Hallo,
ich bin auf der Suche nach Herstellern von (Personen-)Aufzügen für
den Neubau
eines EFH. Welche Hersteller fallen Euch für diese Anwendung ein
(Thyssen-Krupp
und Haushahn sind mir spontan eingefallen, wer kommt noch in Frage). Konkret
geht es um einen Aufzug vom Keller ins Erdgeschoss, Grundfläche und
Traglast
kann klein sein (zwei Personen Haushalt). Hat jemand eine Hausnummer für
die
Kosten?
--
Bernd
Architektur
Aufzug in EFH
Aufzug in EFH
Kone
Bernd Nebendahl wrote:
> Hallo,
>
> ich bin auf der Suche nach Herstellern von (Personen-)Aufzügen
für den Neubau
> eines EFH. Welche Hersteller fallen Euch für diese Anwendung ein
(Thyssen-Krupp
> und Haushahn sind mir spontan eingefallen, wer kommt noch in Frage).
Konkret
> geht es um einen Aufzug vom Keller ins Erdgeschoss, Grundfläche und
Traglast
> kann klein sein (zwei Personen Haushalt). Hat jemand eine Hausnummer
für die
> Kosten?
>
Aufzug in EFH
Bernd Nebendahl schrieb:
> ich bin auf der Suche nach Herstellern von (Personen-)Aufzügen
für den Neubau
> eines EFH. Welche Hersteller fallen Euch für diese Anwendung ein
(Thyssen-Krupp
> und Haushahn sind mir spontan eingefallen, wer kommt noch in Frage).
Schindler, Otis, außerdem existieren flächendeckend kleine
Aufzugsbauer.
Du findest sie beispielsweise über die digitalen "gelben
Seiten". Die
kleinen Firmen sind oft günstiger und flexibler, solange es um die
Kombination zugekaufter Komponenten geht, und keine Sonderkonstruktion
gewünscht wird.
> Konkret
> geht es um einen Aufzug vom Keller ins Erdgeschoss, Grundfläche und
Traglast
> kann klein sein (zwei Personen Haushalt). Hat jemand eine Hausnummer
für die
> Kosten?
Zu den Kosten der Anlage selbst bekommst Du aktuelle Marktpreise am
besten bei den Herstellern, da die Branche großen konjunkturellen
Schwankungen unterliegt. Da die Kosten für Antrieb, Steuerung,
Schienenführung und Kabine auch bei kleinsten Anlagen nahezu gleich
bleiben, sind diese pro Haltestelle besonders teuer. Aus größeren
Anlagen übertragen schätze ich, dass unter 40.000,- Euro (netto)
wenig
zu bekommen ist. Vielleicht ist da noch etwas Einsparpotential in der
Kabinenausstattung.
Bedenke, dass bei Integration in das Gebäude ein massiver Schacht
benötigt wird, der auch heute noch unten und oben jeweils eine kleine
Unter- / Überfahrt benötigt. Die Bodenplatte / Decke müssen hier
jeweils
verspringen (-> Rohbaukosten). Für den Schacht selbst benötigst Du
eine
Grundfläche von minimal 2,00 m x 2,00 m einschließlich Wänden.
In einem
der Geschosse ist ein relativ großer Schaltschrank mit direktem
Blickkontakt zum Aufzug unterzubringen. Der Aufzugsschacht benötigt
außerdem eine zum Außenraum automatisiert öffenbare
Entrauchungsöffnung
mit Rauchmelder.
Durch alle aufgezählten Aspekte entstehen weitere Kosten, die in den
Anlagenpreisen des Anlagenanbieters nicht enthalten sind, ebenso wenig
wie Kosten für die Erstabnahme durch den TÜV etc..
Für den Aufzug selbst und die Entrauchung des Schachts ist die
regelmäßige Wartung und gelegentliche Wiederholungsabnahme durch
zugelassene Prüfer (TÜV o.ä.) erforderlich. Allein hierfür
sind jährlich
erhebliche Unterhaltskosten fällig. Zusammen mit den Stromkosten für
Antrieb und Beleuchtung dürften pro Monat im Mittel langfristig rd.
100,- Euro aufzubringen sein.
Im EFH-Bereich sind echte Aufzüge aus den genannten Gründen praktisch
nicht anzutreffen - außer bei Bauten für äußerst
wohlhabende
Schwerbehinderte. Und selbst dann stellt sich die Frage, ob ein
größeres
Grundstück mit flacher Bebauung langfristig nicht nur bequemer, sondern
auch ökonomischer wäre.
Wolfgang
Aufzug in EFH
Bernd Nebendahl wrote:
> ich bin auf der Suche nach Herstellern von (Personen-)Aufzügen
für den Neubau
> eines EFH. Welche Hersteller fallen Euch für diese Anwendung ein
(Thyssen-Krupp
> und Haushahn sind mir spontan eingefallen, wer kommt noch in Frage).
Konkret
> geht es um einen Aufzug vom Keller ins Erdgeschoss, Grundfläche und
Traglast
> kann klein sein (zwei Personen Haushalt). Hat jemand eine Hausnummer
für die
> Kosten?
Wolfgangs Ausführungen sind realistisch - für normale Aufzüge.
Allerdings gibt es für reduzierte Anforderungen auch kleinere Modelle.
Wenn du ernsthaft interessiert bist kannst du ein Angebot für den
"Senkrechtlift mit geringem Platzbedarf" einholen.
http://nullbarriere.de/cama-aufzug.htm
Die speziellen Aufzüge für Rollstuhlfahrer mit einfacher
Plattformausführung könnten preislich auch eher interessant sein.
Marianne
Aufzug in EFH
Marianne Bloss schrieb:
> http://nullbarriere.de/cama-aufzug.htm
>
> Die speziellen Aufzüge für Rollstuhlfahrer mit einfacher
> Plattformausführung könnten preislich auch eher interessant
sein.
Interessante Dinger. Insbesondere die Deckenschienensysteme sind eine
pfiffige und optisch attraktive Nachrüstlösung für
Mobilitätseingeschränkte.
Bei den Aufzügen stört mich als ehemaliger "Pfleger" die
eingeschränkte
bis ausgeschlossene Begleitung der zu "liftenden" Person, denn gerade
hilfsbedürftige Personen fühlen sich ohne ständige Begleitung
beim
Transport schnell "alleingelassen" und dann besonders hilflos der
Maschine ausgeliefert.
Jedenfalls gibts auch technische und preisliche Alternativen zum Umzug.
Wolfgang
Aufzug in EFH
Wolfgang Thiessen wrote:
> Bei den Aufzügen stört mich als ehemaliger "Pfleger"
die eingeschränkte
> bis ausgeschlossene Begleitung der zu "liftenden" Person, denn
gerade
> hilfsbedürftige Personen fühlen sich ohne ständige
Begleitung beim
> Transport schnell "alleingelassen" und dann besonders hilflos
der
> Maschine ausgeliefert.
Mir ist das eingefallen, weil ich zumindest eine Familie kenne, die ein
solches Gerät für ihr schwer verunfalltes Kind nachrüsten
konnte. Das
ging offenbar mit "normalem" Budget und funktioniert schon ein paar
Jahre. Solche Aufzüge sind offensichtlich für Notsituationen
entwickelt
worden, auch was den Platzbedarf betrifft. Ich halte das immer noch für
die bessere Alternative als die Heimunterbringung.
Der OP schrieb ja nichts von Behinderung, und als reiner Lastenaufzug
ist das völlig ausreichend.
Marianne
Aufzug in EFH
Hallo Roland Mösl ,
> Gibt es eigentlich Länder, wo nicht eine derart massive
Bürokratie
> eine vernünftige Einrichtung wie Aufzüge verhindert?
In welchem land verhindert Bürokratie Aufzüge?
> Wäre intressant, wie sich dort Aufzüge verbreiten.
Durch Zellteilung?
> Ohne Hyperüberdrüberbürokratie sollte das doch nur 1/10
soviel kosten
Und Du würdest Dich in so ein Ding reinstellen?
--
Jürgen
Aufzug in EFH
> Der OP schrieb ja nichts von Behinderung, und als reiner Lastenaufzug
> ist das völlig ausreichend.
Ich bin gerade dabei ein Haus zu planen, das Wohnen wäre dort auf einer
Ebene
möglich. Da ich gerade in der Familie eine Fall erlebt habe, wo ein
Treppenlift
eingebaut wurde, bin ich am überlegen, ob man nicht von vorneherein (hier
für
den Zugang zum Keller) einen Aufzug/Lift vorsehen sollte um nicht später
dann
doch immer mit Kompromissen einen Treppenlift einbauen zu müssen. Insofern
sind
keine besonderen Anforderungen zum Beispiel an die Optik vorhanden und man kann
sicherlich in der Planung leichter einen Einbau ermöglichen (vielleicht
vorläufig auch nur als Leerschacht) als später.
Bernd
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