist ja wohl auch klar.

> - Die Drainage hab ich selbst gemacht und daher weiß ich, dass sie in dem
> Bereich wo sie angelegt wurde sinnvoll ist und auch funktioniert..., und das
> hat nichts mit gelbem oder sonstigem Rohr zu tuen, sondern damit, dass dass
> Drainagerohr durch Filterflies und Kiespackung gegen einschwemmen von
> anstehendem Boden geschützt ist, einen Spülstutzen an der richtigen Stelle
> hat, und der Wasserabfluss sichergestellt ist.

Nun, wenn Du meinst das es richtig ist, ist ja gut. Nachfragen ist ja
erlaubt/erwünscht, oder?

Das sagt mir aber, daß es kein Wasser von außen ist, oder nicht?

Ob das Rohr gelb ist oder nicht, hat evtl. schon was damit zu tun, den
entgegen meiner Auffassung vom Drainen meinen viele, daß dies
grundsätzlich nicht funktioniert, überflüssig ist und andere wiederum
meinen eine Verschlammung sei nihct zuverhindern, weil Vliese und
Kiesschichten nihct funktionieren bzw. nur theoretisch richtig gemacht
werden. Aber ist ja egal...

> > Dann wäre das Problem doch aber nicht neu, oder? Wann würde das letzte
> > mal Umgebaut und warum???
>
> soweit ich weiß ist in der Wohnung nur das Bad vor einigen Jahren (vor
> meiner Zeit ) renoviert worden und die Grundleitungen und Abflüsse wurden
> wie gesagt durch eine Kamera begutachtet. soweit man das dadurch bewerten
> konnte sind die Leitungen OK.

Wäre es so schlimm die Wanne/Duschwanne mal auszubauen um wenigstens
eine Fehlerquelle komplett auszuschließen?
Unter dem Wannenablauf kann man ja schlecht befahren.

Ansonsten würde ich die Nasse Wand einfach mal aufmachen. Mehr als ein
paar Steine und etwas Putz ist da ja nicht wieder herzustellen und
tapeziert und/oder gestrichen muß ja sowieso werden, oder?

> > Problem nicht in diesem sondern im anderen, benachbartem Raum?
>
> nein, sonst würd ich das ja nicht erwähnen. Das Parkett liegt bis an die
> erwähnte 40cm dicke Wand ran.

Wenn es also nicht vom Raum danebenkommt, dann höchsten von unten, was
aber dann an mehreren Stellen auftauchen müßte (Du schreibst sogar etwas
vom Badumbau). Oder als letztliche Möglichkeit von oben, mit Rückstau an
Deinem Boden...

Das nur eine Innenwand wegen Lüftungsproblem schimmelt und alle anderen
nicht finde ich ziemlich merkwürdig. Vorallem, weil es keine Außenwand
ist. Oder?

> Wo bitte ist der Unterschied zwischen einem elektrischen Entlüfter, der
> möglicherweiese auch noch über einen Luftfeuchtesensor gesteuert wird und
> einer Zwangsentlüftung

Du hast Quirl geschreiben, nicht Entlüfter, sorry.

> Weil wir die Maßnahme in "Kooperation mit der derzeitigen Mieterin planen
> und noch nicht durchgeführt haben, und weil die Mieterin während und nach
> der Maßnahme nach möglichkeit in der Wohnung bleiben will (ich zwing sie
> nicht dazu, sie macht das freiwillig, weils Ihr dort gefällt).

Achso... Dann macht doch erst mal auf. Dann sidn bestimmt alle
Beteiligten schlauer.

Ganz unabhängig von dem was man dort vorfindet. PS: Mich persönlich
würde es nihct unbedingt stören, wenn man etwas am Mauerwerk rummacht.

Wir hatten schon mal eine total Sanierung eines Kellers (als Bewohner),
da wurde allerdings der ganze Boden, Innenwände und Außenanlagen
aufgemacht. Die Innenwände waren m.E. das kleinste Übel.

> > Ich meine ja. Konvektion nimmt Dir die Luftfeuchte, max. die Oberflächen
> > nur weg und transportiert Sie an einen anderen Ort.
> >
> > Wenn, dann bräuchtest Du Strahlungswärme, d.h. Du müßtest die Wand mit
> > aufheizen. Das kostet. Wäre aber letzlich nur eine Beseitigung der Folg,
> > nihct des Problems, oder?
>
> ich geh ja davon aus, dass über eine Entlüftung im innenliegenden Bad ein
> Teil der Luftfeuchte abgeführt werden kann, welche durch die Konvektion an
> der Sockelheizung abgeführt wird.

Das ist doch aber auf Dauer viel teurer als das Problem zu beseitigen,
vorallem wenn niemand die wirklich Ursache kennt. Fließt nicht doch
irgendwo Wasser nach, vielleicht wandert es noch in den Estrich oder
unter die Fliesen etc. Was das heißt muß man ja nun nicht extra
erwähnen.

> > Was ist das für eine Begründung? Meinst Du, Du mußt jetzt nur im Sommer
> > heizen und das für Baufehler des Vermieters???

> s.o. kein weiterer Kommentar.

*bg*

Sorry, aber ich hoffe Du siehst das ähnlich ;-)

> bis auf diesen, Die Frage wieviel das wohl kostet, kommt von mir, dem bösen,
> bösen Vermieter weil ihs nämlich bezahlen muß, denn ich will die Wohnung
> weiter vermieten an die jetzige Mieterin und die würde gern drin bleiben
> wenn ich das Problem in den Griff kriegen könnte.....

Dann würde ich aber sowas wie mit dem Heizen vergessen.
Auch wenn das erstmal Du (du böser) bezahlen mußt, Mieterhöhungen
könnten dies ja wieder relativieren. Und die wären mir als Mieter dann
allemal lieber als extreme Heizkosten wegen Baufehler.

> eben deshalb der Kommentar zum Stoßlüften....

Du hast ja Recht. Dennoch gehe ich davon aus, daß keiner soooo schlecht
lüftet. Ich kenn aber diese "Stoßlüft-Sprüch" auf Grund o.a. komplett
Sanierung zu genüge. Du mußt zugeben, daß sind oftmals nur Ausreden bei
vorliegenden BauFählern.

> eben deshalb die Sockelheizung...

Und trotzdem schimmel ab und an meine Jil Sander Schuhe ;-)
Habe ich hier auch schon mal angesprochen.

> > Ich halte es für sinnlos, damit kriegst Du nur nur die Feuchtigkeit aus
> > der Luft, nihct aber als Trockenlegung für ein Mauerwerk.
>
> Sofern die Feuchtigkeit im Mauerwerk so gravierend ist, dass dass Mauerwerk
> getrocknet werden müßte würde ich dass auch durchführen lassen (auf meine
> Kosten, nur damit das jetzt nicht falsch verstanden wird), aber wir hatten
> jetzt ungefähr fünf Expertenfirmen vor Ort, und auch solche, die keine
> finanziellen Interessen mit einer Sanierung verbinden konnten, und die
> Ratschläge divergierten doch recht stark....

Ja, welche Alternativen sollst Du denn noch berücksichtigen?

Ist es Deiner Meinung nach nicht komisch, daß es gerade die Innenwände
betrifft und dann auch noch die, die eine Naßzelle umschließen?
Schimmel bildet sich doch nicht auf der Oberfläche, einer Warmen Wand
und läßt die Außenwand, die wahrscheinlich viel kälter ist unberührt,
oder?

> Also ist es sehr Sinnvoll den Versuch zu unternehmen sich seinen eigenen
> Reim zu machen und die Quintessenz der fünf Meinungen zu bilden.

Naja, die anderen Vorschläge, außer Sockelheizung würden mich nun mal
interessieren. Zumal die Ursache ja nun noch ungeklärt erscheint.

> Eigentlich wollte ich nur noch ein par Erfahrungswerte dazusammeln....

Wollte ja auch nur meine bescheidene Meinung einbringen.
Hoffentlich erfährt man nun aber auch, wie es weitergeht, vorallem wo
das Wasser/der Schimmel herkommt!

--
Ciao, SVEN


Feuchteproblem in einer Soutterrain Wohnung - Sanierung der Wand mittels Sockelheizung ??

"Thomas Kaulen"
2003-10-29 19:22:45

"Sven Schelhorn" schrieb im Newsbeitrag
news:3F9D49EF.48A03E15@cadress.de...
> Thomas Kaulen schrieb:
> > .....
> Wollte ja auch nur meine bescheidene Meinung einbringen.

Hallo Sven,
eigentlich bin ich der Meinung, dass keine Meinungen "bescheiden" sind, denn
sonst würde ich eine solche Frage ja nicht an dieser Stelle stellen und
letztendlich ist es natürlich nicht möglich sowas per Ferndiagnose zu
beantworten, was ich auch nicht erwartet habe.
Das Forum in dieser Newsgroup ist aber hervorragend geeignet um viele
verscheidene Möglichkeiten zu erfahren mit bestimmten Dingen umzugehen.
Welche Dann greift, oder , und das ist in den meisten Fällen ja so, welche
Quintessenz aus den Antworten dann sinnvol ist, muß man dann für sich
entscheiden. Oft helfen selbst die scheinbar "bescheidensten" Antworten
einem das Brett vorm Kopf zu entfernen.

Da ich nun gerade gestern auf einer Fortbildung der hieseigen
Architektenkammer (Niedersachsen) zum Thema Schimmelpilz /Feuchteschäden war
bin ich zu dem Entschluss gekommen doch nochmal einen Bausachverständigen
einzuschalten der sich auf das Thema Feuchteschäden /Schimmelpilze
spezialisiert hat und bin da auch auf jemanden gestossen, der sein Büro in
Reichweite des Objektes hat. und auf zahlreiche Refernzkunden und
zehnjährige Erfahrung verweisen konnte, also mit diesem werde ich mich
kurzfristig vor Ort treffen um eine hoffentlich umfassende Schadensanalyse
und, und das was bei Terminvereinbarung Voraussetzung, auch vernünftige
Sanierungsvorschläge zu bekommen...


> Hoffentlich erfährt man nun aber auch, wie es weitergeht, vorallem wo
> das Wasser/der Schimmel herkommt!
>
also dann werde ich nochmals berichten..

Gruß
Thomas Kaulen


Feuchteproblem in einer Soutterrain Wohnung - Sanierung der Wand mittels Sockelheizung ??

Sven Schelhorn
2003-10-30 07:59:50

Thomas Kaulen schrieb:
>
> Hallo Sven,

Hola...

> ... Oft helfen selbst die scheinbar "bescheidensten" Antworten
> einem das Brett vorm Kopf zu entfernen.

Das stimmt ;-)

> Da ich nun gerade gestern auf einer Fortbildung der hieseigen
> Architektenkammer ...
> bin ich zu dem Entschluss gekommen doch nochmal einen Bausachverständigen
> einzuschalten der sich auf das Thema Feuchteschäden /Schimmelpilze
> spezialisiert hat ...

Naja, denke aber auch daran, daß eigentlich jeder Architekt
Sachverständig ist und sowas auch alleine regeln kann (sollte).

Auch Gutachter gehen zu Seminaren, an denen man als Architekt,
Handwerker oder Jurist teilnehmen kann. Und oft sind es, wenn nicht
sogar ausschließlich, die Gutachter und die Juristen, die falsch an die
Sachen ran gehen.

Das zitieren von DIN Normen, so wird in manchen Bauschäden-Foren,
hingewiesen, sollte jeder Gutachter gefälligst unterlassen und auch das
zitieren von ehem. Gerichtsurteilen ist gefährlich, da dies sogar zur
Befangenheit führen kann. So kennt der BGH nicht mal die "allgemein
anerkannte Regel der Technik", womit manch Gutachter schon aufgefahren
sein dürfte...

Wie auch immer, das ist natürlich immer Theorie, in der Praxis sollte
man sich halte auf Grundsätzliches beschränken, wie z.B. "Wasser wohin
gehst Du?" etc. Vor Gericht kommt es halt dann auf den Gutachter und den
Richter an, bezieht dieser sich auf Normen und Urteile oder nicht.

Kurzum: Die sind auch nicht Allwissend!

Was war nochmal Dein Beruf? Außer Vermieter ;-D

> also dann werde ich nochmals berichten..

Bin gespannt. Ich habs mal meinem Kollegen erzählt (Zitronenfalter),
der meinte auch gleich, von außen (Drainage) kommt das bestimmt nicht.
Zu- oder Abwasser oder Feuchtigkeitssperre vermutet auch dieser.

Wetten werden noch angenommen ;-)

--
Ciao, SVEN