Das Deutsche Gew
Architektur
Deutsches Gewölbemuseum: Einladung zur Architekturb etrachtung (2)
Deutsches Gewölbemuseum: Einladung zur Architekturb etrachtung (2)
On 16 Feb., 15:14, Karl-Ludwig Diehl wrote:
Das Deutsche Gew
Deutsches Gewölbemuseum: Einladung zur Architekturb etrachtung (2)
Karl-Ludwig Diehl schrieb vorher:
>On 16 Feb., 15:14, Karl-Ludwig Diehl wrote:
>Das Deutsche Gewölbemuseum lädt ein zur Architektur-
>betrachtung. Gezeigt wird regionale Baukunst, deren
>Architekten meist unbekannt sind. Durch die Architektur-
>betrachtung wird versucht, sich die Bauten ikonologisch
>zu erschließen.
>
>Als 2.Beispiel dient ein Bauensemble in Montabaur, das 1940,
>also in der Nazizeit erbaut wurde. Es soll versucht werden heraus-
>zufinden, warum diese Bauform gewählt wurde und was die Baukunst
>eigentlich vermitteln will:
>
>http://www.fotos.web.de/spaceoffice/WW-Montabaur Jahnstrasse
>
>Es handelt sich um Wohnhäuser, die für jeweils eine Familie
>erbaut wurden.
Sonderbare Häuser. Die Fenster vorne und hinten auf einen Haufen
gesetzt, an der Seite nichts. Anscheinend wollte der Architekt
eine Art Schaufassade gestalten, vermutlich schwebte ihm entfernt
sowas wie http://de.wikipedia.org/wiki/Rostock vor; allerdings
wirkt das bei nicht in Reihe stehenden Häusern eher daneben, weil
man die kahlen Seiten ja sieht.
SIW waren die Fenster in den Kriegsjahren normiert auf recht
kleine Größe, vermutlich war es schon Luxus, 3 unterschiedliche
Fenstersorten zu haben.
Deutsches Gewölbemuseum: Einladung zur Architekturb etrachtung (2)
On 16 Feb., 21:04, Helga Schulz wrote:
> Karl-Ludwig Diehl schrieb vorher:
> >Als 2.Beispiel dient ein Bauensemble in Montabaur, das 1940,
> >also in der Nazizeit erbaut wurde. Es soll versucht werden heraus-
> >zufinden, warum diese Bauform gew
Deutsches Gewölbemuseum: Einladung zur Architekturb etrachtung (2)
Karl-Ludwig Diehl schrieb vorher:
>On 16 Feb., 21:04, Helga Schulz wrote:
>> Karl-Ludwig Diehl schrieb vorher:
>> >Als 2.Beispiel dient ein Bauensemble in Montabaur, das 1940,
>> >also in der Nazizeit erbaut wurde. Es soll versucht werden heraus-
>> >zufinden, warum diese Bauform gewählt wurde und was die
Baukunst
>> >eigentlich vermitteln will:
>> >http://www.fotos.web.de/spaceoffice/WW-Montabaur Jahnstrasse
>> >Es handelt sich um Wohnhäuser, die für jeweils eine
Familie
>> >erbaut wurden.
>> Sonderbare Häuser. Die Fenster vorne und hinten auf einen Haufen
>> gesetzt, an der Seite nichts. Anscheinend wollte der Architekt
>> eine Art Schaufassade gestalten, vermutlich schwebte ihm entfernt
>> sowas wiehttp://de.wikipedia.org/wiki/Rostockvor; allerdings
>> wirkt das bei nicht in Reihe stehenden Häusern eher daneben, weil
>> man die kahlen Seiten ja sieht.
>> SIW waren die Fenster in den Kriegsjahren normiert auf recht
>> kleine Größe, vermutlich war es schon Luxus, 3
unterschiedliche
>> Fenstersorten zu haben.
>
>Die Bauten sind natürlich durch Modernisierungen
>sehr verändert. Das linke Gebäude zeigt leichte
>geschoßweise Auskragungen, die durch den Putz
>angedeutet sind.
Das war mir auch aufgefallen, ich vermute, daß das näher am
Original ist.
Weswegen mir noch dies in den Sinn kam:
http://www.hildesheim.de/tourismus/show
pic.php?url=/tourismus/knochenhauer-amtshaus1 500.jpg&name=
von
http://www.hildesheim.de/hildesheim2006/index.php?rubrik=tourismus
(SIW ist das Knochenhauerhaus in hildesheim eine Rekonstruktion,
denn es ging im Krieg kaputt. Weiß aber nicht, wann es
wiederaufgebaut wurde.)
Auch eine fensterreiche Schaufassade, aber jedes Stockwerk etwas
weiter auskragend.
Der Putz sieht noch so "alt" aus, und am Nachbarhaus erscheint es
mir um die Fenster herum ausgeflickt, als hätte man kleinere
Fenster reingesetzt.
>Nur die Fenstergrößen dürften be-
>wahrt worden sein, usw. Ein Bezug zu Norddeutschland
>klingt erst einmal verwegen.
Naja, nicht unbedingt Rostock, aber nooddoitsche Tiefebene,
vielleicht Hanse
http://www.hanse.org/de/die hanse/hansestaedte/
(Hildesheim und Rostock gehören auch dazu)
denn der Marktplatz(?) von Breslau und die Langgasse in Danzig
haben auch fensterlastige Giebelschaufronten zur Straße hin.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:RathausDanzig.jpg
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Wroclaw 1.jpg
>Aber man muß ja mit allem
>rechnen.
>Beeindruckend ist die Größe der Bauten.
Mich schaudert irgendwie dieser Pyramidenaufbau der Fenster in
Verbindung mit den kahlen Seiten. Das gibt dem Haus einen bösen
Blick, vor allem, wenn die Fenster so dunkel sind.
Deutsches Gewölbemuseum: Einladung zur Architekturb etrachtung (2)
On 17 Feb., 22:40, Helga Schulz wrote:
> Karl-Ludwig Diehl schrieb vorher:
> >Die Bauten sind nat
Deutsches Gewölbemuseum: Einladung zur Architekturb etrachtung (2)
Karl-Ludwig Diehl schrieb vorher:
>On 17 Feb., 22:40, Helga Schulz wrote:
>> Karl-Ludwig Diehl schrieb vorher:
>Der Hinweis auf Hildesheims Knochenhauerhaus hat etwas.
>Nur: der Bezug läßt sich erst einmal nicht nachweisen.
Ich denke nicht, daß es speziell einen Bezug dazu hat. Wenn, dann
lediglich die Idee mit den Auskragungen von z.B. dort, und
vielleicht auch die vielen Fenster. Also nur ein recht abstrakter
Zusammenhang.
>Dem ist aber nachzugehen, da das Gebäude in der Nazizeit
>sehr herausgehoben worden war.
Es wird gewiß zu Zeiten ein gewisses Bildprogramm zu deutschen
Gebäuden gegeben haben, vielleicht auch Tourismus.
>
>> Auch eine fensterreiche Schaufassade, aber jedes Stockwerk etwas
>> weiter auskragend.
>
>Das Problem für mich: Sind die Auskragungen im Putz
>nachträglich so angelegt worden, als nachkriegszeitlich?
>
>> Der Putz sieht noch so "alt" aus, und am Nachbarhaus
erscheint es
>> mir um die Fenster herum ausgeflickt, als hätte man kleinere
>> Fenster reingesetzt.
>
>Der Rauhputz ist eher nachkriegszeitlich, früher war wahr-
>scheinlich glatter Putz, so meine Spekulation.
Stimmt, hast recht. Die Mode mit dem Rauhputz kam erst nach 45
auf. Bei den Auskragungen hab ich keine Idee, ob die vorher oder
nachher rankamen. An irgendwelchen Häusern hab ich die schonmal
gesehen (Siedlungshäuser in Freiburg?), aber die konnte ich nicht
datieren (nur "Anfang/Mitte 20. Jh.").
>
>> >Nur die Fenstergrößen dürften be-
>> >wahrt worden sein, usw. Ein Bezug zu Norddeutschland
>> >klingt erst einmal verwegen.
>> Naja, nicht unbedingt Rostock, aber nooddoitsche Tiefebene,
>> vielleicht Hansehttp://www.hanse.org/de/die hanse/hansestaedte/
>> (Hildesheim und Rostock gehören auch dazu)
>> denn der Marktplatz(?) von Breslau und die Langgasse in Danzig
>> haben auch fensterlastige Giebelschaufronten zur Straße hin.http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:RathausDanzig.jpghttp://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Wroclaw
1.jpg
>
>Die Schaufassaden in der Altstadt von Montabaur
>und Limburg lägen näher.
Ja, aber die Häuser haben nichts Regionales. Die sind strictly
modern und könnten mE auch in jeder anderen Gegend in D stehen.
Wie ich beim wiesbaden-blogger.de sehe, stehen die älteren Häuser
in der Innenstadt von Montabaur auch mit der Giebelseite zur
Straße, also gleicher Typus wie die Hansemarktplätze, nur
kleiner. Du sagst, die seien verhältnismäßig groß. Das
paßt mE zu
einer eher "östlichen" Orientierung, denn im Osten ist alles
größer als im kleinteiligen Westen.
>Aber die Anregungen
>können natürlich, weil diese Kunsthefte zu den
>deutschen Städte kursierten - ich glaube "Blaue Reihe" -,
>auch von weit außerhalb gekommen sein.
Es wird auf jeden Fall ein Bildprogramm "deutsche Städte"
gegeben
haben.
>
>> >Aber man muß ja mit allem
>> >rechnen.
>> >Beeindruckend ist die Größe der Bauten.
>> Mich schaudert irgendwie dieser Pyramidenaufbau der Fenster in
>> Verbindung mit den kahlen Seiten.
>
>Ja, das ist eigenartig. Allerdings ist die eine
>Seite Wetterseite. Da wird normalerweise verschiefert.
Waaaaaaaaahhhh! Ich wußte doch, daß mit den Häusern irgendwas
nicht stimmt. Schaufensterfront zur Wetterseite - da hat der
Maler ausgesorgt.
>
>> Das gibt dem Haus einen bösen
>> Blick, vor allem, wenn die Fenster so dunkel sind.
>
>Böser Blick?
Doch.
Das ist zwar rein subjektiv, aber manchmal tun sich beim
Betrachten gewisse Abgründe auf. Z.B. wenn man in Rom hinterm
Kolosseum steht und merkt, daß Rom einen sehr brutalen Zug hat.
Man merkt sowas nur bei der ersten Betrachtung, wenn man allein
ist. (Joseph Roth hat daraus Literatur gemacht.)
>Immer etwas erhaben wirken die Bauten
>schon im periphären Stadtraum.
Pyramide ist einerseits erhaben, andererseits beunruhigend.
Jedenfalls eine sehr sonderbare Umgestaltung eines
Innenstadtgebäudetypus zu einem peripheren.
Deutsches Gewölbemuseum: Einladung zur Architekturb etrachtung (2)
On 20 Feb., 00:19, Helga Schulz wrote:
> Karl-Ludwig Diehl schrieb vorher:
> >Die Schaufassaden in der Altstadt von Montabaur
> >und Limburg l
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