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Verlegung des Ueberseezentrums in Hamburg
Es werden nun die Weichen gestellt fuer eine Verlegung des
Ueberseezentrums aus dem alten Hamburger Hafen. Dazu gibt das
HH-Abendblatt einen interessanten Hinweis:
"Kleiner Grasbrook - Falls die Vision der Stadtplaner um Oberbaudirektor
Jörn Walter vom "Sprung über die Elbe" Wirklichkeit werden
und Hamburgs
neue Hafencity vom Klostertor über Veddel bis zum Kleinen Grasbrook in
den Wilhelmsburger Norden hineinwachsen sollte, dann müsste ein Teil der
bestehenden Hafenwirtschaft voraussichtlich das Feld räumen. In etwa
zehn bis 20 Jahren könnte es so weit sein. Als ein mögliches
Ausweichquartier bietet sich das 40 Hektar große - bislang
landwirtschaftlich genutzte - Spülfeld Obergeorgswerder am Rand der
Autobahn 1 an. Zurzeit läuft für das im Flächennutzungsplan
für
Gewerbeansiedlung ausgewiesene Gebiet ein Bebauungsplanverfahren. Nach
der ersten Planauslegung werden zurzeit Anregungen und Bedenken der
Bürger gesammelt." (1)
Zugleich kaempfen Wilhelmsburger gegen die Ausweisung von
Nordost-Wilhelmsburg als Gewerbestandort. Das wuerde eine Industrie- und
Gewerbegebietesflaeche wesentlich von der Peute nach Sueden verschieben.
Andererseits ist es so, dass es sich bei den Agrarflaechen von
Obergeorgswerder im Nordosten Wilhelmsburgs um ehemalige Spuelflaechen
handelt, die laut EU-Agrar-Richtlinie als Ackerflaechen nicht mehr
genutzt werden duerfen, da sie als vergiftet gelten.
Doch denkt das Ueberseezentrum selbst nicht an eine Verlagerung nach
Nordost-Wilhelmsburg. Hierzu informiert das Abendblatt:
"Was sagt Übersee-Zentrum-Geschäftsführer Michael
Schirmaier (40) zu
einer möglichen Verlagerung seines Hafenbetriebs? Schirmaier: "Der
Hafen
ist der Wachstumsmotor Hamburgs. Er setzt die beschäftigungspolitischen
Akzente. Reedereien sagen für die Zukunft ein weiteres großes
Wachstum
zumeist im Containerumschlag in Hamburg voraus. Wir stellen uns darauf
ein, planen einen Logistikzentrum-Neubau in Altenwerder und wollen auch
unser Übersee-Zentrum auf die weiter wachsenden Märkte des Baltikums
und
Osteuropa vorbereiten." (2)
Und er meint ausserdem:
"An unserem jetzigen Standort im Freihafen haben wir ideale
Verkehrsanbindungen. Eine Verlagerung nach außerhalb des Hafengebietes,
beispielsweise nach Obergeorgswerder, würde einerseits hohe
Investitionskosten verursachen und zudem zusätzliche Frachtkosten pro
Lkw von etwa 20 bis 30 Euro. Bei mehr als 100 Lkw pro Tag summieren sich
die Mehrbelastungen erheblich. Auch die Kosten für die Bahnfracht
würden
vergleichsweise steigen. All das muss berücksichtigt werden. Wenn
stadtentwicklungspolitisch eine Verlagerung nötig werden sollte,
würden
wir verhandlungsbereit sein." (3)
Darauf muss sich das Ueberseezentrum nun einstellen und Vorbereitungen
treffen, denn der Kleine Grasbrook wird nach und nach zum Wohngebiet und
erhaelt Zusatznutzungen.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen: (auf Nachfrage)
--
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Verlegung des Ueberseezentrums in Hamburg
2004-02-04 19:13:33