Hallo,
ich würde gerne Eure Meinung zu obigem Sachverhalt. Ich beschreibe mal
kurz die
Konstruktion. Auf der ungedämmten Kellerdecke (WU-Stahlbeton 22cm) ist
eine
Folie aufgelegt, auf dieser liegt eine zweilagige Dämmung (jeweils 16cm,
zusammen also 32cm) aus Styropor, darauf wieder eine Folie. Über diese
Folie
wurde die Erdgeschossbodenplatte (einlagige Bewehrung + Stahlfaserbeton)
betoniert. Aufgrund der Wetterlage ist davon auszugehen, dass zwischen den
Folien und den Dämmstofflagen eine nicht nur geringfügige Menge an
Wasser
vorhanden ist. Durch das Gewicht wurden sicher größere
Wasserpfützen
herausgedrückt, aber ein Wasserfilm ist sicher vorhanden. Da das Wasser
nicht
nach oben oder unten kann (Folie) kann es nur horizontal raus (im den Spalten
zwischen Folie, Dämmstoff bzw. zwischen Dämmstoff und Dämmstoff
oder durch
Diffusion durch den Dämmstoff selbst). Styropor ist nach meinen
Informationen
nicht komplett diffusionsdicht, trotzdem sind die Diffusionslängen
erheblich
(Bodenplatte 10x20m) und der sich einstellende Temperaturgradient ist
vermutlich
mehr oder weniger vertikal wohingegen die Diffusion horizontal erfolgen muss.
Ist das ganze überhaupt ein Problem? Welche Auswirkungen hat das Wasser
dort wo
es sich im Moment befindet? Reduzierung der Dämmwirkung? Welche
Auswirkungen hat
das Wasser dort wo es hingeht? Dauerhafte Feuchtigkeit von Innen an der
Aussenwand in Höhe der Dämmung? Gibt es Erfahrungswert, wie schnell
sowas
trocknet? Was kann/soll man tun? Was soll man nicht tun?
Vielen Dank für Eure Einschätzung und Erfahrungswerte.
Bernd
Architektur
Neubau, Dämmung unter Bodenplatte nass
Neubau, Dämmung unter Bodenplatte nass
"Bernd Nebendahl" schrieb im
Newsbeitrag
news:47551a29$0$13121$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net...
>
> Ist das ganze überhaupt ein Problem?
Das Wasser geht schon durch den Beton, aber das dauert, Jahre.
Ist bei jedem Neubau normal.
Sollte man, z.B. beim Parkettlegen, beachten. Daher baut man
Haeuser eigentlich auch so, dass sie nach dem Rohbau erst mal
(im Winter) trocknen, ist in der heutigen Zeit wo alles fix
fix gehen muss in Vergessenheit geraten.
--
Manfred Winterhoff
Neubau, Dämmung unter Bodenplatte nass
Bernd Nebendahl schrieb:
> Auf der ungedämmten Kellerdecke (WU-Stahlbeton 22cm) ist eine
> Folie aufgelegt, auf dieser liegt eine zweilagige Dämmung (jeweils
16cm,
> zusammen also 32cm) aus Styropor, darauf wieder eine Folie. Über
diese Folie
> wurde die Erdgeschossbodenplatte (einlagige Bewehrung + Stahlfaserbeton)
Was verstehst du denn unter Kellerdecke und was unter
Erdgeschoßbodenplatte? Und warum ist erstere aus WU-Beton, ist das
Haus nun unterkellert oder nicht?
Zudem leuchtet mir nicht ein, warum eine Faserbetonplatte zusätzlich
eine Mattenbewehrung haben soll...?
Marianne
Neubau, Dämmung unter Bodenplatte nass
Hallo,
>> Auf der ungedämmten Kellerdecke (WU-Stahlbeton 22cm) ist eine
>> Folie aufgelegt, auf dieser liegt eine zweilagige Dämmung
(jeweils 16cm,
>> zusammen also 32cm) aus Styropor, darauf wieder eine Folie. Über
diese Folie
>> wurde die Erdgeschossbodenplatte (einlagige Bewehrung +
Stahlfaserbeton)
>
> Was verstehst du denn unter Kellerdecke und was unter
> Erdgeschoßbodenplatte? Und warum ist erstere aus WU-Beton, ist das
> Haus nun unterkellert oder nicht?
Das Haus ist unterkellert und der Keller hat eine Decke. Der Kellerhersteller
(Fertigkeller) verwendet immer WU-Beton. Auf der Kellerdecke liegt die
Dämmung,
auf der Dämmung wurde die Erdgeschossbodenplatte (14cm) betoniert. D.h.
anders
ausgedrückt, die Kellerdecke/EG-Bodenplatte ist zweischalig mit innen
liegender
Dämmung.
> Zudem leuchtet mir nicht ein, warum eine Faserbetonplatte zusätzlich
> eine Mattenbewehrung haben soll...?
Das müsste man denjenigen fragen, der die Bodenplatte gemacht hat. Ist das
relevant für das Verhalten bzgl. Wasser?
Bernd
Neubau, Dämmung unter Bodenplatte nass
>> Ist das ganze überhaupt ein Problem?
>
> Das Wasser geht schon durch den Beton, aber das dauert, Jahre.
> Ist bei jedem Neubau normal.
Wenn es durch den Beton gehen soll, muss es zuvor doch durch die Folie, die
unterhalb und oberhalb der Dämmung liegt.
> Sollte man, z.B. beim Parkettlegen, beachten. Daher baut man
> Haeuser eigentlich auch so, dass sie nach dem Rohbau erst mal
> (im Winter) trocknen, ist in der heutigen Zeit wo alles fix
> fix gehen muss in Vergessenheit geraten.
Der Rohbau soll eigentlich noch vor Weihnachten fertig werden und dann im
Frühjahr ausgebaut werden. Das ist dann ja nicht so falsch.
Bernd
Neubau, Dämmung unter Bodenplatte nass
> Das Haus ist unterkellert und der Keller hat eine Decke. Der
Kellerhersteller
> (Fertigkeller) verwendet immer WU-Beton. Auf der Kellerdecke liegt die
> Dämmung, auf der Dämmung wurde die Erdgeschossbodenplatte (14cm)
betoniert.
> D.h. anders ausgedrückt, die Kellerdecke/EG-Bodenplatte ist
zweischalig mit
> innen liegender Dämmung.
Hätte ich vielleicht dazuschreiben sollen. Die Lastabtragung erfolgt
über die
Dämmung, es gibt keine "schweren" (Beton/Stahl/Steine)
Verbindungen zwischen
Haus und Keller.
Bernd
Neubau, Dämmung unter Bodenplatte nass
Bernd Nebendahl schrieb:
> Das Haus ist unterkellert und der Keller hat eine Decke. Der
Kellerhersteller
> (Fertigkeller) verwendet immer WU-Beton. Auf der Kellerdecke liegt die
Dämmung,
> auf der Dämmung wurde die Erdgeschossbodenplatte (14cm) betoniert.
D.h. anders
> ausgedrückt, die Kellerdecke/EG-Bodenplatte ist zweischalig mit innen
liegender
> Dämmung.
Das halte ich für eine höchst ungewöhnliche und aufwändige
Konstruktion,
denn üblicherweise dämmt man zwischen Bodenplatte und Erdreich, oder
auf
der Bodenplatte im KG. Auf diese Weise hätte man die
"Erdgeschoßbodenplatte" überhaupt einsparen können.
>> Zudem leuchtet mir nicht ein, warum eine Faserbetonplatte
zusätzlich
>> eine Mattenbewehrung haben soll...?
>
> Das müsste man denjenigen fragen, der die Bodenplatte gemacht hat.
Ist das
> relevant für das Verhalten bzgl. Wasser?
Nein, aber es deutet darauf hin, dass der Planer die
"Gürtel+Hosenträger-Methode" angewandt hat.
Marianne
Neubau, Dämmung unter Bodenplatte nass
Bernd Nebendahl schrieb:
>> Das Haus ist unterkellert und der Keller hat eine Decke. Der
Kellerhersteller
>> (Fertigkeller) verwendet immer WU-Beton. Auf der Kellerdecke liegt die
>> Dämmung, auf der Dämmung wurde die Erdgeschossbodenplatte
(14cm) betoniert.
>> D.h. anders ausgedrückt, die Kellerdecke/EG-Bodenplatte ist
zweischalig mit
>> innen liegender Dämmung.
>
> Hätte ich vielleicht dazuschreiben sollen. Die Lastabtragung erfolgt
über die
> Dämmung, es gibt keine "schweren" (Beton/Stahl/Steine)
Verbindungen zwischen
> Haus und Keller.
Nochmal langsam und zum Mitschreiben:
Dein gesamtes Haus steht seiner Bodenplatte schwimmend auf auf einem
WU-Keller mit einer WU-Decke und die Dämmung unter dem Haus ist aus 32
cm Styro por , nicht etwa aus Styro dur ? Bist Du sicher, dabei nicht
irgendetwas zu verwechseln oder uns veräppeln zu wollen?
Ungläubig,
Wolfgang
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