"Karl-Ludwig Diehl" schrieb vorher:
>
>Helga Schulz wrote:
>> Heute gelten eher Großstädte als uneinnehmbar. Ganz
unbefestigt.
>> Aber viele Fenster und viele Menschen, die was rausschmeißen
>> können.
>
>Daß mit dem Rausschmeißen aus
>dem Fenster ist eine eindrucksvolle
>Waffe, die sicher jede Weltmacht
>einschüchtert.....
Laß deine Fantasie ein bißchen spielen. Ich mals nicht aus.
Wenn Dus mir nicht glaubst, frag bei den fachlich Zuständigen.
Aber die werden Dir im Prinzip auch nichts anderes antworten, als
daß man Großstädte nicht so einfach erobern kann.
Architektur
Re: Festungen: war Reihenhaus Fassaden
Re: Festungen: war Reihenhaus Fassaden
"Karl-Ludwig Diehl" schrieb vorher:
>
>tobias knittel wrote:
>> dir Waffentschnik folgt dem Festungsbau inzwischen so schnell
>> auf dem Fuß, dass er veraltet ist, legt man den Grundstein ...
>
>Festungen im Sinne von festlich...:
Man unterscheidet im Deutschen gewöhnlich zwischen Burg, Schloß
und Festung. Ein Schloß ist repräsentativ und hat mit Festung
üblicherweise nichts zu schaffen, allenfalls, wenn es sich um
eine umgebaute alte Burg handelt.
Re: Festungen: war Reihenhaus Fassaden
Helga Schulz schrieb:
> Man unterscheidet im Deutschen gewöhnlich zwischen Burg, Schloß
> und Festung. Ein Schloß ist repräsentativ und hat mit Festung
> üblicherweise nichts zu schaffen, allenfalls, wenn es sich um
> eine umgebaute alte Burg handelt.
Burgen sind oft auch aus repräsentativen Gründen errichtet
worden. Schlösser sind jedoch i.d.R. keine Wehrbauten, wohingegen
die Differenzierung zw. Burgen und Festungen nicht immer ganz so
einfach ist...
Re: Festungen: war Reihenhaus Fassaden
"Jan Selmer" schrieb:
> Burgen sind oft auch aus repräsentativen Gründen errichtet
> worden. Schlösser sind jedoch i.d.R. keine Wehrbauten, wohingegen
> die Differenzierung zw. Burgen und Festungen nicht immer ganz so
> einfach ist...
Üblicherweise sieht man die Festungen als Nachfolger der
Burgen an - und zwar bedingt durch die Entwicklung der
Artillerie. Sie waren darauf optmiert, (Kanonen)Beschuss
zu wiederstehen und erwiedern zu können. Sicherlich wurden
seinerzeit auch manche Burgen nachträglich festungsmäßig
ausgebaut, aber häufiger wurden Festungen (die vergleichsweise
großflächig waren) neu angelegt (z.B. Dover).
Sicherlich tragen "sprachliche Verwirrungen" (auch: Burg=Veste)
dazu bei, die Unterscheidung zu erschweren, aber z.B. die
"Festung" Sisteron erfüllte nie die Anforderungen an eine
Festung, da sie Artiellerbeschuss von umliegenden Bergen
nichts entgegensetzen konnte.
M.E. ist die Mehrheit der (ehemaligen) Burgen mit dem
Ende ihrer Eignung als Schutzbereich eher in zivile
Nutzung übergegangen. Das gilt insbesondere für die
im Rheinland zahlreichen Wasserburgen, die teilweise
auch zu repräsentativen Schlössern umgebaut wurden.
Grüße
TB
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet
und/oder Gehör erwartet. Über meine Tätigkeit(en) im Realen
informiert: "3xw.biotekt.de".
Re: Festungen: war Reihenhaus Fassaden
T. Brandwein wrote:
> M.E. ist die Mehrheit der (ehemaligen) Burgen mit dem
> Ende ihrer Eignung als Schutzbereich eher in zivile
> Nutzung
Re: Festungen: war Reihenhaus Fassaden
T. Brandwein schrieb:
> Üblicherweise sieht man die Festungen als Nachfolger der
> Burgen an - und zwar bedingt durch die Entwicklung der
> Artillerie. Sie waren darauf optmiert, (Kanonen)Beschuss
> zu wiederstehen und erwiedern zu können. Sicherlich wurden
> seinerzeit auch manche Burgen nachträglich festungsmäßig
> ausgebaut, aber häufiger wurden Festungen (die vergleichsweise
> großflächig waren) neu angelegt (z.B. Dover).
> Sicherlich tragen "sprachliche Verwirrungen" (auch: Burg=Veste)
> dazu bei, die Unterscheidung zu erschweren
Ab dem 16. Jh. wurden zahlreiche Burgen zu Festungen umgebaut,
siehe dazu z.B. Baumeister Daniel Specklin aus Straßburg, später
Vauban, vgl. auch den Begriff "Feste Schlösser". Ein
wesentliches
Merkmal von Festungen ist auch, daß sie in Gegensatz zu Burgen
darauf ausgerichtet sind, eine ständige militärische Besatzung zu
beherbergen (->Garnison), eine Entwicklung, die wiederum nicht
nur mit der Waffentechnik, sondern auch mit anderen milit.
Entwicklungen in der frühen Neuzeit zu tun hat (Einrichtung
ständiger Armeen etc.). Ein weites Feld...
> M.E. ist die Mehrheit der (ehemaligen) Burgen mit dem
> Ende ihrer Eignung als Schutzbereich eher in zivile
> Nutzung übergegangen.
Klar, insofern sie nicht zerstört wurden bzw. verfielen und
abgetragen wurden, was m.E. der Mehrheit widerfahren ist.
Jan.
--
Für Mail bitte "news" durch "selmer" ersetzen.
Re: Festungen: war Reihenhaus Fassaden
Jan Selmer schrieb vorher:
>T. Brandwein schrieb:
>
>> Üblicherweise sieht man die Festungen als Nachfolger der
>> Burgen an - und zwar bedingt durch die Entwicklung der
>> Artillerie.
>
>Ab dem 16. Jh. wurden zahlreiche Burgen zu Festungen umgebaut,
>siehe dazu z.B. Baumeister Daniel Specklin aus Straßburg, später
>Vauban, vgl. auch den Begriff "Feste Schlösser".
>
>> M.E. ist die Mehrheit der (ehemaligen) Burgen mit dem
>> Ende ihrer Eignung als Schutzbereich eher in zivile
>> Nutzung übergegangen.
>
>Klar, insofern sie nicht zerstört wurden bzw. verfielen und
>abgetragen wurden, was m.E. der Mehrheit widerfahren ist.
>
Hm, sehe ich die Entwicklung so richtig:
Bis etwa 1600:
Burgen
- Typ Wasserburg (in der Niederung, mit Wassergraben drumrum)
- Typ "Bergburg" (Kontrolle der Straßen und Dörfer
unterhalb)
- Bewohner: Adelsfamilie und einige Ritter sowie Gesinde (?)
Dann Aufspaltung in
Festungen
- militärische Garnison
- starke Befestigung, die damaliger Artillerie widerstehen
kann
- (was noch?)
Schlösser
- Repräsentationsbauten des (Hof?)Adels
- unbefestigt
(Mischtypen: Festes Schloß, Wasserschloß)
- Umbau und Weiternutzung alter Burgen
- z.T. auch Neubauten (in "unbefriedetem Gebiet"?)
Jedenfalls sehe ich da eine Spezialisierung (Trennung
militärische Funktion/Repräsentation); gleichzeitig scheint mir
bemerkenswert, daß unbefestigte Schlösser bereits "in die
Landschaft" gesetzt wurden, bevor die Stadtmauern fielen (wenn
ich an Schloß Charlottenburg /damals Lietzenburg oder die
Potsdamer Schlösser denke).
Re: Festungen: war Reihenhaus Fassaden
> Hm, sehe ich die Entwicklung so richtig:
>
> Bis etwa 1600:
> Burgen .....
>
> Dann Aufspaltung in
> Festungen ....
Mir f
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