Hallo,
tobias schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> > Dem nordamerikanischen und anderem Grosskapital ist es mit Hilfe der
> > Globalisierungsidee des Neoliberalismus gelungen die zentrale Achse
> > Deutschland-Frankreich der europaeischen Gemeinschaft zu schwaechen
>und
> > in die europaeischen Marktzusammenhaenge vorzudringen.
> > Das wurde mit dem Irakkrieg deutlich.
> Der Widerstand, insbesondere Frankreichs,
> hat das internationale Ansehen der EU (nicht nur Frankreichs)
> gestärkt. (Seltsamerweise wird die Rolle Deutschlands imo
interntional
> nicht so stark bewertet we die der Franzosen). In Anbetracht eines
> möglichen bevorstehenden Handelskrieges mit den USA, weiß ich
nicht
> wie ich die Aussage "in europäische Marktzusammenhänge
vorzudringen"
> bewerten soll.
Als die USA im Vorfeld des Irakkrieges nach Verbuendeten suchten, haben
sie vor allen Dingen an Handelsbeziehungen gedacht. Die Kriegsdrohung
musste den Absturz der amerikanischen Boersenkurse aufhalten, der Krieg
sollte den Wirtschaftsleuten, die geschwaechelt hatten, zeigen, wo es
lang geht.
> > - Wirtschaftsschwaeche
> Es ist achon seltsam. Deutschland war wieder nominal Exportweltmeister
> vor den USA. Irgendwo muß die Kohle, der Schotter, ja sein
Da von Grosskapital die Rede ist, das agiert, wird es wohl da angehaeuft
sein und nach Belieben in die naechsten Unternehmungen gesteckt werden,
die erfolgversprechend aussehen.
> > - Kaufkraftverlust durch Sozialabbau
> > - Investitionsunsicherheit fuer grosse Teile unserer Bevoelkerung
> > - grosser Leerstand von Bueros
> > - Betriebsschliessungen
> Jo
Sehr "einsilbig". ;-)
> > - weitverbreitete Unlust- und Angstgefuehle in der Bevoelkerung
> Bei der momentanen Politik kann man ja nur:
> 1. entweder den Ausknopf drücken (am Fernseher)
> 2. oben beschriebenes Krankheitsbild erleiden
Man kann sich auch entspannt zuruecklegen und sich sagen, da unser
Grosskapital uns selbst in die Misere zieht, werden sie es auch bald
merken.
> > Das Bewusstsein hat sich breit gemacht, dagegen koenne nichts mehr
>getan
> > werden, das muesse so sein. Ein Regierungsvertreter sprach von
> > "Mehltau", der sich ueber unser Land gelegt habe.
> Es hat sich nicht Mehltau über das Land gelegt, sondern über die
>Politik.
> Die werden dafür bezahlt, mal über ihr kleinkariertes
Parteigezänk
> hinauszuschauen.
So viel Einfluss hat die Politik nicht mehr. Durch die neoliberale
Globalisierung, so die Vertraege, sind weite Teile der politischen
Mitwirkung der Nationalstaaten weggefallen. Die Mechanismen wirken nur
noch optimal fuer das Grosskapital. Aber die bekaempfen sich
untereinander auch. Ob das deutsche Kapital kraeftig genug ist, sehen
wir nur an unserem eigenen Land. Wenn es uns schlecht geht, laufen bei
denen Fehler.
> Wenn ich solche Debatten führen würde, ob nun
> der Kamin hier oder dort sein sollte, noch ne Komission einberufe,
> 5 sich widersprechende Gutachten beauftrage - und dann überlege,
> ob es nicht einfacher wäre, keinen Kamin einzubauen ...
> die Hütte wird doch nie fertig :-)
Du verwechselst Huette mit Palast. :-)
--
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Architektur
Re: ZUM ZUSTAND DES grossen LAGERPLATZES DER NATION
Re: ZUM ZUSTAND DES grossen LAGERPLATZES DER NATION
Hallo,
tobias schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> > Dem nordamerikanischen und anderem Grosskapital ist es mit Hilfe der
> > Globalisierungsidee des Neoliberalismus gelungen die zentrale Achse
> > Deutschland-Frankreich der europaeischen Gemeinschaft zu schwaechen
>und
> > in die europaeischen Marktzusammenhaenge vorzudringen.
> > Das wurde mit dem Irakkrieg deutlich.
> Der Widerstand, insbesondere Frankreichs,
> hat das internationale Ansehen der EU (nicht nur Frankreichs)
> gestärkt. (Seltsamerweise wird die Rolle Deutschlands imo
interntional
> nicht so stark bewertet we die der Franzosen). In Anbetracht eines
> möglichen bevorstehenden Handelskrieges mit den USA, weiß ich
nicht
> wie ich die Aussage "in europäische Marktzusammenhänge
vorzudringen"
> bewerten soll.
Als die USA im Vorfeld des Irakkrieges nach Verbuendeten suchten, haben
sie vor allen Dingen an Handelsbeziehungen gedacht. Die Kriegsdrohung
musste den Absturz der amerikanischen Boersenkurse aufhalten, der Krieg
sollte den Wirtschaftsleuten, die geschwaechelt hatten, zeigen, wo es
lang geht.
> > - Wirtschaftsschwaeche
> Es ist achon seltsam. Deutschland war wieder nominal Exportweltmeister
> vor den USA. Irgendwo muß die Kohle, der Schotter, ja sein
Da von Grosskapital die Rede ist, das agiert, wird es wohl da angehaeuft
sein und nach Belieben in die naechsten Unternehmungen gesteckt werden,
die erfolgversprechend aussehen.
> > - Kaufkraftverlust durch Sozialabbau
> > - Investitionsunsicherheit fuer grosse Teile unserer Bevoelkerung
> > - grosser Leerstand von Bueros
> > - Betriebsschliessungen
> Jo
Sehr "einsilbig". ;-)
> > - weitverbreitete Unlust- und Angstgefuehle in der Bevoelkerung
> Bei der momentanen Politik kann man ja nur:
> 1. entweder den Ausknopf drücken (am Fernseher)
> 2. oben beschriebenes Krankheitsbild erleiden
Man kann sich auch entspannt zuruecklegen und sich sagen, da unser
Grosskapital uns selbst in die Misere zieht, werden sie es auch bald
merken.
> > Das Bewusstsein hat sich breit gemacht, dagegen koenne nichts mehr
>getan
> > werden, das muesse so sein. Ein Regierungsvertreter sprach von
> > "Mehltau", der sich ueber unser Land gelegt habe.
> Es hat sich nicht Mehltau über das Land gelegt, sondern über die
>Politik.
> Die werden dafür bezahlt, mal über ihr kleinkariertes
Parteigezänk
> hinauszuschauen.
So viel Einfluss hat die Politik nicht mehr. Durch die neoliberale
Globalisierung, so die Vertraege, sind weite Teile der politischen
Mitwirkung der Nationalstaaten weggefallen. Die Mechanismen wirken nur
noch optimal fuer das Grosskapital. Aber die bekaempfen sich
untereinander auch. Ob das deutsche Kapital kraeftig genug ist, sehen
wir nur an unserem eigenen Land. Wenn es uns schlecht geht, laufen bei
denen Fehler.
> Wenn ich solche Debatten führen würde, ob nun
> der Kamin hier oder dort sein sollte, noch ne Komission einberufe,
> 5 sich widersprechende Gutachten beauftrage - und dann überlege,
> ob es nicht einfacher wäre, keinen Kamin einzubauen ...
> die Hütte wird doch nie fertig :-)
Du verwechselst Huette mit Palast. :-)
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Re: ZUM ZUSTAND DES grossen LAGERPLATZES DER NATION
Hallo,
Olaf S. schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> Das weiße ist nicht Mehltau sondern Kalk, der da aus den Hosenbeinen
> der weißhaarigen in Berlin rieselt.
In Wirklichkeit ist es:
"Leise rieselt der Schnee..."
Gruesse
K.L.Diehl
--
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