Hallo,
ich habe in der Provence in ländlicher Gegend in 800m Höhe
ein neues Haus gebaut und jetzt habe ich Probleme mit der
Abwasserregelung.
Die Gemeinde hat zwar vor für den kleinen Ort eine Kläranlage
zu bauen aber seit Jahren geht nichts geht weiter und solange
bekomme ich keine Bauabnahme.
Ich könnte zwar eine eigene Versatzgrube bauen aber
die Verrieselung nach europäischer Gesetzgebung würde
ziemlich teuer, zumal es sich um felsigen Untergrund in 800m
Höhe handelt.
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. Tipps auf Lager
wie ich verfahren könnte.
Ich bedanke mich für Hinweise.
Werner
Architektur
Abwasserprobleme in Frankreich
Abwasserprobleme in Frankreich
> ich habe in der Provence in l
Abwasserprobleme in Frankreich
schrieb im Newsbeitrag
news:1181798316.701512.288360@d30g2000prg.googlegroups.com...
> ich habe in der Provence in ländlicher Gegend in 800m Höhe
> ein neues Haus gebaut und jetzt habe ich Probleme mit der
> Abwasserregelung.
> Die Gemeinde hat zwar vor für den kleinen Ort eine Kläranlage
> zu bauen aber seit Jahren geht nichts geht weiter und solange
> bekomme ich keine Bauabnahme.
>>Nur interessehalber: Gibt es in Frankreich keinen Entwässerungs-
>>Eingabeplan oder ähnliches in dem die Abwasserentsorgung als Teil
des
>>Bauantrags und der Baugenehmigung festgelegt wird?
>>Walter
Doch den Entwässerungseingabeplan gibt es und den habe ich auch
eingereicht. Nur will ich nicht heute entsprechend investieren und
danach meine Entwässerung mit Verrieselung für teures Geld bauen
um dann morgen von der Gemeinde zu erfahren, daß es eine
kommunale Kläranlage gibt an die ich mich anschließen muß, was
weitere Investitionen bedeutet und die erste Investition hinfällig
macht.
Meine Frage ist also muß die Gemeinde aufgrund der
europäischen Gesetzgebung eine kommunale Kläranlage bauen?
Werner
Abwasserprobleme in Frankreich
"Werner Christiani" schrieb im
Newsbeitrag
news:f4pgim$c8a$03$1@news.t-online.com...
> Hallo,
>
> ich habe in der Provence in ländlicher Gegend in 800m Höhe
> ein neues Haus gebaut und jetzt habe ich Probleme mit der
> Abwasserregelung.
> Die Gemeinde hat zwar vor für den kleinen Ort eine Kläranlage
> zu bauen aber seit Jahren geht nichts geht weiter und solange
> bekomme ich keine Bauabnahme.
> Ich könnte zwar eine eigene Versatzgrube bauen aber
> die Verrieselung nach europäischer Gesetzgebung würde
> ziemlich teuer, zumal es sich um felsigen Untergrund in 800m
> Höhe handelt.
>
> Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. Tipps auf Lager
> wie ich verfahren könnte.
>
> Ich bedanke mich für Hinweise.
>
> Werner
Sprech mit dem Bürgermeister. Es gibt in Frankreich immer
noch die Möglichkeit der Abwasserversickerung. Bauantrag
beim DDE ("déclaration des traveaux", oder was die halt
wollen)
Als einfachstes System "fosse septique" 3 m3 (ca 400 Euro)
+ Versickerungsdrainage (ca. 400 Euro), Bagger (ca. 800 Euro).
In ländlichen Gegenden meist unproblematisch...
so teuer ist das also nicht, legt man die Hand auch etwas
selber an, and, lets face it... ummesunst isch halt a nix :)
Der Boden kann natürlich Probleme bereiten, aber die vom
DDE bestimmen dann wie halt versickert werden muss.
Eventuel mit einem Schachtbrunnen...
Gruß
Abwasserprobleme in Frankreich
"Werner Christiani"
> Meine Frage ist also muß die Gemeinde aufgrund der
> europäischen Gesetzgebung eine kommunale Kläranlage bauen?
Streng genommen sogar einen Kanalanschluss :)
Aber wo kein Geld ist, passiert halt auch nichts. Da kann
die EU so viel bestimmen, wie sie will. Wie soll eine
Kommune mit 20.000 Euro Jahreshaushalt incl. aller
Unterhaltskosten für Bürgermeisteramt, Straßen, Wasser-
versorgung, Kanal... Sekretärin (wenn auch nur 2 Stunden
in der Woche), etwas Grünlandunterhaltung... ja,
wie sollen die eine Kläranlage bauen?
Das ist die Situation unserer Kommune. Im letzten Jahr
waren die einnahmen aus Holzwirtschaft 85 Euro...
das haut auch nichts raus. Es gab einen neuen Computer
für die Sekretärin in einen neuen Schneeräumvorsatz für den
Traktor des Bürgermeisters, damit er im Winter den Schnee
räumen kann...
die EU träumt...
Gruß tobias
Abwasserprobleme in Frankreich
X-No-Archive:
> Nur will ich nicht heute entsprechend investieren und
> danach meine Entw
Abwasserprobleme in Frankreich
"Tobias KNITTEL" schrieb im
Newsbeitrag
news:46717040$0$25951$ba4acef3@news.orange.fr...
>
> "Werner Christiani"
schrieb im Newsbeitrag
> news:f4pgim$c8a$03$1@news.t-online.com...
>> Hallo,
>>
>> ich habe in der Provence in ländlicher Gegend in 800m Höhe
>> ein neues Haus gebaut und jetzt habe ich Probleme mit der
>> Abwasserregelung.
>> Die Gemeinde hat zwar vor für den kleinen Ort eine
Kläranlage
>> zu bauen aber seit Jahren geht nichts geht weiter und solange
>> bekomme ich keine Bauabnahme.
>> Ich könnte zwar eine eigene Versatzgrube bauen aber
>> die Verrieselung nach europäischer Gesetzgebung würde
>> ziemlich teuer, zumal es sich um felsigen Untergrund in 800m
>> Höhe handelt.
>>
>> Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. Tipps auf Lager
>> wie ich verfahren könnte.
>>
>> Ich bedanke mich für Hinweise.
>>
>> Werner
>
> Sprech mit dem Bürgermeister. Es gibt in Frankreich immer
> noch die Möglichkeit der Abwasserversickerung. Bauantrag
> beim DDE ("déclaration des traveaux", oder was die halt
wollen)
>
> Als einfachstes System "fosse septique" 3 m3 (ca 400 Euro)
> + Versickerungsdrainage (ca. 400 Euro), Bagger (ca. 800 Euro).
>
> In ländlichen Gegenden meist unproblematisch...
>
> so teuer ist das also nicht, legt man die Hand auch etwas
> selber an, and, lets face it... ummesunst isch halt a nix :)
>
> Der Boden kann natürlich Probleme bereiten, aber die vom
> DDE bestimmen dann wie halt versickert werden muss.
> Eventuel mit einem Schachtbrunnen...
>
> Gruß
Danke für Eure Hinweise. Mit dem Bürgermeister habe ich
schon gesprochen. Das ist ein Politikum, wenn er den Einwohnern,
die schon immer ihre Abwasser in die Felsspalten geleitet haben,
die Unkostenbeteiligung für eine ordnungsgemäße
Entwässerung
auferlegt. Er will ja bei der nächsten Wahl wieder gewählt werden.
In 3 Wochen bin ich wieder vor Ort und werde einmal
entsprechend Deinen Vorschlägen, Tobias, bei Bürgermeister
und DDE vorsprechen.
Die Idee mit dem Schachbrunnen finde ich zwar gut, aber mit dem
felsigen Untergrund kann es Probleme geben.
Ich habe bereits eine große fosse septique vor Ort und auch ein
bac à graisse (Fettabscheider), nur wäre mir für die Zukunft
eine
kommunale Lösung lieber (es braucht kein Schlürf-Auto zu
kommen, weitere Rohre wären nachträglich anschließbar)
Gruß
Werner
P.S.: Dem Tobias soll ich von Jens-Arne einen schönen Gruß
ausrichten (wir wohnen beide in der Peripherie Münchens)
Abwasserprobleme in Frankreich
Hallo Werner,
> Danke für Eure Hinweise. Mit dem Bürgermeister habe ich
> schon gesprochen. Das ist ein Politikum, wenn er den Einwohnern,
> die schon immer ihre Abwasser in die Felsspalten geleitet haben,
> die Unkostenbeteiligung für eine ordnungsgemäße
Entwässerung
> auferlegt. Er will ja bei der nächsten Wahl wieder gewählt
werden.
> In 3 Wochen bin ich wieder vor Ort und werde einmal
> entsprechend Deinen Vorschlägen, Tobias, bei Bürgermeister
> und DDE vorsprechen.
> Die Idee mit dem Schachbrunnen finde ich zwar gut, aber mit dem
> felsigen Untergrund kann es Probleme geben.
> Ich habe bereits eine große fosse septique vor Ort und auch ein
> bac à graisse (Fettabscheider), nur wäre mir für die
Zukunft eine
> kommunale Lösung lieber (es braucht kein Schlürf-Auto zu
> kommen, weitere Rohre wären nachträglich anschließbar)
> P.S.: Dem Tobias soll ich von Jens-Arne einen schönen Gruß
> ausrichten (wir wohnen beide in der Peripherie Münchens)
Erst einmal Danke für den Gruß, und auch einen an
Jens-Arne zurück.
Was auch noch eine Möglichkeit wäre, ein kleiner Klärteich,
also eine Teichkläranlage. Das kommt jetzt in Frankreich
immer mehr. Mein Bruder kennt da jemanden in Vittel, der sich
darauf spezialisiert hat, auch für kommunale Abwasserentsorgung.
Nur ist mein Bruder gerade in Griechenland. Aber bei Interesse
kann ich, ist er zurück, mal nach der Adresse fragen.
Ich habe z.B. keinen Fettabscheider eingebaut, da das freiwillig
war (hängt von der Nutzung ab), aber ich habe auch die
Erlaubnis zu versickern, nach der Fosse. Dem Gesetz nach muss
der Bürgermeister einmal im Jahr die Fosse kontrollieren, und
alle vier Jahre muss sie entleert werden. Aber, in der Praxis,
kümmert sich niemand drum... eingebuddeln und vergessen...
ähmm, darf ich das jetzt sagen? :-)
Irgendwann muss sie geleert werden, ist sie komplett voll. Aber
kann sein, man erlebt das eh nimmer... :-)
Falls die Versickerung ein Problem ist, würde ich an einen Teich
denken, also das Abwasserin eine Mulde leiten, und aus dieser
versickert es dann langsam... die Frösche würden sich freuen :-)
Gruß tobias
- Neubau Ausland, hier: Frankreich
- Re: Planen in Frankreich, wenns interessiert
- Planen in Frankreich, wenns interessiert
- zwei Jahre Haus in Frankreich
- ot: ein paar pics aus Frankreich
- Re:Neues aus Frankreich, war: Re: Ohne festen Wohnsitz / 1
- Neues aus Frankreich (mal wieder :-))
- Neues aus Frankreich :-)