Hallo,
ich bin gerade dabei Angebote bei Baufirmen (fast schlüsselfertig)
für
ein Passivhaus (bzw. nahe dran) einzuholen - und ich weiß nicht, wie ich
die Kosten einschätzen soll. Ich habe zwar mit Google die Historie hier
durchsucht, aber nichts gefunden. Vielleicht könnt Ihr mir ja helfen:
Gebäude-Daten:
Grundfläche 9x11m
In der gedämmten Hülle befinden sich: UG, EG, OG, DG.
EG/OG werden zunächst ausgebaut mit 145m^2 Wohnfläche.
Nach Ausbau von UG/DG kommen dort nochmals 20 bzw. 40m^2 Wohnfläche hinzu.
Volumen: ca 1000m^3
Fenster: ca. 40m^2
Bauplatz: Nähe Landsberg/Bayern
Diverse Vertreter haben mir als aktuellen Preis/m^3 ca. EUR250,- -
EUR300,- angegeben - für ein ENEV-Haus. Stimmt das so?
Für die Weiterentwicklung zum Passivhaus habe ich nun Aufschläge
zwischen EUR40000,- und EUR60000,- bekommen. Kann das hinkommen?
Wenn ich andere Berichte lese, in denen von 5-10% Aufschlag die Rede ist
(ohne jedoch zu beschreiben, was 100% sind), dann kommt mir das recht
teuer vor.
Derzeit reichen die Angebote von EUR270k - EUR380k
Welche Erfahrungen habt Ihr denn gemacht?
Vielen Dank
Franz
Architektur
Passivhaus, Kosten
Passivhaus, Kosten
Hier würde ich zuerst nach kompetenten Anbietern suchen...
http://www.ig-passivhaus.de/
-> Mitgliederdatenbank
Grundlagen und Mehr:
http://www.passiv.de/
Franz Born schrieb:
> Hallo,
>
> ich bin gerade dabei Angebote bei Baufirmen (fast schlüsselfertig)
für
> ein Passivhaus (bzw. nahe dran) einzuholen - und ich weiß nicht, wie
ich
> die Kosten einschätzen soll. Ich habe zwar mit Google die Historie
hier
> durchsucht, aber nichts gefunden. Vielleicht könnt Ihr mir ja helfen:
>
> Gebäude-Daten:
> Grundfläche 9x11m
> In der gedämmten Hülle befinden sich: UG, EG, OG, DG.
> EG/OG werden zunächst ausgebaut mit 145m^2 Wohnfläche.
> Nach Ausbau von UG/DG kommen dort nochmals 20 bzw. 40m^2 Wohnfläche
hinzu.
> Volumen: ca 1000m^3
> Fenster: ca. 40m^2
> Bauplatz: Nähe Landsberg/Bayern
>
> Diverse Vertreter haben mir als aktuellen Preis/m^3 ca. EUR250,- -
> EUR300,- angegeben - für ein ENEV-Haus. Stimmt das so?
>
> Für die Weiterentwicklung zum Passivhaus habe ich nun Aufschläge
> zwischen EUR40000,- und EUR60000,- bekommen. Kann das hinkommen?
> Wenn ich andere Berichte lese, in denen von 5-10% Aufschlag die Rede ist
> (ohne jedoch zu beschreiben, was 100% sind), dann kommt mir das recht
> teuer vor.
>
> Derzeit reichen die Angebote von EUR270k - EUR380k
>
> Welche Erfahrungen habt Ihr denn gemacht?
>
> Vielen Dank
>
>
> Franz
Passivhaus, Kosten
Franz Born wrote:
> Gebäude-Daten:
> Grundfläche 9x11m
> In der gedämmten Hülle befinden sich: UG, EG, OG, DG.
> EG/OG werden zunächst ausgebaut mit 145m^2 Wohnfläche.
> Nach Ausbau von UG/DG kommen dort nochmals 20 bzw. 40m^2 Wohnfläche
hinzu.
>
> Derzeit reichen die Angebote von EUR270k - EUR380k
Nach deinen Angaben kommt man natürlich zu sehr unterschiedlichen
Preisen, ich rechne lieber mit m2 weil mit einem qm kann ich was
anfangen da kann ich was hinstellen ;-) m3 wird doch
schon etwas abstrakt. Für die Baukosten mag m3 sinnvoller
sein, nur was ich als Bewohner damit anfangen kann eigentlich nicht.
145 m2 für 380k¤ das ist ein stolzer Preis.
145 m2 für 270k¤ (ich vermute mal reine Baukosten ohne
Grundstück)
ist in meien Augen immer noch ein stolzer Preis.
220 m2 für ca 270 k¤ da kommmt man in Bereiche wo
das in meinen Augen realistisch wird. Man weiss halt nicht
was heisst nicht ausgebaut, wie viel muss man da noch investieren
damit UG und DG bewohnbar wird.
Dann ist die Frage was hast du für eine Ausstattung Parkett
Laminat, die Bäder welche Amarturen usw usw die Innenausstattung
da kann man Geld versenken ohne Ende aber auch relativ sparsam
was machen.
Dann die Frage hast du eien Architekten? Was sagt der denn zu den
Kosten?
MfG
Matthias
Passivhaus, Kosten
Hallo,
zunächst vielen Dank für die ersten Antworten.
Ich versuche ein paar Rückfragen zu klären:
@Matthias:
Zum den Gebäude Grundkosten:
Würden wir das Haus nach ENEV bauen hätte es eine Grundfläche
von 90m^2.
EG/OG sind ausgebaut, UG/DG bestehen im wesentlichen aus dem nackten
Fußboden (Bodenplatte) bzw. Decke OG und der Isolierung im DG samt
Luftdichtigkeitsschicht. Fußbodenbeläge/Malerarbeiten/Fließen
werden in
Eigenleistung erbracht.
Wenn ich nun als BGF 9*10*3,515m^2 ansetze und für den Typ 1.12 mir
aus http://www.cadress.de/download/NHK-2000.pdf
für "einfach" die Kosten hole (565EUR/m^2)
diese mit einer Steigerung von 11% seit 2000
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/07/PD07
278 61261.psml
und 8% bzw. 16% Nebenkosten versehe, dann komme ich auf 215k bzw. 230k
für dieses Haus nach ENEV.
Ich hatte einen Architekten für die Planung und Eingabe und der hat das
Haus Ende 2005 auf 250k geschätzt (allerdings ohne Feinplanung).
Wenn ich nun rechne: 250k/102*111'2k (Werte aus
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/07/PD07
278 61261.psml)
und 270k vor Eigenleistung zahle, dann ist das zwar teurer als ursprgl.
geschätzt aber es scheint mir nicht so ganz falsch zu sein, zumal in dem
Preis noch die Fußbodenheizung drinnen ist, die ins Passivhaus
eigentlich nicht reingehört :-)
Ich habe allerdings keinerlei reelle Erfahrung und München und Umland
sind leider nicht unbedingt billig :-(
Zum Thema Bauträger vs. Architekt:
Ich habe mich bisher dazu entschieden, die Ausführung mit einer
"Fertigbau"-Firma zu einem Festpreis durchzuführen, was mir ein
Architekt wohl nicht garantieren würde - meinem bisherigen Kenntnisstand
zu Folge. Ich bin nur am überlegen, wie ich die Qualitätssicherung
vornehmen soll. Da werde ich zuweilen mit meinem Bruder (Bauingenieur)
auf der Baustelle vorbeifahren müssen oder mich mal beim TÜV
erkundigen,
ob die soetwas zu einem vernünftigen Preis anbieten. - Für weitere
Tips
bin ich dankbar.
Zurück zu meiner Anfangsfrage, d.h. zu den Mehrkosten Passivhaus
gegenüber ENEV:
Im Internet findet man Angaben zwischen "kaum", 10%, 15% Mehrkosten.
Wenn ich für das gleiche Haus mit mittlerer Ausstattung von 250k
ausgehe, komme ich bei 10% bzw. 15% auf Mehrkosten von 25k bzw. 37k. Was
sind denn da Eure Erfahrungen?
Viele Grüße
Franz
Passivhaus, Kosten
Hallo Franz,
meine Erfahrung als Bauherr und als Beobachter von Hausbauerei von Kollegen
ist folgende.
Beim Bauen mit Architekt hat der Bauherr die Flexibilität.
Er kann auch nach Baubeginn steuern, wo er ggf. sparen kann.
Die Kosten werden von Architekten oft etwas niedrig angesetzt.
Wenn man Architektur haben möchte, braucht man einen Architekten. Nicht
alle
Architekten planen Architektur. Viele Leute wollen ein Eigenheim, keine
Architektur.
Architektur muß man bezahlen.
Beim Bauen mit Generalunternehmer/Bauträger hat der Bauherr einen
Fixpreis.
Die Baubeschreibung als Grundlage des Vertrags ist immer recht ungenau.
Das ist so gewollt, denn dann ist die Flexibilität beim Auftragnehmer.
Die meisten Unwägbarkeiten beim Bauen sind in den frühen Gewerken
enthalten.
Gründung, Rohbau. Falls dort etwas aus dem Ruder läuft, sprich teurer
ist
als vom
Auftragnehmer geplant, kann er das in den späteren Gewerken wieder
rausholen, indem
er die Leistungen dort etwas unter den von ihm geplanten Standard fährt.
Einsparungen durch den Bauherrn sind mesitens schwer, weil die
Preisabstriche für
Minderleistungen üblicherweise sehr gering sind.
Du kannst dir ja detaillierte Angebote (separate Kosten pro Gewerk) von
Generalunternehmern und
Angebote für Einzelgewerke einholen. Dazu mußt du aber erst mal
Ausschreibungsbeschreibungen anfertigen
lassen. Nur so könntest du das vergleichen.
Ein Genrealunternehmer muß die Übernahme des Gesamtrisikos mit einem
Aufschlag einkalkulieren.
10% sind das bestimmt.
Bei uns hat sich Generalunternehmer damals nicht gerechnet. Zumindest hatten
wir das Gefühl,
daß das nicht das Richtige ist. Vor allem preislich.
Nur so ein paar Gedanken.
Tschau,
Frank
"Franz Born" wrote in message
news:f75qki$e2o$1@online.de...
> Hallo,
>
> zunächst vielen Dank für die ersten Antworten..
>
> Ich hatte einen Architekten für die Planung und Eingabe und der hat
das
> Haus Ende 2005 auf 250k geschätzt (allerdings ohne Feinplanung).
> Wenn ich nun rechne: 250k/102*111'2k (Werte aus
> http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/07/PD07
278 61261.psml)
> und 270k vor Eigenleistung zahle, dann ist das zwar teurer als ursprgl.
> geschätzt aber es scheint mir nicht so ganz falsch zu sein, zumal in
dem
> Preis noch die Fußbodenheizung drinnen ist, die ins Passivhaus
eigentlich
> nicht reingehört :-)
> Ich habe allerdings keinerlei reelle Erfahrung und München und Umland
sind
> leider nicht unbedingt billig :-(
>
> Zum Thema Bauträger vs. Architekt:
> Ich habe mich bisher dazu entschieden, die Ausführung mit einer
> "Fertigbau"-Firma zu einem Festpreis durchzuführen, was mir
ein Architekt
> wohl nicht garantieren würde - meinem bisherigen Kenntnisstand zu
Folge.
> Ich bin nur am überlegen, wie ich die Qualitätssicherung
vornehmen soll.
> Da werde ich zuweilen mit meinem Bruder (Bauingenieur) auf der Baustelle
> vorbeifahren müssen oder mich mal beim TÜV erkundigen, ob die
soetwas zu
> einem vernünftigen Preis anbieten. - Für weitere Tips bin ich
dankbar.
>
Passivhaus, Kosten
Franz Born schrieb:
> Hallo,
Hola.
> Zum Thema Bauträger vs. Architekt:
> Ich habe mich bisher dazu entschieden, die Ausführung mit einer
> "Fertigbau"-Firma zu einem Festpreis durchzuführen, was mir
ein
> Architekt wohl nicht garantieren würde - meinem bisherigen
Kenntnisstand
> zu Folge.
Ein Architekt "kann" das nicht garantieren, weil er für
Qualität
garantiert. ;-)
Ein Fertigbauer kann Dir zwar den Festpreis garantieren, aber dafür
keine Qualität. Wie meinst DU verdient dieser sein Geld???
Einen Tod mußt Du sterben.
> Ich bin nur am überlegen, wie ich die Qualitätssicherung
> vornehmen soll. Da werde ich zuweilen mit meinem Bruder (Bauingenieur)
> auf der Baustelle vorbeifahren müssen oder mich mal beim TÜV
erkundigen,
> ob die soetwas zu einem vernünftigen Preis anbieten. - Für
weitere Tips
> bin ich dankbar.
Das ist Typisch. Traut man heutzutage dem TÜV mehr zu als einem
Architekten?
Glaubst Du einer TÜV-Plakette mehr, als einem UNABHÄNGIGEN Bauleiter,
der täglich vor Ort ist und einem Architekten, der durch Planung und
Kostenkontrolle Deine Interessen gegenüber der Fertigbauer vertritt?
Also früher oder später kommen immer Architekten auf die Baustelle,
spätestens als Sachverständige, nach dem Baupfusch ;-)
Ist die Frage wer den dann bezahlt...
--
Ciao, SVEN
<FAQ: de.sci.architektur>
<http://dsa.bau-wesen.de>
Passivhaus, Kosten
Franz Born wrote:
> Ich habe allerdings keinerlei reelle Erfahrung und München und Umland
> sind leider nicht unbedingt billig :-(
Mal als Tipp, du solltest vielleicht auch nicht zu regional nach
Baufirmen suchen. Ein Freund von mir hat sich z.b. sein
Haus in Frankreich bestellt, Es gibt meines Wissens auch
Häuser aus Polen oder vielleicht findet man auch in
Ostdeutschland was günstiges.
MfG
Matthias
- Kosten für Gericht, Anwalt und SV?
- Kosten Energiebedarfsrechnung Einfamilienhaus
- Anrechenbare Kosten
- Kosten pro m2
- Änderung des Bebauungsplans - wie sieht so ein Antrag aus? Kosten?
- Infoquelle Passivhaus (EFH/DHH)?
- 50% Kostenüberschreitung gegenüber Kostenschätzung
- Passivhaus =?ISO-8859-15?(öffentliche Petition an de =?ISO-8859-15?n Deutschen Bundestag)
- Re: Energieengpaß => Passivhaus?
- Re: Energieengpaß =3D> Passivhaus?