Hallo Spezialisten,
mein Architekt möchte die Abwasserführung für unseren Neubau
nun so ändern, dass das Grundrohr nicht unterhalb der Kellersohle
geführt wird sondern auf halber Höhe durch die Kellerwand geht.
Als Begründung führte er an, dass sonst der Anschluß an das
Kanalnetz zu aufwendig werden würde, weil der Graben zu tief
werden müßte (3m statt nur 1,50m). Der öffentliche Kanal liegt
deutlich tiefer als unser Grundstück.
Als Folge davon müßte vom Bodenauslaß im Keller das Abwasser
per Pumpe in das höher gelegene Grundrohr gepumpt werden.
Mir gefällt das eigentlich nicht so gut. Es klingt nicht
unaufwendig, lassen sich hier tatsächlich Kosten einsparen?
Außerdem habe ich die Befürchtung, dass das ganze auch
fehleranfällig
sein könnte. Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon, dass unser
Keller komplett absäuft, wenn mal irgendwo ein Leck auftritt.
Sind diese Befürchtungen übertrieben?
Ich muß dazu sagen, dass wir keine Toilette im Keller geplant
haben, sonst wäre das sicherlich zu aufwendig.
Was meint ihr dazu?
Gruß
Gerd
Architektur
Abwasserführung
Abwasserführung
"Gerd Kluger" schrieb:
> Mir gefällt das eigentlich nicht so gut. Es klingt nicht
> unaufwendig, lassen sich hier tatsächlich Kosten einsparen?
Das weiss ich nicht, aber i.d.R. kommt aus dem Kanal potenziell
mehr Sch*** in den Keller, als aus einem internen Pumpensumpf
oder Abflussrohr.
Eine Hochlegung der Rückstauebene ist (falls nicht sogar
vorgeschrieben) eine kostengünstige und optimal zuverlässige
Maßnahme.
Grüße
TB
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo
mitredet und/oder Gehör erwartet. Siehe dazu:
"3 x w.biotekt.de". (3 x w = www)
Jetzt auch mit einer "FAQ Fassadenbegrünung"
Abwasserführung
Gerd Kluger schrieb:
> Hallo Spezialisten,
>
> mein Architekt möchte die Abwasserführung für unseren
Neubau
> nun so ändern, dass das Grundrohr nicht unterhalb der Kellersohle
> geführt wird sondern auf halber Höhe durch die Kellerwand geht.
> Als Begründung führte er an, dass sonst der Anschluß an
das
> Kanalnetz zu aufwendig werden würde, weil der Graben zu tief
> werden müßte (3m statt nur 1,50m). Der öffentliche Kanal
liegt
> deutlich tiefer als unser Grundstück.
> Als Folge davon müßte vom Bodenauslaß im Keller das
Abwasser
> per Pumpe in das höher gelegene Grundrohr gepumpt werden.
Das wäre sowieso Vorschrift, da die Rückstauebene in aller Regel
OK Straßenoberfläche ist.
Dies wäre beim Entwässerungsamt zu erfahren.
Alle Anschlüsse unter dieser Ebene müßten sowieso gepumpt
werden,
egal wie tief der Kanal liegt.
Dies vorausgeschickt ist die Lösung vom Architekten nicht nur
deutlich günstiger (Kanalgräben mußten sonst sehr breit oder
verbaut werden) sondern auch bei Problemen die bessere Lösung.
Rohre unter einer Bodenplatte sind einfach nicht gut zu erreichen
wenns mal Probleme gibt.
Gruß Frank
Abwasserführung
Gerd Kluger schrieb am Freitag, 26. Januar 2007 16:30:
> ...
> Ich muß dazu sagen, dass wir keine Toilette im Keller geplant
> haben, sonst wäre das sicherlich zu aufwendig.
Wenn Du keine Toilette im Keller geplant hast, kommen dann eventuell andere
Abwasserverursacher in Frage? Z.B. Waschmaschine, Handwaschbecken....
Lassen sich diese ggf. nach oben verlegen? Dann bräuchtest Du gar keine
Abwasserentsorgung im Keller. Allerdings ist ein Heber für eine
Waschmaschine oder ein Handwaschbecken keine grosse Sache, entsprechende
Anlagen werden seit Jahrzehnten eingesetzt.
> Was meint ihr dazu?
Die Rückstaubebene wurde ja schon erwähnt.
HTH Steffen
--
Dieser Beitrag kann Übertreibungen, ironische Bestandteile und seltsame
Zeichenfolgen enthalten
Abwasserführung
> Ich mu
Abwasserführung
Hallo,
es wurde bereits das Wesentliche geschrieben. Die Frage ist ob im Keller
tasächlich ein Ablauf benötigt wird. Ggf. ist dort eine
Brennwerttherme
eingebaut die einen Kondensatabfluß benötigt. Hebeanlagen die das
bewältigen
können sind recht günstig. Du brauchst für solche Abwässer
keine
Zerkleinerung, was nomralerweise zu Wartungsaufwand führen würde.
Wenn möglich verlege ich die Leitungen grundsätzlich nicht unter der
Bodenplatte. Der Aufwand dort etwas nachzubessern wenn ein Schaden auftritt
ist i.d.R. so groß daß man mit dem Schaden lebt.
Größere Grabentiefen müssen verbaut werden und zusammen mit dem
Mehrvolumen
kann das bei längeren Entwässerungssträngen sehr schnell ein
paar tausend
Euro zusätzlich kosten. Grob dürften das 30 Eu/m3 für den Aushub
inkl.
Entsorgung und nochmal 15 bis 20 Euro für den m2 Grabenwand (beidseitig
rechnen) sein, Schachtanlage zur Übergabe falls gefordert nicht vergessen
die wird auch höher.
Gruß
Adrian
Abwasserführung
Hi Gerd,
"Gerd Kluger" wrote in message
news:epd6q8$kcs$1@news.sap-ag.de...
> Hallo Spezialisten,
>
> mein Architekt möchte die Abwasserführung für unseren
Neubau
> nun so ändern, dass das Grundrohr nicht unterhalb der Kellersohle
> geführt wird sondern auf halber Höhe durch die Kellerwand geht.
> Als Begründung führte er an, dass sonst der Anschluß an
das
> Kanalnetz zu aufwendig werden würde, weil der Graben zu tief
> werden müßte (3m statt nur 1,50m). Der öffentliche Kanal
liegt
> deutlich tiefer als unser Grundstück.
> Als Folge davon müßte vom Bodenauslaß im Keller das
Abwasser
> per Pumpe in das höher gelegene Grundrohr gepumpt werden.
> Mir gefällt das eigentlich nicht so gut. Es klingt nicht
> unaufwendig, lassen sich hier tatsächlich Kosten einsparen?
> Außerdem habe ich die Befürchtung, dass das ganze auch
fehleranfällig
> sein könnte. Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon, dass unser
> Keller komplett absäuft, wenn mal irgendwo ein Leck auftritt.
> Sind diese Befürchtungen übertrieben?
> Ich muß dazu sagen, dass wir keine Toilette im Keller geplant
> haben, sonst wäre das sicherlich zu aufwendig.
>
> Was meint ihr dazu?
Meine Pumpe hat schon mal Schwierigkeiten gemacht.
Der Druckschrauch ist abgegenden und das Teil war sehr heiß.
Gott sei Dank ist es mir irgendwann mal aufgefallen, daß die Pumpe
dauernd
lief.
Ich werde einen Alarmmelder einbauen.
Schwimmer mit (batteriebetriebener?) Sirene.
Tschau,
Frank
Abwasserführung
"Walter" schrieb:
> > Ich muß dazu sagen, dass wir keine Toilette im Keller geplant
> > haben,
>
> Ohne deinen Grundriss ist das nur eine pauschale Einschätzung: Ich
> würde als erste Idee die Abwasserrohre unter der Kellerdecke zum
> Wanddurchlass führen. Dann kommst du über die Türen und
hast eine
> hoh e Rückstauebene.
> Am Durchlass Absturz auf Frosttiefe, so gehts zur Grundstücksgrenze
> und wenn dort Übergabeschacht mit Absturz auf Kanaltiefe.
Genau so ist es geplant.
> Im Keller hast du wohl Waschmaschine, Ausguss, Bodenablauf.
> Waschmaschinen pumpen auf ca. 1,5m über Boden, siehe
> Bedienungsanleitung. Also könnte ein 50cm-Sockel (dann muss man sich
> nicht so bücken) und ein Abzweig vom Absturzschacht die Lösung
ohne
> Pumpe sein. Muss nur druckdicht sein wg. Rückstau.
Geht leider nicht, da WM nicht dort steht, wo der Wanddurchlass ist.
> Für Ausguss und Bodenablauf tuts ein ganz kleiner Pumpensumpf mit
> Heber, kostet nicht viel.
Danke Walter, und auch den anderen. Es scheint so, dass ich mir als Laie
hier einfach zu viele Gedanken gemacht habe. Der Architekt hatte in
erster Linie die hohen Aushubkosten für den Graben angeführt (wie von
Adrian angesprochen). Wir werden es jetzt so wie oben beschrieben
machen.
Gruß
Gerd
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