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Re: Fußbodenheizung aus den 70ern?

Re: Fußbodenheizung aus den 70ern?

"Tobias"
2003-07-30 08:34:26

Hi Alois,

> Als totaler FBH-Laie hätte ich da ein paar Fragen. Da wir zur Zeit nach
einer
> Wohnung suchen, stoßen wir ab und an auf Whgen. aus den Anfang der
70er-Jahre
> mit einer Fußbodenheizung.
>
> Nun meine Fragen:
> - Wie weit entwickelt war die FBH-Technologie Anfang der 70er?
> - Muß man "demnächst" mit Schäden, Lecks, ... rechnen? (z.B. Korrision des
> rohrsystems?)
> - Gibt es eine Mindest- bzw. Maximal-Lebensdauer einer FBH?
> - Wie ist die Regelung einer FBH von damals? Irgendwo im Gang gibt es da
meist
> verborgen einen Regler für jedes Zimmer, die den Eindruck vermitteln, das
man
> die im Herbst anmacht und im Frühjahr wieder aus.

meines Wissens (hab derzeit nicht gebaut :-) ) sind die Leitungen oft aus
Kupfer, aus jener Zeit. Ein Problem könnte eine Korrosion der
Kupferleitungen
Fußbodenheizung durch Rost (Eisenoxid) sein, je nachdem, wie das System
eingerichtet wurde, also falls das System ein Mischsystem aus Stahlleitungen
und Kupfer ist. Hängt auch von der Wartung der Anlage ab, d.h. ob das
Wasser für den Heizungskreislauf entsprechend aufbereitet und geimpft wurde
(z.B. phosphatiert).

Ich würde mit Problemen rechnen, d.h. von einer ziemlich wahrscheinlichen
vollständigen Sanierung der Anlage ausgehen. Könnte aber auch noch länger
halten :-)

Gruß

Tobias


Re: Fußbodenheizung aus den 70ern?

"Peter Hellinger"
2003-07-30 06:40:18

"Tobias" schrieb:
> Ein Problem könnte eine Korrosion der
> Kupferleitungen
> Fußbodenheizung durch Rost (Eisenoxid) sein, je nachdem, wie das System
> eingerichtet wurde, also falls das System ein Mischsystem aus
Stahlleitungen
> und Kupfer ist.

Wenn man Kupfer und Eisen mischt geht mit Sicherheit das Eisen kaputt
(elektrische Spannungsreihe), nicht das Kupfer...

Helli


Re: Fußbodenheizung aus den 70ern?

"Mathias Mildenberger"
2003-07-30 09:35:09

Hallo Alois,

meine Eltern haben in ihrem Haus, Bj. 1978 auch eine Fbh. Da hat man aber
anscheinend schon Kunststoffrohre verwendet. Es hat je nach verlangter
Heizleistungen einen oder mehrere (max. 2-3) Heizkreise pro Raum, mit
Reglern versteckt hinter einer Holzklappe hinter der Wand. Im Keller dann
der Ölkessel, der das ganze befeuert hat.

Bisher kamen folgende Probleme vor:
- Stockwerksverteiler (~=Ventilkasten) der FBH durchgerostet. War etwas
eklig, hübscher Fleck. ;) War einer von 4 oder 5.
- Ab & zu mal die Brennerdüse des Ölbrenners zugesulzt (s.u.)
- Schaltuhr hinüber
- Turbopumpe(?)/Umwälzpumpe (Saurer, CH) mußte mal getauscht werden
- Vor 3-4 Jahren mußte der Ölbrenner ausgetauscht werden, da der Kessel
sonst die schärferen Abgasnormen nicht mehr gepackt hätte. (Abaco ->
Weishaupt)
- Der (Gußeisen-) Heizkessel war vor 2 Jahren durchgerostet. Jetzt ist auch
wieder einer von Viessmann drin.

Die Regelung war über eine elektronisch-mechanische Schaltuhr im Wohnzimmer,
auch von Saurer. Mit Außentemperaturfühler. Ob das damals schon Standard
oder eher obere Mittelklasse war, weiß ich nicht.
In den FBH-Rohren war zwar eine schwarz-schmutzige Pampe drin, bis sie beim
Kesseltausch komplett ersetzt wurde. Aber die Rohrleitungen haben bisher
keinerlei Probleme gemacht. Die Regler macht man manchmal auch im Sommer
kurz auf und zu, damit sie nicht festgehen. Obwohl: Das Problem gab es im
Haus meiner Eltern noch nicht. Das Haus hat komplett FBH, es gibt darin
keinen einzigen Wandheizkörper. Bisher vom Wohngefühl her nur angenehme
Erfahrungen mit der FBH. Allerdings gibt es nirgendwo Sessel oder so direkt
am Fenster. Da stehen meistens Bonsais... ;))

Viele Grüße,

Mathias

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Re: Fußbodenheizung aus den 70ern?

"Tobias"
2003-08-03 18:52:40

Hi,

Eisenoxid ist edler als Kupfer. Auch die Oxidationsstufen
beachten ...

nur als Tip

Gruß

Tobias