K.L.Diehl, Ackerstr. 4, 53179 Bonn - Seaman Ave, New York
Ohne festen Wohnsitz / 1
In den letzten Jahren begegnete mir da, wo mein fester Wohnsitz ist,
gelegentlich einer ohne festen Wohnsitz. Mal wartete er an der
Bushaltestelle in der Rheinallee, ein andermal sah ich ihn nahe meiner
Wohnung. Er war dick verpackt in einen schweren Mantel, auch im Sommer,
schaute mich stumm an, wenn ich ihn sah und ruehrte sich kaum. Wenn er
in den Bus stieg, liess ein Busfahrer das zu, manchmal nicht.
Der alte Mann mit schwarzem Bart, der grau geworden war, und schwerem
Mantel, der zu ihm gehoerte wie zu anderen das Bett, schwieg, auch wenn
sich ein Busfahrer aufregte und ihn aus dem Bus jagte. Manchmal bildete
sich eine Buergerinitiative von Jugendlichen in dem Bus, die sich dafuer
einsetzte, dass er mitfahren darf. Er entstieg immer ganz im Sueden der
Stadt dem Bus und richtete sich irgendwo ein Quartier ein. Ich vermute
am Rande der breiten Strasse mit dem Laermschutzwall, an dem ein
Streifen Buschwerk verlaeuft.
Das letzte Mal als ich ihn sah, trank er im Supermarkt um die Ecke
Kaffee. Die neueroeffnete Cafeteria hatte ihm einen Kaffee spendiert und
ein belegtes Broetchen serviert mit der Auflage, nie mehr in diesen
Stadtteil zu kommen. Er nickte stumm die Verkaeuferin an, weil er so
sehr bedraengt wurde. Seitdem habe ich ihn nie mehr gesehen.
Er war von eigenartiger Schoenheit, eine eindrucksvolle Gestalt, die
sich immer ruhig verhielt. Die Bewegungslosigkeit, die sein Verhalten
vermittelte, und der stumme Blick, reizte dazu an, ihn lange zu
betrachten. Er war stumm, sagte nichts. Er beklagte sich nie, nahm sein
Schicksal hin. Wir wissen nichts von ihm, ausser dass er gelegentlich im
Stadtteil gewesen war.
Wer sich ihm annaehern wollte, musste eine klare Idee haben, davon, was
er von ihm wollte. Er sprach einfach mit niemandem und bettelte auch
nicht. Er sah die Leute nur an. Die Wirkung dieser Augen war
beeindruckend. Solche Augen begegnen einem selten.
Karl-Ludwig Diehl
--
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Architektur
Ohne festen Wohnsitz / 1
Ohne festen Wohnsitz / 1
"Karl-Ludwig Diehl" schrieb
> Ohne festen Wohnsitz / 1
Beobachtet..... und nu?
Der edle arme Obdachlose....
Hast du schon mal einen beherbergt, dir seine Geschichte angehört und
ggf.
überprüft? Bist du überhaupt schon mal so dicht an einen
rangekommen, dass
du ihn riechen konntest ....? Hast du schon mal (unter Bereitstellung des
erforderlichen) versucht, einen dazu zu motivieren sich und seine Klamotten
zu waschen?
Leider muss ich feststellen, dass Obdachlosigkeit mit offenbar meist
relativ schweren psychischen Störungen verbunden ist (wobei dies keine
Wertung nach Ursache und Wirkung ist). Wohnungslosigkeit ist jedoch
offenbar nur einer der sichtbaren von vielen anderen großen und kleinen
Verluste, die dem Betroffenen wiederfahren sind und i.d.R weiterhin
wiederfahren. Spätestens wenn kein materieller Besitz mehr vorhanden ist,
der aufgegeben werden kann, setzt offenbar durch weitere (Selbst)Aufgabe
auch ein Verfall der Persönlichkeit ein.
M.E. bedürfen diese Personen daher frühzeitig professioneller Hilfe,
allerspätestens wenn sie die Wohnung aufgeben (müssen).
(Äußerer Zwang
besteht nicht immer.)
Bedauern nutzt ihnen überhaupt nichts und wohlmeinende Hilfe ist sehr viel
schwieriger. als sie auf den ersten Blick aussieht.
Ich verstehe es aufgrund meiner Erfahrungen sehr gut, wenn z.B.Gaststätten
offensichtlich Obdachlosen den Zutritt verweigern - sie müssen sich nach
den Bedürfnissen ihrer Kunden richten und können nicht nach jedem
Gast mit
der Febreze-Flasche durch die Räume sprühen und das versch.... Klo
putzen...
Ich hab hier so ein Exemplar - offenbar qualifiziert (Meister), angeblich
Bezieher von Erwerbsunfähigkeitsrente und (auch angeblich aber sehr wenig
glaubwürdig) regelmäßig für ein bekanntes Unternehmen in
Bonn-Beuel als
Aushilfe tätig.... Unter dem Schein des harmlosen Opfers (angeblich
vorsätzliche Tötung der langjährigen Lebensgefährtin durch
einen
besoffenen Autofahrer) hat sein Verhältnis zur Gesellschaft den einen
heftigen Knacks bekommen - obs wirklich der erste war, weiss ich
nicht.....Jedenfalls ging es danach in Sprüngen bergab.
Genaueres Hinsehen/-hören lässt erkennen in was für einer
selbstgemachten
Scheinwelt er lebt, und welches Misstrauen, welche Verbitterung und
Aggressivität unter dem "Komm-mir-nicht zu-nahe-Outfit" steckt.
Er rächt
sich permanent auf seine Weise an seiner Umgebung und "kocht" dabei
innerlich wie ein Vulkan vor Unzufriedenheit..
Schwärmerische Betrachtungen sind das letzte, was solche Leute
brauchen....
und eine neue Architektur nutzt ihnen auch nichts..... Was bitte soll das
also hier?
Grüße
Thorwald Brandwein
--
www.biotekt.de
Ohne festen Wohnsitz / 1
Hi Thorwald,
> Der edle arme Obdachlose....
> Hast du schon mal einen beherbergt, dir seine Geschichte angehört
und
ggf.
> überprüft? Bist du überhaupt schon mal so dicht an einen
rangekommen, dass
> du ihn riechen konntest ....? Hast du schon mal (unter Bereitstellung des
> erforderlichen) versucht, einen dazu zu motivieren sich und seine
Klamotten
> zu waschen?
nun ja, da das Thema ansteht:
es gibt die unterschiedlichsten Formen von "Obdachlosigkeit". Der
"Penner" auf der Straße ist wohl das Extrembeispiel. Viele
wohnen
halt mal hier, mal dort, solange es noch einen Bekanntenkreis gibt.
Eine Form ist der "Luxusobdachlose". In der Regel verfügt er
sogar über
ein Auto und noch ein paar tausend Euro Reserve, die eisern zusammen-
gehalten wird. Wohnt temporär bei Bekannten, ab und an im Auto.
Schlägt sich mit Gelegenheitsdiensten durch.
Allerdings sind die meisten Menschen, bei Lichte betrachtet, der
Obdachlosigkeit näher, als dem gesicherten Obdach. Ist eine Realität
des Lebens, dass das Obdach nicht angeboren ist. Zwar gibt
es eine limitierte Garantie für Obdach, aber die hängt vom Umfang
der Sozialleistungen des jeweiligen Landes ab.
In Deutschland kann sich keiner irgendwo was hinnageln,
wie z.B. in den Slums der Dritten Welt, daher gibt es eine gewisse
Garantie (die nicht immer in nspruch genommen wird).
Und da hätten wir wieder den Bezug zur Architektur. Es gibt kein
verbrieftes Recht auf eine Behausung, noch auf Land.
Die Angst, und diese ist verbreitet, obdachlos zu werden, zumindest
auf die Gnade eines Obdaches angewiesen zu sein, ist für viele
mit eine Überlegung ein Haus zu bauen. Zumindest sich dem Gefühl
hingeben zu können, ein gesichertes Obdach zu haben, das ihnen
niemand mehr wegnehmen kann (was auch eine Illusion ist).
Das Thema ist recht komplex. Eine gewisse Verachtung von Obdachlosen
kommt auch mitunter teilweise aus der Angst vor diesem Zustand, könnte
er auch einmal einen selbst betreffen.
Und ich gehe sogar noch weiter. Diese Angst wird schamlos ausgenutzt.
Gruß
Tobias
Ohne festen Wohnsitz / 1
Hallo,
tobias schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> Das Thema ist recht komplex.
Ja. Und es gibt gute wissenschaftliche Ausarbeitungen dazu, die sich
lohnen, sie durchzuarbeiten, um Arbeitsinhalte zu schaffen.
Faszinierend ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Fachgebiet
Sozialarbeit und Architekturstudenten, die "soziale Tankstellen"
entwickelten.
Gruesse
K.L.Diehl
--
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Ohne festen Wohnsitz / 1
Hallo,
Thorwald Brandwein schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> Schwärmerische Betrachtungen sind das letzte, was solche Leute
>brauchen....
Eben.
Das mich einzelne Wohnsitzlose faszinieren, aendert nichts an der
Tatsache, dass wissenschaftlich dazu im Fachbereich fuer Sozialarbeit
gearbeitet wird, um Faehigkeiten zu entwickeln, auf Menschen "ohne
festen Wohnsitz" zuzugehen.
Loesungen fuer Menschen "ohne festen Wohnsitz" muessen gelegentlich
auch
Architekten finden, die dazu beauftragt werden.
Gruesse
K.L.Diehl
--
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Ohne festen Wohnsitz / 1
"tobias" schrieb
.....[ Der edle arme Obdachlose....]
> nun ja, da das Thema ansteht:
> es gibt die unterschiedlichsten Formen von "Obdachlosigkeit".
Der
> "Penner" auf der Straße ist wohl das Extrembeispiel. Viele
wohnen
> halt mal hier, mal dort, solange es noch einen Bekanntenkreis gibt.
Ja - aber hier bezog ich mich mal auf die Beobachtung und entsprechend
auf jene Beispiele, die mehr oder weniger vergleichbar sind - also Leute in
D, die gezwungen sind in allgemein zugänglichen Unterständen zu
nächtigen..
(Mal so als grobe Eingrenzung)
M.E. ist das durchaus auch ein Problemkreis, zu dem sich Architekten
Gedanken fachlicher Art machen können - allerdings nicht auf der
emotional schwärmerischen Weise des Wissenschaftlers KLD die noch
nicht mal ein Ziel, sondern nur unterschwellige Kritik für nicht
Betroffene
zum Ausdruck bringt.
Diese Basis halte ich für völlig ungeeignet....
> Eine Form ist der "Luxusobdachlose". In der Regel verfügt
er sogar über
> ein Auto und noch ein paar tausend Euro Reserve, die eisern zusammen-
> gehalten wird. Wohnt temporär bei Bekannten, ab und an im Auto.
> Schlägt sich mit Gelegenheitsdiensten durch.
Na ja - Auto hat mein mir persönlich bekanntes Beispiel keines...
(Behauptet allerdings gelegentlich mit dem SLK seines "Chefs" zu
fahren...)
Geld müsste er - würden seine Angaben stimmen - haben "wie
Heu"... Soweit ich es beurteilen kann, bestehen seine einzigen
finanziellen Aufwendungen darin, Lebensmittel zu kaufen und ab
und an eine Imbissbude zu besuchen. Theoretisch müssten also
(bei Rente nach 37 Berufsjahren als qualifizierter nichtselbständiger
Angestellter + 400 ? Nebenverdienst) jeden Monat ein paar
100 Euronen übrig bleiben....
> In Deutschland kann sich keiner irgendwo was hinnageln,
> wie z.B. in den Slums der Dritten Welt, daher gibt es eine gewisse
> Garantie (die nicht immer in Anspruch genommen wird).
Richtig. Das ist z.B. ein Aspekt, der auch für einen irgendwie
anzudenkenden Beitrag zur Problemlösung aus Architektenperspektive
grundlegend beachtet werden muss. Und es stellt sich somit automatisch
die Frage, ob irgendwelches fachspezifisches Denken der Architekten
überhaupt zu einem Lösungsbeitrag führen kann, solange die
sozialen
Gegebenheiten seitens Gesellschaft und Individuum sowie die
psychische Beschaffenheit der Betroffenen dagegen stehen.
> Und da hätten wir wieder den Bezug zur Architektur. Es gibt kein
> verbrieftes Recht auf eine Behausung, noch auf Land.
Es gibt auch keine Pflicht, so etwas haben zu müssen - nur ein
mehrheitliches Bedürfnis.
> Die Angst, und diese ist verbreitet, obdachlos zu werden, zumindest
> auf die Gnade eines Obdaches angewiesen zu sein, ist für viele
> mit eine Überlegung ein Haus zu bauen. Zumindest sich dem Gefühl
> hingeben zu können, ein gesichertes Obdach zu haben, das ihnen
> niemand mehr wegnehmen kann (was auch eine Illusion ist).
Durchaus richtig. Wobei mir das Bedürfnis nach einem eigenen,
"nicht wegnehmbaren" Zuhause hierzulande bei den Vertriebenen/
Umsiedlern ausgeprägter scheint, als bei den "Eingeborenen".
Hat wohl auch was mit Heimat zu tun - wohingegen die Aufgabe
eines Wohnsitzes auch ein gewollter oder ungewollter
Heimatverlust ist - ggf. eine Art Protest.
> Das Thema ist recht komplex. Eine gewisse Verachtung von
> Obdachlosen kommt auch mitunter teilweise aus der Angst vor
> diesem Zustand, könnte er auch einmal einen selbst betreffen.
Sehr wahr. Aber Aggression durch (berechtigte) Angst ist allen Menschen
eigen.
> Und ich gehe sogar noch weiter. Diese Angst wird schamlos ausgenutzt.
Mit jeder Angst lassen sich Geschäfte machen, solange der Ängstliche
noch
was zu geben hat. Und das hat bis zu seinem Ableben immer - z.B. ein
Kreuzchen auf dem Wahlzettel oder als Vorlage für Gegreine a la KLD.
Fazit - Es gibt sogar für Architekten Probleme, die von anderen Fachleuten
grundlegend gelöst werden müssen, ehe sie selbst einen sinnvollen
Beitrag
leisten können. Ggf. hilft politisches oder soziales Engagement, aber ich
erkenne nicht, dass ausgerechnet Architekten allgemein dazu besonders
qualifiziert sein sollen....
Grüße
Thorwald Brandwein
--
www.biotekt.de
Ohne festen Wohnsitz / 1
"Karl-Ludwig Diehl" schrieb
> Tatsache, dass wissenschaftlich dazu im Fachbereich fuer Sozialarbeit
> gearbeitet wird, um Faehigkeiten zu entwickeln, auf Menschen "ohne
> festen Wohnsitz" zuzugehen.
> Loesungen fuer Menschen "ohne festen Wohnsitz" muessen
gelegentlich auch
> Architekten finden, die dazu beauftragt werden.
Und für diese allgemeinen Plattheiten musst du einen Thread starten?
Grüße
Thorwald Brandwein
--
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Ohne festen Wohnsitz / 1
Hi Thorwald,
> Ja - aber hier bezog ich mich mal auf die Beobachtung und entsprechend
> auf jene Beispiele, die mehr oder weniger vergleichbar sind - also Leute
in
> D, die gezwungen sind in allgemein zugänglichen Unterständen zu
nächtigen..
> (Mal so als grobe Eingrenzung)
Es gibt auch die menschenscheue Variante, die gerade Kontakt
meidet und "öffentliche Unterstände". Ich selbst hab mal in
meiner
Kindheit (war so Mitte der 70er)
zwei getroffen und mich mit denen unterhalten. Die waren schon älter
und ehemalige Wehrmachtssoldaten. Nach dem Heimkehr aus dem
Krieg "haben wir die Kurve nicht mehr gekriegt", wohl im Eindruck
der Ereignisse. Aus meiner Sicht verständlich, dass sich ein Schaden
hervortut, wird man gezwungen zu töten. Sind dann im Herbst immer
nach Süden (Südfrankreich) und im Sommer durch Deutschland
gewandert, wollten vom "Staat" (in welcher form auch immer) aber
nichts mehr wissen.
> Na ja - Auto hat mein mir persönlich bekanntes Beispiel keines...
> (Behauptet allerdings gelegentlich mit dem SLK seines "Chefs" zu
> fahren...)
> Geld müsste er - würden seine Angaben stimmen - haben "wie
> Heu"... Soweit ich es beurteilen kann, bestehen seine einzigen
> finanziellen Aufwendungen darin, Lebensmittel zu kaufen und ab
> und an eine Imbissbude zu besuchen. Theoretisch müssten also
> (bei Rente nach 37 Berufsjahren als qualifizierter nichtselbständiger
> Angestellter + 400 ? Nebenverdienst) jeden Monat ein paar
> 100 Euronen übrig bleiben....
nun ja, es gibt halt auch viele die aufgrund von psychiatrischen
Krankheitsbildern abgestürzt sind, wobei hier die Variationsbreite
noch größer ist. Die Gesellschaft will ja auch nicht mit psychisch
Kranken
konfrontiert sein, daher ist hier die Distanz wohl am größten. Das
Gerede darf man nicht so ernst nehmen, sag ich mal als Ex-Psychiatrie-
Hilfspfleger :-)
> Richtig. Das ist z.B. ein Aspekt, der auch für einen irgendwie
> anzudenkenden Beitrag zur Problemlösung aus Architektenperspektive
> grundlegend beachtet werden muss. Und es stellt sich somit automatisch
> die Frage, ob irgendwelches fachspezifisches Denken der Architekten
> überhaupt zu einem Lösungsbeitrag führen kann, solange die
sozialen
> Gegebenheiten seitens Gesellschaft und Individuum sowie die
> psychische Beschaffenheit der Betroffenen dagegen stehen.
Ein Lösungsansatz ist einfach: Slumgebiete ausweisen :-)
Aber wie mit allen anderen Mängeln, will ja niemand Armut
wahrnehmen, schon gar nicht in seiner Nähe :-)
> Durchaus richtig. Wobei mir das Bedürfnis nach einem eigenen,
> "nicht wegnehmbaren" Zuhause hierzulande bei den Vertriebenen/
> Umsiedlern ausgeprägter scheint, als bei den
"Eingeborenen".
> Hat wohl auch was mit Heimat zu tun - wohingegen die Aufgabe
> eines Wohnsitzes auch ein gewollter oder ungewollter
> Heimatverlust ist - ggf. eine Art Protest.
> Mit jeder Angst lassen sich Geschäfte machen, solange der
Ängstliche noch
> was zu geben hat. Und das hat bis zu seinem Ableben immer - z.B. ein
> Kreuzchen auf dem Wahlzettel oder als Vorlage für Gegreine a la KLD.
> Fazit - Es gibt sogar für Architekten Probleme, die von anderen
Fachleuten
> grundlegend gelöst werden müssen, ehe sie selbst einen
sinnvollen Beitrag
> leisten können. Ggf. hilft politisches oder soziales Engagement, aber
ich
> erkenne nicht, dass ausgerechnet Architekten allgemein dazu besonders
> qualifiziert sein sollen....
ich kann nur aus meiner Warte spechen, dass ein eigenes Zuhause
(sprich Besitz einer Wohnimmobilie) eine der grundlegenden Motivationen
für mein Studium war, zumal wir/ ich immer wieder aus unseren
Behausungen (Mietverhältnisse) gekündigt wurden, oder
Schwierigkeiten hatten, was bezahlbares zu finden.
Wie dem auch sei, ich bin dann mal wech - in meiner Hütte.
Bis Montag denne und
Gruß
Tobias
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