T. Brandwein schrieb:
> "Tobias Knittel" schrieb:
> > Mir ist kein Gesetz bekannt, dass das Wohnen auf der
> > eigenen Baustelle verbietet. Maximal k
Architektur
Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes
Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes
"T. Brandwein" schrieb
> Das Problem dürfte vielleicht häufiger damit zusammen-
> hängen, dass die Bauwagenbewohner kaum einen
> Bauantrag stellen können, weil ihnen das genutzte
> Grundstück überhaupt nicht gehört....
das ist natürlich ein Problem ;-)
Ich hatte schon erlebt, dass sich solche "Siedler"
irgendwo am Ortsrand was gekauft hatten, und
dann ihre Wagen aufgestellt, dann Gemüse gezüchtet
oder sonstwas.
Den Fall, den ich immer im Vorbeifahren beobachtet hatte,
gestaltete sich über die Jahre um. Zuletzt standen da dann
Wohnhäuser (Zwischenstufe Hütten), und es sah in
etwa so aus, wie der Rest auch.
Ich denke mal, handelt es wirklich um Gruppen, ist das
der gewöhnliche Weg. Zuerst wird irgendwie
baurechtlich der Bestand irgendwie legalisiert, was
bei einer Gemeinde ja ihr hoheitliches Recht ist, dann
abgerundet, d.h. "was halt eh schon steht in die Gemeinde
eingegliedert".
Warum das kleinere Gemeinden anscheinend einfacher
bewerkstelligen können als Städte, liegt wohl in der
Eigenheit der kürzeren entscheidungswege, sprich
Gemeiderat.
Gruß
Tobias
Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes
"Marianne Bloss" schrieb
> Hier in der Nähe steht seit längerem ein kleiner Bauwagen in
einer
> Parkspur, und immer, wenn ich 1x wöchentlich daran vorbeikomme,
dringen
> Fernsehergeräusche heraus. Woher allerdings der Strom stammt, ist mir
> ein Rätsel.
Wahrscheinlich die nächste Straßenlaterne angezapft.
Abgesehen davon,
in München würde ich auch nichts mieten wollen ;-)
Gruß
Tobias
Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes
Tobias Knittel schrieb:
> Ich hatte schon erlebt, dass sich solche "Siedler"
> irgendwo am Ortsrand was gekauft hatten, und
> dann ihre Wagen aufgestellt, dann Gem
Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes
Hallo Tobias Knittel ,
> "Karl-Ludwig Diehl" schrieb
>
> auf einer Baustelle sind Bauwägen immer erlaubt.
>
> Also ein Grundstück suchen, einen Bauantrag für
> eine Garage stellen, die Bauwägen (Baustelleneinrichtung)
> dort abstellen, mit dem Fundamentaushub beginnen.
>
> Zumindest auf 12 Jahre kann die Baugenehmigung
> verlängert werden. Man darf halt nicht zu früh
> fertig werden. Dann kann man ja wieder einen
> Bauantrag stellen ... ;-)
>
> Ich kenne kein Gesetz, dass die anzahl von Bauwägen
> für die Baustelleneinrichtung begrenzt.
Die Bauwagen sind Sozialräume für die Belegschaft während
der Arbeitspausen. Sowas kannst Du überall hinstellen, eine
Baugenehmigung brauchst Du dafür nicht.
Holzfäller und Schäfer nutzen auch solche Buden.
Zum Problem wird es erst dann, wenn dort jemand übernachtet.
Auch in Wohnmobilen oder Gartenlauben darf man nicht übernachten.
Das hat auch Sicherheitsgründe.
Und schließlich wollen wir nicht wirklich, daß jeder in unseren
Städten nach
eigenen Vorstellungen hausen kann, also auch Slums errichten darf.
Da kann ich die Obrigkeit ausnahmsweise mal verstehen.
--
Jürgen
Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes
"Karl-Ludwig Diehl" schrieb:
> Es gibt meist einen Nutzungsvertrag für das
> Bauwagenwohngebiet. Der ist zeitlich definiert.
> Manchmal gibt es informelle mündliche Nutzungs-
> rechte. Da kann es dann schweirig sein, den
> Nachweis zu gestalten. Das gilt auch für die
> Seite, die räumen will. Meist wird wegen Verschandelung
> eines Gebietes durch diese "Schweinesiedlungen"
Stimmt sicherlich alles, erlaubt aber keine allgemeingültigen
Schlüsse, aus denen sich "recyclebare" Erkenntnisse zu
"Auflösungsnachwehen" von Bauwagensiedlungen
herleiten ließen.
Ohne Aussicht auf solche ist eine Diskussion über das
Thema aber eher sinnfrei.
Grüße
TB
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet
und/oder Gehör erwartet. Über meine Tätigkeit(en) im Realen
informiert: "3 x w.biotekt.de". (3 x w = www)
Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes
T. Brandwein schrieb:
> "Karl-Ludwig Diehl" schrieb:
> > Es gibt meist einen Nutzungsvertrag f
Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes
"Karl-Ludwig Diehl" schrieb
viele "alternative" Lebensmodelle scheitern
halt alleine daran, dass die Mehrheit der
Bevölkerung Angst davor hat.
Weniger vor diesen Menschen selbst, als
vielmehr vor sich selbst, oder der Option
"auszubrechen".
Um sich so zu versklaven, wie wir es heute
in weiten Bereichen tun, gehört schon einiges
an Anstrengung, und auch an Angst, vor
"wie auch immer gearteter Strafe und Schuld"
funktioniert man nicht mehr im Toleranzmaß
der Norm.
Nicht mehr Norm heißt Ausgrenzung, aber in
erster Linie die empfundene "Selbstausgrenzung".
Was "gut und böse" der Religionen ist, schafft
sich auch eine weitgehend religionslose Gesellschaft
auf andere Weise, in Form sozialer Konvention:
"das geht doch nicht ...", "das darf doch nicht sein...",
"schaut euch nur mal den an ..."
ist die Ersatzmoral.
Ein gewißes Maß an Freiheit ist in diesem Rahmen
fast immer Außenseitertum ... was aber erst Freiheit
ist, emanzipiert sich das Individuum soweit vor
dem "Sozialwesen", daß es sein emotionales "Wohl
und Wehe" aus sich selbst erzeugen kann.
Gruß
Tobias
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