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Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes

Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes

"Karl-Ludwig Diehl"
2006-11-23 03:02:16

Tobias Knittel schrieb:
> viele "alternative" Lebensmodelle scheitern
> halt alleine daran, dass die Mehrheit der
> Bev


Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes

"T. Brandwein"
2006-11-23 13:36:58

"Karl-Ludwig Diehl" schrieb:

> Eigentlich gibt es nur den einen Schluß: mit Bauwagen-
> siedler ist konstruktiv umzugehen.

Und für diese umwerfende "Erkenntnis" muss man
Ewigkeiten irgendwelche sehr speziellen Rand-
erscheinungen diskutieren?
Würde man allgemein mit sich stellenden Fragen
"konstruktiv(er)" umgehen, gäbe es manche
Erscheinungen, über die sich so gerne der Kopf
zerbrochen wird, überhaupt nicht.

Grüße
TB

--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet
und/oder Gehör erwartet. Über meine Tätigkeit(en) im Realen
informiert: "3 x w.biotekt.de". (3 x w = www)


Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes

"Karl-Ludwig Diehl"
2006-11-23 05:38:32

T. Brandwein schrieb:
> "Karl-Ludwig Diehl" schrieb:
> > Eigentlich gibt es nur den einen Schlu


Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes

"Karl-Ludwig Diehl"
2006-11-23 06:09:40

Juergen Klein schrieb:
> /./in Wohnmobilen oder Gartenlauben darf man nicht


Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes

"T. Brandwein"
2006-11-23 15:44:20

"Karl-Ludwig Diehl" schrieb:

> Zum Beispiel ist es fast völlig unmöglich,
> Wohnsitzlose an einen festen Wohnsitz zu binden,
> ihnen also eine Wohnung oder ein Zimmer zu geben.
> Sie versuchen eigene Ideen zu verwirklichen.

Na ja.... Mein "persönlicher" Wohnsitzloser zeichnet sich
durchaus durch "eigene Ideen" aus. Allerdings stellt sich
mir seit langem die Frage, ob diese nicht ein deutliches
Indiz für erforderliche psychologische Betreuung sind.

> Bauwagensiedlern ist meist ihre Wohnform sehr vertraut
> und ans Herz gewachsen. Wenn solche Siedlungen
> aufgelöst werden sollen, bindet allein schon der Widerstand
> gegen die Auflösung dieser Wohnform noch stärker an
> diese Art zu wohnen, da ja bewirkt werden soll, die
> Siedlung aufrecht zu erhalten.

Für die Mehrheit der Betroffenen dürfte gelten, dass sie
diese Wohnform als vorteilhaft gegenüber dem "nächst-
tieferen" Level empfinden. Das gilt einerseits für das Dach
über dem Kopf - andererseits wohl auch für die soziale
Bindung. Daneben gibt es (bei allen Nachteilen) evtl. auch
weitere Vorzüge, z.B. die Standortfrage. Es ist völlig
normal, dass alle diese irgendwie erworbenen "Privilegien"
(gegenüber jenen, die schlechter dastehen) mit allen
verfügbaren Mitteln verteidigt werden. Und natürlich
kann es in diesem Fall auch sehr schwer sein, für diese
Menschen ein Alternativangebot zu finden und ihnen
dieses auch ausreichend dauerhaft gewährleisten zu
können.

Grüße
TB

--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet
und/oder Gehör erwartet. Über meine Tätigkeit(en) im Realen
informiert: "3 x w.biotekt.de". (3 x w = www)


Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes

"T. Brandwein"
2006-11-23 15:47:04

"Karl-Ludwig Diehl" schrieb:
T. Brandwein schrieb:

> > Und für diese umwerfende "Erkenntnis" muss man
> > Ewigkeiten irgendwelche sehr speziellen Rand-
> > erscheinungen diskutieren?

> Ja, muß man. Schon deshalb, um zu verstehen,
> daß bei der Strukturierung von Stadtteilentwicklung
> bei Räumung von Bauwagensiedlung eine andere
> Vorhervorgehensweise zu leisten ist.

Als seinerzeit in Hamburg....
Wie oft kommt es vor, dass ein Stadtplaner sich mit
der Notwendigkeit einer solchen Räumung konfrontiert
sieht und wie groß ist sein (evtl.) Einfluss auf diejenigen,
die über das Vorgehen entscheiden, bzw. betroffen sind?

M.E. kann er in dieser Frage nur beratend (ggf. auch
sehr gut in Form eines umfassenden kompetenten
Konzeptes) tätig sein - entscheiden tun andere!

> Wie kann sichergestellt werden, daß vor Räumung
> einer solchen Siedlung eine passende Ersatzlösung
> zu bieten ist?

Du erwartest doch wohl nicht im Ernst darauf eine
allgemeingültige Antwort?
Man wird sich schon die Mühe machen müssen,
im Einzelfall nach akzeptalblen Lösungen zu suchen,
und diese auch so umzusetzen, dass sie tatsächlich
bleibende Akzeptanz finden. Die erforderliche
Kombination von Detailkenntnissen, Phantasie und
Diplomatie muss fallbezogen entwickelt werden.

> Es ist völlig unwichtig bei diesen Fragen, ob nur eine
> Minderheit so lebt. Alte Menschen in Altenheimen
> sind auch eine Minderheit,

Aber eine ziemlich bedeutsame.... Die ist sogar schon
so groß, dass neben typischen Grundbedürfnissen auch
gewisse Einzelbedürfnisse beachtenswert werden
können.

> bornierte Biotekten (ich > hoffe, Du bist keiner)
>sind sicher auch eine Minderheit, usw.

Das (egal ob borniert oder nicht) sicherlich. Allerdings
ist hier die Minderheit so klein, dass man sich die
Analyse ihrer Grundbedürfnisse sparen kann.
Gebt mir einfach, was ich will und gut ist ;-))
(Ein tolles Förderprogramm für Fassadenbegrünungen,
bzw. ein entsprechendes Gesetz mit gewissen Qualitäts-
anforderungen wäre z.B. aus meiner Sicht nicht schlecht ;-)).

So ähnlich dürften sich allerdings auch die "Ansprüche"
von Bauwagensiedlern, Hausbesetzern u.ä. verkürzt
darstellen lassen. Oft sind auch deren Forderungen
objektiv eher bescheiden und daher nicht wirklich
schwer zu erfüllen.
Dummerweise bestehen aber i.d.R. dazu keine Rechts-
grundlagen, d.h. die Erfüllung von Wünschen
geschieht (wenn überhaupt), obwohl die Nutznießer
keine juristisch (stichhaltig) begründeten Rechte haben,
meist aus öffentlichen Mitteln.
Daher kann es obendrein zu Konflikten mit weiteren
Gruppen, z.B. "Moralisten", die mehr außergewöhnliche
Unterstützungen für nötig halten oder auch "recht-
schaffenden Bürgern", die sich gegen "unverdiente"
Bevorzugung verwehren und z.B. das auch nicht
immer gänzlich falsche Argument anführen:
"Gebt erst mal denen ihr Recht (Unterstützung), die es
(sie) sich erworben haben ..."
Z.B. unter den Insassen der Altersheime finden sich
sicherlich viel mehr Leute, die mit Recht auf erlittene
oder bestehende Ungerechtigkeiten verweisen, als es
überhaupt Bauwagensiedler gibt.

Grüße
TB

--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet
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Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes

"Karl-Ludwig Diehl"
2006-11-23 06:56:16

T. Brandwein schrieb:
> > Bauwagensiedlern ist meist ihre Wohnform sehr vertraut
> > und ans Herz gewachsen. Wenn solche Siedlungen
> > aufgel


Hamburg: Räumung einer Bauwagensiedlung und Folgen des Protestes

"Karl-Ludwig Diehl"
2006-11-23 07:01:40

T. Brandwein schrieb:
> > Ja, mu