Robert Pflüger schrieb:
> Ulrich Mietke wrote:
>> Robert Pflüger schrieb:
>>> die Kosten ... für die Ausschreibungsunterlagen
>>> ... sind nur die Vervielfältigungskosten...
>> Dort ist ein enormes Einsparungspotential. ...
> die Kosten hiefür tragen aber die Firmen die das LV anfordern. Also
kann
> es dem Steuerzahler / und Steuerverwalter bzw den Vergabestellen egal
> sein.
>
Nicht ganz. Selbst willige Firmen sind vielfach gezwungen, die teure
Papierform anzufordern, weil keine Alternative angeboten wird. Und die
Bewerbungskosten werden selbstverständlich in der Kalkulation
berücksichtigt. Deswegen sollte es dem Steuerzahler nicht egal sein, wo
Geld verpulvert wird.
>> ... private Ausschreiber ...
> Wenn Du hier einen ausreichenden Bedarf erkennst
>
Der ist, zumindest im Bauhauptgewerbe, sehr groß. Es gibt immer wieder
Ausschreibungen, bei denen ein Unternehmen Leistungen anbieten muß, die
es
nicht selber erbringen kann. Und da es für die meisten Ausschreibungen
mehr
als einen Bieter gibt, übersteigt der Bedarf um ein Vielfaches die Zahl
der
öffentlichen Ausschreibungen.
> so wünsche ich guten Erfolg.
>
vielen Dank
Uli
Architektur
Wie sollte eine Auftragsdatenbank aussehen?
Wie sollte eine Auftragsdatenbank aussehen?
>>> ... private Ausschreiber ...
>> Wenn Du hier einen ausreichenden Bedarf erkennst
>>
> Der ist, zumindest im Bauhauptgewerbe, sehr groß. Es gibt immer
wieder
> Ausschreibungen, bei denen ein Unternehmen Leistungen anbieten muß,
die es
> nicht selber erbringen kann. Und da es für die meisten
Ausschreibungen mehr
> als einen Bieter gibt, übersteigt der Bedarf um ein Vielfaches die
Zahl der
> öffentlichen Ausschreibungen.
Wenn es nur um die Kleinanzeige geht, kann man die amtlichen
Ausschreibungsblätter verwenden. Kaum ein Handwerker liest
regelmäßig
etwas anderes, als die 2-3 einschlägigen Blätter, von mit aus auch in
der online-Fassung. Dort erreichst du jeden, der außerhalb seines
unmittelbaren Dunstkreises anbieten möchte.
Das Hauptproblem ist: gespart wird beim Vergabeverfahren erst, wenn
der Papierkram wegbleiben kann, sonst gibt es nur zusätzlichen Aufwand
mit der Digitalisierung der Vergabeunterlagen.
Weglassen kann man das Papier aber erst, wenn die Probleme mit
Kompatibilität und Sicherheit der Daten gelöst ist. Daran sind bisher
noch alle gescheitert. Bereits die Submission elektronischer Angebote
zum definierten Zeitpunkt ist nicht gerade trivial. Ich gehe aber
davon aus, dass es eine Frage der Zeit ist und sich diesbezüglich bald
etwas bewegen wird.
Das einzige was mich bisher überzeugt hat, ist die Plattform von
Ventasoft. Das System ist wohl zur Zeit die Referenz.
www.AVA-online.de
Ein potentieller Bieter braucht sich nur eine beliebige zertifizierte
Signaturkarte zu besorgen und sich einmalig anmelden. Er erhält dann
eine Software, die das Einsehen der gängigen und im System
zugelassenen Dateiformate (GAEB, pdf,rtf, Pixelformate...), die
direkte Angebotserstellung im client oder den Datenaustausch Übergabe
mit Kalkulationsprogrammen.
Wenn der bereit ist, das Angebot komplett elektronisch abzuwickeln,
spart er sich die gesamte LV-Gebühr.
Der Softwareaufwand wird damit zunächst auf die Auftraggeberseite
verlagert, die das Portal betreibt und die kosten zu tragen hat.
Dort liegen aber auch die größeren Einsparungsmöglichkeiten des
Verfahrens.
Erstellung der Vergabeformulare, Submission und Auswertung werden sehr
weitgehend unterstützt. Es gibt auch eine Variante für private
Auftraggeber, die einige nicht benötigte Vorschriften und Fristen der
Öffentlichen wegläßt und das Verfahren wesentlich beschleunigt.
Bei der Vorführung sah die Sache zunächst recht professionell aus.
Allerdings gehe ich davon aus, daß die Einrichtung eines eigenen
Portals Geld ohne Ende kostet. Vermutlich wäre es eher interessant
sich bei einem öffentlichen Server einzukaufen.
Bei aller Skepsis, immerhain hat der Freistast Bayern das System
eingeführt und forciert die Verwendung, Berlin ist wohl ebenfalls nahe
dran, mal sehen wie es sich bewährt.
www.vergabe.bayern.de
Gruß, Udo
Wie sollte eine Auftragsdatenbank aussehen?
Udo Forstmann schrieb:
>>>> ... private Ausschreiber ...
>>> ... ausreichenden Bedarf ...
>> Der ist, zumindest im Bauhauptgewerbe, sehr groß. ...
>
> Wenn es nur um die Kleinanzeige geht, kann man die amtlichen
> Ausschreibungsblätter verwenden. Kaum ein Handwerker liest
regelmäßig
> etwas anderes, als die 2-3 einschlägigen Blätter, von mit aus
auch in
> der online-Fassung. ...
>
Da dürfte wohl mein Hauptproblem liegen: Einen nennenswerten Marktanteil
zu
erringen.
> ... gespart wird beim Vergabeverfahren erst, wenn
> der Papierkram wegbleiben kann, ...
>
> Weglassen kann man das Papier aber erst, wenn die Probleme mit
> Kompatibilität und Sicherheit der Daten gelöst ist.
>
Da gebe ich die vollkommen recht! Und bis zur Lösung werden noch einige
Jahre ins Land gehen.
> Daran sind bisher noch alle gescheitert.
>
Die bisherigen Lösungsansätze betrachten meist nur die Prozesskette
beim
Ausschreiber, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer, an der
Wertschöpfung Beteiligter. Und so lange die Lösungen nicht in die
Geschäftsprozesse der Bieter passen, wird sich die Akzeptanz in Grenzen
halten.
Ich versuche mit meiner Lösung in ganz kleinen Schritten das Gesamtproblem
zu lösen. Ich beginne mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner und werde das
Angebot im Laufe der Zeit erweitern, und zwar nach den Wünschen der
Beteiligten.
> Bereits die Submission elektronischer Angebote
> zum definierten Zeitpunkt ist nicht gerade trivial.
>
Da sehe ich das geringste Problem.
> Das einzige was mich bisher überzeugt hat, ist die Plattform von
> Ventasoft. ...
>
Dann kann ich nur hoffen, das dich meine Lösung auch überzeugt,
wenngleich
die vollkommene elektronische Abwicklung bei mir noch nicht angedacht ist.
Ich überlasse es dem Ausschreiber, wie er seine Daten bereitstellt. Wenn
entsprechender Bedarf vorhanden ist, werde ich ein entsprechendes Modul
anbieten.
Gruß, Uli
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