Paul Wilhelm Elsinghorst schrieb in der newsgroup de.sci.architektur:
> ..
> Das Aquarium soll gut eine halbe Tonne wiegen
> bei einer Stellfläche von
> etwa einem Quadratmeter. Es soll in einer Ecke
> stehen,
die Lastangaben sind so gehalten, als wenn der ganze Boden mit einer
Schicht bedeckt wäre, die 1,5 kN/qm wiegt. "Meistens" ist das
nicht der
Fall. Mit einem Streifen von 2m um das Aquarium, der nicht mit Möbeln
belastet ist, bist du immer auf der sicheren Seite.
Allerdings könnten bei einer Holzdecke theoretisch dünne Beine durch
die
Dielen stanzen, es gehört dann also zb ein 10er Kantholz drunter.
viele Grüße
Werner
--
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Architektur
Gewichtsbelastung bei Altbau
Gewichtsbelastung bei Altbau
volker schmidt schrieb
Hallo,
>Es gab hier vor einiger Zeit schon mal einen ähnlichen Fall. Einige
>Statiker machten da den Vorschlag, das Aquariom mittels Konsolen an
>einer tragenden Wand zu befestigen.
>Aber wahrscheinlich meldet sich demnächst Olaf Deters auch noch, der
ist
>da mehr Fachmann als ich.
>
mehr zufällig gesehen, da ich diese NG nur noch sporadisch
besuche. Zur Frage selbst.
Die üblicherweise angesetzten Verkehrslasten liegen je nach
Deckenkonstruktion und Nutzung zwischen 1.5 und 2.0 kN/m2,
evtl. zzgl. Zuschläge für leichte Trennwände. Damit kommt
man nicht weit. Die zuständige DIN 1055 kennt aber auch noch
sogenannte Gerätelasten und die betragen 3.0 oder 5.0 kN,
allerdings wird eine statisch sinnvolle Aufstellung des
Gerätes vorausgesetzt. Die Abmessungen des Gerätes werden
nicht näher beschrieben. Dennoch würde ich diese Aussage der
Norm aktivieren.
Die Last aus dem Aquarium kann man mit Gewicht aus Wasser x
1.3 abschätzen, damit liegt man ganz gut. Aus einem
500ltr-Becken werden demnach ca. 6,5 kN.
Wenn man nun eine taugliche Stahlkonstruktion aufbaut und
die rückseitig in die Wand einlässt dann hat man schon einen
ordentlichen Teil der Last gut weg. Der vordere Lastteil
muss dann dennoch in die Decke abgetragen werden, aber da
diese Last nicht mehr an der hinteren Kante wirkt, ist das
Risiko eines Estrichbruches schon mal reduziert. Bei
Holzbalkdecken ist eine eine gute Lastverteilung zu
erfüllen. Die untergelegte Platte bringt das m.E. nicht.
Aquarien sind insofern sensibler als ein großer Schrank, da
bei einer Deckendurchbiegung die Kraftverläufe innerhalb der
Unterkonstruktion zu Verformung führen können, die den Boden
platzen lassen können. Alles schon dagewesen.
Ich weiß, dass zumeist größere Becken aufgestellt werden,
als deren Lasten in den bautechnischen Nachweisen
berücksichtigt wurden. Dennoch pflege ich keine genauen
Aussagen zu machen, wenn ich es nicht definitiv nachweisen
kann. Dazu braucht es nachvollziehbare Bestandsunterlagen
über das Bauwerk und die gibt es oftmal nicht. Der
Aquarianer muss also selbst seine Entscheidung finden.
Gruß
Olaf
--
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